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Die große Klima-Diskussion

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Die Politik hat doch insgesamt das Ziel, die heimische Volkswirtschaft zu nähren. Auch die Energiewende folgt insgesamt diesem Schema. Die Anteil der Energie, die im Inland bzw. Die in Europa „hergestellt“ wird, steigt an. Damit bleibt mehr Geld in unserem volkswirtschaftlichen Kreislauf, anstatt abzufließen. Gleichzeitig werden wir robuster gegenüber politischen Verwerfungen.
Ich glaube, dass der Klimaschutz zwar nicht unwichtig, aber insgesamt eher nachrangig für das politische Handeln ist.
 
3303 schrieb:
Ich glaube, dass der Klimaschutz zwar nicht unwichtig, aber insgesamt eher nachrangig für das politische Handeln ist.
Stimme ich Dir zu nur wenn die europäische Autoindustrie nicht allerschleunigstens in Punkto Elektromobilität in die Puschen kommt wird es sie zugunsten asiatischer Hersteller und natürlich Tesla maximal noch als Montagedienstleister geben.
 
Bevor Elektroautos für die breite Masse in Serie gehen können, fließt noch viel Wasser den Rhein herunter und Sprit durch den Tank. Gäbe es nicht das Problem der Speicherung von Elektrizität, dann wären Elektroautos bereits heute Standard. Aber bei Reichweite, Ladezeit, Kosten und Haltbarkeit muss sich noch einiges tun. Außerdem wird ein flächendeckender Einsatz von Elektroautos unsere heutigen Stromnetze sprengen. Ganz abgesehen von den zahlreichen Stellplätzen, an denen sich ein Elektroanschluss nur mit sehr viel Aufwand nachrüsten lässt.
 
Pff...wäre doch nicht das erste Mal, dass man den Leuten ein halbfertiges Produkt unter jubelt und die Probleme dann mit der Zeit langsam versucht zu lösen. In vielen anderen Bereichen ist dies doch schon seit Jahren normal, warum sollten sie bei den Autos Ausnahmen machen, wenn sie im Grunde sicher fahren (wenn sie fahren :D )?
Also nur weil noch viele Baustellen bei E-Autos offen sind heißt das nicht, dass sie trotzdem als Superauto angepriesen und verkauft werden. Oder sind ausländische Hersteller moralisch so anders eingestellt? :lach:
 
^ Bedenkt zudem, dass es in einigen Ländern bereits mehr oder weniger fixe Verkaufsverbote für Autos mit Verbrennungsmotoren in wenigen Jahren gibt.
 
NeusserGletscher schrieb:
Aber bei Reichweite, Ladezeit, Kosten und Haltbarkeit muss sich noch einiges tun.
Tesla zeigt schon heute wie es geht nur alle anderen hecheln den Amis noch hinterher und die Kosten werden wie bei allen Produkten dann rapide sinken wenn die Stückzahlen groß werden. Und nachdem die Elektroautos kaum mehr Wartungskosten haben können die in der Anschaffung auch ruhig etwas teurer im Vergleich bleiben mal ganz abgesehen davon das der Ärger mit überteuerten oder schlampig arbeitenden Werkstätten endlich wegfiele soferne die E - Autos vernünftig konstruiert werden.
Das es in den Städten aufgrund des nötigen Ausbaus der Ladeinfrastruktur länger brauchen wird bis sich die E - Mobilität durchsetzt ist mir sehr wohl klar; in der Fläche sollte es in Kombination mit lokal erzeugtem Strom (es gibt bereits einige autark arbeitende Gemeindestromwerke die zu 100 % mittels Photovoltaik und entsprechenden Speichern ihren lokalen Strombedarf erzeugen) deutlich schneller gehen wobei es auch Konzepte gibt das man gerade nicht fahrende und an einer Ladestation hängende Elektroautos auch als temporäre Netzstromspeicher nutzen könnte - z. B. sicher eine Möglichkeit bei am WE nicht eingesetzten Elektrotrucks.

@starli; nicht ganz denn z. B. Verbrennungsmotoren die mit regerativenergetisch - elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff betrieben werden kann es auch weiterhin geben und vielleicht auch als mittelfristige Alternative für Langstreckenfahrzeuge und Trucks.

Überlegungen speziell auch zu oben angeführten Bedenken führt hier Kurt Sigl aus; er ist übrigens der Vater eines Alpinforumfreundes und ich kenne Hrn. Sigl auch persönlich:

 
@petz
Also erst mal sind Modelle von Tesla Konkurrenz zu BMW und Mercedes. Zweitens ist das Model 3 auch nicht grade billig und drittens warum halten alle Elektroautos für den Heiligen Gral? Letztes Jahr gab es diverse Dokus am ARD & SWR dazu, die das kritisch hinterfragt haben. Dazu ist nur zu bemerken: Die Ressourcen sind endlich. So lange wir keine totale Recyclinggesellschaft sind, ist das genau so eine Sackgasse wie Benziner und Diesel. Jetzt mag einer das Argument anbringen, das man Elektrizität beliebig herstellen kann. Dem kann ich entgegenhalten das man Benzin und Diesel aus Holz, Stoh und CO2/H2 herstellen kann.
Noch was: Tesla ist bei der Reichweite unehrlich. Die Autos kommen nur auf dem Teststand zu solchen Zahlen. Zweitens: Tesla hat bis jetzt insgesamt, stand Ende 2017, etwa289000 Autos verkauft. Nissan vom Leaf 300000!
 
Bezüglich Tesla bezog ich mich in erster Linie auf das Knowhow im Vergleich zur Konkurrenz und ich hoffe das die schnell aufholt damit Tesla nicht zum technischen Monopolisten mutiert. Das Tesla bei der Reichweite unehrlich ist kann Kurt Sigl der selbst aktuell einen Tesla seit einigen Monaten im Dauertest fährt jedenfalls nicht bestätigen; er wunderte sich eher das selbst an kalten Wintertagen wo die Heizung benötigt wird die Reichweite nicht in dem Maß abnahm das er eigentlich erwartete.

Das natürlich eine Vollrecyclingfähigkeit (auch der Akkus da die Vorräte an seltenen Erden endlich sind) unbedingt notwendig ist steht außer Frage; allerdings hätten die E - Autos aufgrund ihrer wenigen mechanischen Komponenten das Zeug zum Nachhaltigkeitsleader wenn man z. B. eine Mindestgewährleistungsfrist von 20 Jahren auf alle Komponenten ausg. dem Akku vorschreiben würde denn gerade hier wär es völlig kontraproduktiv wenn einem die Karre nach 10 Jahren unter dem Allerwertesten wegfault.
 
Wombat schrieb:
Die Ressourcen sind endlich. So lange wir keine totale Recyclinggesellschaft sind, ist das genau so eine Sackgasse wie Benziner und Diesel.
Das kann man auch pragmatisch sehen. Irgendwann ist mit der Erde sowieso Schluss. Endweder, weil die Sonne nicht mehr mitmacht, weil die Erde von einem Meteoriten getroffen wird, ein Supervulkan ausbricht oder die Erde von einem Gammablitz getroffen wird. So unwahrscheinlich diese Ereignisse mit Ausnahme des EOL der Sonne auch sind, ganz ausschließen kann man sie auch nicht. Bei dem jetzigen Ressourcenverbrauch würde ich aber eher davon ausgehen, das wir diesen Planeten restlos geplündert haben, bevor er sein natürliches Ende gefunden hat. Das ist halt auch eine Folge einer auf hemmunslosen Wachstum basierenden Wirtschaftsordnung. Angenommen, man hätte in der Mitte des letzten Jahrhunderts begonnen, die Zahl der Menschen auf 3 Milliarden zu begrenzen. Wenn man dann noch gleichzeitig mit dem ökologischen Umbau der Wirtschaft begonnen hätte, dann wären die Probleme heute kleiner und die Ressourcen würden deutlich länger reichen.

Totales Recycling ist meiner Meinung nach ein Wunschtraum. Es bleibt immer etwas auf der Strecke. Recycling kann den Ressourcenverbrauch nur verzögern, verhindert ihn aber nicht. Wollten wir die Ressourcen für alle Ewigkeit bewahren, dürften wir nur noch nachwachsende Rohstoffe verwenden. Anererseits, da es mit der Erde sowieso in ein paar Milionen Jahren zuende gehen wird, kommt es dann auch nicht drauf an, ob dann der Marmor noch im Gebirge oder bei mir im Bad liegt. Nur muss es halt nicht alle 30 Jahre ein neues Bad sein. Das mit dem Marmor ist jetzt übrigens nur ein hypothetisches Beispiel, bei mir liegen normale Fliesen 30x30.
 
Pancho schrieb:
Ob er etwas „entlarvt“ wird mindestens kritisch gesehen. Sein Nobelpreis hat mit Klimaforschung nix zu tun. Davon hat er laut eigenem Bekunden „keine Ahnung“.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaskeptiker-ivar-giaever-nobelpreistraeger-auf-abwegen-a-1041706.html

Ich würde wirklich sehr gerne glauben, dass der Klimawandel nicht stattfindet, glaub mir. Mutmaßlich wird Giaever die harten Folgen aber angesichts seiner 86 Jahre nicht mehr erleben.

Niemand behauptet dass der Klimawandel nicht stattfindet. Die vergangenen Warm- und Kaltzeiten sind Indiz genug, dass die anthropogenen CO2-Emissionen keine nennenswerte Rolle spielen.
Als Wissenschaftler hat für mich das ehemalige Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" bestenfalls die Glaubwürdigkeit der "Bunten". (Siehe auch das aktuelle Titelblatt!)
 
Der Spiegel liefert mit diesem Artikel ein wunderbares Beispiel dafür ab, wie man heute mit Menschen umgeht, die eine andere Meinung als der Mainstream vertreten. Da werden alle Register aus der rhetorischen Mottenkiste gezogen, ohne auch nur einen einzigen Punkt konkret zu widerlegen.

Nebenbei bezweifle ich, dass ein Redakteur beim Spiegel von Physik mehr Ahnung hat als ein mit einem Nobelpreis geehrter Physiker.

Die in dem Vortrag verlinkten Daten wären es durchaus wert, sich damit einmal näher auseinanderzusetzen. Aber wie er schon ausführt, hat für viele der Klimawandel etwas von einer Religion. Entsprechend hysterisch reagieren halt manche, wenn man an ihrem "Gott" Zweifel anmeldet. Nebenbei eignet sich der Klimawandel wunderbar, um Repressionen gegenüber souveränen Staaten und deren Bevölkerung durchzusetzen. Es ist wie leider oft immer auch eine Frage von Macht und Profit. Übrigens auf beiden Seiten.
 
wetterstein schrieb:
Pancho schrieb:
Ob er etwas „entlarvt“ wird mindestens kritisch gesehen. Sein Nobelpreis hat mit Klimaforschung nix zu tun. Davon hat er laut eigenem Bekunden „keine Ahnung“.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaskeptiker-ivar-giaever-nobelpreistraeger-auf-abwegen-a-1041706.html

Ich würde wirklich sehr gerne glauben, dass der Klimawandel nicht stattfindet, glaub mir. Mutmaßlich wird Giaever die harten Folgen aber angesichts seiner 86 Jahre nicht mehr erleben.

Niemand behauptet dass der Klimawandel nicht stattfindet. Die vergangenen Warm- und Kaltzeiten sind Indiz genug, dass die anthropogenen CO2-Emissionen keine nennenswerte Rolle spielen.
Als Wissenschaftler hat für mich das ehemalige Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" bestenfalls die Glaubwürdigkeit der "Bunten". (Siehe auch das aktuelle Titelblatt!)
wirklich? also ein so ein niemand sitzt derzeit im weißen haus.
 
Der Link zum Spiegel war jetzt einer der vielen die möglich gewesen wären. Giaevar wird auch von vielen seiner Nobelpreisträger-„Kollegen“ eher kritisch gesehen.
 
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