Wooly schrieb:
Wo genau erkennst du, das Deutschland hier "blöde" da steht? Ich kann nicht erkennen, das die Politik und die Wissenschaftler in Deutschland anders vorgehen als in allen anderen westlichen Ländern, und auch einem Großteil der westlichen Welt. Das Pariser Abkommen wurde ja nicht von Deutschland alleine ratifiziert. Woher kommt eigentlich dieses seltsame Narrativ, das Deutschland da "alleine" ist, ob Klimaschutz oder Coronakrise ... wahrscheinlich auch wieder nicht von den einschlägigen "Quellen" im Netz die du alle nicht liest ...
Da verstehst Du mich völlig falsch. Mir geht es um die technische Ausgestaltung der Energiewende. Die, lassen wir mal das Klima außen vor, alleine wegen der Endlichkeit fossiler Energieträger so oder so nötig ist.
Energie wird derzeit aber in Deutschland nicht ökologischer, sondern vor allem schmutziger und teurer. Und bei dem Tempo, mit dem in Deutschland Infrastrukturprojekte umgesetzt werden, glaube ich eher, dass wir im Rheinland eine geschlossene Schneedecke von Oktober bis März sehen werden bevor wir in nennenswerten Umfang auf konventionelle Energieträger verzichten können.
Der jetzt eingeschlagene Weg führt in den wirtschaftlichen Abschwung. Am Ende hätte dann auch die Umwelt gar nichts davon, wenn wir energieintensive Betriebe aus Deutschland aufgrund zu hoher Energiekosten vergraulen und den Ländern in die Fänge treiben, die da noch schlechter aufgestellt sind und beispielsweise mit billigem Strom aus Kohle locken. Und auch die USA, die derzeit massiv Industrie aus Europa abwerben, haben einen doppelt so hohen pro-Kopf Ausstoß an CO2 gegenüber Deutschland.
Wooly schrieb:
Der Fakt ist ja nicht, das es noch nie extreme Wetterphänomene gab, sondern das sie seit 10-15 Jahren immer mehr gehäuft auftreten.
Deswegen war das Hochwasser an der Ahr von 2021 ja auch erst mit dem von 1804 vergleichbar. Weil so was ja nun seit 10-15 Jahren gehäuft auftritt.
Wooly schrieb:
In der historischen Einordung zeigt sich, dass es sich bei dem Hochwasser vom Juli 2021 um eine Wiederholung des Hochwassers vom Juli 1804 handelt
Logik ist nicht Deine Stärke? :lol: Das Hochwasser an der Ahr, so schlimm es für die Betroffenen war, lag mehr oder weniger in dem üblichen Raster, in dem so was dort vorkommt.
Da die Versiegelung von Flächen, die verdichtete Bebauung und Einengung von Überflutungsräumen, ja selbst die geringere Wasseraufnahmefähigkeit von Ackerflächen im Einzugsgebiet etwa durch einen geringen Humusanteil im Boden einen signifikanten Einfluss auf die Höhe von Flutwellen hat, so gilt dies erst recht für Aussagen zu deren statistischen Häufigkeit. Eine Aussage zur Zunahme der Häufigkeit von Hochwassern ohne Berücksichtigung der Einflüsse abseits des Klimas ist methodisch falsch.
Aber das ist die Krux mit der Klimabewegung. Nicht nur, dass immer wieder Zusammenhänge falsch interpretiert werden. Egal, wie oft man diese widerlegt oder auf logische Brüche hinweist, bei nächster Gelegenheit erzählt wieder jemand den gleichen Mist. Da ist nirgendwo ein Lerneffekt zu sehen. Insbesondere bei jenen, die selbst ganz schnell mit Begriffen wie "Klimaleugner" oder "Querdenker" bei der Hand sind.