icedtea
Jungfrau (4161m)
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Pancho schrieb:Verschärfend ist aber heute die Gefahr der Informationsblase viel größer als früher. Früher wurden gleiche Informationsquellen breiter unter das Volk gestreut, dadurch wurden die Inhalte breiter Diskutiert und von vielen verschiedenen Seiten und Strömungen kritisiert. Erst durch diesen letzten Schritt, die breite kritische Debatte, lässt sich (vielleicht?) ansatzweise so etwas wie eine Objektivierung herbeiführen. Ebenso vielleicht durch nutzen möglichst vieler, möglichst einigermaßen(?) seriöser Quellen.
Ersteres gibt es so nicht mehr, zweites ist anstrengend.
Bei dieser These bin ich mir nicht so sicher ob ich zustimmen will; wenn man z.B. historisch betrachtet, wie die nationalen Medien aller beteiligten Länder den Beginn (und den Verlauf) des 1. Weltkriegs aus der vorgegeben Position des eigenen Landes befeuert haben um die Kriegsbegeisterung gegen die "bösen" Anderen anzutreiben; da gab es keine Objektivierung mehr. Und für diese Handhabung gibt es historisch genug Beispiele. Allerdings stimme ich zu, dass ich das Gefühl habe, dass die Qualität journalistischer Recherche in Bezug auf Sachinhalte vor z.B. 30 Jahren (Zeitraum, den ich mir zugestehe beurteilen zu können) wohl besser und fundierter war (da musste man für die Zeitung auch noch zahlen und hat die Nachrichten nicht werbefinanziert im Internet nachgeworfen bekommen).