gernot schrieb:
für unsere 2 wissenschaftler
http://monash.edu/research/simple-climate-model/mscm/overview_i18n.html?locale=DE
Globally Resolved Energy Balance (GREB) Climate Model ...
Ich bin zwar keiner der "2 Wissenschaftler" und es ist auch nicht unbedingt mein Thema, aber ich finde es trotzdem interessant, sich ein bisschen mit dem Programm zu beschäftigen.

an gernot, denn das kannte ich nicht.
gernot schrieb:
ich denke damit könnt ihr euren wissensdurst stillen?! noch dazu hat der quellcode nur knapp 800 zeilen
Mit dem Quellcode alleine ist es nicht erledigt, denn wenn man das tatsächlich auf einem eigenen Computer installieren und ausführen will, dann kommt man wohl nicht umhin, sich das
ganze komprimierte Archiv einschließlich aller Daten zu holen, und das sind dann nicht die paar kByte der Programmquelle, sondern 392 Megabyte. Würde mich nicht schrecken, denn dieses Handwerk kann ich, kostet aber (Skifahr-)Zeit.
Zum Glück kann man das Programm aber nicht nur lokal, sondern auch auf den Servern der Monash University in Melbourne oder beim Deutschen Klimarechenzentrum in Hamburg ausführen, wobei es zahlreiche vordefinierte Szenarien gibt.
Um ein Beispiel zu zeigen, das zwar nicht genau die Frage von Neusser Gletscher nach dem gerechneten Wirkungsunterschied von 300 ppm und 400 ppm CO2 beantwortet, aber doch die Größenordnung des Einflusses zeigt, habe ich die beiden folgenden CO2-Szenarien vergleichen lassen, und zwar anhand des Simulationsergebnisses "Lufttemperatur".
Szenario mit 400 ppm CO2 im Jahr 2100
Szenarion mit 600 ppm CO2 im Jahr 2100
Wenn man das Programm für diese beiden Szenarien mit der Vergleichsfunktion laufen lässt, kommt für das Ende des Simulationszeitraums folgendes heraus:
Vergleich der beiden Szenarien, Karte
Vergleich der beiden Szenarien als Zeitreihe 1950 - 2100
Man kann auch andere Resultate vergleichen lassen, z.B. Wasserdampf in der Atmosphäre oder Eis-/Schneebedeckung.
Wie groß insgesamt in der Simulation der Einfluss des CO2 ist, kann man mit der Funktion "Analyse des mittleren Klimas" darstellen, wobei als Vergleichsparameter nur die Oberflächentemperatur angeboten wird.
Simulation mit / ohne Einfluss von CO2 für Monat Dezember
Grob gesagt gehen nach dem Rechenmodell bei 280 ppm ca. 10 Grad (Kelvin) auf das Konto der CO2-Wirkung. Ganz ohne das CO2 würde es also empfindlich kühl, Beispiel Hamburg:
Unterschied Bodentemperatur in Hamburg mit / ohne CO2-Einfluss.
Sagt Bescheid, wenn ihr was Spezifisches gerechnet haben wollt. Wenn das mit der Web-Version geht, ist das schnell erledigt. Um das Programm auf einen eigenen Rechner zu holen, braucht es aber lange andauerndes Sauwetter.