Julian96 schrieb:
Eben genau vor diesem Zeitraum von 5000-8000 Jahren, da musste der Gletscher ja demnach schonmal kleiner gewesen sein. Sonst könnte man ja keinen jahrtausende alten Baum im Eis finden, wenn der Baum an dieser Stelle nicht hätte wachsen können. Auch vor 5000 Jahren konnten Bäume nicht auf Eis wachsen und der Baum der da mal gefunden wurde ist ja sicher auch noch ein Stück vom Gletscher abwärts transportiert worden. Also muss der Gletscher schonmal nochkleiner gewesen sein. Darauf bezog sich mein früher :lol: Dass sich das Klima an der Pasterze hinsichtlich der Regenmenge in den letzten 100 Jahren nicht signifikant geändert hat nehme ich einfach mal, es ging um die Regenmenge vor einigen tausend Jahren.
Was soll mir das jetzt genau sagen? Das, dass was derzeit passiert ganz normal ist nur weil das Tal schon einmal eisfrei war (was auch nicht die Regel war)? Einen anderen Rückschluss lässt dein Post nicht zu.
Wenn du dich auf irgendetwas beziehst, dann schreib das doch bitte auch dazu...
Vom nacheiszeitlichen Maximalstand in kürzester Zeit zum Minimalstand und anschließend eisfrei. Das ist die Realität und die Zukunft.
Von einer Gletscherzunge nahe dem Gleichgewichtszustand in den 1980ern zu einem Toteisfeld in nur 40 Jahren.
Und zum talwärts transportieren, denk mal nach. Der Baum wurde vom Gletscher überfahren. Der Gletscher ist hat dort nicht gestoptt, ist weiter vorgerückt. Danach wieder zurückgewichen, wieder vorgestoßen und so weiter. Wäre der Baumstamm großartig mit dem Gletscher mitgewandert, wäre er früher oder später am Gletscherende gelandet. Was mit Holz passiert das an der frischen Luft liegt brauche ich wohl nicht zu erklären. Deshalb sind solche Holzfunde auch nicht die Regel, es sind Zufälle, ja Glücksfälle. Sie treten nur bei wenigen Gletschern auf und zwar ausschließlich bei denen, die auch heute in der Nähe der Baumgrenze oder darunter enden. Daraus kann man schließen, dass die Baumgrenze nie wesentlich weiter oben lag denn sonst gäbe es diese Funde auch bei höher endenden Gletschern, die aufgrund der topographischen Gegebenheiten einfach nicht so weit herrunterreichen. Davon ab gibt es viele Orte in den Alpen, an denen du Bäume in Bereichen bestaunen kannst, die noch vor 100 Jahren eisbedeckt waren.
Neben den Bäumen bieten auch Moore, die Möglichkeit auf vergangene Gletscherstände zu schließen - etwa bei der Dresdner Hütte unterhalb des Fernauferners. Baumring- und Pollenanalyse haben nahezu indendische Ergebnisse geliefert.
Ich kann dazu nur dass sagen was ich schon geschrieben habe. Die Zunge der Pasterze hat es nacheiszeitlich nicht immer gegeben. Den Gletscher selbst höchstwahrscheinlich schon. So warm wie heute war es global wohl noch nie im Holozän.