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Die große Klima-Diskussion

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L&S schrieb:
Daher tun sich Flachlände auch so schwer beim Denken und fahren im Urlaub in die Berge um den Kopf (CO2)frei zu bekommen...
Dann habe ich ja heute alles richtig gemacht :wink:
 

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Pancho schrieb:
Wenn einer sagt, man soll keinen Müll auf die Straße werfen, es selber aber tut... dann ignorier ich seine These, weil er sich selbst nicht daran hält und dann ist es richtig, Müll auf die Straße zu werfen?
Wenn Gesetze oder Vorschriften von unglaubwürdigen Leuten vertreten werden sehr wohl denn sowas nennt man zivilen Ungehorsam und das würde Politiker und Wissenschaftler sehr schnell dazu bringen selbst ein Verhalten an den Tag zu legen das ihre eigenen Ideen bzw. Thesen unterstützt. Genau diesen abgehobenen Verhaltensweise ist meiner Einschätzung nach sicher auch ein Großteil der Politikerverdrossenheit des Wahlvolkes geschuldet.
 
"World’s Dumbest Energy Policy
After giving up nuclear power, Germany now wants to abandon coal.

By The Editorial Board
Jan. 29, 2019 7:17 p.m. ET

Dumb environmental policies are routine across Europe—see Emmanuel Macron’s riot-inducing fuel tax in France—but even by that standard Germany’s new plan to abandon coal is notable. Having wasted uncountable billions of euros on renewables and inflicted some of Europe’s highest energy prices on German households.."

https://www.wsj.com/articles/worlds-dumbest-energy-policy-11548807424?utm_source=CCNet+Newsletter&utm_campaign=f7f56536cd-EMAIL_CAMPAIGN_2019_01_31_04_26&utm_medium=email&utm_term=0_fe4b2f45ef-f7f56536cd-36410669

Sieht nicht gerade so aus als würde die USA bald zum Pariser "Klimavertrag" zurückkehren...
 
wetterstein schrieb:
Sieht nicht gerade so aus als würde die USA bald zum Pariser "Klimavertrag" zurückkehren...
Schön das du damit alle Länder aufzählst, die dem Klimaabkommen nicht angehören.
 
Aus diesem Grund:

1. Der Pariser Klimavertrag tut China nicht weh: Im Jahr 2004 hat China die Vereinigten Staaten beim Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) überholt. Heute liegt Chinas Ausstoß bei der doppelten Menge der Vereinigten Staaten. Und das könnte laut dem Pariser Klimaabkommen auch noch eine ganze Weile so weitergehen: Dort ist geregelt, dass Chinas Emissionsmenge erst im Jahr 2030 ihren Höhepunkt erreichen und der Ausstoß danach abnehmen muss.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/nach-trumps-absage-fuenf-gruende-warum-china-am-klimaabkommen-festhaelt-15044245.html
 
wetterstein schrieb:
Aus diesem Grund:

1. Der Pariser Klimavertrag tut China nicht weh: Im Jahr 2004 hat China die Vereinigten Staaten beim Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) überholt. Heute liegt Chinas Ausstoß bei der doppelten Menge der Vereinigten Staaten. Und das könnte laut dem Pariser Klimaabkommen auch noch eine ganze Weile so weitergehen: Dort ist geregelt, dass Chinas Emissionsmenge erst im Jahr 2030 ihren Höhepunkt erreichen und der Ausstoß danach abnehmen muss.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/nach-trumps-absage-fuenf-gruende-warum-china-am-klimaabkommen-festhaelt-15044245.html

In China leben ja auch viermal so viele Menschen wie in den USA. Also ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den USA doppelt so groß wie der Pro-Kopf-Verbrauch in China. Von daher ist diese Regel nicht willkürlich, sondern angemessen.
 
Das Pariser Klimaabkommen ist das beste Klimaabkommen das derzeit verfügbar ist. Wenn es jemandem nicht gut genug ist, dann arbeitet man daran, wirft den Kram aber nicht hin, denn es ist wichtig.
Die dank Trump momentane Einstellung „wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht“ kann’s ja wohl auch nicht sein.
 
wetterstein schrieb:
"World’s Dumbest Energy Policy
After giving up nuclear power, Germany now wants to abandon coal.

Es mag teuer sein und vielleicht auch schlecht gestaltet und im Detail verbesserungswürdig. Aber die Richtung weg von fossilen Energieträgern hin zu Erneuerbaren ist langfristig betrachtet alternativlos. Um das zu erkennen, muss man kein Genie sein.
 
Martin_D schrieb:
In China leben ja auch viermal so viele Menschen wie in den USA. Also ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den USA doppelt so groß wie der Pro-Kopf-Verbrauch in China. Von daher ist diese Regel nicht willkürlich, sondern angemessen.
Flächenmässig sind USA und China in etwa gleich groß. Die Logik hinter Deiner Schlußfolgerung wäre also hemmungsloses Bevölkerungswachstum, um damit mehr vom globalen CO2 Kuchen zu erhaschen. Ungeachtet der Tatsache, dass ein Großteil der Chinesen in bitterer Armut lebt und nichts vom Wirtschaftsboon hat.

Denn ein Teil der chinesischen CO2 Emissionen geht in den Export. Weil ein Großteil der US- und Europäischen Industrie aus verschiedenen Gründen seit den 1970ern in Richtung Fernost verlagert wurde. Konsequenterweise müsste man diesen CO2 Footprint den importierenden Ländern zurechnen.

Wenn dann jemand wie Trump dafür sorgt, dass wieder mehr im eigenen Land produziert wird, dann nutzt das sogar dem Klima, weil der unsinnige Transport zwischen dem produzierenden Billiglohnland und dem verbrauchendenden Indstrieland entfällt. Alle anderen, die trotz steigender Wirtschaftsleistung auf ihre geschönten Statistiken verweisen, lügen sich und der Öffentlichkeit in Wahrheit eins in die Tasche.

Und unabhängig davon, ob CO2 nun maßgeblich am Klimawandel beteiligt ist oder nicht, sind die Hauptträger wie Gas, Kohle oder Öl nun einmal nur begrenzt verfügbar. Insgeheim stelle ich mir sogar die Frage, ob die ganze Litanei um CO2 nicht nur ein Ablenkungsmanöver ist, um von der drohenden Erschöpfung der Lagerstätten abzulenken. Würde man der Bevölkerung reinen Wein einschenken und uns sagen, dass Öl und Gas in 20 Jahren wirtschaftlich nicht mehr gefördert werden können, würde das sicher manchen beunruhigen. Wer kauft sich dann noch ein Auto mit Verbrennungsmotor oder eine neue Gasheizung? Wenn man aber sagt, wir müssen CO2 sparen, um das Klima zu retten, lenkt man vom eigentlichen Problem ab.

Von all den anderen Problemen ganz zu schweigen. Phosphat, Kupfer, seltene Erden. Überall hört man von ausgebeuteten Lagerstätten und neue sind nicht in Sicht. Die Menschheit hat in wenigen Generationen mehr als die Hälfte der verfügbaren natürlichen Ressourcen dieses Planeten verbraucht. Das eigentliche Problem sind daher Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. Aber bei dem einen haben die Weltlenker schon vor 50 Jahren kapituliert und das andere ist eine heilige Kuh.
 
NeusserGletscher schrieb:
Martin_D schrieb:
In China leben ja auch viermal so viele Menschen wie in den USA. Also ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den USA doppelt so groß wie der Pro-Kopf-Verbrauch in China. Von daher ist diese Regel nicht willkürlich, sondern angemessen.
Flächenmässig sind USA und China in etwa gleich groß. Die Logik hinter Deiner Schlußfolgerung wäre also hemmungsloses Bevölkerungswachstum, um damit mehr vom globalen CO2 Kuchen zu erhaschen. Ungeachtet der Tatsache, dass ein Großteil der Chinesen in bitterer Armut lebt und nichts vom Wirtschaftsboon hat.
Vielleicht leben so viele Chinesen in bitterer Armut weil die USA schon früher damit angefangen haben CO2 in die Atwmosphäre zu blasen?

NeusserGletscher schrieb:
Denn ein Teil der chinesischen CO2 Emissionen geht in den Export. Weil ein Großteil der US- und Europäischen Industrie aus verschiedenen Gründen seit den 1970ern in Richtung Fernost verlagert wurde. Konsequenterweise müsste man diesen CO2 Footprint den importierenden Ländern zurechnen.
Ich dachte wir wären sowas ähnliches wie der Exportweltmeister?

NeusserGletscher schrieb:
Insgeheim stelle ich mir sogar die Frage, ob die ganze Litanei um CO2 nicht nur ein Ablenkungsmanöver ist, um von der drohenden Erschöpfung der Lagerstätten abzulenken. Würde man der Bevölkerung reinen Wein einschenken und uns sagen, dass Öl und Gas in 20 Jahren wirtschaftlich nicht mehr gefördert werden können, würde das sicher manchen beunruhigen. Wer kauft sich dann noch ein Auto mit Verbrennungsmotor oder eine neue Gasheizung? Wenn man aber sagt, wir müssen CO2 sparen, um das Klima zu retten, lenkt man vom eigentlichen Problem ab.
:idea:
Und was haben jetzt die Reptiloiden und Chemtrails damit zu tun?
 
Die Menschheit hat in wenigen Generationen mehr als die Hälfte der verfügbaren natürlichen Ressourcen dieses Planeten verbraucht. Das eigentliche Problem sind daher Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum.

Und das ist zu mindestens 50% deftig in die eigene Tasche gelogen. Der absolute Löwenteil der verbrauchten Ressourcen wurde von den Industrienationen mit eher rückläufigen Geburtenraten verschwendet und nicht in den Ländern mit hohen Geburtenraten.
Und das Wirtschaftswachstum auch nicht zwangsläufig mit Ressourcenverschwendung einhergehen muss, zeigen wenigstens einige kleine Beispiele wie Norwegen. Dort gibt es kein einziges Kohle- und btw auch kein Atomkraftwerk und die Energie kommt jetzt schon zu 98% aus erneuerbaren Quellen. Trotzdem ist in Norwegen Wirtschaft und Wachstum gewachsen.
 
Wenn man mal den bei NeusserGletscher allgegenwärtigen Verschwörungsunterton herausnimmt, ist die Tatsache der Endlichkeit der Lagerstätten fossiler Energieträger dennoch tatsächlich ein weiteres Argument möglichst früh den Weg in Richtung erneuerbarer Energie zu gehen.
 
noisi schrieb:
Ich dachte wir wären sowas ähnliches wie der Exportweltmeister?
Junge, das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Wenn Kohle und Stahl im Ausland produziert werden, dann hat das Ausland die CO2 Emissionen. Wenn dann aus dem Stahl in Deutschland hochwertige Maschinen und Werkzeuge gefertigt werden, hat Deutschland einen höheren Anteil an der Wertschöpfung.
Pancho schrieb:
Wenn man mal den bei NeusserGletscher allgegenwärtigen Verschwörungsunterton herausnimmt, ist die Tatsache der Endlichkeit der Lagerstätten fossiler Energieträger dennoch tatsächlich ein weiteres Argument möglichst früh den Weg in Richtung erneuerbarer Energie zu gehen.
Wenn Du glaubst, dass die Politik stets die Wahrheit sagt, dann liegst Du mit Deiner Begriffswahl richtig. :wink: :wink:
 
Das habe ich nicht gesagt. Dass Lagerstätten endlich sind, das glaube ich.
 
Jan Tenner schrieb:
Die Menschheit hat in wenigen Generationen mehr als die Hälfte der verfügbaren natürlichen Ressourcen dieses Planeten verbraucht. Das eigentliche Problem sind daher Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum.

Und das ist zu mindestens 50% deftig in die eigene Tasche gelogen. Der absolute Löwenteil der verbrauchten Ressourcen wurde von den Industrienationen mit eher rückläufigen Geburtenraten verschwendet und nicht in den Ländern mit hohen Geburtenraten.
Ja, und zwar in einer Zeit, als dort auch noch die Bevölkerung bis zum Pillenknick stark zunahm.

Jan Tenner schrieb:
Und das Wirtschaftswachstum auch nicht zwangsläufig mit Ressourcenverschwendung einhergehen muss, zeigen wenigstens einige kleine Beispiele wie Norwegen. Dort gibt es kein einziges Kohle- und btw auch kein Atomkraftwerk und die Energie kommt jetzt schon zu 98% aus erneuerbaren Quellen. Trotzdem ist in Norwegen Wirtschaft und Wachstum gewachsen.

Ausgerechnet Norwegen, welches einen Großteil seines Reichtums mit der Förderung von Öl und Erdgas erwirtschaftet hat, wäre mir nun nicht als Beispiel für einen nachhaltig wirtschaftenden ökologischen Musterknaben eingefallen :wink:
 
NeusserGletscher schrieb:
noisi schrieb:
Ich dachte wir wären sowas ähnliches wie der Exportweltmeister?
Junge, das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Klar hat es das.

NeusserGletscher schrieb:
Wenn Kohle und Stahl im Ausland produziert werden, dann hat das Ausland die CO2 Emissionen.
Bei der Kohleförderung fallen im Vergleich zu deren Verfeuerung praktisch keine Emissionen an. Wir verbrennen die im Ausland geförderte (Stein)Kohle selbst, nicht das Ausland für uns - z.B. in der Stahlproduktion die es ja laut dir nicht mehr gibt. Deutschland ist der größte Stahlproduzent in Europa. Die Produktion hat sich in den letzten 50 Jahren nicht nennenswert verringert.
 
Ausgerechnet Norwegen, welches einen Großteil seines Reichtums mit der Förderung von Öl und Erdgas erwirtschaftet hat, wäre mir nun nicht als Beispiel für einen nachhaltig wirtschaftenden ökologischen Musterknaben eingefallen
Schöner Whataboutism! Von ökologischen Musterknaben hat keiner gesprochen. Aber Norwegen schafft es trotz Erdöl- und Gasexporten seinen eigenen Energiebedarf aus sauberen und erneuerbaren Quellen zu decken.
Das geht also! Und zwar nicht aus den Erlösen der Erdölexporte, denn die fließen in den Staatlichen Pensionsfonds.
 
Jan Tenner schrieb:
Ausgerechnet Norwegen, welches einen Großteil seines Reichtums mit der Förderung von Öl und Erdgas erwirtschaftet hat, wäre mir nun nicht als Beispiel für einen nachhaltig wirtschaftenden ökologischen Musterknaben eingefallen
Schöner Whataboutism! Von ökologischen Musterknaben hat keiner gesprochen. Aber Norwegen schafft es trotz Erdöl- und Gasexporten seinen eigenen Energiebedarf aus sauberen und erneuerbaren Quellen zu decken.
Das geht also! Und zwar nicht aus den Erlösen der Erdölexporte, denn die fließen in den Staatlichen Pensionsfonds.

Whataboutism ist es genau nicht. Wenn ein Mafiosi, der sein Vermögen mit kriminellen Machenschaften erwirtschaftet hat, heute ohne zu arbeiten von den Zinsen lebt, dann wirst Du ihn auch schlecht als Vorbild für andere nehmen können. Norwegens Wachstum basiert nun auch auf dem Export fossiler Brennstoffe, selbst, wenn es heute seinen eigenen Energiebedarf zum größten Teil aus regenerativen Quellen decken kann, weil das Land und die Bevölkerungsdichte das nun einmal hergeben.

noisi schrieb:
Wir verbrennen die im Ausland geförderte (Stein)Kohle selbst, nicht das Ausland für uns - z.B. in der Stahlproduktion die es ja laut dir nicht mehr gibt. Deutschland ist der größte Stahlproduzent in Europa. Die Produktion hat sich in den letzten 50 Jahren nicht nennenswert verringert.
Dass es in Deutschland keine Stahlprofuktion mehr gäbe habe ich nicht gesagt. Dass die Produktion trotz zahlreicher geschlossener Standorte unverändert hoch ist war mir allerdings auch nicht bekannt.
 
NeusserGletscher schrieb:
Whataboutism ist es genau nicht. Wenn ein Mafiosi, der sein Vermögen mit kriminellen Machenschaften erwirtschaftet hat, heute ohne zu arbeiten von den Zinsen lebt, dann wirst Du ihn auch schlecht als Vorbild für andere nehmen können.

Das ist der Versuch den Whataboutism-Vorwurf mit neuem Whataboutism zu enkträften. Norwergen ist kein Mafiosi.

NeusserGletscher schrieb:
wenn es heute seinen eigenen Energiebedarf zum größten Teil aus regenerativen Quellen decken kann

Vermutlich kann es das, weil es die Wende dahin angegangen ist und entsprechende Anstrengungen unternommen hat.
 
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