So, jetzt will ich auch einmal einen Link posten. Darin geht es nicht nur um die simple Feststellung, dass Deutschland nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung sein muss. Besonders geht es mir dabei um den letzten Absatz. Das wichtigste Zitat daraus:
Erreichen wir die Ziele von Paris nicht, setzen wir Kettenreaktionen in unserer Atmosphäre frei, die das Leben auf diesem Planeten langfristig unmöglich machen werden. Es werden nicht nur rund 87% der Weltbevölkerung nicht überleben, auch unsere Wirtschaft wird unter den Folgen leiden.
Eigentlich sollte das mittlerweile jeder mitbekommen haben, trotzdem geht das in der allgemeinen Diskussion genauso vergessen wie hier im AF.
Und klingt der zweite Teil des fett markierten Satzes nicht etwas lächerlich unwichtig im Vergleich zu dem, was vor dem Komma steht?
Dennoch:
Bei einer weltweiten Erderwärmung von 2 Grad ist mit einem Bruttoinlandsproduktminus von -20% zu rechnen
Klar, nicht innerhalb der nächsten Legislaturperiode. Aber auf Dauer kommen da riesige Aufgaben auf die Wirtschaft zu - so oder so. Die Frage ist nur, ob man dabei die Menschheit noch retten kann oder nicht.
https://www.volksverpetzer.de/klima...Ty8v5W5cUPEHU72QcFmdbdZL7bsGoM43mJ-nd6HZ4cFM4
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Die Idee, die hier schon angeklungen ist, dass man sich grundsätzlich nicht um das Klima schert und sich den Folgen schon irgendwie mit technischer Innovation anpasst, ist mit dem Hintergrund auch sehr naiv. Denn der Klimawandel geht ja immer weiter, und während man jetzt meist über die nötige Begrenzung bei 1,5 Grad liest, wäre dann die Skala auf lange Zeit (oder bis uns die Ressourcen ausgehen - ist das eigentlich anzustreben?) nach oben offen. Es würde also noch viel extremer als alles, was man jetzt so liest!
Wie geht die Anpassung? Mit ein paar Klimaanlagen (Modell Quatar?) ist es nicht getan, und auch die heizen den Prozess natürlich noch weiter an.
Bei den Wäldern wird es schon komplizierter - im Kreis Fulda sind aktuell mindestens drei Wälder wegen Baumschäden durch Trockenheit gesperrt. Auch wenn man sich mal einen Wald in der Rhön von einem Hügel aus anschaut, sieht man unzählige braune abgestorbene Bäume. Die Bäume braucht es zum Binden von CO2 - auch das nährt also den Teufelskreis.
Aber wie ernähren wir uns dann weiter? Letztes Jahr gab es massive Probleme in der Landwirtschaft durch die Trockenheit. Jetzt schon - und wir sind ja noch relativ am Anfang der problematischen Entwicklung! Hier in Mitteleuropa mag man sich auf Dauer dann vielleicht noch irgendwie durch Umstellung der Sorten anpassen können, aber was passiert mit Italien, das dann klimatisch zur Wüste wird - um mal nur in der Nähe zu bleiben. Und auch der Meeresspiegelanstieg wird sehr viel energieintensiven Aufwand und Kosten bereiten.