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Die große Klima-Diskussion

Status
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Bocky schrieb:
Mit der Hoffnung auf vollständige Klimaneutralität ist scheinbar jedes noch so absurde Konzept plötzlich machbar :lol:
Ist aufjedenfall amüsant zu lesen.

Mir ist da auch noch was eingefallen:
In den Gletscherskigebieten könnte man riesige Snowfarming Hallen ober oder unterirdisch errichten. Skigebiete, die im Umkreis liegen, können sich einmieten.
Bleit noch das Problem des Transports...

Bietet DM doch schon an: Ropecon! Ein Förderband, das den Schnee verteilt.
 
gelöscht
 
Julian96 schrieb:
Bist du dabei auf einem normalen Fahrrad für 300€ gefahren oder auf einem E Bike für 3.000€? :wink:

Ich stimme dir zu. Man muss aber auch sagen dass die Reichen die sind die die Welt ändern können, denn den Armen fehlen die Mittel für Weiterentwicklung. Gleichzeitig sind die Reichen oft aber auch wieder der Grund warum die Armen arm sind. Und gleichzeitig sind die Reichen auch wieder die, die Welt am schnellsten zerstören.

Auf meinem alten Hardtail, welches ich vor 6 Jahren gebraucht gekauft hatte und keinen Motor hat...also eher ersteres :P
 
F. Feser schrieb:
Ihr könnt auch mal das Thema der langen Anreisewege in Abrede stellen. Wenn man lokal näher an Ballungszentren eine skihallenartige Infrastruktur (natürlich erdüberdeckt und im Betrieb Klimaneutral) errichten würde welche eine wirkliche skigebietsalternative wären und nicht nur ein popliger Skihang - dann könnte man sich den ganzen Hokus Pokus sparen.

Das ist etwas zu kurz gedacht. Also ich noch eine Saisonkarte für die Skihalle hatte, bin ich im Winter im Schnitt 3x pro Woche da hin gefahren. Reine Fahrtzeit eine halbe Stunde pro Strecke, mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre es eine halbe Tagesreise. Einfache Fahrtstrecke mit dem PKW 25 km. Also ca. 3.000 Kilometer pro Jahr. Dafür kann ich auch 2x nach Südtirol fahren.

In den letzten Jahren habe ich daher die die Skihalle links liegen gelassen und fahre dafür lieber einmal mehr in die Alpen. Insgesamt 2-3x für jeweils für 1-2 Wochen, insgesamt ca. maximal 5.000 Kilometer. Würde ich gerne mit dem Autoreisezug fahren, leider hat die ÖBB nach der DB nun sämtliche Verbindungen aus D gegroundet. Bei zwei Wochen Aufenthalt ist eine reine Anreise mit dem Zug für mich kein Thema. Eine Woche ist schon trotz weniger Gepäck grenzwertig, weil meine Ziele meist nur mit 2-3 maligem Umsteigen erreichbar sind.

Unterm Strich aber lege ich ohne Skihalle nun weniger Kilometer pro Jahr zurück als mit.

Wir können ja nun einmal dagegen rechnen, wie viele Kilometer die Wintersportbegeisterten aus BW und BY pro Jahr mit dem PKW zurück legen, wenn sie Wochenende für Wochenende oder auch mal unter der Woche zu den Skigebieten reisen. Dürfte in dem ein oder anderen Fall so ähnlich sein wie seinerzeit bei mir zu Skihallenzeiten. Jedenfalls würde ich, wenn ich näher an den Alpen wohnen würde, im Winter auch mal neben dem Urlaub auch häufiger für einen Kurztrip in die Wintersportorte fahren.
 
Julian96 schrieb:
Bist du dabei auf einem normalen Fahrrad für 300€ gefahren oder auf einem E Bike für 3.000€? :wink:
Zumindest neuwertig bekommt man für beide Beträge keine geländegängigen Fahrräder von guter Qualität.
 
gelöscht
 
Der neue Feber Temperatur Rekord für Tirol scheint jedenfalls in trockenen Tüchern zu sein.
Für den Schnee vom Wochenende gilt: Wie gewonnen, so zerronnen.
 
Gestern abend bei hart aber fair: es sind ganz klar die Grünen, die massiv gegen Skifahren hetzen. Faktenfrei. Dass schwimmbäder und fußballstadien viel mehr Energie verbrauchen, wird verschwiegen.
 
Schneeberk schrieb:
Gestern abend bei hart aber fair: es sind ganz klar die Grünen, die massiv gegen Skifahren hetzen.

Ich meine, wie unverschämt kann man auch sein, in einer Sendung über Wintersport über Skifahren zu diskutieren ... ekelhaft !!!! Dabei weiß doch jeder, das immer die anderen mehr "Schuld" haben ... also alle anderen, egal wer.

https://www.ardmediathek.de/video/hart-aber-fair/berge-ohne-schnee-nie-wieder-wintersport/das-erste/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtMWFiOTg4M2ItOTk3Yy00NTRhLWEyZDgtYTA1NTc4YTgxMDIx
 
Schneeberk schrieb:
Faktenfrei. Dass schwimmbäder und fußballstadien viel mehr Energie verbrauchen, wird verschwiegen.

Ja? Ist das so? Wie kommst du auf diese Aussage? Stimmen wird sie ja nur in seltenen, speziellen Fällen.
 
Schneeberk schrieb:
Gestern abend bei hart aber fair: es sind ganz klar die Grünen, die massiv gegen Skifahren hetzen. Faktenfrei. Dass schwimmbäder und fußballstadien viel mehr Energie verbrauchen, wird verschwiegen.

Ich habe mir die Sendung auch angeschaut. Eine "Hetze gegen das Skifahren" konnte ich nicht feststellen. Ein Gedanke von mir: Machst nicht eher du das mit deinen Worten, was du den Grünen vorwirfst? Hetzen? Und zwar gegen die Grünen?

Es ging in erster Linie um den Wintertourismus - wieso sollte da gross übers Schwimmen und den Fussball gesprochen werden? Ja, Vergleiche und so, ist mir natürlich klar. Aber die Sendezeit ist begrenzt, da kann nicht alles relativiert und differenziert betrachtet werden.

Weiter war die Sendung doch recht ausgewogen besetzt. Die Rollen habe ich in etwa so wahrgenommen:

  • der Experte, einer aus dem Fach (der Herr vom Skiverband)
  • die Politikerin pro (CSU)
  • die Politikerin contra (Grüne)
  • der Objektive, Realist (der Bergsteiger)
  • die Radikale (Junge Generation)

Die Redezeit war gefühlt ausgeglichen, das eine oder andere hat wohl nicht gestimmt, vieles war wahrscheinlich richtig, nicht alles passt einem in den Kram - eine ziemlich normale Diskussionssendung würde ich sagen :wink:
 
easyrider schrieb:
  • der Experte, einer aus dem Fach (der Herr vom Skiverband)
  • die Politikerin pro (CSU)
  • die Politikerin contra (Grüne)
  • der Objektiver Realist (der Bergsteiger)
  • die Radikale (Junge Generation)

Die Redezeit war gefühlt ausgeglichen, wohl nicht alles hat gestimmt, vieles war wahrscheinlich richtig, nicht alles passt einem in den Kram - eine ziemlich normale Diskussionssendung würde ich sagen :wink:

Mir ging die Diskussion nicht tief genug auf den Wintersport bezogen. Zu viele fachfremde Gäste.
Warum wurde kein Skiprofi eingeladen?
Wie versuchen Skigebiete ihre Schneesicherheit zu gewährleisten (z.b. Snowfarming) ?
Gibt es schon Beispiele für Skigebiete, die annähernd zu 100% ihren Kunstschnee aus regenerativen Energien herstellen?
Die Wissentschaftliche Prognosen hätte man besser veranschaulichen können mit Zahlen und Diagrammen.
Zu allgemein und viele Themen eingeworfen, die gar nix damit zu tun haben (z.b. Kerosinsteuer)

Ich hätte mal gerne ein Beispiel gesehen, für eine Region, die vor kurzem aus dem Skibetrieb ausgestiegen und den Umstieg auf Wander...Tourismus geschafft hat.
 
scratch schrieb:
Solange es genügend reiche Menschen gibt, werden auch absurde Nachfragen befriedigt. Das wird sich auch nicht so schnell ändern.
Erst heute dachte ich mir, als wir mit dem Rad durch ein Bauerndorf fuhren und dort welche in ihrem beheizten Outdoor-Pool chillten, dass die Welt halt doch nobel zu Grunde geht.

Die hier?

https://www.nzz.ch/schweiz/superreiche-sind-nicht-daran-gewoehnt-dass-man-nein-zu-ihnen-sagt-ld.1814044?utm_source=pocket-newtab-de-de

Lesen lohnt sich, herrlich :mrgreen:
 
easyrider schrieb:
  • der Experte, einer aus dem Fach (der Herr vom Skiverband)
  • die Politikerin pro (CSU)
  • die Politikerin contra (Grüne)
  • der Objektiver Realist (der Bergsteiger)
  • die Radikale (Junge Generation)

Die Redezeit war gefühlt ausgeglichen, wohl nicht alles hat gestimmt, vieles war wahrscheinlich richtig, nicht alles passt einem in den Kram - eine ziemlich normale Diskussionssendung würde ich sagen :wink:

Die Redezeit fand ich auch ausgeglichen.
Leider habe ich sowohl die Argumente der PRO- als auch der CONTRA Seite als oft plakativ und wenig fundiert empfunden. Gefühlt ging es einen Großteil der Zeit um Schneekanonen. Tragbare Lösungen waren Fehlanzeige. Weder wird sich der gegenwärtige Skibetrieb dauerhaft auf diesem Niveau weiterbetreiben lassen, noch liegt ab Morgen nirgendwo mehr Schnee.

Sicher ist, dass der Klimawandel den Skitourismus, unser Hobby und damit einen regional bedeutenden Wirtschaftszweig, vor große Probleme - einige Skiregionen wohl vor unlösbare Probleme stellt.
Die Wintersportbranche steht vor oder steckt bereits in einem Strukturwandel, der sich auch mit Schneekanonen nicht aufhalten lassen wird.
Strukturwandel ist immer schwer, ganz egal welche Voraussetzungen sich verändern. Wenigen positiven Beispielen stehen sehr viele Regionen gegenüber, in denen die Umstrukturierung nie wirklich gelungen ist. Jede Region hat sich zunächst daran geklammert, dass es schon irgendwie immer so weiter gehen wird. Das ist wohl einfach menschlich. Die Einnahmen, die der Skitourismus regional generiert, werden sich nicht so ohne weiteres auf anderem Wege generieren lassen. Im Tourismus, im Winterhalbjahr, vermutlich überhaupt nicht.

Schneeberk schrieb:
Gestern abend bei hart aber fair: es sind ganz klar die Grünen, die massiv gegen Skifahren hetzen.
Das ist nun wirklich ein Dilemma. Ich kenne genug Grüne, die gerne Skifahren und es auch weiterhin tun.
 
noisi schrieb:
...........................................
Die Redezeit fand ich auch ausgeglichen.
Leider habe ich sowohl die Argumente der PRO- als auch der CONTRA Seite als oft plakativ und wenig fundiert empfunden.
..........................................
Das liegt m. E. daran, dass sich immer Leute aufspielen, die das alles im Grunde nix angeht.
Drum hab ich auch mittendrin den TV abgeschaltet.

Diese Diskussion ist exemplarisch für die TV-Diskussionen.
Es geht primär um die Alpen und deren Bewohner. Es ist deren Diskussion, denn es geht um deren Existenz.

Da haben wir dann einen Moderator, der mit Luisa Neubauer privat liiert ist. Eine Aktivistin der Letzten Generation. Die bayrische grüne Landesvorsitzennde, ursprünglich aus Baden (ich empfehle die Rückkehr ;D ). Alles Großstädter! - teils hunderte von Kilometern von den Alpen entfernt.

Für ihr materielles Wohlergehen haben die Städter die Natur, bis auf Dekoreste, komplett vernichtet.
Diese Großstädter wollen nun, in einer naturromantischen Aufwallung, den Alpenbewohnern vorschreiben, wie sie zu leben haben.
Funktioniert nicht. Drum ist beispielsweise diese Woche Brüssel mit Jauche "bespült" worden.

Wenn man die Gefühle ausblendet, dann sind die Alpen eine schwer bewohnbare, schwer kultivierbare Geröllansammlung.
So wurde dies auch bis vor 200 Jahren betrachtet. Erst mit der Romantik wandelte sich der Blick.
Soll aber nicht genutzt werden. Woanders wird wertvollstes Land überbaut. Muss ja sein, dient dem Wohlstand.
Mein geliebtes Wien bebaut grad Transdanubien. Richtung Marchfeld Schwarzerdeboden. Der Planet hat keinen besseren Boden zu bieten. Jo mei.

Damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich befürworte nicht jeden Exzess, wie z. B. was die "Olympier" der Gegenwart sich so vorstellen.
Aber es ist nicht meine (unsere) Angelegenheit. Es ist die Angelegenheit der Alpenbewohner.
 
Das ist genau der Punkt.
Aber wir wissen ja in DE auch was in und für Indien, China, Afrika etc. die richtige Lösung ist und halten mit unserer Meinung und unseren Belehrungen nicht hinter dem Berg...
Zumindest einige unserer vornehmlich grünen Politiker.
Und wenn wir unsere Statements, wie sich andere Länder, Regionen, etc. verhalten sollen, und was für sie richtig ist, losgelassen haben, fühlen wir uns gut und bekräftigt, dass bei uns alles richtig gelaufen ist.
Stichwort: Deindustrialisierung, "die Sonne und der Wind schicken keine Rechnung", E-Autos über alles, "die Energiewende kostet 1 Kugel Eis pro Monat", "Frackingas ja, aber nicht bei uns"...
 
noisi schrieb:
Die Redezeit fand ich auch ausgeglichen.
Leider habe ich sowohl die Argumente der PRO- als auch der CONTRA Seite als oft plakativ und wenig fundiert empfunden. Gefühlt ging es einen Großteil der Zeit um Schneekanonen. Tragbare Lösungen waren Fehlanzeige.

Ich habe nach der Hälfte ausgeschaltet. Aus den genannten Gründen und weil der Moderator wenig Ahnung von Thema hatte und sich nur ein paar Floskeln angelesen hat.


noisi schrieb:
Weder wird sich der gegenwärtige Skibetrieb dauerhaft auf diesem Niveau weiterbetreiben lassen, noch liegt ab Morgen nirgendwo mehr Schnee.

Eine wirklich spannende Diskussion könnte dann entstehen, wenn man versuchen würde, dieses auszudifferenzieren und dabei auch auf die unterschiedlichen Voraussetzungen in verschiedenen Alpenregionen einzugehen.
 
Puh, was für eine Argumentation. Mach erstmal Fenster auf Kipp.
Ich weiß nicht, wohin ihr mit der persönlichen Diffamierung von Leuten kommen wollt. Gehts da wirklich noch um die Sache, frag ich mich?
Fab schrieb:
Da haben wir dann einen Moderator, der mit Luisa Neubauer privat liiert ist. Eine Aktivistin der Letzten Generation.
Auch Journalisten haben ein Privatleben. Menschen ohne Meinung gibt es gar nicht. Die Objektivität als Journalist wieder herzustellen, ist ja genau die Professionalität, die man von gutem Journalismus fordert. Mit recht. Und zeige mir gern mal Beispiele, wo "der Moderator" als Aktivist gehandelt hat.
Fab schrieb:
Die bayrische grüne Landesvorsitzennde, ursprünglich aus Baden (ich empfehle die Rückkehr ;D ). Alles Großstädter! - teils hunderte von Kilometern von den Alpen entfernt.
Die ist in Herrsching am Ammersee aufgewachsen. Soviel zu deiner weiteren persönlichen Diffamierung
Fab schrieb:
Für ihr materielles Wohlergehen haben die Städter die Natur, bis auf Dekoreste, komplett vernichtet.
Wie kommst du denn bitte auf so eine Argumentation? Gerade die Grünen holen ja in den Städten - und München hat das bitter nötig - das Grün wieder zurück. Die Renaturierung der Isar - ein Nebenprodukt der Hochwasserfreilegung - wurde wiederum von der SPD angeschoben und brachte eine weitere grüne Lunge mitten in der Stadt wieder zum Leben. Kennst du dich eigentlich aus über das, wovon du schreibst? Was haben die Grünen denn mit 1000jähriger Siedlungsgeschichte am Hut? Merkst du denn selbst, wie einfach du es dir machst indem du immer nur Sündenböcke suchst?
Fab schrieb:
Diese Großstädter wollen nun, in einer naturromantischen Aufwallung, den Alpenbewohnern vorschreiben, wie sie zu leben haben.
Funktioniert nicht.
"Diese Großstädter" denken halt auch mal über den Tellerrand hinaus. Wir sind alle vernetzt, müssen gemeinsam dafür Sorge tragen ein Klima zu erhalten / wieder zu gewinnen, das auch in Zukunft lebenswertes Leben ermöglicht. Sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land. Warum die beiden gegeneinander ausspielen?
Fab schrieb:
Aber es ist nicht meine (unsere) Angelegenheit. Es ist die Angelegenheit der Alpenbewohner.
Ist es eben nicht allein. Unsere Organismen hängen eng zusammen. Daher muss man auch im Kontext denken. Gerade die Wälder der Berge binden massiv CO2 und könnten noch viel mehr binden.
 
gelöscht
 
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