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Die große Klima-Diskussion

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Pancho schrieb:
Eine plumpe, substanzlose These die erstmal dazu geeignet ist, Zweifel zu sähen ist schnell verbreitet, schnell gelesen und da plakativ und einprägsam schnell in einfach gestrikten Hirnen verankert - und wenn man sie stehen lässt, schnell in einer hinreichenden Anzahl leichtgläubiger oder empfänglicher Hirne resident, und das nächste Märchen ist im Umlauf.

Siehe Trump, funktioniert immer wieder. Er verarscht seit Jahren mit 160 Twitter-Zeichen-Nachrichten erfolgreich die ganze Welt.

Widerlegen hingegen kostet Kraft, eine gewisse Mühe und auch vom Komsumenten der Widerlegung eine gewisse Anstrengung und Intelligenz.

Ich weiß genau, wovon Du sprichts. Schau Dir nur mal die vorherige Diskussion über die objektive Presse an. :lol: :lol: :lol:

icedtea schrieb:
Ich gebe zu, was da klimafreundlicher ist, ist mir unbekannt :? Vielleicht kannst du mich aufklären? Die Frage ist ernst gemeint :!:
Schwer zu sagen. Gas ist nicht renerativ, außer Biogas. Die Holzkohle wird aber auch nicht CO2-frei aus Polen, der Ukraine, Nigeria oder Paraguay nach Deutschland transportiert.
Und dann erst das Fleisch, wenn kein Veggiburger auf dem Rost liegt. Ach, freu Dich einfach an dem Vergnügen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn wir erst einmal im Ökofaschismus leben, werden private Feuerstellen sicherlich als erstes verboten . :lol:

Pancho schrieb:
Im Gegensatz zu dem kurz zuvor gescheiterten Projekt in Skandinavien wurden die Messstationen von Keeling fernab von störenden Kohlenstoffdioxid-Quellen platziert. So war die Messstation auf dem Mauna Loa in großer Höhe auf der windzugewandten Seite aufgestellt worden.
Interessant. Auf Hawei weht der Wind immer aus der selben Richtung. Wie praktisch. Was für ein komischer Ort das Rheinland doch ist, hier weht der Wind mal von Norden, Osten, Süden. Meist aber aus Westen. :lol: :lol:
Wikipedia ist da etwas oberflächlich. Ich vermute mal, sie werden bei ungünstiger Windrichtung ganz einfach keine Messung durchführen. Andererseits liegt das Observatorium nördlich des Vulkankegels, bzw. leicht östlich davon. Zu 34% weht der Wind auf Hawai aus Süd-West. Vulkane gasen auch keinswegs nur durch den Volkankegel aus, sondern auch durch Spalten im Boden.

Unabhängig von solchen Ungereimtheiten frage ich mich, wie repräsentativ eine einzelne Messtation für die gesamte CO2 Konzentration ist. Aber die Wissenschaft ist sich ja einig, da sind keine Zweifel erlaubt.
 
Also in dem von Pancho verlinkten Wiki-Eintrag steht u.a.:

"Das Scripps-Institut betreibt neben der bis heute aktiven Station auf Hawaii weitere Anlagen u. a. in Alert (Nunavut), Barrow (Alaska), am Trinidad Head Observatory (Kalifornien), auf Tutuila (Amerikanisch-Samoa) und am Südpol.[21] Die NOAA nimmt an über 60 Messstationen zweimal pro Woche Proben.[22] Weltweit wurden im Jahr 2008 an 282, meist zu Europa und den USA gehörenden Gegenden Proben genommen.[23] Seit 2009 wird die regionale Verteilung von Treibhausgaskonzentrationen auch aus dem All mit dem Satelliten GOSAT erfasst."

Wie kommst du jetzt drauf, dass eine einzelne Messstation für die gesamte CO2-Konzentration repräsentativ sein soll/muss?

Abgesehen davon, wenn ein Vulkan die Ergebnisse verfälscht, dann tut er das doch auch ständig (mehr oder weniger) und trotzdem wäre ein Trend erkennbar? Oder sind diese jetzt plötzlich erst seit 20 Jahren so viel aktiver geworden?
 
NeusserGletscher schrieb:
.......interessant. Auf Hawei weht der Wind immer aus der selben Richtung. Wie praktisch. Was für ein komischer Ort das Rheinland doch ist, hier weht der Wind mal von Norden, Osten, Süden. Meist aber aus Westen. :lol: :lol: ..........
Tja, Hawaii liegt halt in den Tropen so um 20° nördlicher Breite herum. Nahe der innertropischen Konvergenzzone. Damit logischerweise im Bereich des Nord-Ost-Passats (es handelt sich nicht um ein Fahrzeug des VW-Konzerns ;D ), der wie der Name schon sagt, stramm aus Nordost bläst.
 
Die Ergebnisse der weltweit sehr vielen, sich gegenseitig stützenden Messungen bestreitet wirklich niemand.

Ist jetzt wieder geschickt „zugeschneit“ worden hier.
Ist das mit Exxon angekommen in der werten Skeptikergemeinde? Ich finde die Geschichte hochspannend.
Pancho schrieb:
Jahrelang säte der Ölkonzern Exxon in der Öffentlichkeit Zweifel über den menschengemachten Klimawandel. Ein Datenabgleich zeigt nun, wie genau der Konzern tatsächlich Bescheid wusste.
Nochmals die Quelle:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/exxon-sagte-co2-gehalt-der-atmosphaere-fuer-2019-genau-voraus-a-1267915.html

Da wurden die Messwerte übrigen seit langem so vorhergesagt, wie sie nun eingetreten sind....

„Respekt“ vor Strache von der FPÖ übrigens, der wollte ja tatsächlich wie angekündigt liefern und das erste kritische Medium in AT nach ungarischem Vorbild ausschalten. Vor dem Hintergrund gruselt mich der Applaus der deutschen AfD dazu immer mehr.

Es ist wirklich alles ein untrennbarer Brei. Man nutzt die Aluhutträger und die geschürte Skepsis gegen Wissenschaft und Medien beim Klimawandel als politische Schwungmasse für die eigentlichen Ziele.

wetterstein, ich bin nicht fixiert auf Irgendetwas, Vergleiche drängen sich förmlich auf!

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-05/oesterreich-heinz-christian-strache-fpoe-video-krone-zeitung-sebastian-kurz

EDIT:Tippfehler
 
Na, immerhin tut hier oben das Jungvolk beim Schuleschwänzen mal was Vernünftiges, es sammelt Müll am Strand.
Lernt man vermutlich mehr als in der Schule.
Und man muss es nur richtig nennen, Beach clean up , schon sind die Instaschl..... da :mrgreen:

Ich muss meine privaten Müllsammelaktionen wohl zukünftig besser vermarkten, in der Gemeinde nennen wir das einfach Subbotnik...

Und unsere Landesmuddi Mumu Schwesig hat auch nix Besseres zu tun, als für ein paar Selfies mit den Aktivisten 600 Kilometer mit 5 schweren Limousinen anzureisen.

Kannste dir nicht ausdenken.


https://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Usedom/Beach-clean-up-Schueler-und-Schwesig-raeumen-auf

Im Herbst fliegen die zehn engagiertesten Teilnehmer des „Usedom Projektes“ auf die Seychellen. Dort soll es laut Anika Ziegler Bildungsseminare zum Thema Ökotourismus geben.
:yau:
 
NeusserGletscher schrieb:
Pancho schrieb:
Eine plumpe, substanzlose These die erstmal dazu geeignet ist, Zweifel zu sähen ist schnell verbreitet, schnell gelesen und da plakativ und einprägsam schnell in einfach gestrikten Hirnen verankert - und wenn man sie stehen lässt, schnell in einer hinreichenden Anzahl leichtgläubiger oder empfänglicher Hirne resident, und das nächste Märchen ist im Umlauf.

Siehe Trump, funktioniert immer wieder. Er verarscht seit Jahren mit 160 Twitter-Zeichen-Nachrichten erfolgreich die ganze Welt.

Widerlegen hingegen kostet Kraft, eine gewisse Mühe und auch vom Komsumenten der Widerlegung eine gewisse Anstrengung und Intelligenz.

Ich weiß genau, wovon Du sprichts. Schau Dir nur mal die vorherige Diskussion über die objektive Presse an. :lol: :lol: :lol:

icedtea schrieb:
Ich gebe zu, was da klimafreundlicher ist, ist mir unbekannt :? Vielleicht kannst du mich aufklären? Die Frage ist ernst gemeint :!:
Schwer zu sagen. Gas ist nicht renerativ, außer Biogas. Die Holzkohle wird aber auch nicht CO2-frei aus Polen, der Ukraine, Nigeria oder Paraguay nach Deutschland transportiert.
Und dann erst das Fleisch, wenn kein Veggiburger auf dem Rost liegt. Ach, freu Dich einfach an dem Vergnügen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn wir erst einmal im Ökofaschismus leben, werden private Feuerstellen sicherlich als erstes verboten . :lol:

Pancho schrieb:
Im Gegensatz zu dem kurz zuvor gescheiterten Projekt in Skandinavien wurden die Messstationen von Keeling fernab von störenden Kohlenstoffdioxid-Quellen platziert. So war die Messstation auf dem Mauna Loa in großer Höhe auf der windzugewandten Seite aufgestellt worden.
Interessant. Auf Hawei weht der Wind immer aus der selben Richtung. Wie praktisch. Was für ein komischer Ort das Rheinland doch ist, hier weht der Wind mal von Norden, Osten, Süden. Meist aber aus Westen. :lol: :lol:
Wikipedia ist da etwas oberflächlich. Ich vermute mal, sie werden bei ungünstiger Windrichtung ganz einfach keine Messung durchführen. Andererseits liegt das Observatorium nördlich des Vulkankegels, bzw. leicht östlich davon. Zu 34% weht der Wind auf Hawai aus Süd-West. Vulkane gasen auch keinswegs nur durch den Volkankegel aus, sondern auch durch Spalten im Boden.

Unabhängig von solchen Ungereimtheiten frage ich mich, wie repräsentativ eine einzelne Messtation für die gesamte CO2 Konzentration ist. Aber die Wissenschaft ist sich ja einig, da sind keine Zweifel erlaubt.

Eigentlich will ich ja auf deine Stammtisch Postings nicht antworten, weil du soviel ... schreibst.
Aber nur zu Info, auch am Sonnblick wird die CO2 Konzentration gemessen.
https://www.sonnblick.net/de/daten/zeitreihen/messung-co2/
und auch hier ist der Anstieg eindeutig zu sehen
 
Dass es neben vielen Messpunkten weltweit auch noch Satelliten gibt, stand in meinem Beitrag AUS DEM er zitiert hat ebenso, wie die Erklärung, wieso der Standort auf Hawai obwohl auf einen Vulkan befindlich, dennoch gut ist, Fab hat nochmals genauer ausgeführt.

Er weiß schon bevor er anfängt, was er lesen möchte. Da kann man nix machen.

Zum Thema Biofaschismus @NeusserGletscher: ich bin gegen jede Art Faschismus. Beim echten Faschismus gäbe es diese Diskussion hier gar nicht.

Breaking News: Strache tritt zurück und sieht sich als Opfer einer Verschwörung. Klar...
 
Rüganer schrieb:
Na, immerhin tut hier oben das Jungvolk beim Schuleschwänzen mal was Vernünftiges, es sammelt Müll am Strand.
Lernt man vermutlich mehr als in der Schule.
Und man muss es nur richtig nennen, Beach clean up , schon sind die Instaschl..... da :mrgreen:

Ich muss meine privaten Müllsammelaktionen wohl zukünftig besser vermarkten, in der Gemeinde nennen wir das einfach Subbotnik...

Und unsere Landesmuddi Mumu Schwesig hat auch nix Besseres zu tun, als für ein paar Selfies mit den Aktivisten 600 Kilometer mit 5 schweren Limousinen anzureisen.

Kannste dir nicht ausdenken.


https://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Usedom/Beach-clean-up-Schueler-und-Schwesig-raeumen-auf

Im Herbst fliegen die zehn engagiertesten Teilnehmer des „Usedom Projektes“ auf die Seychellen. Dort soll es laut Anika Ziegler Bildungsseminare zum Thema Ökotourismus geben.
:yau:

Lieber Rüganer, das ist ein Beitrag in gewohnt zu ende gedachter Qualität. Ich hoffe, Du hast dafür wenigstens nicht lange grübeln müssen.

Ich weiß nicht was du beruflich machst, aber zu dem Job einer Politikerin gehört es, Symbole zu setzen, sich zu zeigen und bei diesen Gelegenheiten nah am Volk zu sein und bestenfalls vielleicht auch noch ein paar Takte mit den Menschen für die sie Verantwortung trägt, zu reden und etwas daraus mitzunehmen.

Das ist eine Tätigkeit, die natürlich in einer gewissen Weise die Umwelt belastet. Ist so, kann man nix machen. Es gibt viele solche Arbeitsstellen, deren Existenz mit einem CO2-Ausstoß verbunden ist.

Niemand, der halb so weit denkt wie seine Nasenspitze in die Landschaft ragt, würde das dem, der diesen Job ausführt, zum Vorwurf machen.

Im konkreten Fall wird der mit der Arbeitsstelle unvermeidliche CO2-Ausstoß auch noch dafür genutzt, ein Zeichen zu setzen, und zu umwelbewußtem Verhalten zu animieren, bzw. dieses positiv hervorzuheben. Das ist gut, DIESE Umweltbelastung wurde wenigstens investiert, um im Sinne der Umwelt etwas zu erreichen. Es ist also, im Sinne der Umwelt nur halb so verschwendet, bzw. durch die Signalwirkung eventuell sogar eine hervorragende Investition, die am Ende - so die Hoffnung - den negativen Effekt der Anreise deutlich überkompensiert.

Es gibt zahlreiche andere Reisen von Politikern, die generell nichts mit der Umwelt am Hut haben, deren Reisezweck schon gar nix damit zu tun hat und eine solche Kompensation zum Guten für die Umwelt von vorneherein vollkommen ausgeschlossen ist. Diese Reisen werden nie angeprangert, wenn aber ein Umweltaktivist mit einem Plastikbecher in der Hand auf einem Foto zu sehen ist, wird von denen, die Umwelt- und Klimaschutz per Programm generell verneinen und mit oder ohne Plastikbecher in der Hand nie daran denken würden, eine öffentliche Kreuzigung versucht.

Was der Umwelt im Moment am meisten schadet, ist die Desinformationskampagne, die Du mit so einer undurchdachten Stammtischparole - bewußt oder unbewußt - unterstützt.

Liebe Grüße :D
 
Pancho schrieb:
...aber zu dem Job einer Politikerin gehört es, Symbole zu setzen, sich zu zeigen und bei diesen Gelegenheiten nah am Volk zu sein und bestenfalls vielleicht auch noch ein paar Takte mit den Menschen für die sie Verantwortung trägt, zu reden und etwas daraus mitzunehmen.
...
DIESE Umweltbelastung wurde wenigstens investiert, um im Sinne der Umwelt etwas zu erreichen. Es ist also, im Sinne der Umwelt nur halb so verschwendet, bzw. durch die Signalwirkung eventuell sogar eine hervorragende Investition
Hä? - an den Storch glaubst Du aber nicht mehr?

Das ist Marketing, nichts anderes. Politiker (ich habe lange genug "politiknah" gearbeitet) sehen ihre Aufgabe zu 90+x % in der Selbstvermarktung (anders könnten sie heutzutage nicht politisch überleben). Genau das ist hier auch passiert. Bei einem Thema, wo man erkannt hat, dass der Mainstream gerade darauf abfährt, werden ein paar schöne Bildchen produziert, die zusammen mit einer Pressemitteilung unters Volk an die Medien gestreut werden, damit der Eindruck entsteht, wie toll man doch an der Spitze der Bewegung mitmarschiert. Der Inhalt - ach ja, da hat man sich im Auto auf der Hinfahrt schnell ein wenig angelesen.

Ich beneide übrigens keinen Politiker; die von den Medien abverlangte ständige Präsenz zu allem und jedem muss man schon mögen; bei manchen ist da durchaus ein gewisses Suchtverhalten festzustellen. Einer hat das sogar offen zugegeben: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/erwin-huber-alle-minister-sind-suechtig-a-1046225.html
 
Ja, da hast Du real betrachtet sicher nicht unrecht. Ich bin bei meinem Post von einem Idealbild ausgegangen.

Natürlich wird das motiviert durch PR in eigener Sache. Im Ergebnis wird aber die Sache auch unterstützt. Eben mehr, als bei Politikern, die von vorneherein von der Sache an sich schon nichts halten, und für Reisen nicht kritisiert werden.

In der Tat wirkt mein Beitrag aber etwas blauäugiger, als er gemeint war - Danke. :D

Man muss aufpassen, bei all den unberechtigten Angriffen ist man versucht in der Verteidigung auch etwas zu übertreiben.

Mir geht es um den Tenor des - einseitigen - Angriffs, das ist plump.
 
scratch schrieb:
Wie kommst du jetzt drauf, dass eine einzelne Messstation für die gesamte CO2-Konzentration repräsentativ sein soll/muss?
Ich? Gar nicht. Die Seiten, auf denen ich bislang etwas zu dem neuen CO2 Rekord gelesen habe, haben in der üblichen Oberflächlickeit von dem Messwert einer einzelnen Station auf DIE Konzentration von CO2 geschlossen. Jedenfalls in der fettgedruckten Überschrift.
scratch schrieb:
Abgesehen davon, wenn ein Vulkan die Ergebnisse verfälscht, dann tut er das doch auch ständig (mehr oder weniger) und trotzdem wäre ein Trend erkennbar? Oder sind diese jetzt plötzlich erst seit 20 Jahren so viel aktiver geworden?
Das soll tatsächlich in der freien Natur vorkommen, dass sich die Aktivität von Vulkanen ändert. :wink:
 
Pancho schrieb:
Er weiß schon bevor er anfängt, was er lesen möchte. Da kann man nix machen.
Du solltest nicht von Dir auf andere schließen. Ich habe mir sehr wohl den Wikipeda - und andere Artikel vorher durchgelesen und daher erfahren, dass es ein paar dutzend Messtationen gibt und neben örtlich veränderlichen auch satellitengeschätzte Messungen. Daher sind Schlagzeilen wie "CO2 Konzentration in der Atmosphäre überschreitet 415 ppm" sachlich schlichtweg falsch. Wenn an einer von 60 festen Stationen der Wert erreicht wurde, dann halt dort und nicht weltweit. Korrekt ist die Meldung daher nur, wenn sie lautet: CO2 Gehalt erreicht an der Station Mauna Loa auf Hawei erstmals 415 ppm. Und die Messwarte liegt halt auch nicht auf der windzugewandten Seite weil der Wind auf Hawei wie sonst auch aus verschiedenen Richtungen wehen kann. Wenn schon bei so einfachen Sachverhalten oberflächlich gearbeitet wird, wie sieht es dann erst bei komplexen Sachverhalten aus (unabhängig vom Thema)?

Fab schrieb:
Tja, Hawaii liegt halt in den Tropen so um 20° nördlicher Breite herum. Nahe der innertropischen Konvergenzzone. Damit logischerweise im Bereich des Nord-Ost-Passats (es handelt sich nicht um ein Fahrzeug des VW-Konzerns ;D ), der wie der Name schon sagt, stramm aus Nordost bläst.
Die Wetterdaten aus 2018 deuten aber eher darauf hin, dass der Wind zu 50% aus West bzw Süd-West weht bzw. im langjährigen Mittel zu über 30% aus Süd-West.
 
Was soll ich sagen. Hawaii liegt im Bereich des NO-Passats - fertig.
Warum am Flughafen Hilo der Wind häufig aus westlichen Richtungen kommt? - müsste man wg. einer genauen Erklärung einen lokalen Meteorologen befragen.
Könnte mir vorstellen, dass die NO-Anströmung von den beiden 4000ern Mauna-Loa u. Mana-Kea abgelenkt wird und es so zu den untypischen Windrichtungen am Flughafen Hilo kommt.

.

Die 415ppm halt ich schon für glaubwürdig. Vor einigen Jahren wurde der Wert von 400ppm an der Station in Grönland! gemessen - also unabhängig von Vegetationsperioden.
 
NeusserGletscher schrieb:
Pancho schrieb:
Er weiß schon bevor er anfängt, was er lesen möchte. Da kann man nix machen.
Du solltest nicht von Dir auf andere schließen. Ich habe mir sehr wohl den Wikipeda - und andere Artikel vorher durchgelesen und daher erfahren, dass es ein paar dutzend Messtationen gibt und neben örtlich veränderlichen auch satellitengeschätzte Messungen. Daher sind Schlagzeilen wie "CO2 Konzentration in der Atmosphäre überschreitet 415 ppm" sachlich schlichtweg falsch. Wenn an einer von 60 festen Stationen der Wert erreicht wurde, dann halt dort und nicht weltweit. Korrekt ist die Meldung daher nur, wenn sie lautet: CO2 Gehalt erreicht an der Station Mauna Loa auf Hawei erstmals 415 ppm. Und die Messwarte liegt halt auch nicht auf der windzugewandten Seite weil der Wind auf Hawei wie sonst auch aus verschiedenen Richtungen wehen kann. Wenn schon bei so einfachen Sachverhalten oberflächlich gearbeitet wird, wie sieht es dann erst bei komplexen Sachverhalten aus (unabhängig vom Thema)?

Fab schrieb:
Tja, Hawaii liegt halt in den Tropen so um 20° nördlicher Breite herum. Nahe der innertropischen Konvergenzzone. Damit logischerweise im Bereich des Nord-Ost-Passats (es handelt sich nicht um ein Fahrzeug des VW-Konzerns ;D ), der wie der Name schon sagt, stramm aus Nordost bläst.
Die Wetterdaten aus 2018 deuten aber eher darauf hin, dass der Wind zu 50% aus West bzw Süd-West weht bzw. im langjährigen Mittel zu über 30% aus Süd-West.

hab was für dich, du wirst es wahrscheinlich nicht glauben, aber die wissenschaftler auf hawaii haben sich tatsächlich auch gedanken zu den in nächster nähe befindlichen vulkanen gemacht!
unglaublich, oder?
http://web.archive.org/web/19980114152259/http://mloserv.mlo.hawaii.gov/publish/steve/VolcCO2.htm

Jim Eaton says:
15 Oct 2007 at 12:41 AM

Re. #91, Neil Bates and the excellent responses by Dave Rado and Eli Rabett.

A week and a half ago I was on the summit of Mauna Kea looking across to Mauna Loa and the location of the Mauna Loa Observatory. I, too, was wondering about the impact of eruptions on their measurements. But the observatory is at elevation of 3400 meters on the northern flank of Mauna Loa ( 4169 meters), and the eruptions of the past few decades have been on the south side of Mauna Loa and below 1000 meters. And the trade winds normally blow strongly from west to east, so the vast majority of emissions from the eruptions do not reach the observatory.

Yes, there are some CO2 emissions from the summit caldera of Mauna Loa, but as seen from the articles referenced by Dave Rado and Eli Rabett, the observatory is well aware of them and have taken that into consideration in their measurements. Of course, when Mauna Loa erupts again from its summit, all bets are off.
 
gernot schrieb:
hab was für dich, du wirst es wahrscheinlich nicht glauben, aber die wissenschaftler auf hawaii haben sich tatsächlich auch gedanken zu den in nächster nähe befindlichen vulkanen gemacht!
unglaublich, oder?
hab was für dich, du wirst es wahrscheinlich nicht glauben, aber genau wo was habe ich vor ein paar Beiträgen geschrieben! unglaublich, oder?
NeusserGletscher schrieb:
Ich vermute mal, sie werden bei ungünstiger Windrichtung ganz einfach keine Messung durchführen.

:wink:
 
NeusserGletscher schrieb:
gernot schrieb:
hab was für dich, du wirst es wahrscheinlich nicht glauben, aber die wissenschaftler auf hawaii haben sich tatsächlich auch gedanken zu den in nächster nähe befindlichen vulkanen gemacht!
unglaublich, oder?
hab was für dich, du wirst es wahrscheinlich nicht glauben, aber genau wo was habe ich vor ein paar Beiträgen geschrieben! unglaublich, oder?
NeusserGletscher schrieb:
Ich vermute mal, sie werden bei ungünstiger Windrichtung ganz einfach keine Messung durchführen.

:wink:

Chapeau, bist ein Held!
 
scratch schrieb:
Und trotzdem zweifelst du die Messungen dort an. Sorry, ich verstehe dich nicht. Oder hast du aus Prinzip immer was auszusetzen?

Kennst Du die Redewendung: "Wer viel misst, misst Mist"?

Die Messtation auf Hawai befindet sich in unmittelbarer Nähe eines aktiven aktiven Vulkans. Nicht irgendeines aktiven Vulkans sondern eines der aktivsten Vulkane der Erde. Selbstverständlich aber steht die Messwarte laut Wikipedia stets auf der windzugewandten Seite des Vulkans. Man muss sich das wohl wie ein Drehrestaurant auf einem Fernsehturm vorstellen. :wink: Nein, wie wir wissen, werden Messwerte, die aus der Reihe tanzen, verworfen bzw. bei ungünstiger Windrichtung wird nicht gemessen. Was ist eine ungünstige Windrichtung? Rund um Hawai ist Meer. Aktuellen Veröffentlichungen zufolge haben die Meere in den letzten Jahren nicht mehr CO2 aufgenommen, sondern eher CO2 abgegeben. Egal, aus welcher Richtung der Wind auf Hawai weht, er kommt immer über das Meer.

Mit DEM CO2 Gehalt ist das auch so eine Sache. Der schwankt nämlich. Geografisch, tageweise, in Abhängigkeit von der Vegetationsperiode, auch, wenn irgendwo der Wald brennt. Waldbrände tragen übrigens 8 Milliarden Tonnen zu den jährlichen CO2 Emissionen von ca. 32 Mrd Tonnen bei. Das sind ca. 25% der jährlichen Menge, die in die Atmosphäre geblasen wird. Rechnet man dagegen, dass manche Wälder auch wieder aufgeforstet werden, kommen unterm Strich einer Berechung zufolge immer noch 5-10% dabei raus. Wobei es halt ein paar Jahre dauert, bis ein aufgeforsteter Wald seine ursprüngliche Wirkung als CO2 Senke wieder in voller Stärke erreicht. Vielleicht sollten wir, anstatt Windräder zu bauen, einfach weniger Wald abfackeln? Die meisten Waldbrände haben keinen natürlichen Ursprung, sondern gehen auf Brandrodung und Brandstiftung zurück.

Nun, offenichtlich ändert sich das Klima und offensichtlich ist der Mensch nicht ganz unschuldig daran. Aber um auf Deine Frage zurückzukommen. Ja, ich habe aus Prinzip etwas daran auszusetzen, wenn man versucht, komplexe Zusammenhänge auf eine einzige Zahl zu reduzieren um damit Stimmung zu machen. Ohne dass im weiteren im selben Kontext (!) der Nachweis erbracht wird, dass diese Zahl nun tatsächlich den mathematisch korrekten Mittelwert über die gesamte Atmosphäre darstellt. Ich habe auch keine Lust, bei jeder Headline die Hintergründe zu recherchieren. Ich reagiere daher grundsätzlich misstrauisch, wenn einfache Antworten nicht zur Komplexität des Themas passen.

Unzulässige Vereinfachungen findet man nämlich nicht nur bei bösen rechten Populisten. :wink:

[1] How Wildfires Can Affect Climate Change (and Vice Versa)

[2] Acht Milliarden Tonnen CO2
 
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