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Die große Klima-Diskussion

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wetterstein schrieb:
In Europa haben die Menschen freilich – außerhalb der Medien-Politik-NGO-Blase – erstaunlich wenig Interesse für die Klimakonferenz gezeigt.
Wen wundert´s denn meiner Meinung nach gehörten alle vereinbarten Schritte in der Klimapolitik so gestaffelt gesetzt das erst wenn erste Schritt von allen Teilnehmer auch erfüllt ist der nächste für alle folgt; nur so kann sichergestellt werden das eine Umstellung auf erneuerbare Energien gleichberechtigt und ohne Ausnützung von unlauteren Wettbewerbsvorteilen (die dadurch entstehen das man sich eben nicht an die Vereinbarungen hält) erfolgt. Alles andere ist meiner Meinung nach realistisch auch nicht durchsetzbar.
 
Ich halte es in erster Linie für einen großen Fehler, die Abgase reduzieren zu wollen, aber dennoch aus der Atomkraft aussteigen zu wollen. Dabei ist die Atomkraft die Lösung, weil sie keinerlei Abgase verursacht und zudem das Risiko von GAUs völlig übertrieben dargestellt wird. Tschernobyl passierte, weil der Reaktor marode UdSSR-Bauart war, Fukushima weil die Japaner den Reaktor an der Küste in einem Erdbeben- und Tsunamigebiet gebaut haben. Um den Reaktor gegen Erdbeben zu schützen, wurde er mehrere Meter tief im Felsen verankert, wodurch dann aber dummerweise die Generatoren für den Kühlkreislauf (das ist die unbedingt notwendige Funktion bei Reaktoren) geflutet wurden und Dieselmotoren laufen unter Wasser nunmal nicht. Wenn man sich mal auch nur kurz mit der Funktionsweise von Reaktoren beschäftigen würde, wüsste man, dass die hysterische Panikmache sich jeglicher Grundlage entbehrt. Und sogar, dass man Reaktoren nicht einfach "abschalten" kann, weil die Brennstäbe trotzdem jederzeit gekühlt werden müssen (deshalb ist auch der Kühlkreislauf so überragend wichtig).

Atommüll ist übrigens auch kein Problem. Man müsste einfach nur mit den USA, Russland oder Finnland zusammenarbeiten. Dort gibt es Endlager oder sie sind im Bau, die Gebiete sind wesentlich dünner besiedelt als Deutschland und in den USA und Russland haben sie auch Atommüll aus der Atomwaffenproduktion, der noch gefährlicher ist als normaler Atommüll. Wieso manche Leute meinen, es müsse unbedingt jedes Land sein eigenes Endlager haben und internationale Zusammenarbeit ablehnen, ist mir unerklärlich.
 
Tschernobyl hatte nichts mit russischer Reaktortechnik zu tun sondern mit einer kapitalen menschlichen Fehlbedienung bei der jeder westliche Reaktor auch hochgegangen wäre - und das mit vermutlich noch schlimmeren Folgen als dort. Mal ganz abgesehen das man für Versuche Forschungsreaktoren hat und die keinesfalls in einem AKW durchführen sollte.

Solange es menschliche Fehler und auch keine Technologie gibt die radioaktiven Abfälle wieder einem Kreislauf in welcher Form auch immer zuzuführen will ich mal sicher keine AKW´s mehr in Betrieb sehen - bis dato war in den seltensten Fällen die Technik an sich an Zwischenfällen schuld sondern menschliche Fehler bei Wartung und Betrieb. Und nachdem sich ja deutlich abzeichnet das sich die Energiekonzerne aus ihrer zweifellos bestehenden Nachsorge - und Endlagerverpflichtung schleichen und diese Kosten der Allgemeinheit aufbrummen wollen, würde ich die solange unter staatliche Zwangsverwaltung stellen bzw. enteignen bis die komplette Folgekostenübernahme gesichert ist. Es kann nicht sein das die Konzerne jahrzehtelang dicke Gewinne aus den AKW´s lukriert hatten und der Steuerzahler brav auf dem Müll sitzenbleiben und alles blechen soll :!:
 
Ganz davon abgesehen, dass es noch zig andere mögliche Szenarien gibt, welche zu einem GAU führen können...Terrorangriff, Krieg, Cyberangriff, schlichtes menschliches Versagen, etc...einfach Dinge, mit denen keiner ernsthaft rechnet, aber trotzdem passieren können. In Fukushima waren sie sich zuvor auch ganz sicher, dass ihnen so etwas nicht passieren könne. :rolleyes:
 
Der letzte Winter ist der zweitwärmste seit Messebeginn im Jahr 1864 gewesen. Grüne Weihnachten gab es nicht nur im Mittelland, sondern auch im Berggebiet.

Noch wärmer als der letzte Winter war nur jener im Jahr 2006/07, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos am Montag in seinem Rückblick mitteilte. Trockenheit und rekordhohe Temperaturen hatten den vergangenen Dezember charakterisiert.

Nicht nur im Mittelland fehlte an Weihnachten der Schnee. Mehrere Orte in den Bündner Bergen wie Davos, Bivio oder St. Antönien präsentierten sich sogar erstmals an Neujahr in grüner Umgebung.

Im Tessin lag oberhalb von 1500 Metern über Meer so wenig Schnee wie noch nie am Jahresende. Um vier bis sechs Grad höher als im Schnitt stieg das Quecksilber im Dezember in der Höhe. Der lang ersehnte Schnee in den Bergen fiel erst Anfang Januar.

Westschweiz im Vorteil

Klar im Vorteil punkto Schneefälle war laut SLF-Angaben die Westschweiz. Dort hatte es im November schon so viel geschneit, dass der Mangel im Dezember weniger ins Gewicht fiel. Ab Mitte Januar hatte es in der Romandie oberhalb von 1400 Metern sogar überdurchschnittlich viel Schnee.
Quelle: http://www.suedostschweiz.ch/leben/2016-05-02/gruene-weihnachten-sogar-in-berggebieten
 
Interessanter Artikel.
Doch droht damit nicht auch, dass zukünftig mehr Gas gefördert wird, als früher und damit dann verschwenderisch umgegangen wird?
Schließlich wäre es ja eigentlich schön, wenn man den Gas- und Ölverbrauch reduzieren könnte, denn unbegrenzt ist der Rohstoff auch mit dieser Methode nicht.
 
Muss man anders sehen...umso eher die fossilen Energieträger zu Ende sind, desto schneller setzt man dann auf Alternativen. Der Druck ist doch momentan noch viel zu gering.
 
Pauli schrieb:
Interessanter Artikel.
Doch droht damit nicht auch, dass zukünftig mehr Gas gefördert wird, als früher und damit dann verschwenderisch umgegangen wird?
Schließlich wäre es ja eigentlich schön, wenn man den Gas- und Ölverbrauch reduzieren könnte, denn unbegrenzt ist der Rohstoff auch mit dieser Methode nicht.

Gerade die bekannten Gasvorkommen mit Methanhydrat sind gigantisch und reichen noch für 100e Jahre, da brauchen wir uns keine Sorgen machen.

Aber auch schon alles durchgekaut hier ;)
 
Klar, das das Gas ausgeht, finde ich jetzt auch nicht so schlimm, da sind vielleicht andere Rohstoffe knapper.
Aber auf langfristige Sicht, wäre es vielleicht sinnvoller, auf möglichst viele klimaneutrale Energiequellen umzusteigen, ich weiß das dies schwer möglich ist.
Aber wenn mit dieser neuen Methode das Gas schneller und einfacher gefördert werden kann, dann klingt das auch so, als würde man in Zukunft auch mehr davon fördern wollen. Und weil dann der Gaspreis vielleicht sinkt, sind andere Energiequellen, zum Beispiel Holzprodukte, Sonnenenergie usw. weniger attraktiv.
Wären die Spritpreise jetzt nich so schön billig, dann könnte man vielleicht besser Elekroautos verkaufen.
Ist aber alles nur reine Spekulation, das wird sicherst später zeigen.
 
«Meine Mutter lernte noch im Emmental Ski fahren auf einer Höhe von 500 bis 700 Metern», sagt Reto Knutti. Der Klimaphysiker der ETH ist einer von rund 70 Forschern, die morgen Montag einen neuen Bericht über den Klimawandel in der Schweiz veröffentlichen. Im Interview mit der «NZZ am Sonntag» stellt er ernüchternd fest: «Heute spricht dort (im Emmental) niemand mehr über das Skifahren. Und von den Gletschern in der Schweiz bleibt bis Ende des Jahrhunderts nicht mehr viel übrig.»

Link zum Bericht mit 216 Seiten: http://www.naturwissenschaften.ch/o...unkt/downloads/81637-brennpunkt-klima-schweiz
 
Petz schrieb:
Tschernobyl hatte nichts mit russischer Reaktortechnik zu tun sondern mit einer kapitalen menschlichen Fehlbedienung bei der jeder westliche Reaktor auch hochgegangen wäre - und das mit vermutlich noch schlimmeren Folgen als dort. Mal ganz abgesehen das man für Versuche Forschungsreaktoren hat und die keinesfalls in einem AKW durchführen sollte.
Nicht ganz. Eine Ursache war auch, dass die zur Regulierung der Reaktorleistung vorhandenen Steuerstäbe beim Einführen die Kettenreaktion noch beschleunigten anstatt sie zu bremsen: www.reyl.de. Bei Fukushima hat man bei der Konstruktion gespart und die Küste abgetragen, damit die Pumpen das Meerwasser nicht so hoch fördern müssen. Die Bedienmanschaft war weder mit der Funktionsweise des Notkondensators noch der Fehleranfälligkeit der Füllstandsanzeigen im Druckbehälter bei Überhitzung vertraut. Schulungen kosten halt Geld. So oder so, der Mensch und die Gier nach Profit vertragen sich nicht mit einer Technologie, die im Fall einer Havarie ganze Landstriche auf Jahrtausende verseucht. Ganz abgesehen von der Frage der Endlagerung.
j-d-s schrieb:
Atommüll ist übrigens auch kein Problem. Man müsste einfach nur mit den USA, Russland oder Finnland zusammenarbeiten. Dort gibt es Endlager oder sie sind im Bau, die Gebiete sind wesentlich dünner besiedelt als Deutschland und in den USA und Russland haben sie auch Atommüll aus der Atomwaffenproduktion, der noch gefährlicher ist als normaler Atommüll. Wieso manche Leute meinen, es müsse unbedingt jedes Land sein eigenes Endlager haben und internationale Zusammenarbeit ablehnen, ist mir unerklärlich.
a) weil kein Land das Atomklo der Welt sein möchte b) weil die Atomabfälle für mehrere tausend Jahre sicher gelagert werden müssen.

Nun denk mal scharf nach und nenne mir mal ein von Menschen geschaffenes Bauwerk, welches älter als tausend Jahre ist. Mmmh. Ägypten? Alternativ kannst Du Dir auch überlegen, welche Region der Erde in den letzten 10.000 Jahren geologisch (und politisch) stabil war. Bedenke bitte, dass dies keine Garantie für die Zukunft ist.
 
NeusserGletscher schrieb:
j-d-s schrieb:
Atommüll ist übrigens auch kein Problem. Man müsste einfach nur mit den USA, Russland oder Finnland zusammenarbeiten. Dort gibt es Endlager oder sie sind im Bau, die Gebiete sind wesentlich dünner besiedelt als Deutschland und in den USA und Russland haben sie auch Atommüll aus der Atomwaffenproduktion, der noch gefährlicher ist als normaler Atommüll. Wieso manche Leute meinen, es müsse unbedingt jedes Land sein eigenes Endlager haben und internationale Zusammenarbeit ablehnen, ist mir unerklärlich.
a) weil kein Land das Atomklo der Welt sein möchte b) weil die Atomabfälle für mehrere tausend Jahre sicher gelagert werden müssen.

Nun denk mal scharf nach und nenne mir mal ein von Menschen geschaffenes Bauwerk, welches älter als tausend Jahre ist. Mmmh. Ägypten? Alternativ kannst Du Dir auch überlegen, welche Region der Erde in den letzten 10.000 Jahren geologisch (und politisch) stabil war. Bedenke bitte, dass dies keine Garantie für die Zukunft ist.

Na doch, Russland. Die Russen lagern auch bereits Atommüll aus anderen Ländern. Und es macht da auch nichts aus "Atomklo der Welt" zu sein, weil da gibts Atomtestgebiete die sowieso verseucht sind und wo viel stärker radioaktiver Müll aus der Atomwaffenproduktion liegt, da machen ein paar Tonnen von Atommüll aus Atomkraftwerken genau NULL aus. In den USA gibts auch zahlreiche solche Gegenden und riesige militärische Sperrgebiete. Da stört sich kein Mensch dran.

Und Bauwerke die es seit 10.000 Jahren gibt, gibt es: Höhlen. Und für Atommüll werden ja meistens Höhlen verwendet.
 
Nicht ganz. Eine Ursache war auch, dass die zur Regulierung der Reaktorleistung vorhandenen Steuerstäbe beim Einführen die Kettenreaktion noch beschleunigten anstatt sie zu bremsen: http://www.reyl.de. Bei Fukushima hat man bei der Konstruktion gespart und die Küste abgetragen, damit die Pumpen das Meerwasser nicht so hoch fördern müssen. Die Bedienmanschaft war weder mit der Funktionsweise des Notkondensators noch der Fehleranfälligkeit der Füllstandsanzeigen im Druckbehälter bei Überhitzung vertraut. Schulungen kosten halt Geld. So oder so, der Mensch und die Gier nach Profit vertragen sich nicht mit einer Technologie, die im Fall einer Havarie ganze Landstriche auf Jahrtausende verseucht. Ganz abgesehen von der Frage der Endlagerung.

Deswegen wird es Zeit für neue AKWs, die alten gehören abgerissen. keine Frage.
Neue Reaktoren fahren bei Ausfall der Kühlung z. B. automatisch runter.
Wurde aber auch schon auf den Seiten vorher von mir thematisiert.


a) weil kein Land das Atomklo der Welt sein möchte

Auch falsch, viele Orte bewerben sich um Atommülllager, wahrscheinlich sind die alle doof, weil sie die deutsche Hysterie nicht mitmachen.
http://www.focus.de/wissen/weltraum/odenwalds_universum/atommuell-endlager-gemeinden-bewarben-sich-fuer-ein-atommuellendlager_id_3646869.html

Und - der Atommüll von heute ist Rohstoff von morgen.
Aber auch schon durchgekaut hier....
 
Bergwanderer schrieb:
Rüganer schrieb:

Ach was, bleib auf Rügen und ändere einfach Dein Geschäftsmodell auf ... z. B. Winzer ! :wink: 8)

http://www.bpb.de/izpb/8988/klimawandel-und-klimaschutz?type=galerie&show=image&i=8992

Mein Nachbar hat schon 400 Stöcke gepflanzt, wir werden sehen, ob der mit der 1,99-€-Flasche vom Lidl mithalten kann :mrgreen:

Ansonsten mückert mein im Glauben an die menschgemachte Klimaerwärmung© angelegter Palmenpark am Strand doch mächtig....auf nix kannste dich verlassen.
 
NeusserGletscher schrieb:
b) weil die Atomabfälle für mehrere tausend Jahre sicher gelagert werden müssen.
1000de Jahre ist zu kurz gegriffen. Wir reden da von 100000den von Jahren. Und darum ist Endlager nur in geologisch stabilen Regionen Sinnvoll. Geologisch stabil heisst, das der Ort über 1000de Quadratkilometer einen maximalen Höhenunterschied von 10m hat. Auch Gewässer sind auszuschliessen. Und diese Bedingen erfüllen nur wenige Gegenden auf der Erde. Und genau als man Anfang der80er Jahren drüber nachdachte in so einem Gebiet ein Enlager zu errichten, ging natürlich die Bevölkerung auf die Barrikaden. Aussage> wir wollen nicht das Endlager der Welt sein.
 
Rüganer schrieb:
Deswegen wird es Zeit für neue AKWs, die alten gehören abgerissen. keine Frage.
Neue Reaktoren fahren bei Ausfall der Kühlung z. B. automatisch runter.
Wurde aber auch schon auf den Seiten vorher von mir thematisiert.
Jeder Reaktor, ob alt oder neu, fährt bei Ausfall der Kühlung automatisch herunter. Das Herunterfahren war auch in Fukushima nicht das Problem, sondern der Schwarzfall danach. Ohne Kühlung geht bei jedem Leichtwasserreaktor, ob alt oder neu, der Kern durch. Während nach dem Herunterfahren (=Unterdrückung der Kettenreaktion durch die Steuerstäbe, meist Cadmium- und/oder Hafniumlegierungen) keine Kernspaltung mehr stattfindet, befinden sich die radioaktiven Spaltprodukte ja immer noch im Reaktorkern. Und jeder radioaktive Zerfall setzt Energie frei, was direkt nach der RESA durchaus einige 10 MW an Leistung ausmachen kann und ohne Kühlung den Reaktor weiter aufheizt - was wie in Fukushima bis zur (Teil-)Schmelze des Reaktorkerns führen kann. Deswegen ist es bei (Leichtwasser-)Reaktoren unumgänglich, dass auch nach einer Abschaltung die Kühlung einwandfrei funktioniert. Die Ausfallsicherung der Notstromversorgung war das, was in Fukushima versäumt wurde.

Allerdings gibt es in der Forschung durchaus Ansätze für inhärent sichere Reaktortypen - die dann aber nicht auf dem klassischen Siedewasser- bzw. Druckwasserreaktorkonzept aufbauen. Siehe dazu auch das Generation IV Reactor Forum. Kombiniert mit schnellen Reaktoren zur Transmutation von schweren Actinoiden und/oder thoriumbasierten Konzepten könnte das auch die notwendige Abschlussdauer des nuklearen Abfalls von vielen 100.000 Jahren auf ein paar hundert Jahre reduzieren (was technisch deutlich besser beherrschbar wäre). Die Kernenergie sollte nicht auf Grund der Nachteile von Leichtwasserreaktoren (unsere AKWs basieren im Grunde immer noch auf 1950er-Technologie) von vornherein verteufelt werden - besser wäre es, mal diese Gen-IV-Konzepte anzugehen. Gegenwind gibt es da leider auch von den Atomkonzernen, da diese ihren bekannten Brennstoffzyklus beibehalten wollen und wenig aufgeschlossen gegenüber alternativen Konzepten sind.
 
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