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Die große Klima-Diskussion

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Pancho schrieb:
Verschärfend ist aber heute die Gefahr der Informationsblase viel größer als früher. Früher wurden gleiche Informationsquellen breiter unter das Volk gestreut, dadurch wurden die Inhalte breiter Diskutiert und von vielen verschiedenen Seiten und Strömungen kritisiert. Erst durch diesen letzten Schritt, die breite kritische Debatte, lässt sich (vielleicht?) ansatzweise so etwas wie eine Objektivierung herbeiführen. Ebenso vielleicht durch nutzen möglichst vieler, möglichst einigermaßen(?) seriöser Quellen.

Ersteres gibt es so nicht mehr, zweites ist anstrengend.

Bei dieser These bin ich mir nicht so sicher ob ich zustimmen will; wenn man z.B. historisch betrachtet, wie die nationalen Medien aller beteiligten Länder den Beginn (und den Verlauf) des 1. Weltkriegs aus der vorgegeben Position des eigenen Landes befeuert haben um die Kriegsbegeisterung gegen die "bösen" Anderen anzutreiben; da gab es keine Objektivierung mehr. Und für diese Handhabung gibt es historisch genug Beispiele. Allerdings stimme ich zu, dass ich das Gefühl habe, dass die Qualität journalistischer Recherche in Bezug auf Sachinhalte vor z.B. 30 Jahren (Zeitraum, den ich mir zugestehe beurteilen zu können) wohl besser und fundierter war (da musste man für die Zeitung auch noch zahlen und hat die Nachrichten nicht werbefinanziert im Internet nachgeworfen bekommen).
 
icedtea schrieb:
Allerdings stimme ich zu, dass ich das Gefühl habe, dass die Qualität journalistischer Recherche in Bezug auf Sachinhalte vor z.B. 30 Jahren (Zeitraum, den ich mir zugestehe beurteilen zu können) wohl besser und fundierter war (da musste man für die Zeitung auch noch zahlen und hat die Nachrichten nicht werbefinanziert im Internet nachgeworfen bekommen).

Ich meinte auch genau diesen Vergleichzeitraum, im allgemeinen auch immer eine zu Grunde liegende wenigstens im Ansatz freiheitlich demokratische Grundordnung mit garantierter Meinunsgfreiheit - das ist klar.

Unter Repression wurden immer die Medien als erstes gleichgeschaltet, egal wie sie ihre Nachrichten transportiert haben - und man weiß wie verheerend das war, und umgekehrt: die Verantwortlichen wußten genau, warum die Medien das erste Ziel der Machtübernahme waren. Gut zu beobachten in der Türkei in der jüngsten Vergangenheit.

Das ist aber ein anderes Thema...
 
Pancho schrieb:
Unter Repression wurden immer die Medien als erstes gleichgeschaltet...
Da wird es nur sichtbarer/offensichtlicher und der erlaubte Meinungskorridor wird weiter eingeschränkt.

Über die Gleichschaltung in einer vermeintlich "freiheitlich demokratische Grundordnung mit garantierter Meinunsgfreiheit" ein genialer Mainstream Beitrag (gibt es tatsächlich, wenn auch selten) von der "Anstalt":

 
Ich versuch das jetzt mal irgendwie zu sortieren...

Du stellst hier einen Beitrag ein, der Medien kritisiert, aber dennoch in den Medien gesendet wurde, als Beleg dafür, dass besagte Medien keine freie Meinungsäußerung zulassen...?
 
Ungeheuerlich!!
Das kann wäre ja fast so schlimm, als wenn hier jemand im Forum dauernd wahllos Links posten würde, ganz so wie es ihm gerade nützlich ist...
 
icedtea schrieb:
Der einzige Unterschied ist doch, dass es früher das "Extrablatt" auf der Straße und heute die "News" im Internet ist; das Prinzip war und ist das gleiche.

Bei der Auswahl der persönlich bevorzugten Informationsquellen hat man daher immer nur die Wahl des geringeren Übels (wie so oft im Leben) und auch die ist noch abhängig von der eigenen Grundeinstellung subjektiv.
Der Unterschied zu früher besteht darin, dass die Auswahl kleiner geworden ist. Vor Jahrzehnten gab es mehr unabhängige Verlage und mehr unabhhängige Journalisten. Alleine die Vielfalt sorgte dafür, dass nicht eine Deutung in den Medien die öffentliche Meinung beherrschte.

Im Prinzip verhält es sich wie mit vielen anderen Entwicklungen. Geh man heute in eine Großstadt wie Berlin oder Köln. Von Ausnahmen abgesehen hast Du bei den Geschäften überall den gleichen Einheitsbrei. In meiner Stadt gab es in meiner Schulzeit noch über ein Dutzend unabhängige inhabergeführte Haushaltswarenläden, Schrauben- und Werkzeuggeschäfte. Heute sind Geschäftie dieser Gattung faktisch nicht mehr vorhanden.

So ist es halt auch mit den Medien. Klimawandel, Nord-Atlantik Brücke, Flüchtlingspolitik, Steuer- und Sozialpolitik. In den Medien gibt es eine vorherrrschende Tendenz in diesen Themenbereichen, die über 90% der Bürger erreicht. Die kennen oft nur diese eine Sichtweise, weil ihnen alternative Standpunkte vorenthalten werden. Die meisten Journalisten leben dabei selbst in ihrer eigenen Filterblase. Und merken es nicht einmal.

Und so regulieren wir unsere Schwerindustrie kaputt, haben weite Teile unserer Produktion und die damit verbundenen Emissionen nach Fernost ausgelagert und geben den umweltpoltiischen Musterknaben. Um den riesigen Anteil von 2,x % an den weltweiten CO2 Emissionen weiter zu senken. Wobei nicht einmal sicher ist, ob CO2 nun wirklich der Hauptverantwortliche für den menschlichen Einfluss am Klimawandel ist, oder nicht vielleicht doch andere Spurengase. Aber die geltende Lehrmeinung in Frage zu stellen wird ja fast schon mit Ketzterei auf eine Stufe gestellt.
 
WEF 2019
Übers Klima reden und mit dem Businessjet anreisen

In diesem Jahr steht unter anderem das Thema Klimawandel im Fokus vieler Diskussionen am WEF.
Wie die auf Businessflüge spezialisierte Firma Air Charter Service bekannt gibt, dürfte die Zahl der Businessjets, fürs WEF 2019 ein Rekordhoch erreichen. Während des Gipfels werden laut den Schätzungen der Firma rund 1500 private Flüge nach Altenrhein, Basel, Samedan und Zürich stattfinden, von wo aus die Teilnehmer per Limousine nach Davos weiterreisen. Das bricht den letztjährigen Rekord von 1300 Flugzeugen, der wiederum 11 Prozent über dem Vorjahreswert lag.

https://www.aerotelegraph.com/uebers-klima-reden-und-mit-dem-businessjet-anreisen

Hütet euch aber vor den falschen Propheten....
 
Du meinst also, die Konferenzteilnehmer an solchen Konferenzen sollen gefälligst mit Fahrrad und Ruderboot anreißen, oder ?
 
So, dann wollen wir mal weiter machen:

Es gab 2017 ca. 41 Millionen Flüge weltweit. Sicher, jeder eingesparte Flug zählt. Wenn man aber anfängt Flüge zu kritisieren, dann stünde der Flug zum Ballermann zum Saufen für den Junggesellen Abschied einige Plätze vor der Anreise zu solch einem wichtigen Treffen.

Klar, auch die Herrschaften sollten wo möglich mit gutem Beispiel vorangehen. Nun haben die aber leider andere Ansprüche an Sicherheit und sind anders gefährdet als Lieschen Müller beim Linienflug zum Shoppen nach New York.

Das sich die Lenker dieser Welt persönlich begegnen, halte ich für wichtig.
 
Das nachstehende Zitat trifft auch auf manche Diskussion hier im Forum zu:

Es geht dabei nicht darum, das Argument des Gegenübers zu entkräften, sondern die inhaltliche Auseinandersetzung zu umgehen, indem man die Person attackiert.

Ein Punkt fehlt in der Auflistung des Spiegel:

Dem Gegenüber etwas in den Mund legen was er gar nicht gesagt hat um seinen Standpunkt scheinbar zu entkräften.

BTW, die kommerziellen Medien sind selbstverständlich völlig frei von solchen Argumentationsstrategien. :wink: :wink:

Pancho schrieb:
Sehr schön. Man könne grad meinen, der Autor hätte hier unseren Wetterstein studiert.

Hast Du Dir den von mir zitierten Absatz mal genau durchgelesen? :wink: :wink: :wink: :wink: :wink:
 
OK, ....die Argumentationstechnik unseres Wettersteins studiert... :)

Besser?

NeusserGletscher schrieb:
BTW, die kommerziellen Medien sind selbstverständlich völlig frei von solchen Argumentationsstrategien. :wink: :wink:

Ihr habt es immer noch nicht verstanden, dass das kein Argument ist, oder?
Wenn oder falls wer auch immer irgendwo anders was auch immer tut:

Es ist kein Argument, dass den hier zuletzt verlinkten Artikel irgendwie entkräften könnte, es ist nicht mal das Thema. Wenn der Autor des zuletzt verlinkten Artikels kleine Katzenbabys frühstückt - das was er schreibt, ist dennoch zutreffend.
 
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