Pancho schrieb:
noisi schrieb:
Es geht hier doch nur darum, und das von Anfang an, Propaganda an den Mann zu bringen.
Ja klar, das wird immer offensichtlicher. Ist inzwischen eine wirklich gute Fallstudie, wie Populismus funktioniert. Es ist wie in dem Artikel beschrieben, eine Asymetrie der Waffen. Es ist ihnen durchaus bewusst, das die Argumente nicht taugen. Aber während wir versuchen zu widerlegen, wird auf der anderen Seite unzulässig verkürzt, und immer wieder auf verbale Bilder gesetzt, auf die schiere Wiederholung, in der leider berechtigten Hoffnung, dass schon was hängenbleibt, die öffentliche Meinung schon kippt ein bisschen. Siehe der Versuch der Undeutung von Mehrheit in Mainstream.
Auch gerne genutzt wird die Taktik, einen einzelnen Fehler, und wenn er 30 oder mehr Jahre zurück liegt, oder Fehltritt ans Licht zu zerren, um das dann genüsslich breit zu walzen. Das Relotius zehn mal zitiert werden musste, zeigt ja, dass es gar so schlimm nicht sein kann. Man muss sich wiederholen, zehn verschiedene Fälle bekommt man nicht zusammen.
Ich hab mal das Bild benutzt „auf der Flucht vor Nachbars Dackel dem Wolfsrudel in die Arme rennen“.
Genau das ist das Kalkül, die Hoffnung.
Es geht auch gar nicht um den Klimawandel und den Kampf aus Überzeugung in der Meinung man habe das richtige, bessere Modell. Es geht um Rattenfängerei.
Psychologisch interessante Fallstudie.
das problem dabei, wer hat schon die zeit sich damit immer und immer wieder auseinander zu setzen und den müll als solchen zu erkennen?
ja bei wetterstein ist's mittlerweile offensichtlich, soeben hat er wieder einen bereits verstorbenen meteorlogen und geologen zitiert, der angeblich 1974 was gesagt hat.
jetzt sind hier in diesem forum einige sehr am wetter bzw. klima interessiert, tlw. sogar vom fach, damit ist's für diesen personenkreis einfacher, eikeraner/ heartlander als solche recht schnell zu erkennen.
aber sonst?
wie sollen nicht "so" interessierte abschätzen/erkennen können, dass ist müll?
ein bsp. dazu
günther aigner, skitourismus forscher (
https://www.zukunft-skisport.at/) hat temperatur- und niederschlagsserien für die wintermonate (dezember, jänner, februar) in alpinlagen erstellt und veröffentlicht. ist jetzt nichts besonders schwieriges, doch in dieser art und weise im web nicht bzw. nicht frei verfügbar.
spannend aber auf jeden fall, da das ergebnis auf den ersten blick schwachsinn sein muss:
in den letzten 30 jahren keine signifikanten änderungen in den höhenlagen(!), aber sehr starke schwankungen von jahr zu jahr.
dies widerspricht doch der forschung, oder?
ich hab dann mal auf der ZAMG
https://www.zamg.ac.at/ bzw. im "Österreichischer Sachstandsbericht Klimawandel 2014"
http://austriaca.at/APCC_AAR2014.pdf gesucht, ob's dazu infos gibt.
und siehe da dieses "detail" wird erwähnt:
https://www.zamg.ac.at/cms/de/dokumente/klima/dok_news/dok_histalp/winterbericht-2015-16/histalp-at-winterbericht-2015-16
"Der bis heute andauernde Anstieg aller Trendkurven wurde Anfang der 1990-er Jahre auf ihrem damaligen Höchststand seit Messbeginn von einer kurzfristigen Trendumkehr unterbrochen, welche auf den Bergen besonders markant ausfiel. "
bzw. im Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel 2014 auf S.268 "angedeuteter aktueller Rückläufigkeit auf hohem Niveau im Winter. Letztere ist im hochalpinen Bereich noch etwas stärker ausgeprägt als in den Österreich-Gesamtmitteln"
auch die zamg histalp temp.reihen zeigen dies:
(aufpassen, die skalierung ist nicht einheitlich)
besonders schön das bsp. zell/see
bzw. auf der schmittenhöhe
und sonnblick
2018/2019 fehlt noch, aber auch hier dasselbe bild siehe z.b.
sonnblick
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/klima-aktuell/klimamonitoring/?station=15411¶m=t&period=period-ys-2019-0&ref=3
oder wiederum zell/see
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/klima-aktuell/klimamonitoring/?station=12322¶m=t&period=period-ys-2019-0&ref=3
oben schnitt unten über schnitt, gilt aber nur nordalpen südtirol auch in den höhen über schnitt
natürlich wurden diese ergebnisse von den sogenannten "skeptikern" sofort weiterverwendet.
siehe aussagen schröcksnadel, hörl und weiters von besonders wissenschaftsaffinen politikern und zwar zumeist verkürzt ohne erwähnung, dass das nur für höhenlagen gilt. ich glaub das schröcksnadel interview im trend wurde hier auch mal verlinkt.
jetzt bin ich, aufgrund meines hobbies skifahren, ein interessierter laie, weiß aufgrund meiner ausbildung, wo ich entsprechende informationen finden kann. dadurch bin ich mittlerweile in der lage bsp. wie dieses halbwegs abschätzen und einordnen zu können.
nur welcher "durchschnittsbürger" kann das?
der liest dann wieder nur verkürzte headlines in div. schmierblättern.
ein ansatz wär vielleicht wenn's mehr edutainer gibt z.b.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mai_Thi_Nguyen-Kim
mit ihrem
https://www.youtube.com/channel/UCyHDQ5C6z1NDmJ4g6SerW8g channel
bzw. moderiert sie jetzt auch quarks
https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTM1OGY1NTIzLTU3NzktNGZmOC05N2RhLTA2N2VjZDhiNTIxZA/