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Die große Klima-Diskussion

Status
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Das geht am Lift doch auch ohne Kleber.

Eine kleine Anleitung:
https://www.youtube.com/watch?v=J2wnmpyH1Ns


nur mit der großen bedeutenden Rede ans Publikum wird es dann schwieriger... die ist dann von der Artikulation dann schwerer verständlich - passt sich also dem Inhalt an.
 
China hat unlängst übrigens einen Liefervertrag über 27 Jahre mit Katar über die Lieferung von LNG abgeschlossen. Während man in Alemania-Bajo noch überlegt, womit man das Geschirr spülen soll, feiert man bereits in China-Arriba in mollig warm geheizten Wohnungen.
 
Oh, die Meldung ist taufrisch. Habs noch gar nicht gesehen, stand leider noch nicht auf Eike :wink: :wink: :wink: :wink: :wink: :wink: :wink:

Mit dem LNG aus Katar können wir nun die Energiewende so richtig befeuern. Da kommt endlich Dampf in den Kessel. :lol:

Was mir nur nicht einleuchtet: Angeblich nähern wir uns doch mit rasendem Schritt diesen Kippunkten an, bei deren Erreichen das Klima unwiderruflich kippen wird. Und nun kaufen wir LNG, was eine schlechtere Klimabilanz hat als Pipelinegas?

Disclaimer: Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus und Ironie enthalten :wink:
 
NeusserGletscher schrieb:
China hat unlängst übrigens einen Liefervertrag über 27 Jahre mit Katar über die Lieferung von LNG abgeschlossen. Während man in Alemania-Bajo noch überlegt, womit man das Geschirr spülen soll, feiert man bereits in China-Arriba in mollig warm geheizten Wohnungen.

skifam schrieb:
Nene
der scheinheilige Gutdiener hat doch einen ausreichend tiefen Diener vor dem Emir gemacht:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/katar-lng-101.html

Endlich habt ihr beide es auf den Punkt gebracht. Was ein Grüner Minister macht, ist immer verkehrt. Egal ob er jetzt das eine oder das genaue Gegenteil macht.


Und dann wundert ihr euch, wenn kaum jemand euch noch für einen ernstzunehmenden Diskussionsteilnehmer hält.
 
Geil!
wieder in die Falle getappt. :D
 
Wenn man mit spitzer Feder nachrechnet, was der Deal mit Katar bedeutet, kommt man zu folgendem Ergebnis:

2020 hat Deutschland 52 Mrd cbm Erdgas aus Russland bezogen [Statista]
Überschlägig sind das bei 10 kWh/cbm ungefähr 520 TWh / a

Der nun mit Katar abgeschlossene Vertrag über 2 Mio to LNG / a entspricht einer Energiemenge von ungefähr 29,146 TWh / a (bei 14.573 kWh / to)

Zum Vergleich: aus den Niederlanden und Belgien kommen derzeit ca. 1,75 TWh Gas. Pro Tag.

D.h., dieser Deal ersetzt gerade einmal 5,6% der Energiemenge, die wir gegenüber 2020 per Pipeline aus dem Osten bekommen haben. Und das auch erst ab 2026.

Zusammengefasst: Der Deal ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und selbst der kommt viel zu spät.

Martin_D schrieb:
Endlich habt ihr beide es auf den Punkt gebracht. Was ein Grüner Minister macht, ist immer verkehrt. Egal ob er jetzt das eine oder das genaue Gegenteil macht.

Mathematik kümmert sich nicht um die Farbe des Parteibuchs.

Noch ein paar nicht unwesentliche Details am Rande. Die Niederlande werden über kurz oder lang weniger Erdgas liefern, weil deren Vorkommen erschöpft sind. Groningen macht immer mal wieder Probleme mit Erdbeben. Und die letzten deutschen Atommeiler sollen ja auch Anfang nächsten Jahres endgültig vom Netz gehen. Und weil das mit den Windrädern noch immer nicht so gut klappt, brauchen wir halt noch mehr Kohle und Erdgas als zu Zeiten, bevor grün-rot ins Kanzleramt eingezogen ist.

Martin_D schrieb:
Und dann wundert ihr euch, wenn kaum jemand euch noch für einen ernstzunehmenden Diskussionsteilnehmer hält.

Wie wäre es, wenn Du zur Abwechslung mal mit Fakten argumentieren würdest? Das wäre jedenfalls eine Basis, um mit Dir ernsthaft zu diskutieren.
 
NeusserGletscher schrieb:
Martin_D schrieb:
Und dann wundert ihr euch, wenn kaum jemand euch noch für einen ernstzunehmenden Diskussionsteilnehmer hält.

Wie wäre es, wenn Du zur Abwechslung mal mit Fakten argumentieren würdest?

du meinst er sollte sich mal mit jemand anderem als mit dir unterhalten?
 
Keine Ahnung, was z.B. an der "Geschichte" mit cmblu dran is, aber wenn das so stimmt wie in Quer berichtet, braucht man sich nicht wundern, warum es in Deutschland u.a. mit Wind nicht so recht funktioniert. Anstatt darüber zu diskutieren, ob diese neuen Technologien bei uns genug Unterstützung bekommen, hadern wir lieber weiter darüber, was alles nicht funktioniert und nicht funktionieren wird.
 
scratch schrieb:
Keine Ahnung, was z.B. an der "Geschichte" mit cmblu dran is, aber wenn das so stimmt wie in Quer berichtet, braucht man sich nicht wundern, warum es in Deutschland u.a. mit Wind nicht so recht funktioniert. Anstatt darüber zu diskutieren, ob diese neuen Technologien bei uns genug Unterstützung bekommen, hadern wir lieber weiter darüber, was alles nicht funktioniert und nicht funktionieren wird.
Wenn man die Beiträge vom Gletscher so liest, wundert man sich jedes Mal, wenn man auf einen Lichtschalter drückt, dass das Licht angeht...
 
albe-fr schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Martin_D schrieb:
Und dann wundert ihr euch, wenn kaum jemand euch noch für einen ernstzunehmenden Diskussionsteilnehmer hält.

Wie wäre es, wenn Du zur Abwechslung mal mit Fakten argumentieren würdest?

du meinst er sollte sich mal mit jemand anderem als mit dir unterhalten?

Vielen Dank für Deinen konstruktiven Beitrag.

Kleiner Fun-Fakt am Rande. Bestimmte Kreise werden nicht müde, gebetsmühlenartig ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen zu fordern. Laut Umweltbundesamt brächt dies eine Einsparung von 2,6 Mio to CO2 / a.

Die Verflüssigung von Gas zu LNG und dessen Transport benötigt ca. 10% der Energie des Heizwertes von Erdgas. Du findest auch Angaben von bis zu 25%. Bei den nun vereinbarten jährlichen Lieferungen aus Katar von 29,146 TWh werden überschlägig 2,9146 TWh Erdgas für die Verflüssigung eingesetzt. Bei einem CO2 Fußabdruck von ca. 200 g / kWh macht das 583.000 to CO2 / a bei 10% Energieeinsatz und 1,16 Mio to CO2 / a bei 20%. Aber halt nur für einen Bruchteil der Menge des bisherigen Pipelinegases.

Wenn man sämtliches Gas, was bislang durch östliche Pipelines geflossen ist, durch LNG ersetzt, dann werden dadurch 10,4 Mio to CO2 bzw. 20,8 Mio to alleine für die Verdichtung freigesetzt. Ein Vielfaches der Menge, welche wir durch ein Tempolimit einsparen könnten.

Und wenn der Herr Bundeswirtschaftsminister nicht andere Prioritäten setzen würde, dann hätte uns China nicht die 4 Mio to /a vor der Nase wegschnappen können. Die Wiener Zeitung kommentierte dies gestern auch entsprechend. Zusammen mit den 4 Mio to von China hätte Katar über 15% des russischen Pipeline-Gases ersetzen können.

Dieses Zaudern bedeutet, dass wir nun am Ende wahrscheinlich noch mehr auf Fracking-Gas angewiesen sein werden. Dessen Öko-Bilanz noch schlechter ist das die von LNG. Von den rein wirtschaftlichen Kosten ganz zu schweigen.

scratch schrieb:
Keine Ahnung, was z.B. an der "Geschichte" mit cmblu dran is, aber wenn das so stimmt wie in Quer berichtet, braucht man sich nicht wundern, warum es in Deutschland u.a. mit Wind nicht so recht funktioniert. Anstatt darüber zu diskutieren, ob diese neuen Technologien bei uns genug Unterstützung bekommen, hadern wir lieber weiter darüber, was alles nicht funktioniert und nicht funktionieren wird.

Schade, dass Dein Beitrag erneut nur als Aufhänger genommen wird, um die Diskussion zu stören. Mir war anfänglich nicht ganz klar, worauf Du Dich eigentlich beziehst, konnte mir dann aber zusammenreimen, was Du vermutlich meinst.

Ich nehme an, Du meinst diesen Beitrag der BR Sendung Quer (ab 6:22):



Ich finde diesen Beitrag sehr sehenswert. Denn er spricht noch einmal an, woran es derzeit mit der Energiewende in Deutschland hapert. Oft wird ja gesagt, wir hätten kein Erkenntnis- sondern lediglich ein Umsetzungsproblem. Wenn ich mir diesen Beitrag anschaue, dann glaube ich eher, dass manche Entscheidungsträger auch ein Erkenntnisprobem haben.

Zu der in dem Beitrag beschriebenen Technologie kann ich nun auch nicht viel sagen, ich höre zum ersten Mal davon. Ich bin halt schon was älter und habe Wundergeschichten dieser Art schon häufiger vernommen. Viele haben sich im Nachhinein als schöne Illusion erwiesen und leider ist mir auch gerade die Sendung Quer nicht unbedingt bislang als besonders investigativ oder durch technisch fundiertes Wissen aufgefallen. Aber erst einmal hört sich das ganze zu schön an, als dass man es einfach ignorieren sollte.
 
scratch schrieb:
Keine Ahnung, was z.B. an der "Geschichte" mit cmblu dran is, aber wenn das so stimmt wie in Quer berichtet, braucht man sich nicht wundern, warum es in Deutschland u.a. mit Wind nicht so recht funktioniert. Anstatt darüber zu diskutieren, ob diese neuen Technologien bei uns genug Unterstützung bekommen, hadern wir lieber weiter darüber, was alles nicht funktioniert und nicht funktionieren wird.

Nun ja. Das Grundprinzip der Flüssigbatterie ist nicht neu. Für den mobilen Einsatz ist es einfach zu aufwändig und benötigt zu viel Platz bzw ist zu schwer. Zumimdest in Relation wie "viel" kWh da gespeichert werden können.
Für den stationären Einsatz ist das aber evtl. wirklich nicht so verkehrt.
Die Frage ist wie teuer eine Anlage wäre die wirklich relevante Strommengen speichern kann und wie gross die Tanks ausfallen würden!?

der LAnge
 
Alpenklima - Erster länderübergreifender Bericht zum Alpenklima

Offenbach / Wien / Zürich, 5. Dezember 2022 – Die Alpen sind vom Klimawandel besonders betroffen. Um sie besser zu schützen, sind Informationen und Analysen zum Klima in diesem einzigartigen Ökosystem umso wichtiger. Daher starten die nationalen Wetterdienste Deutschlands, Österreichs und der Schweiz eine neue gemeinsame Publikationsreihe mit dem Titel „Alpenklima“.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD), die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sowie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz zeigen darin den aktuellen Klimazustand in der Alpenregion der drei Länder auf und ordnen ihn in die langjährige Entwicklung ein. Das Bulletin wird zweimal pro Jahr jeweils für die Monate Mai bis Oktober (Sommerhalbjahr) sowie für den Zeitraum November bis April (Winterhalbjahr) erstellt. Er erscheint jeweils im November und Mai und bildet auf 20 Seiten damit erstmals länderübergreifend den Klimazustand dieses zentraleuropäischen Hochgebirges ab.

Klimawandel: Alpenraum besonders betroffen


Der Alpenraum ist von den Folgen des menschlichen Treibhausgasausstoßes stärker betroffen als andere Regionen oder Naturräume. In dieser hochsensiblen Region sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich sichtbar:
• Es gibt immer weniger Schnee.
• Die Gletscher verlieren deutlich an Masse.
• Im Sommer wird Hitze zu einem immer größeren Problem, auch in höheren Lagen.

Diese Veränderungen machen nicht an Ländergrenzen halt und betreffen die gesamte Alpenregion gleichermaßen. „Die drei nationalen Wetterdienste bieten heute schon eine breite Palette an Dienstleistungen. Mit ‚Alpenklima‘ vereinen wir nun unsere Informationen mit denen unserer Nachbarn aus Österreich und der Schweiz“, sagt Tobias Fuchs, Vorstand Klima und Umwelt des Deutschen Wetterdienstes. Die Klimaentwicklung in den einzelnen Ländern wird so in einen größeren Kontext gestellt und genau beobachtet, um diesen wertvollen Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum vor den Auswirkungen des Klimawandels besser zu schützen.

Rekordwärme und Regenarmut im Sommerhalbjahr 2022


Dieses Sommerhalbjahr war geprägt von sehr hohen Temperaturen im gesamten zentralen und östlichen Alpenraum und großer Trockenheit, vor allem in den Südalpen. Als Folge schmolz die Schneedecke im hochalpinen Gelände besonders früh. Neben einer allgemeinen Übersicht über die Klimatologie des vergangenen Sommerhalbjahres gibt „Alpenklima“ zu diesen Themen detaillierte Informationen.
In jedem Bulletin wird zudem ein aktuelles klimatologisches Thema näher beleuchtet und der aktuelle Wissensstand dazu beschrieben. In der nun vorliegenden ersten Ausgabe dreht sich alles um den rekordhohen Gletscherrückgang in den Alpen während des Sommerhalbjahres 2022.

Das Bulletin „Alpenklima“ ist online auf der DWD-Homepage verfügbar.
 
Jan Tenner schrieb:
Und vor allem, weil du das Kernprinzip einer Wärmepumpe ganz offensichtlich überhaupt nicht verstehen willst: Wärmepumpen haben in Bezug auf die zugeführte Energie einen Wirkungsgrad von 400-500% (der Großteil wird ja eben ohne Emissionen oder Immisionen aus der Umgebungswärme gewonnen). Eine Gasheizung dagegen kann per se nur max. 100% der zugeführten Energie in Wärmeleistung umsetzen. Ja, damit ist eine Wärmepumpe im Prinzip vieeeel ökologischer als eine Gasheizung.

Aktuell beträgt die Vorlauftemperatur bei meiner Heizung 60° C bei einer Außentemperatur von 0°C. Für die Temperaturdifferenz von 60K wird bei Luft-Wärmepumpen eine Leistungszahl von 3 angegeben. Um 3 Kilowattstunden Heizenergie zu erzeugen wird also 1 Kilowattstunde Strom benötigt. Der aktuelle CO2-Footprint für eine Kilowattstunde Strom beträgt für Deutschland 600 Gramm pro kWh. Bei einer Leistungszahl von 3 macht das 200 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Heizenergie. Da sind die Transportverluste nicht einmal enthalten. Für Gasheizungen findest Du Angaben von 200 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Das ist natürlich nur eine Überschlagsrechnung, aber erst einmal sehe ich da nicht, wieso eine Luft-Wärmepumpe unter den derzeitigen Bedingungen ökologischer sein soll. Und bei dem momentanen Fachkräftemangel in der Politik sehe ich auch nicht, wie sich die Voraussetzungen in den nächsten Jahren da grundsätzlich ändern sollen.

Jan Tenner schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Im ungünstigsten Fall muss sich Deutschland auch mal ein paar Wochen aus dem Akku mit Strom versorgen
Dieser Fall soll wann unter welchen Bedingungen eintreten? Vielleicht kann Kapi einer der Wetterexperten mal erläutern, wann aus den Wetteraufzeichnungen einer wochenlange Dunkelflaute deutschlandweit geherrscht haben sollte, in der potentiell kein Solar- oder Windstrom hätte erzeugt werden können.

Selbstverständlich ist Management zwischen Erzeugung und Speichern eine der ganz entscheidenden Herausforderungen für ein Energiewende. Aber die von unserem EIKE-Fan suggerierte Speichertechnologielücke zwischen 1h und 1 Monat ist manipulativer Unsinn! Welche Quellen wohl für die Zahlen herangezogen wurden? Tichys Einblick?

Als auch aus Deiner Sicht seriöse Quelle kannst Du gerne Agora-Energiewende.de verwenden, das ist der Internetauftritt einer Interessengruppe, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, u.a. Konzepte für die Energiewende zu erarbeiten. Und da sieht es momentan so aus, dass es ohne Kernenergie, Kohle und Gas ziemlich düster wäre.
 
NeusserGletscher schrieb:
Aktuell beträgt die Vorlauftemperatur bei meiner Heizung 60° C bei einer Außentemperatur von 0°C. Für die Temperaturdifferenz von 60K wird bei Luft-Wärmepumpen eine Leistungszahl von 3 angegeben. Um 3 Kilowattstunden Heizenergie zu erzeugen wird also 1 Kilowattstunde Strom benötigt. Der aktuelle CO2-Footprint für eine Kilowattstunde Strom beträgt für Deutschland 600 Gramm pro kWh. Bei einer Leistungszahl von 3 macht das 200 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Heizenergie. Da sind die Transportverluste nicht einmal enthalten. Für Gasheizungen findest Du Angaben von 200 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Das ist natürlich nur eine Überschlagsrechnung, aber erst einmal sehe ich da nicht, wieso eine Luft-Wärmepumpe unter den derzeitigen Bedingungen ökologischer sein soll. Und bei dem momentanen Fachkräftemangel in der Politik sehe ich auch nicht, wie sich die Voraussetzungen in den nächsten Jahren da grundsätzlich ändern sollen.

An deinem Beitrag ist fachlich (fast) nichts auszusetzen und zeigt trotzdem wie man durch "richtige" Annahme von Ausgangsbedingungen so ziemlich jede gute Lösung als schlecht darstellen kann.

- Du wählst deine anekdotische Vorlauftemperatur die *insbesondere in der Zukunft* immer weniger repräsentativ sein wird.
- Du gibst darauf basierend eine Leistungszahl von *3* an
- Du nimmst einen Footprint von 600 g/kWh an

mit mehr Kontext sieht es aber eher so aus:

- Vorlauftemperaturen können in vielen Fällen niedriger sein, bei Neubau sind sie es fast immer
- Leistungszahlen für die meisten Wärmepumpen liegen im Bereich von 3,5-5,5
- der Footprint Deutschlands im Jahr 2021 lag bei 460 g/kWh
Mit diesen Zahlen ist eine Wärmepumpe bezogen auf den CO2 Footprint bereits um Faktor 2 besser

in naher Zukunft sieht es dann vielleicht so aus:

- modernes Heizungssystem
- Leistungszahl 5
- CO2 Footprint <250 g/kWh
Mit diesen Zahlen ist eine Wärmepumpe bezogen auf den CO2 Footprint bereits um Faktor 4 besser


Dazu kommt der enorme Vorteil, dass Wärmepumpen mit Strom betrieben werden, den müssen wir nicht von Diktatoren einkaufen.
An der *passenden Stelle* erwähnst Du auch irgendwelche Übertragungsverluste beim Strom, entnimmst Du dein Gas aus der Umgebungsluft?
Man sollte auch dringend erwähnen, dass die Gasheizung die effizienteste fossile Heizung ist - wenn diese bereits gegen Wärmepumpen "verliert", wie steht es dann um Öl oder Holz?

Anekdotische Evidenz ist niemals eine Grundlage für allgemeingültig Aussagen. Du selbst kannst mit deinen persönlichen Annahmen natürlich darstellen, dass unter bestimmten Bedingungen eine Gasheizung nicht schlechter ist als eine Wärmepumpe, trotzdem bleibt es ein Extremfall und stellt nicht die Regel dar.
 
Panacea schrieb:
Anekdotische Evidenz ist niemals eine Grundlage für allgemeingültig Aussagen. Du selbst kannst mit deinen persönlichen Annahmen natürlich darstellen, dass unter bestimmten Bedingungen eine Gasheizung nicht schlechter ist als eine Wärmepumpe, trotzdem bleibt es ein Extremfall und stellt nicht die Regel dar.

Nun, deswegen habe ich auch geschrieben, wie es aktuell bei meiner Heizung aussieht. Selbstverständlich kann man bei einer Flächenheizung die Vorlauftemperatur halbieren. Der Einbau einer Flächenheizung ist bei mir aus baulichen Gründen (Brüstungshöhen, Türstürze) nicht möglich bzw. wirtschaftlich nicht darstellbar. Möglich wäre ggf., hocheffektive Konvektoren einzubauen. Ich habe so was mal bei der Einbindung eines Konvektors an eine Fußodenheizung gesehen.

Panacea schrieb:
- CO2 Footprint <250 g/kWh

In diesem Jahrzehnt? Bei dieser Regierung? Vergiss es.

Panacea schrieb:
Dazu kommt der enorme Vorteil, dass Wärmepumpen mit Strom betrieben werden, den müssen wir nicht von Diktatoren einkaufen.

Derzeitige Bestrebungen gehen dahin, LNG von Katar bzw. den USA einzukaufen, um damit Strom zu produzieren. Da sind wir moralisch sicher auf der richtigen Seite :lol:

Panacea schrieb:
.... trotzdem bleibt es ein Extremfall und stellt nicht die Regel dar.

Die überwiegende Zahl der Wohngebäude wurde nach älteren oder keinem Energiestandard errichtet. Da steht in vielen Fällen erst einmal eine Kernsanierung an, um überhaupt die Voraussetzungen zu schaffen, damit man eine Wärmepumpe einsetzen kann. Und das bei extrem gestiegenen Baukosten, Materialmangel und sinkenden Realeinkommen und -einnahmen.

Auch hier sehe ich nicht, wie wir ohne grundsätzlich geänderte Rahmenbedingungen hier schnell etwas ändern können.
 
Ergänzung:
Wärmepumpen mit Faktor 5,5 gibt es in der Werbung.
Hätte ich gern.
Real sind wir z.B. mit 4 bis 4,5 sehr weit vorn dabei , sagt z.B. der Werkskundendienst von Buderus. Ich denke, die haben vielleicht doch real Überblick und Erfahrung.
Wir arbeiten mit einer Erdwärme(tiefen)hybridwärmepumpe Bj 2018.
VTs von 40Grad sind inzwischen bei Neubauten normal

Wir haben ein kfW 40+ Haus und doch ein wenig reale Erfahrungen.

Es ist seit langem endlich mal wieder sehr kalt, das kostet eben...

PS:
Und das man Rohstoffe für die Stromerzeugung in D z.Zt. nicht bei Diktatoren einkauft, wäre mir neu. Insgesamt ist das in Bezug auf den CO2 Ausstoß auch irrelevant, wer sich da die Taschen voll macht.
Nicht falsch verstehen: ich meine keinen cent an einen Ex-KGB Oberst und seine Paladine, nur wurde der Fehler schon 2001/2 gemacht und nie revidiert...weil Geiz eben geil ist.
 
skifam schrieb:
VTs von 40Grad sind inzwischen bei Neubauten normal

Hast Du Konvektoren oder Fußbodenheizung? Vmtl Konvektoren, denn bei FBH kann man bei entsprechendem Verlegeabstand seit jeher 30° fahren.
 
FBH

Naja ich meine was aus der Pumpe rauskommt und in den Kreislauf eingespeist wird.. was am Ende an Grad ankommt... weiß ich nicht
 
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