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Die große Klima-Diskussion

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Wooly schrieb:
Wenn du die Ursachen kennst, dann weißt du auch das die Wissenschaft sein vielen Jahrzehnten auch die Lösungen hat

Für die verlustarme Übertragung von elektrischem Strom braucht es HGÜ Leitungen, schnelle Rechner und Halbleiter. Gibt es seit wann?

Leichte Akkus mit hoher Energiedichte, wie man sie für E-Autos benötigt, gibt es seit wann?

Hocheffiziente Elektromotoren, wie sie heute in E-Autos verbaut werden, gibt es seit wann?

Wasserstoff lässt sich seit wann mit akzeptablem Wirkungsgrad wirtschaftlich erzeugen?

Ich meine, bezahlbar und serienreif.

Recherchiere mal und teile uns doch Deine Erkenntnisse mit.

In Anbetracht der Tatsache, dass mir jedenfalls noch immer keine serienreife, preiswerte und im industriellem Maßstab sofort verfügbare Lösung für die Speicherthematik bekannt ist, finde ich Deine Aussage, es gäbe schon seit Jahrzehnten Lösungen, eine steile These.
 
NeusserGletscher schrieb:
Ich meine, bezahlbar und serienreif.
Ja, das ist oft die Krux an den ganzen Innovationen. Die meisten technischen Geräte sind bei Markteinführung teuer und nicht in großer Stückzahl verfügbar...wenn sie dann bezahlbar und serienreif sind, aber auch schon wieder veraltet.

So gesehen ein Wunder, dass sich Autos und diverse Halbleiterprodukte (PC/Notebook/Handy) überhaupt durchsetzen konnten. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass es die bei dir heute noch nicht gibt. ;-)
 
GIFWilli59 schrieb:
Ja, das ist oft die Krux an den ganzen Innovationen. Die meisten technischen Geräte sind bei Markteinführung teuer und nicht in großer Stückzahl verfügbar...

E-Autos gab es meines Wissens nach schon vor dem Verbrenner. Nur waren Eletromotoren damals schwer und klobig, ebenso die Batterien, die Ladezeiten elendig lang. Erst die moderne Technik hat E-Autos in vielen Anwendungsfällen konkurrenzfähig werden lassen.

Viele Dinge wurden lange vor ihrer Markteinführung und ihrem wirtschaftlichen Durchbruch erfunden. Theoretisch durchgerechnet, oder halt als klobige Klötze in irgend einem Labor. In vielen Fällen hinkt die Technik aber der Theorie hinterher. Vieles muss praktisch erst einmal zur Serienreife entwickelt werden.
 
Elektromobilität ist serienreif - aber nur bei der Bahn. Dummerweise meint der Staat sich daraus zurückziehen zu müssen. Darum wurde das Schienennetz in Deutschland bei den wichtigen Weichenbeziehungen um 40% reduziert und Strecken abgebaut. Was natürlich dazu führt, dass das NEtz störanfälliger wurde.

So macht Bahn fahren für immer mehr Menschen immer weniger Sinn.
Gleichzeitig mit der sinkenden Qualität wurden auch die Preise angehoben.
Schon seltsam dass Politik mit der einen Hand das bekämpft, was er mit der anderen Hand fördert...
 
biofleisch schrieb:
Elektromobilität ist serienreif - aber nur bei der Bahn.

Wobei das Kohlekraftwerk Datteln einen Großteil seines Stroms an die Bahn liefert. Streng genommen fahren daher heute noch Dampfloks auf unseren Schienen. Nur, dass die Erzeugung von Strom aus Dampf durch die Verbrennung von Kohle technisch getrennt vom Verbraucher statt findet. Auch fast 50 Jahre nach dem offiziellen Aus des Regeleinsatzes für Dampfloks bei der DB lässt nach wie ein Teil der modernen Loks seinen Dampf in Datteln ab. Lustig, nicht? :wink: :cry:

Zumal wir ja in diesem Thread dank unserem klugen Freund gelernt haben, dass die Wissenschaft schon seit Jahrzehnten eine Lösung für das Problem hat, wie man Solarstrom auch bei Nacht erzeugt und wie Windräder sich auch bei Windstille drehen. :lol: Aber vielleicht nutzen wir ja demnächst die schweizer Berge, um tagsüber potentielle Energie in gekuppelten Capricorn zu speichern, die dann Nachts den Berg runter rollen und durch Rekuperation das Netz speisen.

@Wooly: Da fällt mir noch eine interessante Zusatzaufgabe für Dich ein.

Im einstigen Stromstreit um 1890 zwischen Tesla und Edison hat sich am Ende Tesla mit seinem Wechselspannungssystem durchgesetzt. Welche technischen Gründe waren 1890 die maßgebliche Ursache dafür, dass sich Edisons Gleichstrom nicht durchsetzen konnte und was sind jetzt die Gründe, wieso nun doch plötzlich hochgespannter Gleichstrom bei der Energiewende wieder eine so große Rolle spielt?

Bonusfrage: Welche innovative technische Einrichtung verbindet moderne E-Loks und Hochspannungs-Gleichspannungs Fernstrecken?
 
biofleisch schrieb:
Theo schrieb:
Egal ob der Mensch zu 20, 50, 70 oder 100% verantwortlich ist...

Was, wenn der Mensch zu 0.2, 1, oder 2% verantwortlich ist?

Wäre dann der Anteil, welcher von der gesamten Bevölkerung Deutschlands aufgebracht werden muss dennoch gerechtfertigt?
Wäre es gerechtfertigt für den deutschen Anteil, welcher nochmals Faktoren niedriger ist, auf all das zu verzichten was das Leben lebenswert macht? Beispielsweise Ski Fahren, Reisen, gutes Essen, etcpp?

Was wenn die Analogie Co2 führt zu Erderwärmung falsch ist und und der Mechanismus genau anders herum korrekt ist? Co2 steigt an, weil es wärmer wird?

Wissenschaft muss ergebnisoffen forschen. Sprach- und Denkverbote kann es nicht geben, das wäre Antiwissenschaft.
Da reden wir jetzt nicht grad ganz vom gleichen. Du redest von Dingen wo einige sagen dass sie getan werden sollten, auch wenn das Resultat ungewiss ist, ich rede von Dingen wo getan werden müssen.
Du redest von angepriesenen Einschränkungen, ich rede von nötigen Anpassungen.
Die Dinge wo du anspricht habe ich extra mal weg gelassen, weil was das angeht ( nicht auf dich bezogen ) in unserer Kultur eh keine vernünftige Diskussion möglich ist

Man kann die nötigen Anpassungen nicht von der Schuldfrage abhängig machen und auch bei 0.2% Schuld bei der Menschheit brauchen die Schafe immer noch Wasser.
 
Wer darf was. Was ist totalitär? Haben wir davon nicht schon genug gehabt? Darf der Gute alles?. Wer legt fest wer gut ist? Ist Frieren menschenunwürdig?
Fragen über Fragen die heute in Marburg beantwortet wurden, denn die wissen traditionell wie es geht, neutral Sprache zu beurteilen:

https://www.tagesschau.de/inland/unwort-2022-101.html
 
NeusserGletscher schrieb:
@Wooly: Da fällt mir noch eine interessante Zusatzaufgabe für Dich ein.
Im einstigen Stromstreit um 1890 zwischen Tesla und Edison hat sich am Ende Tesla mit seinem Wechselspannungssystem durchgesetzt. Welche technischen Gründe waren 1890 die maßgebliche Ursache dafür, dass sich Edisons Gleichstrom nicht durchsetzen konnte und was sind jetzt die Gründe, wieso nun doch plötzlich hochgespannter Gleichstrom bei der Energiewende wieder eine so große Rolle spielt?

Siehst du, da kann ich ich als Veranstaltungstechnik-Meister endlich mal punkten ... :biggrin: .... die Spannung in Wechselstromnetzen lässt ich durch Transformatoren flexibel erhöhen oder vermindern, so das Stromnetze mit verschiedenen Einspeisern mit unterschiedlichen Spannungen einfach zu realisieren sind. Zu Zeiten von Edison hatten die Wechselpannungsnetztwerke auch eine viel höhere Reichweite, und setzen sich deshalb durch.
Heutzutage punktet bei der Übertragung von großen Strommengen über weite Strecken inzwischen wieder der Gleichstrom, weil die Übertragungsverluste geringer sind.

NeusserGletscher schrieb:
Bonusfrage: Welche innovative technische Einrichtung verbindet moderne E-Loks und Hochspannungs-Gleichspannungs Fernstrecken?

Stromrichter

bekomme ich jetzt eine Eins? Mit Fleißsternchen ??
 
Nachdem Ihr/Wir alle bei Kapis post gestern abend, so richtig schon aufgeräumt wurden :wink: :
Hier mal was "ganz neues" zum Thema "Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst aufgestellt/gefälscht hast..."

Hier geht es diesmal nicht um einen guten, sondern um den bösen Wissenschaftler Lomborg.

Da mir, obwohl diverse Frontkämpfer hier immerwieder das glatte Gegenteil behaupten, jegliche Fronten die Spaltung, Angst, Hass etc verursachen, weil sie genau davon leben, suspekt sind:

Hier diese "seriöse Recherche" von denen die u.a. auch genau vom o.g. leben.

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/mortalitaetsfaelle-durch-klimakrise-101.html

Wenn ich diesen dort zitierten Wissenschaftsmüll so lese, fällt mir immer die achso berühmte "Hockeyschlägerkurve" eine, ein ähnliches Niveau.

Oder wie es vor langer Zeit mal in meinem Studium ein Professor unter 4 Augen zum mir auf Nachfrage über die Publikationen eines anderen Professors sagte: "Das ist gequirlte Sch..."
 
Es werden nur die Datenpunkte herausgepickt, die die eigene Meinung stützen und dann hervorgehoben. "So wird ein falsches Bild in die Welt gesetzt, was auf isolierten, aber für sich genommen durchaus korrekten Informationen basiert.
Ein Trick ist immer das Weglassen von Daten. In der Grafik wurden nur die direkten Todesfälle von Klimaeinflüssen genommen, zum Beispiel durch Stürme. Aber die ganzen indirekten Todesfälle, wie durch den Klimawandel ausgelöste Hungersnöte, fehlen komplett", erläutert Höhne
"Viele Hitzewellen sind nicht berücksichtigt, dabei ist deren Sterblichkeit nachweislich sehr hoch." Denn anders als beispielsweise bei einer Flutkatastrophe würden bei Hitzewellen die Menschen eher schleichend über mehrere Tage sterben.
Allerdings sind die Zahlen, die er dafür verwendet, vom IPCC-Bericht aus dem Jahr 2014. In der neuesten Version werden die Schäden deutlich höher eingeschätzt

Genau das ist das Problem. Und es ist perfekt für Social Media und Twitter. Weil es viel einfacher und wirksamer ist Kurnachrichten mit tollen Bildchen rauszuhauen, als einen seitenlangen ausführlichen Bericht.
Diese Rosinenpickerei nervt. Es kursieren so viel falsche Behauptungen, dass es unmöglich ist diese alle zu widerlegen. Die wachsen wie Pilze aus dem Boden.
 
Inzwischen hat man aber eine gewisse Routine mit diesen billigen Tricks.
 
Bocky schrieb:
Ein Trick ist immer das Weglassen von Daten. In der Grafik wurden nur die direkten Todesfälle von Klimaeinflüssen genommen, zum Beispiel durch Stürme. Aber die ganzen indirekten Todesfälle, wie durch den Klimawandel ausgelöste Hungersnöte, fehlen komplett", erläutert Höhne

Der Trick ist hier ein ganz anderer. Es werden virtuelle Opfer gecastet, um emitionsgeladen und völlig sachfrei eine Stimmung oder moralische Schuld zu konstruieren.

Preisfrage: Wie viele dieser mutmaßlichen Opfer würden gar nicht leben, weil weder sie noch ihre Vorfahren geboren worden wären, wäre die Menschheit nicht auf die Idee gekommen, erst Holz und dann Kohle, Gas und Öl als Energieträger zu nutzen? Wenn jeder gesäßkalte Winter mangels Wärmequelle für viele Menschen den sicheren Tod bedeuten würde? Wenn all die modernen Errungenschaften der fossilen Wirtschaft wegvielen und wir nie dieses Bevölkerungswachstum gehabt hätten?

Ich finde daher solche Debatten schlicht überflüssig und wenig zielführend.
 
Also bist du der Auffassung, dass die Menschheit einen Entwicklungsstand erreicht hat, an dem es weder Anpassung noch technische Innovation braucht.
 
GIFWilli59 schrieb:
Also bist du der Auffassung, dass die Menschheit einen Entwicklungsstand erreicht hat, an dem es weder Anpassung noch technische Innovation braucht.

Herrje, wie kann man auch angesichts bisheriger Postings von mir nur so einen Unsinn in mein Post hinein interpretieren? Ist das eigentlich Absicht?
 
NeusserGletscher schrieb:
Preisfrage: Wie viele dieser mutmaßlichen Opfer würden gar nicht leben, weil weder sie noch ihre Vorfahren geboren worden wären, wäre die Menschheit nicht auf die Idee gekommen, erst Holz und dann Kohle, Gas und Öl als Energieträger zu nutzen?

Das ist immerhin neu und sehr kreativ. So kann man auch Verkehrstote schön wegrechnen. Die sollen mal schön ruhig sein, denn ohne den technischen Fortschritt, der sie jetzt unter die Räder nimmt, wären bereits ihre Vorfahren gestorben.

Die sollen mal schön dankbar für die Jahre sein, die sie da sein durften, und nicht die Klappe aufreißen, weil sie gehen müssen….

…in etwa richtig so?
 
Ich sags noch mal: solche emotional und moralisch aufgeladenen Diskussionen bringen in der Sache gar nichts. Sie dienen aber offenbar dem Zweck, von Konstruktions- und Denkfehlern politischer Entscheidungen auf gleich welchem Gebiet abzulenken. Und es ist kein Wunder, dass solche Ansätze immer aus dem gleichen Millieu kommen. Nämlich der gleichen Ecke, aus der auch viele Konstruktions- und Denkfehler entspringen.
 
NeusserGletscher schrieb:
Und es ist kein Wunder, dass solche Ansätze immer aus dem gleichen Millieu kommen. Nämlich der gleichen Ecke, aus der auch viele Konstruktions- und Denkfehler entspringen.
Lass mich raten, dass ist zufällig immer die Ecke, in der du grad nicht stehst?
 
noisi schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Und es ist kein Wunder, dass solche Ansätze immer aus dem gleichen Millieu kommen. Nämlich der gleichen Ecke, aus der auch viele Konstruktions- und Denkfehler entspringen.
Lass mich raten, dass ist zufällig immer die Ecke, in der du grad nicht stehst?

Bingo! Aber sei mal ehrlich, geht uns das nicht allen mehr oder weniger so, betrifft dies nicht die Mehrheit der Menschen, mit denen Du täglich zu tun hast?

Meine Erfahrung, selbst auf technischem Gebiet, ist mittlerweile die, das erst einmal aus Prinzip Kontra gegeben wird und Argumente gar nicht zur Kenntnis genommen werden. Der eigene Standpunkt wird erst einmal grundsätzlich verteidigt. Und da bin ich wohl nicht der einzige, oder? :wink:
 
Aber aktuelle Opfer zu negieren, weil ohne technischen Fortschritt ihre Vorfahren, und damit sie selbst gar nicht existieren würden, ist als Argument schon, sagen wir mal, von einer einzigartigen Qualität. Der Chuck Norris der Argumente. Toll!
 
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