Seilbahnjunkie schrieb:
Wenn das Klima endgültig im Arsch ist bringt dir das ganze Geschrei nach Arbeitsplätzen nichts mehr. Aber genau das ist das Problem, es geht noch immer in erster Linie um Arbeitsplätze, Gewinn, etc. und die Umwelt muss sich unterordnen. Das fällt uns irgendwann auf die Füße und dann ist das Geschrei aber richtig groß.
Gerade du solltest dir doch vor Ort regelmäßig anschauen können was der Klimawandel anrichtet.
Da hast du absolut recht, was mich an dieser ganzen Klimadiskussion grade nur echt stört, ist die teils unlogische Herangehens- und Argumentationsweise.
Ein paar Beispiele dafür:
-Nachhaltigkeitsvortrag an meiner Hochschule, Prof sagt irgendwas mit "solange wir so unnötige Dinge wie Raumfahrt betreiben" -> Hat offensichtlich noch nie darüber nachgedacht, dass das Meiste seines Wissens über den Klimawandel von Satelliten kommt
-Gleicher Prof fordert mehr Biolebensmittel und generell nachhaltigen Anbau, hat wohl vergessen, dass erst die Erfindung von Chemischen Düngern und Pflanzenschutzmittel es ermöglicht hat, solche Erträge zu generieren. Nur mit ökologisch und Bio wären wir heute niemals in der Lage, die Weltbevölkerung zu ernähren.
-Anderer Vortrag, direkt zu Beginn wird auf den enormen Konsum insbesondere von Luxusartikeln, sowie die aus Klimatechnischer sicht negativen folgen der Globalisierung hingewiesen. Es sei doch bescheuert, Güter um die ganze Welt zu transportieren (stimmt ja auch), ironischerweise hält er den Vortag mit ner Powerpoint auf nem Tablet und hat auch noch ein Smartphone dabei...wo die wohl herkommen.
-Dann dieses ständige Argument mit dem steigenden Co2 Gehalt in der Atmosphäre und den Katastrophalen folgen einer Klimaerwärmung um einige Grad. Hierbei dauerbrenner ist die Berufung auf Fakten und dass die Leute doch sehen müssen, dass das offensichtlich und nicht aus der Luft gegriffen ist. Stimmt, Fakt ist aber auch, dass die Erde im Gegensatz zu heute in der Vergangenheit meist eisfrei war und es zur Zeit der Dinosaurier über 10 Grad wärmer war als heute und der Co2 Gehalt noch weitaus höher war als heute. Interessanterweise hat dieses Klima für eine der üppigsten Flora und Fauna überhaupt gesorgt, wie ist das möglich
Und bitte, es muss sich was änder kein Zweifel, aber bei den meisten von diesen "Ökos", die oftmals selbst keine sind, hat man das Gefühl, die haben sich auf ihre "fehlerfreie" Denkweise und Argumentation schon so eingefahren, dass man mit ihnen schon gar nicht nicht mehr logisch argumentieren kann. Einigermaßen umweltfreundlichen zu leben, schränkt einen nichtmal so stark ein, wie man oft glauben mag, es sind viele Kleinigkeiten, die schon viel ausmachen können und einen Gleichzeitig nur wenig einschränken. Was ich aber nicht brauchen kann ist dieses Bestrafungsdenken. Wenn mir beispielsweise die individuelle Mobilität genommen werden soll (ist nunmal aktuell und für MICH die größte Freiheit und das damit mit Abstand wertvollste im Leben), obwohl ich vielleicht in einem Passivhaus lebe, dass komplett von Solarzellen bestromt und beheizt wird und ich bei Lebensmitteln die Herkunft zumindest immer mit im Blick hab, ich generell recht bescheiden lebe, noch nie Müll irgendwo liegen lassen hab und oft sogar den Müll von anderen Aufräumen kann und trotzdem "bestraft" werde, dann finde ich das Ungerecht. Und das führt dann dazu, dass ich aus Protest eine Antihaltung einnehme->falscher Ansatz und falscher Effekt. Es soll doch immer ganzheitlich bilanziert werden, dann will ich aber auch, dass mein Leben als ganzes betrachtet wird und dann will ich auch mal alle 10 Jahre in ein Flugzeug sitzen können, mit dem Wissen, dass das aufgrund meiner Lebensweise vertretbar ist. Einzelne sachen gezielt schlecht zu machen führt glaub ich zu nichts und verdirbt einem (mir) echt die Lust am Leben
Sorry für Offtopic, darf auch wieder gelöscht werden
