stavro_ schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Aber das ist der für mich entscheidende Punkt in der ganzen Debatte ums Klima. Wenn CO2 DEN Einfluss hat, wieso geht niemand mal hin, ermittelt die theoretischen Grundlagen, packt das alles in eine mathematische Gleichung und vergleicht dann die Ergebnisse mit der Realität? Einfach nur zwei Kurven übereinander legen und dann behaupten, X sei die Ursache für U kann ich auch. Sicherlich geht der Einfluss von CO2 schon über das bloße Verdachtsmoment hinaus. Die Frage ist aber, ob der Einfluss gegenüber allen anderen Parameter jetzt so groß ist, dass man sich alleine darauf fokussieren sollte. Ober ob man den Hebel nicht besser (zusätzlich) woanders ansetzen muss.
ich frage nochmal, hast du (zusätzliche) lösungsansätze diesbezüglich ?
SRY, andere drängen sich hier ständig nach vorne
Zunächst müsste nachvollziehbar zwischen natürlichen und von Menschen verursachten Einflüssen unterschieden werden. Dann setzt man den von Menschen verursachten Anteil am Klimawandel in Relation zu dem natürlichen Anteil und sucht sich wiederum dort die größten Einflussfaktoren aus. Wenn man ein Haus energetisch sanieren möchte, aber nicht genug Geld für eine Komplettsanierung hat, dann fängt man ja auch dort an, wo es am meisten Wirkung zeigt. In der Regel Heiztechnik, Fenster und Dach.
Darüber hinaus fallen mir jede Menge Möglichkeiten ein, welche weniger mit dem Klimawandel sondern mehr mit dem Umgang mit den Ressourcen auf der Erde zu tun haben. Ein Wirtschaftssystem ohne den ständigen Zwang, das Wachstums-Hamsterrad immer schneller zu drehen, eine wirksame Begrenzung der Erdbevölkerung, nachhaltigere Produktion, langlebigere Produkte die man auch reparieren kann.
Das sind aber eher grundsätzliche Maßnahmen, bei denen denen die aktuelle Entwicklung durch die Bank in die andere Richtung läuft. Die Bevölkerungsexplosion ist weltweit unbegrenzt, den Fetisch Wachstum möchten die Verantwortlichen nicht in Frage stellen und die Wirtschaft tendiert zu immer kurzlebigeren Produkten, die sich kaum noch reparieren lassen.
Fab schrieb:
Vom Grundsatz her ja - aaaaaaaber.....es gibt Uneinigkeit in der Wissenschaft über die konkrete Wirkung der Erhöhung von CO2 in der unteren Atmosphäre.
Andererseits finde ich es ignorant, so zu tun als hätte der Anstieg von 280ppm (mehrere Hunderttausen Jahre Durchschmitt) auf 400ppm+
keine Folgen.
Das wird auch von mir nich bezweifelt. Aber es dreht sich wie oft um den Unterschied zwischen Qualität und Quantität.
Die Politik redet derzeit von CO2, ohne selbst konkret zu wissen, ob damit der Temperaturanstieg konkret begrenzt werden kann.
wetterstein schrieb:
Das ist aber nur der Anteil, der in Deutschland direkt anfällt. Hinzu kommt der importierte CO2 Anteil durch die Verlagerung der Produktion ins Ausland und durch den Import beispielsweise von Erdöl, bei dessen Förderung CO2 durch die Verbrennung von Methan anfällt. Oder schlimmer, das Methan unverbrannt in die Atmosphäre gelangt und dort als Klimakiller wirken soll.
Aber im Grundsatz zielt ja Dein Einwand darauf ab, was schon oft gesagt wurde. Bislang wurde jede Einsparung in diesem Bereich durch das weltweite Wachstum wieder überkompensiert.
Fab schrieb:
Mit einer gewissen Erheiterung, aber auch Gelangweitheit registriere ich die Wiederkehr einer Diskussion, mit der dieser Tröööt vor 11 Jahren! begann.
Ist das nicht symptomatisch für die gesamte Klimadebatte? Es wird viel geredet, wenig beschlossen und am Ende wirds doch immer wärmer. Vielleicht ist es die viele heisse Luft in den Debatten, welche das Klima erwärmt?
