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Die große Klima-Diskussion

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Kannst du so pauschal nicht sagen, was den Feinstaub betrifft und bei CO2 wirst du kaum die Neutralität abstreiten können.
 
Tyrolens schrieb:
Kannst du so pauschal nicht sagen, was den Feinstaub betrifft und bei CO2 wirst du kaum die Neutralität abstreiten können.

Zum Thema Pellets hier 2 Informationen: https://www.youtube.com/watch?v=VRbm2waXcbU https://www.depi.de/pelletproduktion

Und noch ein Hinweis:
schaut Euch mal die Wälder in Eurer Umgebung an. Überwiegend vertrocknete Fichtenbestände. Wendet Euch an das regionale Forstamt und fragt nach geplanten Aufforstungen durch Laubhölzer, an denen Ihr euch beteiligen könnt. Sozusagen Baumtag statt Skitag. :wink:
Die können hierfür jede Unterstützung gebrauchen bei den Aufgaben, die in Zukunft auf sie zukommen.
Ein weiterer Beitrag zu aktivem Klimaschutz vor der eigenen "Haustür", inmitten der Natur und ohne lange Anreise.

https://www.wald.de/waldwissen/wie-viel-kohlendioxid-co2-speichert-der-wald-bzw-ein-baum/
 
MarcB96 schrieb:
Ich wäre dafür, Flüge auf Kurzstrecken (wo es Alternativen gibt) bis auf Ausnahmen komplett zu verbieten.
Meiner Ansicht nach sollte im Verkehr Kostenwahrheit hergestellt werden.
Was ich nie verstehe, ist diese Sehnsucht nach einem Verbotsstaat.

MarcB96 schrieb:
Ich meinte ja nur, dass jemand, der kulturell mehr gebildet ist (natürlich passen beispielsweise der typische Pauschaltourist, der möglichst sein Hotel nicht verlassen will, um nur unter seinen Landsleuten bleiben zu können oder der typische Mallorca-Promilletourist nicht in diese Beschreibung.... Ich frage mich eh, warum man in solchen Fällen überhaupt ins Ausland reist, wenn man mit dem Land scheinbar eh nichts zu tun haben will :rolleyes:)
Du meinst so kulturell gebildet wie du selbst? Bei deiner kulturellen Bildung wundere ich mich über deine Pauschalurteile.
Ich sage dir, die Leute haben ihre Gründe, warum sie tun was sie tun.

Beispielsweise bin ich schon ins Flugzeug nach Afrika gestiegen und hab mich dann vor Ort selbst organisiert.
Hab aber auch pauschal gebucht. Hab ich es trotzdem einigermaßen nüchtern mal vor die Hoteltüre geschafft? ;D

Kenn Leute die brauchen 2 Wochen schönes Wetter, Strand u. gutes Essen - wurscht wo. Legitim?
Andere buchen pauschal um für alle Fälle einen Vertragspartner zu haben, der deutschem Recht unterliegt.
Wiederum andere erkunden interessiert ihr Reisezeil, buchten pauschal, weil es schlicht kostengünstiger war....etc
 
Kannst du so pauschal nicht sagen, was den Feinstaub betrifft und bei CO2 wirst du kaum die Neutralität abstreiten können.
Auch die Fossilien wurden irgendwann einmal in der Erde gebunden und somit der Atmosphäre CO2 entzogen. Klar ist das zu einer anderen Zeit geschehen und nicht dann als unsere heutigen Bäume gewachsen sind aber theoretisch war der Vorgang der gleiche. Von dem her sehe ich nicht was da an einer Quelle neutraler sein soll als an der anderen. Die Atmosphäre nimmt das CO2 auf, ob das vom Öl, Gas oder Holz kommt ist der schnuppe.

Bitte sachlich korrigieren wenn ich da falsch liegen sollte.
 
Der Prozess der Einlagerung von CO2 durch Photosynthese im Boden u. am Meeresgrund dauerte viele, viele Millionen Jahre.
Dieses eingelagerte CO2 wird in sagen wir geschätzten maximal 200 Jahren wieder entnommen und in erheblichen Teilen schlicht verbrannt.
 
https://www.bundestag.de/resource/b...9048d88dcc3071b7721c/wd-8-056-07-pdf-data.pdf
Kap. 3.2.5.4
Zitat:...ist die Biomasse-Verbrennung nicht grundsätzlich CO2-frei. Vielmehr entsteht bei der Verbrennung z.B. von Holz-Pellets genauso CO2 wie bei der Verfeuerung von Kohle oder Erdöl; Biogas unterscheidet sich diesbezüglich kaum von Erdgas. Dennoch unterscheidet sich Biomasse hinsichtlich ihrer Klima-Wirkung erheblich von den fossilen Energien: Wenn bei der Biomasse-Verbrennung CO2 freigesetzt wird, so handelt es sich dabei um Kohlenstoff, der wenige Monate bis Jahre zuvor von der Pflanze im Zuge ihres Wachstums mittels Photosynthese aus der Atmosphäre aufgenommen worden war. Dieser Kohlenstoff wird bei der Verbrennung wieder in die Atmosphäre zurückgeführt, so dass sich ein kurzfristiger Kreislauf schließt. Würde die Biomasse nicht verbrannt, so würde im Übrigen das CO2 in den meisten Fällen dennoch auf anderem Wege (Kompostierung, Verfaulen, Gärung) freigesetzt werden.
Anders im Falle der fossilen Energien: Zwar sind auch diese in erdgeschichtlicher Zeit aus Pflanzenresten entstanden, so dass auch ihr Kohlenstoff-Anteil ursprünglich aus der Atmosphäre stammt. Jedoch wurden diese Kohlenstoff-Mengen durch Ablagerung und Überdeckung mit Gesteinsschichten dauerhaft dem atmosphärischen Kreislauf entzogen. Erst durch die Kombination von Bergbau und Verfeuerung gelangen sie als CO2 wieder in die Atmosphäre. Die Nutzung von Kohle, Erdöl und Erdgas trägt daher dazu bei, den CO2-Gehalt der Atmosphäre dauerhaft (wieder) zu erhöhen, während die Biomasse-Verbrennung ihn kaum langfristig beeinflusst.
 
Fab schrieb:
Meiner Ansicht nach sollte im Verkehr Kostenwahrheit hergestellt werden.
So ist es, die Kosten sind falsch verteilt. Autos mit Verbrennungsmotor sind nur deswegen noch konkurrenzfähig weil man das dabei freiwerdende CO2 über den Auspuff in der Atmosphäre der anderen Menschen deponieren darf. Das ist natürlich überspitzt formuliert, aber wenn man den Gedanken weiterspinnt so müsste man eigentlich die Abgase des Autos an Bord verdichten, in Gasflaschen abfüllen und die Gasflaschen dann deponieren. Damit würden enorme Kosten entstehen, aber ich befürchte das sind letzten Endes die wahren Kosten.
 
MarcB96 schrieb:
Bäume sind meines Wissens eigentlich ein eher schlechter CO² Speicher, Gräser sind deutlich effizienter im Binden von CO² (und wachsen im Verhältnis auch deutlich schneller).

Das mag stimmen. Allerdings kann man ja Holz (von Bäumen) doch recht gut als CO2-Speicher nutzen, und zwar indem Holz vermehrt als Baumaterial verwendet wird, oder auch Einrichtungsgegenstände aus Holz sind. Im Zweifelsfall verrotet solches Holz natürlich auch irgendwann (und setzt dadurch CO2 frei), aber doch sehr sehr langsam. In diesem Fall würden die Bäume wohl eher schneller wachsen und insgesamt zu einer CO2-Verringerung in der Atmosphäre beitragen.
 
Fab schrieb:
Meiner Ansicht nach sollte im Verkehr Kostenwahrheit hergestellt werden.


Exakt so sehe ich das auch. Die Parkgebühren müssten drastisch erhöht werden und die Mineralölsteuer ebenfalls. Das Dienstwagenprivileg muss weg und die Pendlerpauschale, die als Zersieselungspauschale wirkt, ebenfalls. Die KFZ-Steuer sollte abgeschafft werden und auf die Mineralölsteuer umgelegt werden.

Wie bescheuert die deutsche Politik ist, erkennt man doch alleine schon am Tankrabatt.

Erst erklärt die Bundesregierung, dass man Öl einsparen muss, um Russland wegen des Ukrainekrieges zu schaden und dann beschließt sie einen Tankrabatt. Dann hätte doch die Bundesregierung die Mineralölsteuer ERHÖHEN müssen, wenn Öl eingespart werden soll! Noch nicht einmal die einfachsten marktwirtschaftlichen Überlegungen, die man in der Mittelstufe der Schulen lernt, klappen bei dieser unfähigen Bundesregierung nicht.

Hätte man einen Benzinpreis von ca. 4 € / Liter und 5 € / Stunde Parkgebühren auf öffentlichem Grund, dann würde die Autofahrerei schon drastisch eingeschränkt werden.

Bekanntlich steht ein Auto am Tag durchschnittlich 23 Stunden sinnlos herum und bekanntlich benötigt ein Auto durchschnittlich drei Parkplätze - Zuhause, am Arbeitsplatz und bei Aktivitäten (Supermarkt, Besuche bei Bekannten/Freunden, Besuche von Touristenattraktionen usw.). Man kann sehr gut mit Satellitenbildern auswerten, dass ein Auto im Schnitt 3 Parkplätze, also 30 m², benötigt.

_______________________________

Da die Schiene ein Allmendegut ist, sollten die Fixkosten vom Steuerzahler und die Grenzkosten vom Fahrgast bezahlt werden. Üblicherweise sind im Eisenbahnbetrieb ca. 70 % Fixkosten und ca. 30 % Grenzkosten. Dem Stellwerk, dem Fahrdienstleiter bzw. der Leit- und Sicherungstechnik ist es völlig egal, ob ein Zug oder 1000 Züge fahren.

Wichtig wäre z.B. dass die Bergbahnen pro Stunde Parken 5 € verlangen und diese Parkgebühren nicht vom Fahrpreis der Seilbahn abgezogen werden.
Wer andererseits mit dem ÖPNV zur Seilbahn fährt, sollte pauschal 25 % Ermäßigung auf die Fahrpreise bekommen.

Die Leute packt man nur am Geldbeutel. Anders geht es nicht.

Grundsätzlich läßt sich sagen, dass der Straßenverkehr die Umwelt kaputtmacht und nicht die Seilbahnen.

Ein Beispiel: Umwelttechnisch wäre es völlig unproblematisch von Randa aus in zwei Sektionen eine 3S-Bahn nach Saas Fee zu bauen mit einer Zwischenstation (Durchlaufbetrieb) auf dem Gipfel des Doms. Abgesehen davon, dass so eine großartige Anlage mit einer Fahrzeit Randa - Saas Fee von 30 Minuten (schneller als über Stalden-Saas im Tal) konkurrenzlos schnell wäre und ein gigantisches Touristenspektakel wäre, würde sie umwelttechnisch fast keine Auswirkungen haben. Sie ist extrem leise und auf dem Gipfel des Doms sind - von ein paar Gletscherflöhen und Krähen abgesehen - sowieso fast keine Tiere. Da würde eine Aussichtsplattform gar nicht stören.

Das Wallis schwimmt geradezu im Ökostrom aus Wasserkraft. Die 3S-Bahn Randa - Dom - Saas Fee wäre fast vollständig klimaneutral.

Trotzdem wäre bei den so genannten "Naturschützern" der Teufel los, würde jemand versuchen, so eine Anlage zu bauen.

Wäre ich beim BAV, dann würde ich - wenn die übliche 5-Fache Sicherheit gegeben ist - so eine Anlage bedenkenlos durchwinken. :ja:

Andererseits: Es werden Straßenprojekte, die extrem umweltschädlich sind und bei weitem negativere Auswirkungen haben, als eine 3S-Bahn Randa - Dom - Saas Fee, genehmigt.

Das stimmt einfach der Maßstab nicht.


Fab schrieb:
Was ich nie verstehe, ist diese Sehnsucht nach einem Verbotsstaat.


Auch das unterschreibe ich dir sofort.

Durch die entsprechende Preispolitik steuert man das Verhalten.
 
Klima: Kippelemente instabiler als gedacht
Schon bei 1,5 Grad Erwärmung könnten fünf Kipppunkte überschritten werden

Artikel: https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-kippelemente-instabiler-als-gedacht/
abgerufen: 09.09.2022

Gemäss Studie könnte der Meeresspiegel um ca. weitere 66 Meter ansteigen. Sofern alles auf Eis auf den Landmassen abschmelzen würde.
Beim letzten Glazialenhöhenpunkt war der Meeresspiegel ca. 125 Meter tiefer als heute. Wo die ersten Homo Sapiens Afrika verlassen hatten.
Das heisst, die Landflächen wo man noch Nutzpflanzen anbauen kann, wird sich dramatisch reduzieren. Vielleicht brauchen mir die Landwirtschaftstechnik vom Mars auch bei uns.
 
Chlosterdörfler schrieb:
............................
Gemäss Studie könnte der Meeresspiegel um ca. weitere 66 Meter ansteigen. Sofern alles auf Eis auf den Landmassen abschmelzen würde.......................
Hab gleich mal bei Google-Earth nachgeguckt.
Wären trotzdem noch entäuschende 150 Kilometer weit von meinem nordbayrischen Domizil bis zur künftigen Küste :sauer:

Aber vielleicht stürzt ja der Mond in den Pazifik. Dann könnte es mit der Strandnähe doch klappen.
 
Diesmal eine andren blick auf die Klimageschichte.

Ein Team, das 1998 vom American Petroleum Institute - dem größten Ölhandelsverband des Landes, dem unter anderem die Unternehmen BP, Chevron, ConocoPhillips, ExxonMobil und Shell angehören, entwarf einen "Fahrplan" für die Klimatäuschung, einschließlich eines Plans zur Kultivierung von vorgeblich unabhängigen Wissenschaftlern als Klima-Fehlinformanten. Die Kampagne würde einen "Sieg" erringen, so das Memo, wenn "durchschnittliche Bürger" glauben, dass die Realitäten der Klimawissenschaft unsicher sind.

Die Grundlagen der globalen Erwärmung sind seit Generationen bekannt seid Generationen bekannt. Die Idee, dass wärme speichernde Emissionen Klima verändern könnten, geht auf die späten 1800er Jahre zurück.

In den 1950er Jahren wussten die Wissenschaftler, dass der Klimawandel erhebliche Risiken für Menschen und Orte mit sich bringen könnte (Weart 2015; Craig 1957; Revelle und Seuss 1957). Im Jahr 1965 erklärte der hoch renommierte Ozeanograph Roger Revelle in einem Bericht für den wissenschaftlichen Beratungsausschuss des USA-Präsidenten, dass zunehmende Mengen an Kohlendioxid in der Atmosphäre eingeschlossen werden und "ähnlich wie das Glas in einem Gewächshaus funktionieren, um die Temperatur der unteren Luftschichten zu erhöhen" (Revelle 1965).

Im Jahr 1965 warnte USA-Präsident Lyndon Johnson vor den potenziellen Gefahren eines sich verändernden Klimas. In einer Sonderbotschaft an den Kongress, sagte er: "Die Luftverschmutzung beschränkt sich nicht mehr auf isolierte Orte. Diese Generation hat die Zusammensetzung der Atmosphäre auf globaler Ebene durch radioaktive Rückstand (atmosphärische Atombombentest) und eine stetige Zunahme des Kohlendioxids aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen".

Bis 1969, Charles Keeling, ein Wissenschaftler, dessen sorgfältige Messungen von Kohlendioxid in der Atmosphäre noch immer als eine der zu den angesehensten Quellen für klimawissenschaftliche Daten, berichtete: "Ich glaube, dass keinen Atmosphären forscher bezweifelt wird, dass eine ausreichend große Mengenveränderung des atmosphärischen CO2 das Klima verändern würde" (Keeling 1969).

Quelle: https://www.ucsusa.org/sites/default/files/attach/2015/07/The-Climate-Deception-Dossiers.pdf
abgerufen am 12.09.2022 und Übersetzt

36. Physikerdtagung in Essen vom 27. 9. bis 2. l0. 1971

Industrialisierung und Bevölkerungs Wachstum beeinflussen das Klima

Auf der 36. Physikerdtagung, die gemeinsam von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und dem Verband Deutscher Meteorologischer Gesellschaften in Essen veranstaltet wird, sprach Professor Hermann Flohn (Bonn) über die Auswirkungen der menschlichen Tätigkeit auf das Klima. Noch sind die beobachtbaren Effekte sehr gering. Geht aber die Industrialisierung und
die Bevölkerungsexplosion ungehindert weiter, dann wird spätestens in zwei bis drei Generationen der Punkt erreicht, an dem unvermeidlich irreversible Folgen globalen Ausmaßes eintreten.

Im einzelnen führte Professor Flohnaus:

Das Weideland ist als Folge der verschiedenartigen Nutzungsmethoden stark verändert; jährliches Abbrennen, Überweidung und Bodenerosion haben die ursprüngliche Vegetation vielfach zerstört. Daß sich heute die Sahara mit etwa 1 km pro Jahr nach beiden Seiten ausweitet, ist nachweisbar nicht eine Folge einer Klimaänderung, sondern der über starken Nutzung der natürlichen Reserven, so auch der Nutzung fossilen Grundwassers aus der Eiszeit, das heute nicht mehr ergänzt werden kann und in alarmierendem Ausmaß absinkt.

Von entscheidender Bedeutung ist schließlich die aktuelle Verdunstung die in stärkstem Maßemanipuliert wird. Das wirkt sich jetzt schon quantitativ aus: eine Neuberechnung des Wasserhaushaltes der Bundesrepublik Deutschland hat ergeben, daß trotz einer Zunahme der Niederschläge um 3% der Abfluß um 12% zurück gegangen ist: das ergibt eine Zunahme der Verdunstung um mindestens 1 5 %.

In absehbarer Zukunft wird das Wasserproblem - neben und als Folge der Bevölkerungsexplosion - Thema Nr. 1 sein, noch vor dem Energieproblem. Der Wasserverbrauch pro Kopf steigt ständig
an; die Verwendung neuer, auf höheren Ertrag gezüchteter Getreidesorten, die die drohende Nahrungskrise wenigstens etwas hinaus'schieben, verlangt zu gleicht eine höhere Wasserzufuhr.

Quelle: https://www.dpg-physik.de/veroeffen...olgen-durch-den-menschengemachten-klimawandel
abgerufen am 12.09.2022 Textauszug aus dem Pdf.


Der Mensch hat das globale Klima seit der Jungsteinzeit verändert. Aufgrund ihrer Auswirkungen auf das Klima der Erde sank die globale Durchschnittstemperatur. Dies lag daran, dass die Entwicklung der Landwirtschaft und der Tierhaltung die Albedo des Planeten erhöht hat. Die Abkühlung schreitet trotz wachsender CO₂ Konzentration voran in der Atmosphäre durch einen Verlust von Kohlenstoff aus Böden, Wäldern und Torfmooren. Es entsprach besser der Grösse der menschlichen Bevölkerung und ihrer Nutzung von Land für die Landwirtschaft als der abnehmenden axialen Neigung der Erdumlaufbahn. Es beweist, dass vor dem Industriezeitalter der kühlende Effekt der zunehmenden Albedo des Planeten stärker war als der wärmende Effekt des Wachstums von CO₂ atmosphärische Konzentration. Seit die Verbrennung fossiler Brennstoffe zu einem neuen Motor für die Entwicklung der Zivilisation wurde, begann die globale Temperatur zu wachsen. Es wird die Hypothese aufgestellt, dass die schwere Dürre und Abkühlung, die zur Beendigung aller neolithischen Zivilisationen (4,2 ky Ereignis) führten, durch menschliche Aktivitäten verursacht wurden, nämlich durch eine schnelle Austrocknung des Nahen Ostens, die durch gutianische Invasionen verursacht wurde. Es wird angenommen, dass Wasser, das aus den überfallenen Ländern verdunstete, von den westlichen Breiten der mittleren Breiten transportiert wurde und eine multidekadische Vergrösserung der Gletscher in den Bergen um Westtibet verursachte. Eine starke Zelle mit hohem Luftdruck über diesen Gletschern unterdrückte den Indien Summer Monsun und erhöhte das sibirische Hoch. In der Folge waren fast zwei Jahrhunderte lang alle vorherrschenden feuchten Winde auf der Erde betroffen. Diese Hypothese wurde formuliert, weil bisher keine zufriedenstellende Erklärung für den Ursprung des 4,2-ky-Ereignisses vorgeschlagen wurde. Wenn sich diese Hypothese bestätigt, kann sie als Lektion dienen, wie Menschen Monsun und andere starke terrestrische feuchte Winde beeinflussen können.
Quelle: https://www.scirp.org/journal/paperinformation.aspx?paperid=94988
abgerufen 12.09.2022 und übersetzt

Von Sammler und Jägergemeinschaft zu den sesshaften Menschen.

Hoher Mobilitätszwang in Jäger- und Sammlergemeinschaften, denn Gruppen von 10 bis 120 Menschen benötigten Flächen zwischen 50 und 1000 km² (durchschnittliche tägliche Wanderung zwischen 3 bis 20 km).

Der häufige Lagerplatzwechsel erfordert das ständige Mittragen des 5 - 15 kg schweren Besitzes (viel zu besitzen ist nachteilig).

Wochenarbeitszeiten:
Durchschnitt für Nahrungserwerb
→ Männer ca. 22 h
→ Frauen ca. 13 h

Insgesamt etwa 40 bis 45 Stunden; dabei mussten die Frauen beim Sammeln allerdings die jüngsten Kinder mittragen. Die Kinderzahl wurde begrenzt durch die Tragelast der Mutter; zusammen mit langen Stillzeiten folgten grosse Geburtenabstände.

Mit der Entwicklung der Landwirtschaft (Vieherden und Ackerbau) wurden die Menschen zunehmend sesshaft und die Frauen konnten so mehr Kinder gebären. Es wurde zunehmend Holz gebraucht zum Bauen und brennen der Keramiktöpfe. Was wiederum die Waldflächen weiter reduzierten und so auch den Wasserhaushalt beeinflusste.

Ende des Paläolithikum lebten 3 - 5 Mio. Menschen
(Die Altsteinzeit, das Paläolithikum, umfasst die Menschheitsgeschichte von den Anfängen in Afrika vor 2–3 Millionen Jahren bis zum Ende der letzten Eiszeit vor etwa 11 600 Jahren.)

Neolithikum erste Landwirtschaft (vor 8 -10 Tsd. Jahren) 5 - 15 Mio. Menschen
3500 v. Chr. 40 - 50 Mio. Menschen
1650 n. Chr. 500 Mio. Menschen
1850 1 Mrd. Menschen
1930 2 Mrd. Menschen
1990 4,5 Mrd. Menschen

Daten Quelle: http://www.profpetersen.de/HGP-Homepage/protected/ss08/SS08umwelt-kapitel5.pdf
abgerufen am 12.09.2022

Man muss die menschlichen Tätigkeiten im jeweiligen zeitlichen und technologischen Kontext betrachten. Um die Effekte auf das Klima zu bewerten.
 
Hi Chlosterdörfler...

Wer viel weiß, weiß auch, was er nicht weiß - zumindest wenn er weise ist.“ — Hans Küng.

Ein Beispiel im dritten Teil Deiner Zitate:

"..nämlich durch eine schnelle Austrocknung des Nahen Ostens, die durch gutianische Invasionen verursacht wurde..."

Nur ein Beispiel die Hypothese von der sogenannten realen Invasion der Guti, die angeblich eine starke Verdunstung über 200 Jahre versusacht hätte und globale Auswirkungen gehabt hätte...Vergletscherung etc...
Wie gross ist Mesopotamien... wie lange herrschten die?
Sie beherrschten nicht mal dort alles...
Nur eine Hypothese... die für Historiker peinlich wäre...

ABER es macht Spass dazu nachzulesen.
Danke!

Man muss es eben auch versuchen ideologiefrei einordnen und immer kritisch bewerten..
Die Invasionstheorie war nur ein Notbehelf mangels anderer Erklärungsmodelle, wie Du es auch zitierst, zeigt wie so oft: Manchmal muss man auch Hypothesen an den Haaren (auf die keiner kommt, da es aus einem anderen Fachgebiet) herbeiziehen, damit es plausibel erscheint... mit dem Risiko sich zu blamieren.

Wie man sieht insgesamt ist das alles kalter Kaffee, der seit etwa anfang der 90iger sehr lohnenswert auch Dank Al Gore, ideologiebeladen aufgewärmt wird.
Der aber dankbar konsumiert wird, denn nichts verkauft sich besser als Angst. Wie wir spätestens seit 2020 alle gelernt haben müssten.


Da wir hier ja wirklich ot sind darf man das doch hier schreiben oder?
 
Ich hab mich schon immer für die Geschichte Mesopotamiens interessiert.
Die Quellenlage über die Gutäer ist dermaßen dürftig, daß ich von den obigen Ausführungen nichts glaube.

Allerdings wird über Auswirkungen der nomadischen Viehzüchter im Neolithikum schon länger diskutiert.
In Eurasien wurden wohl weitflächig Waldgebiete abgefackelt um Graslandschaften zu erzeugen.
Da reden wir aber vom Schwarzen Meer bis zum Pazifik und nicht von Südmesopotamien zw. der Mündung von Euphrat u. Tigris (den Schatt el Arab gab es noch nicht, die Küstenline war deutlich weiter westlich) bis ca. zum heutigen Bagdad.
Übrigens, auch die Aborigines haben Australien brandgerodet. Das sind Größenordnungen über die man diskutieren kann.
 
Nachtrag zu Mesopotamien

Der Zusammenbruch und die Widerstandsfähigkeit der altorientalischen Gesellschaften sind untrennbar mit der landwirtschaftlichen Produktion verbunden. Trotz intensiver Paläoklimaforschung ist die Rolle der Umweltbedingungen in der antiken landwirtschaftlichen Produktion wenig verstanden. Die stabile Kohlenstoffisotopenanalyse an Getreidekörnern aus archäologischen Stätten liefert einen direkten Beweis für Trockenstress. Dieses Papier zeigt, dass Trockenstress mit großen klimatischen Schwankungen korrelierte und viele landwirtschaftliche Siedlungen im alten Nahen Osten betraf, aber dass seine regionalen Auswirkungen vielfältig waren und von geografischen Faktoren und menschlicher Technologie beeinflusst wurden. Die Ergebnisse führen zu einem besseren Verständnis dafür, wie sich alte landwirtschaftliche Gesellschaften unter schwankendem Klima und regional unterschiedlichen Umweltbedingungen entwickelten.

Aus dieser Studie Titel: Drought stress variability in ancient Near Eastern agricultural systems evidenced by δ13C in barley grain
zur Studie: https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.1409516111

Aus den Getreidekörnern wo sie analysiert hatten geht hervor. Dass sich das Klima in dieser Region unterschiedlich verändert hat im betrachteten Zeitraum. Von einem feuchten zu einem trocknen Klima im für die Bewohner im Mesopotamien.

Die Studie: The unexpectedly short Holocene Humid Period in Northern Arabia
zur Studie: https://www.nature.com/articles/s43247-022-00368-y

In der obigen Studie wird das Klima beschrieben, wo die ersten Neolithikum Landwirte vorfanden. Wenn man sich das weiter denkt, dann ist die Ursachen in der Verschiebung der Nordatlantischen Oszillation in den Norden zu suchen. Was wiederum eine Auswirkung auf den Jetstream hatte. Die Waldrodungen im Einzugsgebiet von den beiden Hauptflüsse hat die Sedimente Last erhöht und den Persischen Golf weiter aufgefüllt. Die Feuchtigkeit von den Wäldern ging im Windstrom Richtung Osten zurück. Den eine Zeitlang prägten ein hoher Waldbestand Jordanien, Syrien, Libanon und auch Anatolien.
 
Was soll mir das alles sagen? :?: Wir leben hier und heute. Unser Tun oder Nicht tun spüren nachfolgende Generationen. Wir haben andere Erkenntnisse als Generationen vor 10000 Jahren. Da sollten wir auch bewusster und intelligenter mit unserem Planeten umgehen.
 
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