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Die große Klima-Diskussion

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NeusserGletscher schrieb:
Ich war gestern anderweitig beschäftigt, aber analog zu den Meldungen zu Hitzerekorden im Sommer muss dies ja gestern die TOP-Nachricht in den Medien gewesen sein.

NeusserGletscher schrieb:
So wird aus einer sachlichen und neutralen Meldung halt eine negativ konnotierte Meldung, weil sie halt auch auf den "falschen" Plattformen diskutiert wird.

Is klar...nur du bringst sachliche und neutrale Meldungen.
Den sarkastischen Unterton denken wir uns alle nur dazu.
Und jeder, der die letzten Jahre hier nur ein wenig mitgelesen hat weiß doch genau, in welche Richtung solche Meldungen von dir abzielen.

Die Bestätigung lieferst dann gleich noch dazu:
NeusserGletscher schrieb:
Es ist in der Tat zum Verzweifen. Dass einige noch immer nicht den Unterschied in der Reichweite zwischen einer Meldung in den Abendnachrichten und einigen Regionalportalen verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Dass wir im Sommer an wenigen Tagen Hitzerekorde an einigen Messstellen hatten, weiß heute sicherlich noch jeder.

Da brauch man sich auch nicht zu wundern, dass heute immer noch sehr viele Bürger glauben, mit dem Aufstellen von mehr Windrädern und Solarzellen würden wir die Energiewende meistern. Denn dass man dazu halt auch Speicher, Fernleitungen in den Süden Europas oder nach Nord-Afrika und eine völlig neue Infrastruktur braucht, findet man noch am ehesten, wenn man gezielt danach sucht.

Klasse!
 
NeusserGletscher schrieb:
Woher willst Du wissen, dass ich die Meldung von Wetteronline in "einschlägigen Foren und Internetseiten" gelesen habe, und nicht etwa direkt auf Wetteronline selbst oder auf einer der zahlreichen Regionalseiten? Natürlich weisst Du das nicht, aber so funktioniert halt das Bashing mit "Kontaktschuld". So wird aus einer sachlichen und neutralen Meldung halt eine negativ konnotierte Meldung, weil sie halt auch auf den "falschen" Plattformen diskutiert wird.

Du hast mich absichtlich falsch verstanden und weißt genau was ich meine. Die Nachricht von den tiefen Novembertemperaturen stand auf Wetteronline und einigen Regionalseiten. War also was die Berichterstattung angeht durchaus angemessen, es gab kein Schneechaos, keine Toten, kein massives Glatteis, kein Eisregen mit Massenunfällen ... es gab nur Temperaturen von -15 Grad, aussergewöhnlich für November aber jetzt keine wirkliche BILD Schlagzeile. WAS es dagegen gab war in mehreren "einschlägigen" Plattformen genau die selbe schon hundert mal durchgekaute Fake-Empörungsmeldung .... "da berichtet aber keiner der bösen linksgrün versifften Medien darüber, dabei wäre es doch mindestens eine Sondersendung um 20.15 wert " ... :evil:


NeusserGletscher schrieb:
Es ist in der Tat zum Verzweifen. Dass einige noch immer nicht den Unterschied in der Reichweite zwischen einer Meldung in den Abendnachrichten und einigen Regionalportalen verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Dass wir im Sommer an wenigen Tagen Hitzerekorde an einigen Messstellen hatten, weiß heute sicherlich noch jeder.

Das wir im Sommer nicht nur einen Tag 42 Grad hatten, sondern länger anhaltende Hitzeperioden, extrem wenig Regen und dadurch ausgeprägte Dürre in vielen Bundesländern, massive wenig Wasser in den Flüssen (warum kaufen die Franzosen Strom in Deutschland ?), dadurch schlechte Ernten und massive Probleme in der Landwirtschaft, vor allem im Osten, durch die Hitze massive Starkwetterereignisse wie wir sie bis jetzt so kaum kannten etc. pp. .... daran können sich tatsächlich viele Menschen erinnern. Und das kam auch berechtigterweise in den Hauptnachrichten. Das Ronny aus Bad Berka sich um 3 Uhr morgens besoffen die Zunge an die Windschutzscheibe geklebt hat, weil er mal kucken wollte wie kalt es schon ist dagegen eher nicht ...
 
Wooly schrieb:
WAS es dagegen gab war in mehreren "einschlägigen" Plattformen genau die selbe schon hundert mal durchgekaute Fake-Empörungsmeldung

Da weißt Du mehr als ich, da ich solche "einschlägigen" Plattformen, welche dies auch immer sein mögen, selten bis nie besuche.
 
NeusserGletscher schrieb:
Da weißt Du mehr als ich, da ich solche "einschlägigen" Plattformen, welche dies auch immer sein mögen, selten bis nie besuche.
Hat sich das geändert?
Du hast dich (auch und gerade in diesem Thread) mit Verve als Konsument der "alternativen Medien" positioniert!?
 
Jan Tenner schrieb:
Hat sich das geändert?
Du hast dich (auch und gerade in diesem Thread) mit Verve als Konsument der "alternativen Medien" positioniert!?

Wenn Du damit Eike & Co meinst, da wüsste ich nicht einmal, wann ich da jemals reingeschaut hätte.
 
NeusserGletscher schrieb:
Jan Tenner schrieb:
Hat sich das geändert?
Du hast dich (auch und gerade in diesem Thread) mit Verve als Konsument der "alternativen Medien" positioniert!?

Wenn Du damit Eike & Co meinst, da wüsste ich nicht einmal, wann ich da jemals reingeschaut hätte.
Zumindest mal solche Quellen wie "Tichys Einblick" oder die "Nachdenkseiten", von denen du ja sagtest, man käme um solche Kanäle nicht drum herum, wenn man in den sogenannten Mainstreammedien nicht nur "die übliche Mischung aus Propaganda, tendenziöser Berichterstattung und Nachrichtenmüll" vorgesetzt bekommen will. So in etwa lauteten deine Aussagen...
 
NeusserGletscher schrieb:
Da weißt Du mehr als ich, da ich solche "einschlägigen" Plattformen, welche dies auch immer sein mögen, selten bis nie besuche.

Ganz ehrlich, das glaubt dir hier keiner, nicht mal deine ergebensten Klimajünger ... so ziemlich alles, was du von dir gibst, kann man 1:1 auf jeder feuchtfröhlichen Querdenker/Klimaleugner Seite/Blog etc. nachlesen, da sich die Argumentationen ja auch eigentlich nie wirklich geändert haben, incl. dem ganzen an den Haaren herbeigezogenen pseudowissenschaftlichem Humbug ... das ist zu 100% nicht auf deinem eigenen Mist gewachsen. Und Skifam, vielleicht hast du ja die aktuelle Uno-Klimakonferenz mitbekommen, incl. der Reaktionen der Wissenschaftswelt auf die immer drängender werdenden Probleme ... das ist die "Blase" aus der die meisten hier denke ich ihre Informationen haben ... und da sind die Schlussfolgerungen ZIEMLICH eindeutig. Im Augenblick sind wir nach Einschätzungen der meisten Wissenschaftler bei ca. 3 Grad Erwärmung im Mittel angekommen bis 2050, also das doppelte der ursprünglich mal im Pariser Abkommen angestrebten 1,5. Und für Deutschland als Landgebiet sind das dann ca. 6 Grad im Landesmittel. Damit auch ungefähr 10 Mal schneller als eine natürliche Erwärmung. Was das genau heißt, kann man sich in vielen Szenarien ansehen, keines davon redet bei 3 Grad mehr von "noch mal mit einem blauen Auge davongekommen". Aber wir brauchen denke ich noch einige Ahrtäler pro Jahr und ein paar zehntausend Tote, bis wirklich etwas in Deutschland passiert. Denn solange es im Osten mal 15 Grad im November hat, ist die Welt ja noch in Ordnung .... ein Freund von mir, Weinbauer, träumt auch schon vom Beaujolais ...
 
Wooly schrieb:
... so ziemlich alles, was du von dir gibst, kann man 1:1 auf jeder feuchtfröhlichen Querdenker/Klimaleugner Seite/Blog etc. nachlesen
Ist das meine Schuld? Ich ziehe es immer noch vor, meine eigenen Schlüsse zu ziehen. Wenn andere aus welchen Gründen auch immer zu den selben Schlüssen kommen, kannst Du mir dies schlecht vorwerfen.

Wooly schrieb:
Das wir im Sommer nicht nur einen Tag 42 Grad hatten, sondern länger anhaltende Hitzeperioden, extrem wenig Regen und dadurch ausgeprägte Dürre in vielen Bundesländern, massive wenig Wasser in den Flüssen (warum kaufen die Franzosen Strom in Deutschland ?)
Weil knapp die Hälfte der französischen AKW derzeit wegen Reparaturen nicht am Netz ist?

Den Sommer habe ich auch nicht als so schlimm empfunden. Gerade hier im Rheinland hatten wir in den vergangenen Jahren oft die reinste Waschküche, selbst morgens stand das Thermometer schon auf 25° C. 2022 aber war es eine angenehme trockene Hitze, die man viel leichter ertragen kann. Und weil es zum Morgen in den meisten Fällen selbst in der Stadt deutlich abkühlte (weil trockene Luft die Wärme nicht so gut speichert), konnte ich meine Wohnung ordentlich durchlüften. Den Garten habe ich auch nur wenige Male wässern müssen. Das einzige, was genervt hat, war das permanente Geplärre der Endzeitsektierer.

Dieses ständige Herumreiten auf Wetterextremen und vermeintlich wissenschaftlich belegten Klimazielen bringt uns in der Sache leider auch nicht einStück weiter. Wer noch immer glaubt, das Thema Dunkelflaute sei nur ein Hirngespinnst irgendwelcher Leugnerforen, der kann mal gerne einen Blick auf den Strommix der letzten zwei Tage werfen.

Da hilft uns nur ein ausgeklügeltes Konzept, wie wir in Zukunft solche Phasen überbrücken, wenn wir nicht nur den vorhandenen Strombedarf auf EE umstellen, sondern darüber hinaus auch weite Teile des Primärenergiebedarfs. Ich bezweifle nicht, dass dies technisch möglich ist. Aber ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die Gestaltug der Energiewende derzeit aus fachlicher Sicht in den richtigen Händen liegt. Ich befürchte mehr, dass sich Deutschland in Richtung Idiocracy bewegt und wir am Ende sowohl bei Klima als auch beim Thema Wirtschaft und Wohlstand ganz blöd da stehen.
 
Einfach mal nach "100 Prozent erneuerbare Energien" googeln. Da findet man einiges zum Thema. Z. B. den Bericht vom Fraunhofer Institut:
https://www.ise.fraunhofer.de/de/ve...ge-zu-einem-klimaneutralen-energiesystem.html
Da sieht man, wie es funktionieren könnte. Es existieren dazu auch Simulationen, wo für jede Wetterlage berechnet wird, wie viel Strom dann woher kommen muss.
Aus fachlicher Sicht haben wir mMn die wenigsten Probleme, es hängt viel mehr an der Politik oder der gesellschaftlichen Akzeptanz, worauf in der Fraunhofer -Analyse auch eingegangen wird.
 
NeusserGletscher schrieb:
Weil knapp die Hälfte der französischen AKW derzeit wegen Reparaturen nicht am Netz ist?

Die Reparaturen sind das eine Problem, das andere die fehlende Kühlung weil die Flüsse trotz massiver Regulierung an den Oberläufen nicht mehr genug Wasser haben um die Kühlung sicherzustellen ... gerade diesen Sommer an der Loire wieder selber ansehen können ... und da gibt es dann auch nichts zu reparieren, sondern da hilft nur drosseln.

NeusserGletscher schrieb:
Den Sommer habe ich auch nicht als so schlimm empfunden. Gerade hier im Rheinland hatten wir in den vergangenen Jahren oft die reinste Waschküche, selbst morgens stand das Thermometer schon auf 25° C. 2022 aber war es eine angenehme trockene Hitze, die man viel leichter ertragen kann. Und weil es zum Morgen in den meisten Fällen selbst in der Stadt deutlich abkühlte (weil trockene Luft die Wärme nicht so gut speichert), konnte ich meine Wohnung ordentlich durchlüften. Den Garten habe ich auch nur wenige Male wässern müssen. Das einzige, was genervt hat, war das permanente Geplärre der Endzeitsektierer.

30 Jahre Wissenschaftserkenntnis und Forschung gegen die Wahrnehmung eines Rheinländers im Sommer 2022 .... ich meine da KANN die Wissenschaft ja nur verlieren !!

NeusserGletscher schrieb:
Dieses ständige Herumreiten auf Wetterextremen und vermeintlich wissenschaftlich belegten Klimazielen bringt uns in der Sache leider auch nicht einStück weiter.

Was schlägst du denn vor ausser die Wissenschaft zu ignorieren? Das Problem ist ja klar da, die Lösungen auch, was sind deiner Meinung nach die Alternativen?

NeusserGletscher schrieb:
Ich bezweifle nicht, dass dies technisch möglich ist. Aber ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die Gestaltug der Energiewende derzeit aus fachlicher Sicht in den richtigen Händen liegt. Ich befürchte mehr, dass sich Deutschland in Richtung Idiocracy bewegt und wir am Ende sowohl bei Klima als auch beim Thema Wirtschaft und Wohlstand ganz blöd da stehen.

Wo genau erkennst du, das Deutschland hier "blöde" da steht? Ich kann nicht erkennen, das die Politik und die Wissenschaftler in Deutschland anders vorgehen als in allen anderen westlichen Ländern, und auch einem Großteil der westlichen Welt. Das Pariser Abkommen wurde ja nicht von Deutschland alleine ratifiziert. Woher kommt eigentlich dieses seltsame Narrativ, das Deutschland da "alleine" ist, ob Klimaschutz oder Coronakrise ... wahrscheinlich auch wieder nicht von den einschlägigen "Quellen" im Netz die du alle nicht liest ...
 
Wooly schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Da weißt Du mehr als ich, da ich solche "einschlägigen" Plattformen, welche dies auch immer sein mögen, selten bis nie besuche.

Ganz ehrlich, das glaubt dir hier keiner, nicht mal deine ergebensten Klimajünger ... so ziemlich alles, was du von dir gibst, kann man 1:1 auf jeder feuchtfröhlichen Querdenker/Klimaleugner Seite/Blog etc. nachlesen, da sich die Argumentationen ja auch eigentlich nie wirklich geändert haben, incl. dem ganzen an den Haaren herbeigezogenen pseudowissenschaftlichem Humbug ... das ist zu 100% nicht auf deinem eigenen Mist gewachsen. Und Skifam, vielleicht hast du ja die aktuelle Uno-Klimakonferenz mitbekommen, incl. der Reaktionen der Wissenschaftswelt auf die immer drängender werdenden Probleme ... das ist die "Blase" aus der die meisten hier denke ich ihre Informationen haben ... und da sind die Schlussfolgerungen ZIEMLICH eindeutig. Im Augenblick sind wir nach Einschätzungen der meisten Wissenschaftler bei ca. 3 Grad Erwärmung im Mittel angekommen bis 2050, also das doppelte der ursprünglich mal im Pariser Abkommen angestrebten 1,5. Und für Deutschland als Landgebiet sind das dann ca. 6 Grad im Landesmittel. Damit auch ungefähr 10 Mal schneller als eine natürliche Erwärmung. Was das genau heißt, kann man sich in vielen Szenarien ansehen, keines davon redet bei 3 Grad mehr von "noch mal mit einem blauen Auge davongekommen". Aber wir brauchen denke ich noch einige Ahrtäler pro Jahr und ein paar zehntausend Tote, bis wirklich etwas in Deutschland passiert. Denn solange es im Osten mal 15 Grad im November hat, ist die Welt ja noch in Ordnung .... ein Freund von mir, Weinbauer, träumt auch schon vom Beaujolais ...
Zum Thema Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal empfehle ich
diesen Artikel der FAZ: https://www.faz.net/multimedia/flutkatastrophe-im-ahrtal-neue-erkenntnisse-zum-hochwasser-17470847.html
und diese Dokumentation der ARD: https://www.ardmediathek.de/video/dokus-im-ersten/die-flut-chronik-eines-versagens/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzEyYTJmMWU2LWZjZDMtNGEzZi1hMmM2LTQ3Nzg1ODA2NGIzNw
Fazit: überwiegend ein Versagen von "Behörden" und "Politik"... leider.
 
"In der historischen Einordung zeigt sich, dass es sich bei dem Hochwasser vom Juli 2021 um eine Wiederholung des Hochwassers vom Juli 1804 handelt“, erklärt Roggenkamp. Damals wie heute war sommerlicher Starkregen der Auslöser des Hochwassers. „Trotz vergleichbarer Abflussgrößen erreichte das Hochwasser vom Juli 2021 größere Wasserstände als 1804. In Dernau lag der Wasserstand ca. 1,5 Meter oberhalb des Wasserstandes von 1804. Die heute dichtere Bebauung des Hochwasserbetts verkleinert die durchströmte Fläche und ließ die Wasserstände lokal überproportional ansteigen.“

Der Fakt ist ja nicht, das es noch nie extreme Wetterphänomene gab, sondern das sie seit 10-15 Jahren immer mehr gehäuft auftreten. Und deshalb, jedenfalls geht die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler davon aus, werden solche Ereignisse wie die Überschwemmungen im Ahrtal immer häufiger auftreten respektive tun es schon, weltweit, und überprüfbar.

Laut Titel ARD Dokumentation: Auch wenn viele von einer Jahrtausend-Flut sprechen: Wetterexperten rechnen damit, dass sich solche Ereignisse wegen des Klimawandels künftig häufen werden. Umso wichtiger ist jetzt eine Antwort auf die Frage: Was ist damals schiefgelaufen?

Das damals zu spät gewarnt wurde und das Ahrtal (wie fast alle besiedelten Flusstäler in Deutschland) viel zu eng bebaut ist, ändert nichts daran, das sich solche Ereignisse immer mehr häufen werden ... natürlich wird sich der Mensch anpassen, bessere Warnketten entwickeln (passiert ja gerade) und die Bebauungspläne werden sich ändern müssen (passiert im Augenblick noch sehr wenig, auch nicht im Ahrtal), aber das sind ja nur FOLGEN der Flut. Wenn wir diese Steigerung verhindern hätten wollen, hätten wir schon lange massivere Maßnahmen gegen den Klimawandel treffen müssen ... und ja, das war und ist auch die Politik, aber die Politik sind wir, die die Regierung wählen. Also liegt es an uns allen, etwas zu ändern.
 
Wooly schrieb:
Wo genau erkennst du, das Deutschland hier "blöde" da steht? Ich kann nicht erkennen, das die Politik und die Wissenschaftler in Deutschland anders vorgehen als in allen anderen westlichen Ländern, und auch einem Großteil der westlichen Welt. Das Pariser Abkommen wurde ja nicht von Deutschland alleine ratifiziert. Woher kommt eigentlich dieses seltsame Narrativ, das Deutschland da "alleine" ist, ob Klimaschutz oder Coronakrise ... wahrscheinlich auch wieder nicht von den einschlägigen "Quellen" im Netz die du alle nicht liest ...

Da verstehst Du mich völlig falsch. Mir geht es um die technische Ausgestaltung der Energiewende. Die, lassen wir mal das Klima außen vor, alleine wegen der Endlichkeit fossiler Energieträger so oder so nötig ist.

Energie wird derzeit aber in Deutschland nicht ökologischer, sondern vor allem schmutziger und teurer. Und bei dem Tempo, mit dem in Deutschland Infrastrukturprojekte umgesetzt werden, glaube ich eher, dass wir im Rheinland eine geschlossene Schneedecke von Oktober bis März sehen werden bevor wir in nennenswerten Umfang auf konventionelle Energieträger verzichten können.

Der jetzt eingeschlagene Weg führt in den wirtschaftlichen Abschwung. Am Ende hätte dann auch die Umwelt gar nichts davon, wenn wir energieintensive Betriebe aus Deutschland aufgrund zu hoher Energiekosten vergraulen und den Ländern in die Fänge treiben, die da noch schlechter aufgestellt sind und beispielsweise mit billigem Strom aus Kohle locken. Und auch die USA, die derzeit massiv Industrie aus Europa abwerben, haben einen doppelt so hohen pro-Kopf Ausstoß an CO2 gegenüber Deutschland.

Wooly schrieb:
Der Fakt ist ja nicht, das es noch nie extreme Wetterphänomene gab, sondern das sie seit 10-15 Jahren immer mehr gehäuft auftreten.

Deswegen war das Hochwasser an der Ahr von 2021 ja auch erst mit dem von 1804 vergleichbar. Weil so was ja nun seit 10-15 Jahren gehäuft auftritt. 8O

Wooly schrieb:
In der historischen Einordung zeigt sich, dass es sich bei dem Hochwasser vom Juli 2021 um eine Wiederholung des Hochwassers vom Juli 1804 handelt

Logik ist nicht Deine Stärke? :lol: Das Hochwasser an der Ahr, so schlimm es für die Betroffenen war, lag mehr oder weniger in dem üblichen Raster, in dem so was dort vorkommt.

Da die Versiegelung von Flächen, die verdichtete Bebauung und Einengung von Überflutungsräumen, ja selbst die geringere Wasseraufnahmefähigkeit von Ackerflächen im Einzugsgebiet etwa durch einen geringen Humusanteil im Boden einen signifikanten Einfluss auf die Höhe von Flutwellen hat, so gilt dies erst recht für Aussagen zu deren statistischen Häufigkeit. Eine Aussage zur Zunahme der Häufigkeit von Hochwassern ohne Berücksichtigung der Einflüsse abseits des Klimas ist methodisch falsch.

Aber das ist die Krux mit der Klimabewegung. Nicht nur, dass immer wieder Zusammenhänge falsch interpretiert werden. Egal, wie oft man diese widerlegt oder auf logische Brüche hinweist, bei nächster Gelegenheit erzählt wieder jemand den gleichen Mist. Da ist nirgendwo ein Lerneffekt zu sehen. Insbesondere bei jenen, die selbst ganz schnell mit Begriffen wie "Klimaleugner" oder "Querdenker" bei der Hand sind.
 
NeusserGletscher schrieb:
Aber das ist die Krux mit der Klimabewegung. Nicht nur, dass immer wieder Zusammenhänge falsch interpretiert werden. Egal, wie oft man diese widerlegt oder auf logische Brüche hinweist, bei nächster Gelegenheit erzählt wieder jemand den gleichen Mist. Da ist nirgendwo ein Lerneffekt zu sehen. Insbesondere bei jenen, die selbst ganz schnell mit Begriffen wie "Klimaleugner" oder "Querdenker" bei der Hand sind.

Es muss eine Qual sein, wirklich. Da legst du doch jetzt schon auf 200+ Seiten dar, wieso die Wissenschaft weltweit total danebenliegt, und die Fakten total falsch interpretieren, aber es ist wie verhext, keiner dieser Mainstreamschafe hört dir zu. Selbst große Umweltverschmutzer wie China oder die USA, die man so schön anführen kann um selber nichts zu tun, legen inzwischen gewaltige Programme in die Richtung auf und investieren massiv in Klimaschutz ... selbst die haben nicht kapiert das man sich damit vorsätzlich komplett die Wirtschaft kaputt macht, genau wie sämtliche Regierungen Europas .... zum Weinen, wirklich. Alle machen einfach Alles falsch, und ein einsamer Rufer in einem kleinen aber feinen Skifahrerforum bekommt einfach nicht die Beachtung die er verdient, obwohl er doch, zusammen mit einer kleinen Gruppe an erleuchteten Wissenden, schon lange die Wahrheit ans Licht gebracht hat ....
 
Das Gottvertrauen in die USA und vor allem China teile ich jetzt allerdings gar nicht 🤷‍♂️, was dennoch in der Tat kein Grund ist, bei uns Vogel-Strauß zu spielen☝️
 
Hab jetzt eine zeitlang nix geschrieben. Das fruchtlose Rumgehacke hier bringt niemand weiter.
Erinnert an Onkel Herbert (86) der beim Familientreffen seit Jahrzehnten das Gleiche erzählt.
Das mach ich jetzt auch :D

Ahrtal war Wetter + Versiegelung+falscher Forstwirtschaft + politisches Versagen.
Starkregen auf den Punkt wo alles sich ins Ahrtal entleert. Kommt selten vor, da der Punkt genau getroffen sein muss.
Ist wie eine Meisterschaft von Schalke 04 ;D alle 100 Jahre oder so.
Andererseits: Pro 1°C Erwärmung kann die Luft 6% mehr Wasser speichen. Selbst mit Bremer oder Berliner Schulabschluss kann man daraus Folgerungen ziehen.
 
Bergwanderer schrieb:

Hat zwar nix primär mit Klima zu tun...aber die Hochwasserkatastrophe (die es ja nicht nur im Ahrtal gab...wenns auch da am Schlimmsten war) war auch zu einem recht großen Teil ein totales Versagen der dort wohnenden Leute, von denen einige völlig jegliche Warnungen ignoriert hatten. Bei Kachelmannwetter beispielsweise war mehrere Tage vorher bereits absehbar, was kommen würde und es wurde entsprechend gewarnt.
Nur müsste man sich dafür halt etwas mit dem Wetter beschäftigen (erst recht, wenn man in Gewässernähe wohnt).
Deshalb ist es in meinen Augen falsch, das auf ein "alleiniges Versagen der Politik/Behörden" zu schieben.
Es kommt leider viel zu oft vor, dass derartige Warnungen als Panikmache abgetan werden...........und am Ende, wenn die Warnung doch zutraf, waren halt andere dran schuld :rolleyes: :rolleyes: .
 
Fab schrieb:
Hab jetzt eine zeitlang nix geschrieben. Das fruchtlose Rumgehacke hier bringt niemand weiter.
Erinnert an Onkel Herbert (86) der beim Familientreffen seit Jahrzehnten das Gleiche erzählt.
Das mach ich jetzt auch :D

Ahrtal war Wetter + Versiegelung+falscher Forstwirtschaft + politisches Versagen.
Starkregen auf den Punkt wo alles sich ins Ahrtal entleert. Kommt selten vor, da der Punkt genau getroffen sein muss.
Ist wie eine Meisterschaft von Schalke 04 ;D alle 100 Jahre oder so.
Andererseits: Pro 1°C Erwärmung kann die Luft 6% mehr Wasser speichen. Selbst mit Bremer oder Berliner Schulabschluss kann man daraus Folgerungen ziehen.
Auch mit Bremer ... wirklich? :D
 
icedtea schrieb:
Das Gottvertrauen in die USA und vor allem China teile ich jetzt allerdings gar nicht 🤷‍♂️, was dennoch in der Tat kein Grund ist, bei uns Vogel-Strauß zu spielen☝️

Kein Gottvertrauen, aber durchaus Realität. Auch wenn hier wohl mehr pekuniäre als Umweltschutzgründe im Focus stehen, hat sich doch da einiges gedreht ... trotzdem wird es wohl an den Europäern sein, die Maßnahmen voran zu treiben.
 
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