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Die große Klima-Diskussion

Status
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wetterstein schrieb:
Als Wissenschaftler hat für mich das ehemalige Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" bestenfalls die Glaubwürdigkeit der "Bunten". (Siehe auch das aktuelle Titelblatt!)
Jemand der Zweifel am menschen gemachten Klimawandel hat, hat die Prinzipien der Wissenschaft offensichtlich nicht verstanden. Die Indizien sind erdrückend.

Dass hingegen der Spiegel nur noch unterirdisch berichtet, würde ich teilen.
 
wetterstein schrieb:
Zwar kein Physik Nobelpreis, aber Emeritus für Meteorologie!

Vortrag über den Klimawandel seit der kleinen Eiszeit von Prof. Horst Malberg, ehemals Leiter des Instituts für Meteorologie an der Freien Universität Berlin:
https://www.youtube.com/watch?v=wCnUUGilH5Y

Man wird für jede beliebige These jemanden finden, der sie als wahrer oder vermeintlicher Experte stützt. Ich halte mich mangels eigener Expertise an das, was mehrheitlich von seriösen Experten auf diesem Gebiet gesagt wird. Erscheint mir logisch, und der Tenor da ist halt - leider - eindeutig.
 
biofleisch schrieb:
Dass hingegen der Spiegel nur noch unterirdisch berichtet, würde ich teilen.

Kann sein, ist ja nicht das Thema.

Ivar Giaever ist jedenfalls ob seiner Aussagen stark umstritten, gerade bei Wissenschaftlern, und das ist das, was ich hier zur Kenntnis nehme.

Ins Bild passt dann für mich, dass er offensichtlich mit dem Heartland Institute ziemlich eng verbandelt ist:
https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Klima-Schreckensjahr-2016-bricht-wie-zwei-Vorjahre-Temperaturrekord/Nobelpreistraeger-Ivar-Giaever-streicht-Geld-von-Exxon-ein/posting-29816152/show/

Zum Thema Profit, auch Klimaskeptiker haben zuweilen ein vorzeigbares Einkommen.
 
NeusserGletscher schrieb:
Der Spiegel liefert mit diesem Artikel ein wunderbares Beispiel dafür ab, wie man heute mit Menschen umgeht, die eine andere Meinung als der Mainstream vertreten. Da werden alle Register aus der rhetorischen Mottenkiste gezogen, ohne auch nur einen einzigen Punkt konkret zu widerlegen.
Ursache und Wirkung verwechselt? Der Spiegel hat nichts zu widerlegen, vielmehr hat der Nobelpreisträger etwas zu belegen. Und da hakt es - gewaltig.

K.
 
wetterstein schrieb:
Pancho schrieb:
Ob er etwas „entlarvt“ wird mindestens kritisch gesehen. Sein Nobelpreis hat mit Klimaforschung nix zu tun. Davon hat er laut eigenem Bekunden „keine Ahnung“.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaskeptiker-ivar-giaever-nobelpreistraeger-auf-abwegen-a-1041706.html

Ich würde wirklich sehr gerne glauben, dass der Klimawandel nicht stattfindet, glaub mir. Mutmaßlich wird Giaever die harten Folgen aber angesichts seiner 86 Jahre nicht mehr erleben.

Niemand behauptet dass der Klimawandel nicht stattfindet. Die vergangenen Warm- und Kaltzeiten sind Indiz genug, dass die anthropogenen CO2-Emissionen keine nennenswerte Rolle spielen.
Als Wissenschaftler hat für mich das ehemalige Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" bestenfalls die Glaubwürdigkeit der "Bunten". (Siehe auch das aktuelle Titelblatt!)
Und was für Wissen schaffst du?
wetterstein schrieb:
Die vergangenen Warm- und Kaltzeiten sind Indiz genug, dass die anthropogenen CO2-Emissionen keine nennenswerte Rolle spielen.
Tolle Indizien.
Haben die Menschen vor den Eiszeiten vergleichbar viel ÖL, Gas und Kohle wie wir heute verbrannt und die Eiszeit kam trotzdem?
Wenn dem so wär könnte man das als starken Hinweis nehmen.
Aber so zeigt deine Einschätzung diese Satzes nur, dass bei dir dringender Aufklärungsbedarf besteht.

Es gibt auch Indizien die behaupten, dass dich das Wissen schafft!
 
Pancho schrieb:
Ich halte mich mangels eigener Expertise an das, was mehrheitlich von seriösen Experten auf diesem Gebiet gesagt wird. Erscheint mir logisch, und der Tenor da ist halt - leider - eindeutig.
Die "mehrheitlich seriösen Experten" waren in bis in die 80er Jahren von der sicheren zivilen Nutzung der Atomenergie überzeugt...

Die "mehrheitlich seriösen Experten" waren in bis in die 80er Jahren von der Ungefährlichkeit des Passivrauchens überzeugt...

Die "mehrheitlich seriösen Experten" waren in bis in die 90er Jahren von der Nützlichkeit von Vitamin ACE -Substitution überzeugt...
....
....
....
....
 
Ich habe an die Skeptiker des (vermutlich vom Menschen beschleunigen) Klimawandels mal 2,3 Fragen.

Die ganzen Emissionen der Menschheit machen also nichts / nicht viel aus? Somit ist es im Endeffekt völlig egal was wir „raus hauen“? Also weiter so?

Dass die Wetterextreme (exemplarisch Trockenheit 2018 sowie diverse Stürme und Hochwasser der letzten Jahre) (vor allem in dieser Geschwindigkeit) zunehmen, das bildet man sich also nur ein?

Warum denkt Ihr man muss nichts tun bzw. der Mensch hat keinen (großen) Einfluss?

Will hier nichts werten! Würde mich einfach interessieren warum / weshalb / wie Ihr dazu denkt.
 
L&S schrieb:
Haben die Menschen vor den Eiszeiten vergleichbar viel ÖL, Gas und Kohle wie wir heute verbrannt und die Eiszeit kam trotzdem?

Seit der letzten Eiszeit vor 12000 Jahren waren 60-70% Warmzeiten (Klimaoptimum) - durchwegs deutlich wärmer als die letzten 20 Jahre. Ganz ohne CO2.
 
Wiede schrieb:
Ich habe an die Skeptiker des (vermutlich vom Menschen beschleunigen) Klimawandels mal 2,3 Fragen.

Die ganzen Emissionen der Menschheit machen also nichts / nicht viel aus? Somit ist es im Endeffekt völlig egal was wir „raus hauen“? Also weiter so?

Guter Punkt. Die Antworten würden mich auch interessieren.
 
Wiede schrieb:
Die ganzen Emissionen der Menschheit machen also nichts / nicht viel aus? Somit ist es im Endeffekt völlig egal was wir „raus hauen“? Also weiter so?

Richtig. Das optimale Pflanzenwachstum wäre sogar bei 0,08% CO2 in der Atmosphäre. Aus diesem Grund wird auch CO2 in die Gewächshäuser geleitet.
 
Wiede schrieb:
Dass die Wetterextreme (exemplarisch Trockenheit 2018 sowie diverse Stürme und Hochwasser der letzten Jahre) (vor allem in dieser Geschwindigkeit) zunehmen, das bildet man sich also nur ein?

Jein. Die Extreme haben nicht zugenommen, aber die mediale Darstellung darüber. Es gibt aber tatsächlich mehr Schäden, weil sich die Bautätigkeit in immer mehr Naturräume ausbreitet und Flächen versiegelt.
 
wetterstein schrieb:
Wiede schrieb:
Die ganzen Emissionen der Menschheit machen also nichts / nicht viel aus? Somit ist es im Endeffekt völlig egal was wir „raus hauen“? Also weiter so?

Richtig. Das optimale Pflanzenwachstum wäre sogar bei 0,08% CO2 in der Atmosphäre. Aus diesem Grund wird auch CO2 in die Gewächshäuser geleitet.
das mit den gewächshäusern ist ja ein tolles argument gegen einen einschränkung des CO2 ausstoßes.
ich nehme an du bist auch ein großer fan von bodennahem ozon, weil uns ozon in der unteren stratosphäre so gut vor übermäßiger uv strahlung schützt.
kann doch dann bodennah auch nicht schlecht sein oder ? :nein:
 
zu Ivar Giaever
Ich kommentiere jetzt nur mal kurz das Video von ca. 3:00 bis 5:00. mehr wird mir zu anstrengend!
Auf der einen Seite tut er so als wäre 1 Grad Erwärmung auch überall auf der Welt genau ein Grad Erwärmung, um die Mainstream-Wissenschaftler lächerlich zu machen.
Dabei ist erwiesen, dass sich die Temperatur in der Arktis stärker erhöht hat, wie im Schnitt und auf Grönland mittlerweile die Gletscher im Sommer schon bis in große Höhen tauen.
Kurz darauf sagt er, die Gletscherschmelze wäre nur wegen der erhöhten Sonnenaktivität, nicht wegen der globalen Erwärmung so stark. Er beruft sich auf einen Bergführer den er( haltet euch fest), im Fernsehn gesehen hat und der sagte; "die Gletscher schwitzt in der Sonne, im Schatten nicht".
Er zeigt, dass er keine Ahnung von einem Gletscher hat und davon wie er funktioniert, denn in den Alpen schrumpfen quasi alle Gletscher, unabhängig von deren Höhe und Ausrichtung.

Also wenn man sich seinen Vortrag anschaut, würde ich schon gerne wissen woher er seine Daten hat. Wahrscheinlich hat er die meisten auch aus dem Fernsehn..
Die Skalierungen mit den Beschriftungen die der Herr verwendet, reichen heute für keine Klassenarbeit mehr.
Er hat damals schon veraltete Daten verwendet, das war 2010 und sein Datensatz endet 1988, wahrscheinlich weil ihm die aktuellen die Präsentation verhauen hätten.
Der vergleicht Äpfel mit Birnen, vermischt Wissen, mit Halbwissen und Unfug.

Die Argumentation bzgl Einfluss der Sonne war ne Zeit lang die führende Ansatzpunkt diverser Klimaskeptiker.
Allerdings sind sich quasi alle Wissenschaftler einig, dass die Änderungen der Sonnenaktivitäten seit Beginn der Messungen zu gering ausfallen, um messbare Klimaänderungen auszulösen.

Und bevor sich dann irgendjemand an einem Detail aufhängt:

Die Hauptthesen des Herrn Ivar Giaever
1. Er sagt wir können gerne so weiter machen wie bisher weil CO2 ist nicht das Problem, Schuld ist die Sonne auf die wir leider keine Einfluss haben (würde ich auch sagen wenn ich von Exxon bezahlt werden würde).
2. Es wird wieder kühler bis dann 2050 das Minimum erreicht wird. Jetzt haben wir bald 2019 und die Richtung der globalen Temperaturen gehen synchron mit der CO2-Konzentration nach oben, von Abkühlung leider keine Spur
 
Pancho schrieb:
Da haben die Pflanzen ja Glück gehabt, dass wir endlich nach Jahrmillionen mit unserer Industrie um die Ecke kamen. Fast wären sie eingegangen...
Naja, zum Glück gibt es noch die phösen Vulkane:
"Die anthropogenen, das heißt vom Menschen verursachten Kohlenstoffdioxid-Emissionen betragen jährlich circa 36,3 Gigatonnen[36] und sind nur ein kleiner Anteil des überwiegend aus natürlichen Quellen stammenden Kohlenstoffdioxids von jährlich etwa 550 Gigatonnen"
https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid
 
wetterstein schrieb:
Pancho schrieb:
Da haben die Pflanzen ja Glück gehabt, dass wir endlich nach Jahrmillionen mit unserer Industrie um die Ecke kamen. Fast wären sie eingegangen...
Naja, zum Glück gibt es noch die phösen Vulkane:
"Die anthropogenen, das heißt vom Menschen verursachten Kohlenstoffdioxid-Emissionen betragen jährlich circa 36,3 Gigatonnen[36] und sind nur ein kleiner Anteil des überwiegend aus natürlichen Quellen stammenden Kohlenstoffdioxids von jährlich etwa 550 Gigatonnen"
https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid

Ich zitiere weiter aus dem von Dir eingebrachten Link:
CO2 ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Kohlenstoffzyklus und als natürlicher Bestandteil der Luft ein wichtiges Treibhausgas in der Erdatmosphäre: Durch menschliche Aktivitäten, allen voran die Verbrennung fossiler Energieträger, stieg der Anteil in der Erdatmosphäre von ca. 280 parts per million (ppm, Teile pro Million) zu Beginn der Industrialisierung auf ca. 400 ppm im Jahr 2015 an, Tendenz weiter steigend.[10] Dieser Anstieg bewirkt eine Verstärkung des Treibhauseffekts, die wiederum die Ursache für die aktuelle globale Erwärmung ist.[11]

Q.E.D.
 
Was gerne verschwiegen wird:

Ab CO2 bindet sich stärker ins Blut als Sauerstoff, das bedeutet ab gewissen Konzentrationen gibt es Vergiftungserscheinungen.
Es fängt an mit sinkender Denkleistung und endet im besten Fall bewusstlos.

Beim Denken entsteht übrigens auch CO2!
Also übertreiben wir mal nicht bevor wir uns noch vergiften!
 
wetterstein schrieb:
Naja, zum Glück gibt es noch die phösen Vulkane:
"Die anthropogenen, das heißt vom Menschen verursachten Kohlenstoffdioxid-Emissionen betragen jährlich circa 36,3 Gigatonnen[36] und sind nur ein kleiner Anteil des überwiegend aus natürlichen Quellen stammenden Kohlenstoffdioxids von jährlich etwa 550 Gigatonnen"
https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid

Es geht im Übrigen gar nicht nur um die Menge oder ob aus natürlicher oder Künstlicher Quelle
Für die Menge an "natürlichem" CO2 gibt es ja Abbaumechanismen, welche ja auch wesentlicher Anteil des Kohlenstoffkreislaufes sind. Für die Mengen die wir aus der Erde holen fehlen aber mittlerweile die Kapazitäten, sie bleiben in der Luft und verstärken den Treibhauseffekt.

Die Atmosphere ist wie ne Badewanne, wenn du mehr Wasser zuführst als du abführen kannst steigt der Pegel.
 
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