Ich weiß, dass das Weltbild von "Klimaschützern" zerstört - aber die Grünen machen auch nur Klientelpolitik für Städter und gegen Landbewohner.
-Heizungsgesetz: Auf dem Land gibt es sehr selten Gasleitungen oder gar Fernwärmeleitungen und nahezu ausschließlich Ölheizungen (und einige wenige Holzbasierte Heizungen). Außerdem leben mehr Menschen in Einfamilienhäusern, teilweise recht alt, wo sie dann alle Kosten für neue Heizung, Dämmung usw. selbst tragen müssen, was durchaus 50.000 Euro kosten kann. Bei Wohnungen in der Stadt wird die Summe auf die Wohnungseigentümer aufgeteilt und ist dadurch tendenziell geringer - oder gar nicht erforderlich, wenn man Fernwärme hat oder "auf Wasserstoff umstellbare" Gasheizungen.
-Landwirtschaftspolitik: Das ist nicht nur die Steuererhöhung auf Agrardiesel, sondern auch immer weiter Vorgaben in Bezug auf "Blühstreifen", also Teile ihrer Fläche die die Bauern nicht bewirtschaften dürfen, Vorgaben zum Tierwohl, eine Sondersteuer auf Fleisch aka "Tierwohlabgabe" usw.
-Für Viehhalter ist es oft ein Problem, dass die Grünen strikt gegen das Bejagen von Bären und Wölfen sind, selbst wenn diese den Tierbestand der Landwirte schädigen. Oftmals kommen dann solch depperte Vorschläge wie dass man einen Hirten anstellen soll oder alles Umzäunen soll, was finanziell meist gar nicht möglich ist (die meisten Viehhalter sind keine Großbetriebe, für einige sogar nur Nebenerwerb), zumal es Hirten auch nicht wie Sand am Meer gibt und ob man jetzt wirklich die ganze Landschaft durchzäunen will... die natürliche Scheu von Bären und Wölfen kam übrigens dadurch, dass über Jahrhunderte die Menschen immer geschossen haben, wenn sie welche in ihrer Nähe sahen - da das heute nicht mehr gemacht werden darf, verlernen die Tiere aber ebenso schnell, dass sie sich von Menschen und ihre Nutztieren fernhalten sollten, sondern im Gegenteil, dass so eine Schafherde oder eine Mülltonne eine prima Nahrungsquelle ist...
-In gewissen Gegenden wollen die Grünen immer weitere Naturschutzgebiete ausweisen, wodurch man die Eigentümer quasi enteignet, weil sie dann keine wirtschaftliche Nutzung mehr durchführen dürfen. Solche Grundstücke gehören natürlich hauptsächlich Landbewohnern; zudem wird dadurch wirtschaftliche Fortentwicklung der Region verhindert, weil in Naturschutzgebieten auch nichts gebaut werden darf.
-49-Euro-Ticket: Auf dem Land gibt es viele Orte, wo der Bus 2-mal oder wenns hoch kommt 4-mal am Tag fährt. Häufiger bringt auch nichts, weil nicht finanzierbar und dann nur 2 Hanseln mitfahren (auf dem Land sind nunmal viele kleine Ortschaften). Trotzdem müssen die Landbewohner über die Steuern das 49-Euro-Ticket, von dem hauptsächlich Stadtbewohner profitieren, querfinanzieren.
-Sondersteuern auf Benzin ("Co2-Abgabe"), Verbot von Diesel/Benzin-Autos ab 2035, Preiserhöhung von Autos durch Pflicht zu zahlreichen Assistenzsystemen, Flottenverbrauchsgrenzwerte (wodurch die Hersteller v.a. günstige Pkws nicht mehr verkaufen): Durch die ÖPNV-Problematik sind Landbewohner zwingend auf das Auto angewiesen, aber die Grünen gehen auf allen Fronten dagegen vor. Elektroautos sind angesichts der großen Entfernungen keine Alternative, zudem extrem teuer (und schlagt bitte nicht vor, man könne ja ne Wallbox einbauen, das kostet ja noch mehr - würde man das machen, und ein Elektroauto statt eines normalen Autos kaufen, sind wir schnell bei deutlich über 50.000 Euro, während ein normales Auto für 20.000 Euro für die meisten völlig ausreicht).
-Um dem Feldzug gegen das Auto noch die Krone aufzusetzen, für den Fall dass die Landbewohner mal für bestimmte Besorgungen in die Stadt fahren müssen, wird dort auch alles gemacht, um ihnen das Leben schwer und teuer zu machen: Fahrverbote, Reduktion von Parkplätzen, Erhöhung von Parkplatzgebühren, Tempolimitheruntersetzungen (es gibt durchaus Pläne für flächendeckend Tempo 30 innerorts). Für die Stadtbewohner gibts aber natürlich ne Ausnahme von Fahr- oder Parkverboten...
-Dazu kommt natürlich die generelle Bauprojektfeindlichkeit der Grünen: Neubauten von Einkaufszentren (v.a. solche im Randbereich von Städten und ländlichen Raum mit vielen Parkplätzen fürs bequeme Einkaufen), Wohngebieten, Industriegebieten und ganz besonders Straßen lehnen sie freilich auch oft ab, obwohl sie die Lebensqualität der Menschen stark erhöhen würden. Auf dem Land kannst du halt nicht 20 km mit dem Lastenrad zum Einkaufen fahren oder dir deine Lebensmittel vom Lieferdienst bringen lassen. Da musst du alles zu Fuß von und zum Auto tragen und willst daher vernünftige Parkmöglichkeiten haben.
Beim DAV (Deutscher Alpenverein) ist es übrigens ähnlich: Die sind nicht für Naturschutz (oder gar allgemein für Menschen, die in den Alpen aktiv sind), sondern es handelt sich um eine Lobbyorganisation für Wanderer und Tourenskigeher und gegen Skigebietsnutzer.
Denn die DAV-Hütten, oftmals mit Materialseilbahn, sind ja auch "Naturverschandelung" und leisten ganz massiv dem Vorschub, dass Wildtiere gestört werden, denn Wanderer und Tourenskigeher begehen viel größere Flächen als die 95% der Skifahrer die auf den markierten Pisten (oder zwischen ihnen) bleiben. Denn Skigebiete sind halt recht kleine Flächen (weniger als 2% der Alpen).
Lustig auch so ne Posse, wo der DAV unbedingt ne Wasserleitung in die eigene Hütte haben wollte durchs Naturschutzgebiet - die Herren Naturburschen wollen natürlich fließendes Warmwasser haben.
Da merkt man, dass deren Opposition gegen Beschneiung und Lifte pure Heuchlerei ist. Das hat nichts mit Naturschutz zu tun, sondern sie wollen die Gebiete für sich haben.