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Die große Klima-Diskussion

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Die Temperaturen in der Arktis haben schon IMMER stark geschwankt.
http://www.wetter.info/klimawandel/...eraturaenderungen-in-der-arktis-nach/57411466
In der Nordpolarregion hat es in den vergangenen 2,8 Millionen Jahren mehrere extreme Warmzeiten gegeben. Die Temperaturen hätten vier bis fünf Grad über denen "normaler" Warmzeiten gelegen, zudem sei es wesentlich feuchter gewesen als heute, berichtet ein Team um Martin Melles von der Universität Köln im Fachjournal "Science". Derartige Werte seien für den nördlichen Polarkreis bislang nicht für möglich gehalten worden.
Ach, das hätte ich angesichts der vielen Eiszeiten und Warmzeiten in meiner Region nun wirklich nicht erwartet.... :wink:
 
Dass der Mensch sich in vielen Bereichen nicht unbedingt förderlich verhält, steht meines Erachtens außer Frage.

Die Frage ist halt: wie stark beeinflußt der Mensch den Klimawandel wirklich?

Darüber kann man aber sicher lange diskutieren... Handeln ist also besser! Und zwar von jedem Einzelnen.

Ich finde es gut, dass wir immer mehr auf erneuerbare Energien setzen. Zudem gehört noch viel mehr Strom gespart. Muss in der Nacht unbedingt jede Staßenlaterne brennen? Verschandelt ein Windrad das Landschaftsbild wirklich?

Ich meine in beiden Fällen NEIN!

Was meines Erachtens übrigens noch viel beängstigender ist, ist die Tatsache, dass die Wetterextremen zunehmen.
 
Wiede schrieb:
Dass der Mensch sich in vielen Bereichen nicht unbedingt förderlich verhält, steht meines Erachtens außer Frage.

Die Frage ist halt: wie stark beeinflußt der Mensch den Klimawandel wirklich?

Darüber kann man aber sicher lange diskutieren... Handeln ist also besser! Und zwar von jedem Einzelnen.

Ich finde es gut, dass wir immer mehr auf erneuerbare Energien setzen. Zudem gehört noch viel mehr Strom gespart. Muss in der Nacht unbedingt jede Staßenlaterne brennen? Verschandelt ein Windrad das Landschaftsbild wirklich?

Ich meine in beiden Fällen NEIN!

Was meines Erachtens übrigens noch viel beängstigender ist, ist die Tatsache, dass die Wetterextremen zunehmen.

Handeln ist besser! Klar, aber es muss richtig gehandelt werden.
Die Frage, wie man in dieser Sache richtig handelt, ist sehr interessant und nimmt meiner Meinung nach fast philsophische Züge an.
Die erste Frage wäre für mich erstmal: Was will man erreichen? Will man das Klima um des Klima-Willen "retten", oder will man die Menschheit "retten"? Auch wenn es zu dieser Frage sicherlich einige Fundamentalisten gibt, die in der Menschheit die Wurzel allen Übels sieht, wird hier wohl noch eine relativ große Einigkeit darüber herrschen, dass der Mensch in seinen Handlungen vor allem seine eigene Position im Blick hat. Zweitrangig ist an dieser Stelle erstmal, ob dadurch möglicherweise auch andere Lebensformen oder natürliche Systeme profitieren, sozusagen als Kollateralnutzen.
Schwieriger ist dann aber schon die Frage des Weges den man dafür gehen muss. Nun wird also weltweit der Klimawandel als große/größte Bedrohung für die Menschheit ausgemacht. Der erste Reflex ist also dementsprechend, Maßnahmen zu ergreifen die den Klimawandel beherrschen oder im besten Falle aufhalten sollen. Die Frage in wie weit der Mensch den bisherigen Klimawandel tatsächlich beeinflußt hat, kann an dieser Stelle unbehandelt bleiben. Viel wichtiger ist die Frage, KÖNNEN wir gegenwärtig und zukünftig Maßnahmen ergreifen die einen positiven Einfluss auf das Klima haben? Und wenn ja, wie groß kann der Erfolg dieser Maßnahmen sein? Bemessen an der Reduktion des CO2 Anteils, bemessen an der Temperaturentwicklung und insbesondere bemessen an den Auswirkungen auf den Menschen.
Mein Eindruck ist, dass alle Maßnahmen die momentan ergriffen werden um das Klima zu schützen vollkommen verfehlt sind. Vielleicht kann wirtschaftlich von neuen technologien in der Solar- oder Windkraftbranche profitiert werden. Der kolportierte primäre Zweck dieser Anstrengungen, positive Effekte auf die klimatische Entwicklung zu erzielen, ist jedenfalls unter den gegenwärtigen Bedinungen nicht zu sehen.
Welcher Schluss ist daraus zu ziehen? Um "sichtbare" Effekte zu erzielen müssten die Klimaschutzanstrengungen extremst forciert werden. Darauf müssten dann wiedes Forderungen hinauslaufen. In Deutschland könnten wir sicherlich noch einiges tun um CO2 zu vermeiden. Dies würde dann vielleicht teilweise neue wirtschaftliche Perspektiven bieten, wäre aber auch sehr hart für die Bevölkerung (Steigende Strompreise, Sanierungskosten etc.). Im Ergebnis könnten wir Deutschen das aber hinnehmen. Der Wille, Einschränkungen für den Klimaschutz hinzunehmen, ist in Deutschland wohl mit am größten. Wenn aber CO2 in bedeutenden Mengen eingespart werden soll, dann müssen insbesondere die Schwellenländer und die USA mitziehen. In den Schwellenländern wird freiwillig niemand Einschränkungen in Kauf nehmen um das Klima zu schützen und in den USA ist der Wille dafür nicht vorhanden.
Meiner Meinung nach ergeben kostspielige Klimaschutzanstrengungen nur Sinn, wenn so viele Beteiligte mitziehen, dass ein Effekt erzielt werden kann. Die Leuchtturmposition die Deutschland seit Jahren einnimmt, und die gerne als Argument für unsere Anstrengungen vorgebracht wird, hat bis jetzt keine wichtigen Nachahmer gefunden. Meine Meinung ist daher: Klimaschutzanstrenungen die keine wirtschaftlichen Vorteile bringen, also wo der Steuerzahler draufzahlt, müssen sofort eingestellt werden.
Klimaschutz macht nur Sinn wenn alle wesentlichen Emmitenten verbindliche Beschlüsse ziehen. Alleingänge bringen gar nichts. Im Gegenteil: Das Geld das gegenwärtig für ineffziente Klimaschutzmaßnahmen "verbrannt" wird, könnte viel besser eingesetzt werden um der Menschheit direkt zu helfen, da wo Menschen aktuell akut von schwierigsten und lebensbedrohenden Bedingungen betroffen sind: Hunger, Armut, Krankheiten, Überflutungen etc. Die Spekulation darauf, dass kostspielige Klimaschutzmaßnahmen irgendwann doch einen positiven Einfluss aus das Weltklima haben könnten, ist meiner Meinung nach einem Verbrechen an den Menschen gleich zu setzen die aktuell unter verschiedensten Bedingungen leiden, von denen wir wissen und nicht einfach nur spekulieren, dass sie durch Maßnahmen die andere Menschen treffen, beseitigt werden können.
Ich hoffe, dass wir irgendwann realistischer in die Klima-Diskussion gehen und wissen was geht und was nicht geht, und vor allem was wichtig ist. Wichtig ist nicht das Klima selbst, sondern die Menschheit.
 
@McMaf - Zustimmung, hast die Probleme und Widersprüche gut dargestellt.

Wiede schrieb:
Ich finde es gut, dass wir immer mehr auf erneuerbare Energien setzen. Zudem gehört noch viel mehr Strom gespart. Muss in der Nacht unbedingt jede Staßenlaterne brennen? Verschandelt ein Windrad das Landschaftsbild wirklich?

Ich meine in beiden Fällen NEIN!

Willst du abends die Grundlastkraftwerke anhalten und morgens wieder anschalten ? Braucht viel mehr Energie als die durchlaufen zu lassen. Und von den sozialen Folgen fehlender Strassenbeleuchtung mal ganz abgesehen (kann man googlen).
Wollen wir unseren Kindern wirklich eine Landschaft verschandelt von Windrädern und Solarparks hinterlassen ?

Was meines Erachtens übrigens noch viel beängstigender ist, ist die Tatsache, dass die Wetterextremen zunehmen

Hast du Belege dafür ?
Stimmt nämlich nicht, wird uns von den Medien so suggeriert, weil jedes Hagelgewitter auf Seite 1 steht.
Zahl der Hurrikane ist stark zurückgegangen, Zahl der Stürme in Europa auch.
Kann mich garnicht mehr an einen richtigen Sturm hieroben erinnern.
 
Rüganer schrieb:
Willst du abends die Grundlastkraftwerke anhalten und morgens wieder anschalten ? Braucht viel mehr Energie als die durchlaufen zu lassen. Und von den sozialen Folgen fehlender Strassenbeleuchtung mal ganz abgesehen (kann man googlen).
Wollen wir unseren Kindern wirklich eine Landschaft verschandelt von Windrädern und Solarparks hinterlassen ?

Hast du Belege dafür ?
Stimmt nämlich nicht, wird uns von den Medien so suggeriert, weil jedes Hagelgewitter auf Seite 1 steht.
Zahl der Hurrikane ist stark zurückgegangen, Zahl der Stürme in Europa auch.
Kann mich garnicht mehr an einen richtigen Sturm hieroben erinnern.

Zur Energie: Du würdest also alles so lassen wie es ist?
Was stört denn an einem Windkraftrad?
Ist der Anblick von einem AKW oder Kohlekraftwerk etwa schöner?
Ich sage ja nicht, dass man alles mit Windrädern zupflastern muss.
Aber der Anteil der regenerativen Energien muss ausgebaut werden.
Was spricht denn dagegen, noch mehr Wasserkraftwerke zu nutzen?

Ja, man kann nachts einsparen. Es ist doch unnötig, die ganze Nacht über alles zu beleuchten.
Bei uns in der Stadt werden ab 24 Uhr nur noch die Hauptstraßen beleuchtet.
Die Kriminalität hat deshalb nicht zugenommen. Der unnötige Energieverbrauch hat aber abgenommen.

Bzgl. Wetterextremen:
Ja die Belege für die Zunahme gibt es. Schaue Dir mal die letzten Geschäftsberichte oder Studien von einem Versicherer oder Rückversicherer an. Ich arbeite übrigens in der Branche und ziehe mir das daher nicht an den Haaren herbei.
 
Wiede schrieb:
Bzgl. Wetterextremen:
Ja die Belege für die Zunahme gibt es. Schaue Dir mal die letzten Geschäftsberichte oder Studien von einem Versicherer oder Rückversicherer an. Ich arbeite übrigens in der Branche und ziehe mir das daher nicht an den Haaren herbei.

Hat das nicht eher etwas damit zu tun, dass die Versicherer auch immer mehr zu versichern haben das zerstört werden könnte? Ich meine, es leben immer mehr Menschen auf der Erde, bauen mehr Häuser, besitzen mehr und teurere Sachen. Die Zahlen eines Versicherers müssen da jetzt nichts über die Wetterextreme aussagen.
Prof. Ganteför von meiner Uni hat das mit den Wetterextremen recht einleuchtend erklärt. Die Beobachtungen und Prognosen zur Klimaentwicklung sehen an den Polen eine schnellere Erwärmung als an Äquatornähe. Stürme und Unwetter entstehen nicht durch höhere Temperaturen sondern durch höhere Temperaturunterschiede. Dadurch, dass sich die Pole im Verhältnis zur Äquatornähe stärker erwärmen, veringert sich das Potential an Ereignissen die durch hohe Temperaturunterschiede bspw. Wirbelstürme heraufbeschwören.
 
Wiede schrieb:
Zur Energie: Du würdest also alles so lassen wie es ist?
Nein, ich glaube an den technischen Fortschritt, in 50 Jahren haben wir das Problem gelöst, bis dahin sichern uns Kohle , Gas und Atom günstige Energie.

Wiede schrieb:
Was stört denn an einem Windkraftrad?
Vieles. Lowtech, laut, Vogelschredder, unwirtschaftlich
Wiede schrieb:
Ist der Anblick von einem AKW oder Kohlekraftwerk etwa schöner?
Naja, in gewisser Weise sogar ästhetisch- für mich. Immerhin liefern sie auf sehr geringer Fläche viel und effektiv Energie.

Problem der neuen Energien ist einfach die Unstetigkeit. Wer sollte heute wissen, in welcher Stärke morgen die Sonne scheint oder der Wind weht ? Auf die Meteorologen ist da nicht so viel Verlass.


Wiede schrieb:
Aber der Anteil der regenerativen Energien muss ausgebaut werden.
Was spricht denn dagegen, noch mehr Wasserkraftwerke zu nutzen?
Wasserkraftpotential in Europa ist fast ausgeschöpft, eine weitergehendere Nutzung ist ökologischer Unsinn -haben die Fische kein Recht zu leben?

Wiede schrieb:
Bzgl. Wetterextremen:
Ja die Belege für die Zunahme gibt es. Schaue Dir mal die letzten Geschäftsberichte oder Studien von einem Versicherer oder Rückversicherer an. Ich arbeite übrigens in der Branche und ziehe mir das daher nicht an den Haaren herbei.
Na klar, die Versicherungen wollen Rendite, dann steigen eben die Extremwetter und natürlich die Prämien.


Ich verstehe einfach nicht, warum sich Deutschland ohne Not von einer sicheren Energieversorgung - bis jetzt- verabschiedet.
Wir machen 15 Jahre Energiewende - und jetzt fällt uns ein, daß wir neue Stromtrassen für 20 Milliarden € brauchen.
Und keine Speicher für Solar und Wind haben und und und
Unglaublich. Und das im Land der Ingenieure.
Man hätte auch die Atomtechnologie weiterentwickeln können, die Meiler laufen ja auch schon mindesten 30 Jahre.
 
Rüganer schrieb:
Willst du abends die Grundlastkraftwerke anhalten und morgens wieder anschalten ? Braucht viel mehr Energie als die durchlaufen zu lassen. Und von den sozialen Folgen fehlender Strassenbeleuchtung mal ganz abgesehen (kann man googlen).
Wollen wir unseren Kindern wirklich eine Landschaft verschandelt von Windrädern und Solarparks hinterlassen ?
Und was ist mit der offenen Frage der Atommülllagerung? Verwüstete Landschaften durch Braunkohletagebaue? Massiven Probleme im Bereich der Steinkohlezechen durch Bergsenkungen? Allgemein die veränderte/verschandelte Landschaft durch den mindestens teils selbstgemachten Klimawaldel?

Rüganer schrieb:
Zahl der Hurrikane ist stark zurückgegangen, Zahl der Stürme in Europa auch.
Beleg das bitte mal, http://en.wikipedia.org/wiki/Atlantic_hurricane_season hier sieht es klar danach aus, dass die Zahl der Stürme im Atlantik mindestens stagniert, eher steigt.

Rüganer schrieb:
Wiede schrieb:
Zur Energie: Du würdest also alles so lassen wie es ist?
Nein, ich glaube an den technischen Fortschritt, in 50 Jahren haben wir das Problem gelöst, bis dahin sichern uns Kohle , Gas und Atom günstige Energie.
Ist klar, genauso wie unsere Staatschulden von selbst verschwinden werden. Wir bzw. meine Elterngeneration hinterlässt eine auf Kosten des Wirtschaftlichen Aufschwungs ausgebeutete Erde - Massenausterben in der Tierwelt, sich verschiebenden Klimazonen, verschandeldete Natur soweit das Auge blickt....

Rüganer schrieb:
Wiede schrieb:
Was stört denn an einem Windkraftrad?
Vieles. Lowtech, laut, Vogelschredder, unwirtschaftlich
Wiede schrieb:
Ist der Anblick von einem AKW oder Kohlekraftwerk etwa schöner?
Naja, in gewisser Weise sogar ästhetisch- für mich. Immerhin liefern sie auf sehr geringer Fläche viel und effektiv Energie.
Hier in Bremerhaven lebt die halbe Stadt davon - also von wegen unwirtschaftlich.

Rüganer schrieb:
Problem der neuen Energien ist einfach die Unstetigkeit. Wer sollte heute wissen, in welcher Stärke morgen die Sonne scheint oder der Wind weht ? Auf die Meteorologen ist da nicht so viel Verlass.
Da hast du in meinen Augen ausnahmweise mal Recht, eine Speichermöglichkeit kann man natürlich nicht finden...

Rüganer schrieb:
Wiede schrieb:
Aber der Anteil der regenerativen Energien muss ausgebaut werden.
Was spricht denn dagegen, noch mehr Wasserkraftwerke zu nutzen?
Wasserkraftpotential in Europa ist fast ausgeschöpft, eine weitergehendere Nutzung ist ökologischer Unsinn -haben die Fische kein Recht zu leben?
Soso aber andere Lebewesen nicht? Die paar Fische in den Flüssen die von den Anglern selbst aufgezogen werden um sie dann rauszufischen? Das zumindest in Deutschland kaum mehr potenzial da ist stimmt auch nicht. Es wäre ein leichtes einfach alle Wehre an Deutschen Flüssen mit einem Kraftwerk auszustatten - bringt zwar pro Kratwerk vergleichsweise wenig, in Summe aber viel.

Rüganer schrieb:
Ich verstehe einfach nicht, warum sich Deutschland ohne Not von einer sicheren Energieversorgung - bis jetzt- verabschiedet.
Wir machen 15 Jahre Energiewende - und jetzt fällt uns ein, daß wir neue Stromtrassen für 20 Milliarden € brauchen.
Und keine Speicher für Solar und Wind haben und und und
Unglaublich. Und das im Land der Ingenieure.
Man hätte auch die Atomtechnologie weiterentwickeln können, die Meiler laufen ja auch schon mindesten 30 Jahre.

Vielleicht hätte man sich vor 30 Jahren einfach mal die Folgen des eigenen tuns überlegen sollen - das Thema Treibhauseffeckt ist ja nicht neu.
 
Den Klimawandel werden wir wohl nicht nennenswert beeinflussen können.
Sollten CO2 etc. tatsächlich relevant klimawirksam sein und wir die "Energiewende" umsetzen, werden andere Völker die restlichen fossilen Brennstoffe verbrauchen. Es ist langfristig mE daher nicht wirklich relevant, ob die "Treibhausgase" nun wirklich eine globale Erwärmung verursachen, oder nicht.
Allerdings ist aufgrund der Endlichkeit der fossilen Brennstoffe und der irgendwann zu erwartenden Knappheit dann der im Vorteil, der seine Technik und Infrastruktur fortschrittlicher ausgelegt hat.
Deshalb sehe ich es als langfristien Vorteil an, jetzt mit dem Umstieg auf alternative Energien anzugehen - besonders in Ländern, die Energieträger derzeit hauptsächlich importieren. Die Energiewende ist daher auch der Versuch, die Abhängigkeit aus dem Ausland zu reduzieren, was mE extrem wichtig für die kommenden Generationen ist.


Rüganer schrieb:
... ich glaube an den technischen Fortschritt, in 50 Jahren haben wir das Problem gelöst, bis dahin sichern uns Kohle , Gas und Atom günstige Energie.
Das gelingt aber nur, wenn man sich auch damit beschäftigt und es fördert.

Insgesamt wäre ein gewisses Umdenken mal nicht schlecht.
Wenn ich daran denke, dass Japan alle AKWs vom Netz genommen hat, ohne dass das Land daran zusammengebrochen wäre und dass es genügte, Leuchtreklamen abzuschalten und Klimaanlagen herunterzufahren, um den Leitungsverlust quasi eines ganzen AKWs auszugleichen, dann muss man sich schon fragen, wie sinnvoll der Umgang mit (Atom-)energie ist.
Aber es geht eben nie ums Energiesparen, sondern immer nur um Wachstum.
 
So mal wieder mein Standpunkt zu dem ganzen hier.
Stimme ziemlich genau mit McMaf und 3303 überein.
Aber!
Wenn wir Menschen nicht das Wetter beeinflussen können, können wir erst recht nicht am Klima rumschrauben. Ob im positiven wie im negativen Sinne. Also ist das ganze Gerede mit Klimaschutz usw. völliger schwachsinn. Umwelt/Naturschutz hingegen nicht. Das ist mehr als Sinnvoll. Lieder sehe ich in Erneuerbaren Energien wie Windräder und Solarparks keinen Naturschutz. Habt ihr euch schonmal die Zufahrtswege zu Windrädern angesehen und evtl. sogar den Bau mitbekommen? Bei mir hier in der gegen lassen sich diese Waldwege zu den Windrädern komfortabler fahren als die Bundesstraßen. Die Wege werden einfach in den bestehenden Wald geschlagen, 3-4m breit und sehr stark befestigt das auch ja die 200m hohen Krane und Schwertransporter bei schlimmstem Regen fahren können ohne stecken zu bleiben. Da wird mehr intakte Natur zerstört wie dann später im Endeffekt wieder durch die "grüne Energie" gewonnen wird. Wie lange hält eigentlich so ein Windrad bis erste Komponenten planmäßig ausgetauscht werden?
Achja und ein Blitzschlag in ein Windrad lässt schon deutlich die effektivität selbigen sinken. Wurde mir von einem Windmüller erklärt welcher so ein Problem bei seinem Windrad hat und lauter wird es auch noch dank des Loches im Rotorflügel.

Zur Wasserkraft: Die ist noch lange nicht komplett ausgebaut. es wird sich halt leider vom Aufwand nicht lohnen noch mehr Flusskraftwerke zu erstreiten. Und die Fische gibt es bei mir in der Gegend kaum noch in den Bächen. Das komische daran das es in den sehr reinen Bächen fast keine Fische mehr gibt, liegtam mangelnden Nahrungsangebot. Früher hat jeder Haushalt außerorts einen Teil seiner Exkremete und sonstiger Abfälle in die Bäche entsorgt. dadurch hatten die Fische immer gut was zu fressen.

Biogasanlagen: Da kann man ja auch sehr lange darüber streiten ob sie ethisch korrekt sind oder nicht. da aber leider das Geld die Welt regiert schaut halt der Grundstückseigentümmer/Landwirt womit er am meisten verdient um selbst überleben zu können.
 
Whistlercarver schrieb:
Biogasanlagen: Da kann man ja auch sehr lange darüber streiten ob sie ethisch korrekt sind oder nicht. da aber leider das Geld die Welt regiert schaut halt der Grundstückseigentümmer/Landwirt womit er am meisten verdient um selbst überleben zu können.

Ich wohne auf dem Land und kenne einige "klassische" Landwirte, denen platzt beim Thema Biogasanlagen der Hals...

Die "Biogas'ler" zahlen höhere Pachtpreise, um auf Teufel komm raus Fläche und somit Material zu bekommen, was den "klassischen" Landwirten natürlich Probleme bereitet.

Meines Erachtens ist es auch nicht in Ordnung, mit Nahrungsvorrat Biogasanlagen zu betreiben. Mit Abfällen ja, aber doch nicht mit Nahrungsvorrat.
 
Mit Nahrungsvorrat Energie zu erzeugen ist ok wenn alle satt sind und keiner auf der Welt mehr hunger hat. Da das aber nicht der fall ist und wir nicht auf Biogasanlagen angewiesen sind um zu überleben ist es natürlich nicht wirklich ethisch korrekt. Aber hauptsache man kann grüne Energie verkaufen.
 
Whistlercarver schrieb:
Wenn wir Menschen nicht das Wetter beeinflussen können, können wir erst recht nicht am Klima rumschrauben. Ob im positiven wie im negativen Sinne. Also ist das ganze Gerede mit Klimaschutz usw. völliger schwachsinn.

Wieso sollten die ausgestoßenen Gase das Klima nicht verändern können? Ich bin zwar auch nicht 100% davon überzeugt aber wir reden hier ja nicht von irgendwelchen Geringen Mengen sondern von Millionen von Tonnen die zweifellos vom Menschen kommen. Wenn man bedenkt das die für uns atembare Atmosphäre nur rund 7km dick ist - vom Meerespiegel aus gesehen wohlbemerkt und die Erde recht "klein", kann das schon relevant sein.

Wieso sollte man nicht das Klima beeinflussen können?
Beispiel 1: FCKW und Ozonschicht - was sonst außer die Fuorkohlenwasserstoffe haben die Ozonschicht so mitgenommen und wieso erholt sie sich nach dem Verbot langsam? Hat der Mensch etwas damit zu tun?
Beispiel 2: Kurzfristige Abkühlung in der 70/80er Jahre in Europa durch Rußpartikel aus Kraftwerken/Verbrennungsmotoren. Diese verdunkelten die Sonne und ließen die Temperaturen sinken - in den Alpen stießen sogar die Gletscher vor.
Beispiel 3: Durch Wasserentnahme austrocknender Aralsee verändert das Klima einer ganzen Region - solche Beispiele gibts noch mehr.

Wenn der Mensch also in der Lage ist, das Klima zumindest Regional zu beeinflussen wieso sollte das nicht auch Global funktionieren?

Ob Klimaschutziele überhaupt einen Sinn haben wage ich auch zu bezweifeln. Mich nervt einfach das die Lösung aller Probleme generell immer in die Zukunft abgeschoben wird. DIe eigentlichen Verursacher haben dann nichts mehr damit zu tun.

Whistlercarver schrieb:
Mit Nahrungsvorrat Energie zu erzeugen ist ok wenn alle satt sind und keiner auf der Welt mehr hunger hat. Da das aber nicht der fall ist und wir nicht auf Biogasanlagen angewiesen sind um zu überleben ist es natürlich nicht wirklich ethisch korrekt. Aber hauptsache man kann grüne Energie verkaufen.
Ethisch ist das sicherlich bedenklich - das gleiche Argument kann man aber auch weiter übertragen. Füttern wir ein Schwein mit 10kg Grünfutter und 1kg Fleisch zu essen ist es das doch genauso.

Ich finde übrigens ein viel Dringenderes Problem ist der immense Flächenfraß. Wenn ich lese das in Deutschland jede Sekunde fast 9m² bebaut werden weiß ich nicht wo das noch Enden soll - bei sinkender Bevölkerung. Ich könnte mir Vorstellen das dies durchaus auch Auswirkungen auf das Klima hat.

Interessanter Link dazu analog zur Schuldenuhr: http://www.dr-frank-schroeter.de/Bodenverbrauch/Aktueller_Stand.htm
 
Ich finde übrigens ein viel Dringenderes Problem ist der immense Flächenfraß. Wenn ich lese das in Deutschland jede Sekunde fast 9m² bebaut werden weiß ich nicht wo das noch Enden soll - bei sinkender Bevölkerung

Dito. Und das nur, weil jeder sich um Investoren kloppt und denen Bauland hinterherwirft anstatt
massenhaft vorhandene Flächen mit Altlasten zu sanieren und neu zu nutzen.
 
ich kenne hierzu ein Beispiel, wo ein altes Wohnhaus bisher noch keinen Käufer gefunden hat, weil neben dem Grundstück eine "Bauschuttdeponie" ist. Wohlgemerkt nicht sichtbar, sondern vergraben unter einem seit den 60er/70er gewachsenem Wäldchen.
Der Bauschutt stammt von einer WWII-Munitionsfabrik, deren Reste einem Gewerbegebiet gewichen sind. Es gab vor ein paar Jahren dort mal Schwermetallmessungen /-bodenproben und es wurde nix erhöhtes gefunden. Ich kann die Angst nicht verstehen. Bauschutt ist kein Giftmüll und auch wenn Asbest drin ist, ist der ja nicht schädlich, solange er nicht in die Luft kommt. Und 1m vergraben sollte man eigentlich nicht davon ausgehen.
 
@ Mc Maf
Ich gehe das ganze Thema eben aus einem anderen Blickwinkel an.

Muss erst vor klar sein, dass die Befürworter der Theorie bzgl. des vom Menschen verursachten (beschleunigtem) Klimawandels recht haben?
Müssen erst vor alle Staaten ein entsprechendes Protokoll unterzeichnet haben?
Ich meine nein!
Zudem sind die Ressourcen unseres Planeten begrenzt.

Insofern bin ich für handeln anstatt lange diskutieren. Zudem tun sich für unsere Wirtschaft auch ganz neue Felder auf.

Nebenbei gesagt - ich wähle übrigens nicht die Grünen und bin kein Öko-Rebell :wink:
Aber das ist meine Meinung dazu.
 
Ich weis ja nicht wie es euch geht, aber ich komme mir irgendwie verarscht vor. Nüchtern betrachtet ist der momentane Weg mit erneuerbaren Energien usw. eigentlich sehr gut. Aber nicht im Zusammenhang mit Klimaschutz. Ich denke mal wenn die Oberen uns einfach sagen würden das brauchen wir um nicht mehr so stark vom Russe, Araber und sonstigen Energielieferanten abhängig zu sein, die breite Bevölkerung noch mehr hinter dem ganzen stehen würde. Dann noch als positiver Nebeneffekt wird das einbisschen Klima geschont. Hört sich doch viel besser an.

Leider macht Klimaschutz nur Sinn wenn sich endlich mal einige Industrienationen zusammentun und nach den gelichen Zielen wetteifern wie meinetwegen Deutschland. Wenn aber nur ein land das so macht ändertsich am Klima nichts und die anderen Wursteln weiter wie bisher. Diese stehen aber dann blöd da wenn die ganzen Fossilenenergieträger verbraucht sind.
 
Nachtrag: dass die Art und Weise der Umsetzung des Energiewandels nicht gerade glücklich ist, das sehe ich auch so.
 
Wiede schrieb:
@ Mc Maf
Ich gehe das ganze Thema eben aus einem anderen Blickwinkel an.

Muss erst vor klar sein, dass die Befürworter der Theorie bzgl. des vom Menschen verursachten (beschleunigtem) Klimawandels recht haben?
Müssen erst vor alle Staaten ein entsprechendes Protokoll unterzeichnet haben?
Ich meine nein!
Zudem sind die Ressourcen unseres Planeten begrenzt.

Nein, natürlich muss vorher nicht klar sein ob die Menschen den Klimawandel zu verantworten haben oder nicht. Das hatte ich aber auch geschrieben. Der Klimawandel ist da, damit wüssen wir erstmal leben. Aber es muss vorher klar sein, dass die Anstrenungen die man unternimmt auch zielführend sind. In der Gegenwart sowie in der Zukunft. Das ist doch der Knackpunkt. Und leider hatten all unsere Anstrengungen in der Sache bisher null Auswirkung. In zweierlei hinsicht: 1.: Der CO2-Anteil in der Atmosphäre verringert sich nicht nur nicht, sondern steigt Jahr für Jahr an. 2.: Eine mögliche Vorbildwirkung wichtiger klimaschützenden Staaten hat auf die größten CO2-Emmitenten nicht durchgegriffen. Und daran scheint sich auch nichts zu ändern. Also muss man irgendwann die Konsequenz ziehen und einsehen, dass eine weltweite koordinierte CO2-Reduktion, die tatsächlich positive Auswirkungen auf das Klima haben könnte, nicht stattfinden wird.
Die Ressourcen unseres Planeten sind begrenzt. Das ist wahr. Wie lange werden bestimmte Rohstoffe noch verfügbar sein? Öl, Kohle, Gas? 20 oder 50 Jahre? Sie werden auf jeden Fall immer knapper und immer teurer. Demgegenüber steht die Frage, wie lange es wohl dauern würde, die Weltgemeinschaft auf einen ambitionierten Klimaschutzkurs einzuschwören. Bis man das erreicht hat, sind die Ressourcen eh verbraucht oder astronomisch teuer. Die Ressourcenknappheit selbst ist der wichtigste Treiber für Innovationen und eine nachhaltigere Energieversorgung. Das hat aber die Wirtschaft und die Unternehmen im eigenen Interesse zu leisten. Wie sich gerade an den Solarunternehmen zeigt, behindern falsche staatliche Förderungen sogar diesen Prozess, da sie Innovationen unattraktiv machen, weil ja eine bestimmte Einspeisevergütung garantiert ist.
Whistlercarver hat da einen guten Punkt angesprochen. Klimaschutz spielt bei der Energiewende mittlerweile nur noch eine untergeordnete Rolle. Man wird sich darüber bewusst sein, dass die deutschen Anstrengungen in dieser Hinsicht keinerlei Nutzen haben. Man erhofft sich von der Energiewende wirtschaftlich positive Effekte, indem man die Energiewirtschaft mit Entwicklungs- und Markteinführungshilfen fördert. Das kann natürlich ein legitimes Anliegen sein. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass sich der Staat bei solchen Subventionen zurückhalten sollte, da sie der Wirtschaft im Endeffekt eben nicht helfen. Was sich gerade bei den Markteinführungshilfen gezeigt hat (Kontraproduktive Einspeisevergütungen). Diese Frage spielt aber eher auf der Ebene, wie man sich eine gelungene Wirtschaftspolitik vorstellt. Politisch gelenkt oder doch im wesentlich frei.
Indem man das Klimaschutzargument über die Energiewende stülpt, hat man sich diesen wirtschaftspolitischen Grundsatzfragen aber zugusten des politischen Einflusses entledigt. Wie so vieles in den letzten Jahren, hat man mit dem "Klimaschutz" ein gutes Argument für die "Alternativlosigkeit" gefunden. Die Förderung des Staates wird hier fast nicht mehr hinterfragt, weil alle das selbe (meiner Meinung nach vorgeschobene) Ziel teilen. Würde man bei der Energiewende endlich mal die wahren Ziele auf den Tisch legen, hätten die Menschen dafür weitaus weniger Verständnis.

Ist jetzt doch wieder länger geworden als ich es mir vorgenommen habe, sorry. ;)
 
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