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Die große Klima-Diskussion

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Pancho schrieb:
Aber aktuelle Opfer zu negieren, weil ohne technischen Fortschritt ihre Vorfahren, und damit sie selbst gar nicht existieren würden, ist als Argument schon, sagen wir mal, von einer einzigartigen Qualität. Der Chuck Norris der Argumente. Toll!

Auch der Straßenverkehr fordert Opfer. Trotzdem ist dies offenbar gesellschaftlich akzeptiert, weil die Mehrheit der Gesellschaft der Meinung ist, dass der Nutzen für sie überwiegt. Ich nehme an, dass auch Du Auto fährst, richtig?

Es ist halt eine bekannte Masche bestimmter Kreise, sich selbst zum Fürsprecher gecaster Opfer zu machen, um dann mit moralischem Extremismus die Gesellschaft vor sich her zu treiben. Die Fokussierung auf Opfer dient als reines Zweckargument, um von anderen Aspekten abzulenken, die Gesellschaft am Ende dazu zu bringen, sich dem moralischen Imperativ von Splittergruppen zu beugen und sich am Ende dabei selbst zu schaden.

Diese Debatte können wir nun noch seitenweise führen, sie bringt uns aber nicht weiter.

So lange weiter auf der Welt Kohle, Gas und Öl verbrannt werden, debattieren wir hier im woken grünen Elfenbeinturm. Was wir für die Energiewende brauchen, sind Lösungen, die für die gesamte Menschheit funktionieren. Die technisch erprobt, praktikabel und auch für ärmere Länder bezahlbar sind.

Doch weil es diese Lösungen offenbar noch nicht gibt, werden halt immer neue Nebelkerzen geworfen, um von den eigentlichen Problemen bei der Ausgestaltung der Energiewende abzulenken.
 
molotov schrieb:
Ich denke man kann sich recht einfach auf folgendes einigen:
die Kohlenstoffbasierte Wirtschaft hat die Menschheit sehr weit gebracht, leider positiv wie negativ

Absolut richtig erkannt. Ohne diese fossile Wirtschaft wäre es nie möglich gewesen, die heutigen modernen Technologien zu entwickeln, die wir für die Energiewende brauchen.

Genau wie die ersten Fernseher noch Röhrengeräte waren und Flachbildschirme erst mit modernen Halbleitern möglich wurden, konnte die Menschheit nicht nahtlos von der Steinzeit ins Solarzeitalter wechseln.

Ohne die Nutzung fossiler Energieträger hätte es nie eine Gesellschaft gegeben, die imstande gewesen wäre, Solarzellen und Windräder zu entwickeln. Und ich frage mich ernsthaft, wie man eigentlich so weltfremd sein kann, diesen Aspekt komplett zu negieren.
 
NeusserGletscher schrieb:
Was wir für die Energiewende brauchen, sind Lösungen, die für die gesamte Menschheit funktionieren. Die technisch erprobt, praktikabel und auch für ärmere Länder bezahlbar sind.

Doch weil es diese Lösungen offenbar noch nicht gibt, werden halt immer neue Nebelkerzen geworfen, um von den eigentlichen Problemen bei der Ausgestaltung der Energiewende abzulenken.
Du suggerierst für mein Verständnis immer, dass man erstmal warten soll, bis es diese Lösungen gibt und solange besser gar nichts unternehmen soll. Dafür drängen die Probleme des Klimawandels meiner Meinung nach jedoch zu sehr.
Solche Maßstäbe wie die Praktikabilität für ärmere Länder haben bei bisherigen Technologien so gut wie nie eine Rolle gespielt. Zudem sind jene Länder i. d. R. nur zu einem kleinen Anteil verantwortlich für CO2-Emissionen, heißt, es wäre auch erstmal ausreichend, etwas zu haben, das z. B. nur in den USA, EU, Indien, China, Australien und Russland eingeführt werden kann.

NeusserGletscher schrieb:
Der eigene Standpunkt wird erst einmal grundsätzlich verteidigt. Und da bin ich wohl nicht der einzige, oder? :wink:
Das stimmt, bei dir sieht das so aus, dass du deinen Standpunkt als richtig annimmst, wer etwas anderes behauptet, muss dir das haargenau darlegen.
Deine eigenen Meinungen/Beiträge sind hingegen sehr pauschal und vage formuliert, da muss ja nicht groß etwas nachgewiesen werden.
 
molotov schrieb:
Ich denke man kann sich recht einfach auf folgendes einigen:
die Kohlenstoffbasierte Wirtschaft hat die Menschheit sehr weit gebracht, leider positiv wie negativ

Da wird jeder zustimmen. Nur bei der Verrechnungsmethode über Generationen hinweg bin ich dann raus…
 
Und nicht zu vergessen, wir sind hier ja im Alpinforum:

ohne diese kohlenstoffbasierten Technologien könnten wir nicht unser Hobby ausüben.
Mit Skiern für Pisten und Loipen, Kleidung aus Kunstfasern und Seilbahnen aus Stahl und Kunststoffen.
Von der Anreise in die Bergregionen mal ganz abgesehen.

p. s. Immerhin haben meine Latten zumindest einen Ski-Kern aus Paulownia-Holz 8) : https://www.ipaulownia.com/de/shop/ski-holzkerne/
 
Richtig. Viel zu schade zum Verbrennen das Zeug. Man kann soviele schöne Sachen daraus herstellen.
 
Wenn du nun aber mit einem deiner tollen Ski wegen eines fehlerhaften Werkstoffes gepflegt in einen Liftmasten donnerst und in der Folge diese Welt verlassen solltest, wäre das aber gegen die vielen Leben - auch in früheren Generationen - gegenzurechnen, die durch besagte Kohlenstoffchemie schon gerettet wurden. Folglich muss man das dann hinnehmen und nicht so sentimental sein… …so die Gletscher-Logik aus Neuss. 8)
 
gelöscht
 
Das ist doch mit allem so. Du kannst mit einem Hammer Nägel einschlagen und so etwas nützliches bauen, du kannst dir damit auf den Finger hauen, wenn du nicht aufpasst, und du kannst einem mit Absicht den Schädel einschlagen.
 
gelöscht
 
Julian96 schrieb:
Wir hätten vor 200 Jahren auch durch Zufall die Atomkraft vor der Dampfmaschine entdecken/entwickeln können.
Eher nicht, denn ein Atomkarftwerk ist ja letztlich eine Dampfmaschine, die statt mit oxidiertem Kohlenstoff mit gespaltenen Atomen beheizt wird (und einen Generator antreibt).
 
gelöscht
 
Irgendwann hätte sich der Mensch von den endlichen, fossilen Energieträgern ohnehin verabschieden müssen. Der Klimawandel verlegt diesen Zeitpunkt einfach nur nach vorne und setzt eine kurze Frist. Zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft wäre ja auch das letzte Stück Kohle, der letzte Tropfen Öl und der letzte m3 Gas gefördert worden.

Ich persönlich sehe allerdings nicht ganz so schwarz wie andere. Erstens glaube ich an technischen Fortschritt sowie die menschliche Innovationskraft und das geistige Potenzial vieler, welches oft erst unter Druck ausgeschöpft wird.

Ebenso halte ich den Menschen für recht anpassungsfähig was Veränderungen angeht. Weniger den einzelnen in kurzer Zeit. Aber die Masse über Jahrzehnte oder Jahrhunderte schon. Auch was Wohnorte und Siedlungsgebiete betrifft. Theoretisch kann ja auch eine eisfreie Antarktis irgendwann besiedelt werden. Oder Sibirien. Oder weite Teile Kanadas etc.

Und noch weiter gedacht wird eine Welt in 500, 1.000 oder gar 10.000 ohnehin völlig anders ausschauen. Beispielsweise wird es irgendwann keine völlig verschiedenen Hautfarben mehr geben, weil sich alles durchmischt hat.
 
Pancho schrieb:
Richtig. Viel zu schade zum Verbrennen das Zeug. Man kann soviele schöne Sachen daraus herstellen.

Welche Produkte möchtest Du denn aus Autobenzin, Kerosin, Diesel, Heizöl und Schweröl herstellen?

Erdöl und wie funktioniert eine Erdölraffinerie.

don pipone schrieb:
Irgendwann hätte sich der Mensch von den endlichen, fossilen Energieträgern ohnehin verabschieden müssen. Der Klimawandel verlegt diesen Zeitpunkt einfach nur nach vorne und setzt eine kurze Frist. Zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft wäre ja auch das letzte Stück Kohle, der letzte Tropfen Öl und der letzte m3 Gas gefördert worden.

Mein Reden. Aus energetischer Sicht gebe ich Dir da völlig recht. Allerdings frage ich mich, wie wir stofflich Erdöl ersetzen wollen und was wir dann mit dem Anteil an Rohöl anstellen, der sich stofflich gar nicht verwerten lässt. Aber da wird uns Pancho sicherlich was zu sagen können. Nachdem er uns erzählt hat, wie er einst Wasser in Wein verwandelte ... :wink: :wink: (bitte nicht persönlich nehmen, passte grad ganz gut)

GIFWilli59 schrieb:
Du suggerierst für mein Verständnis immer, dass man erstmal warten soll, bis es diese Lösungen gibt und solange besser gar nichts unternehmen soll. Dafür drängen die Probleme des Klimawandels meiner Meinung nach jedoch zu sehr.

Ich finde es schade, dass bei Dir dieser Eindruck ensteht. Ich wäre absolut dafür, sofort Milliarden in die Forschung zu investieren. Ein Programm, um die leidige Speicherproblematik endlich vom Tisch zu bekommen.

Leider unternimmt die aktuelle Regierung nichts in dieser Richtung. Dort hat man offensichtlich andere Prioritäten. Dabei hätten wir es bei den heimischen fossilen Energieträgern selbst in der Hand, diese im Boden zu belassen und damit nachhaltig die CO2 Bilanz des Planeten zu verbessern. Statt dessen ersetzt die Regierung den fossilen Energieträger mit der am wenigsten schlechten Klimabilanz (Pipeline-Erdgas) durch LNG und Kohle. Und ist dabei, mit einer Ausnahme, bei der Wahl seiner Handelspartner nicht sehr wählerisch. Ich meine, entweder will man den Planeten retten oder sich moralisch auf ein hohes Roß setzen. Aber wenn beides zusammen nicht geht, dann muss man Prioritäten setzen. Grün-Rot hat sich gegen die Rettung des Planeten entschieden, also welche Schlußfolgerung soll ich daraus ziehen? Dass am Ende die Kippunkte doch noch nicht so nah sind und wir erst einmal so weiter machen können wie bisher?

Außerdem nimmt mir die aktuelle Politik so langsam die Luft zum Atmen. Handwerker sind mittlerweile nahezu unbezahlbar und so gut wie nicht verfügbar. Wenn die Preise weiter so steigen und meine Rücklagen weiter für politisch motivierte Preisaufschläge auf Energie aufgebraucht werden, dann kann ich mir halt kein neues Dach leisten. Das wäre so in diesem Jahrzehnt fällig, samt verbesserter Dämmung und Solar wäre auch eine Überlegung. Aber abgesehen von den erwähnten Rahmenbedingungen treffe ich nicht solche Entscheidungen in einer Situation, wo die Politik über Nacht ihre Prioritäten wechselt und ständig neue Säue durchs Dorf treibt. Mein Nachbar hat 2021 noch eine geförderte moderne Gastherme eingebaut. Nun sind Gasheizungen plötzlich Teufelszeug. In so einem Investitionsklima ist es oft das beste, erst mal gar nichts zu tun und abzuwarten, bis wieder eine Regierung an der Macht ist, die für Stabilität und Verlässlichkeit, für Planungssicherheit steht. Und vor allem für fachliche Kompetenz und nicht nur "Haltung" und "Überzeugung".
 
gelöscht
 
Julian96 schrieb:
Und in meinen Augen der momentan größte Schwachsinn, die Subventionierung von Freiflächen Photovoltaik Anlagen. Die selbe Regierung die ständig über den Flächenverbrauch klagt, der der Erhalt von landwirtschaftlicher Nutzfläche im Grün- und Ackerland angeblich so wichtig ist, die betont dass die Ernährungssicherheit durch die nationale Landwirtschaft äußert wichtig ist unterstützt es eben diese Flächen zu verbauen. Ja eine Fläche auf der eine PV Anlage steht ist nicht komplett versiegelt und unbrauchbar, als tatsächliche landwirtschaftliche Nutzfläche aber absolut nicht mehr effizient und ertragreich. Da können vielleicht noch ein paar Schafe zwischen den Modulen weiden, da wird aber kein Mähdrescher Weizen ernten.

All das Geld das man hier investiert gehört in meinen Augen ausnahmslos in Subventionen für Solaranlagen auf Hausdächern, Hallendächern oder über Straßen investiert. Alles Flächen die bereits verbraucht sind.
Die einzige Erklärung die ich für eine solche unüberlegte und ökologisch langfristig nicht sinnvolle Entscheidung finde ist man hat sich selbst Klimaziele gesetzt und merkt dass man diese nicht einhalten kann weil es zu langsam geht. Die PV Installation gerade in Altstädten ist ein deutlich schwierigeres, kostspieligeres und zeitintensiveres Unterfangen. Hinzu kommen Beschwerden von Bürgern die meinen das Stadtbild wird verschandelt etc. Da man unter Druck steht seine Ziele einzuhalten sucht man halt einen leichten schnellen und billigen Ausweg und macht es dem Bauern schmackhaft einfach sein Land zuzubauen. Keiner klagt, leichte Installation und ist schnell erledigt. Nachhaltig sinnvoll Fehlanzeige.

Gut und sinnvoll ist dagegen jetzt wieder die Steuerbefreiung bei der Stromeinspeisung von heimischen Solaranlagen. Aber wie kann es sein, dass solche entscheidungen von ein und der selben Regierung kommen :?: Ich verstehe ja grundsätzlich die Denkweise dass man über mehrere Wege gehen muss/will, aber wir haben in Deutschland bei weitem genügend bereits versiegelte Fläche auf der wir Strom im Überfluss produzieren könnten.
Von welcher Subvention für Freilandanlagen sprichst du denn?
 
Wenn man damit Anfängt sich über CO2 Gedanken zu machen (ernsthaft!), dann stellt man sich recht bald die Fragen:

Wird es wärmer weil das CO2 ansteigt oder ist es eher anders herum:
Das CO2 steigt (im überwiegenden Anteil) WEIL es wärmer wird.

Ist man über diese Fragen mal hinausgekommen, gesellen sich weitere Fragen hinzu:

Warum gab es einen Ötzi der in den Alpen neben Bäumen lag? Wie kam das alles unter das Eis? Wuchsen auf Eis jemals Bäume? Wie sollte das gehen? Lag zur damaligen Zeit dort gar kein Eis? Warum lag da kein Eis?

Dann kommen noch unwiderlegbare Fakten dazu:
Wenn es kein Eis dort gab, aber es auch keinerlei Industrie geben konnte (ist ja schon hunderte, tausende Jahre her!) woher kam dann das CO2, welches die damalige Klimaerwärmung angeblich erzeugte?
 
biofleisch schrieb:
Wenn man damit Anfängt sich über CO2 Gedanken zu machen (ernsthaft!), dann stellt man sich recht bald die Fragen:

Wird es wärmer weil das CO2 ansteigt oder ist es eher anders herum:
Das CO2 steigt (im überwiegenden Anteil) WEIL es wärmer wird.

Ist man über diese Fragen mal hinausgekommen, gesellen sich weitere Fragen hinzu:

Warum gab es einen Ötzi der in den Alpen neben Bäumen lag? Wie kam das alles unter das Eis? Wuchsen auf Eis jemals Bäume? Wie sollte das gehen? Lag zur damaligen Zeit dort gar kein Eis? Warum lag da kein Eis?

Dann kommen noch unwiderlegbare Fakten dazu:
Wenn es kein Eis dort gab, aber es auch keinerlei Industrie geben konnte (ist ja schon hunderte, tausende Jahre her!) woher kam dann das CO2, welches die damalige Klimaerwärmung angeblich erzeugte?

Ich glaube, du bist da einer ganz großen Sache auf der Spur. Bleib weiter dran.

Gähn. Wie oft muss man diesen Scheiß von ahnungslosen Wichtigtuern noch lesen.
 
Weil es schon immer den KW gab.... jetzt kommt aber der Mgm´KW dazu.

:wink:
Und der Mensch ist nunmal böse, so die Theorie - deshalb muss der Mensch endlich gut gemacht werden.
Im Umerziehen haben wir hierzulande schon 2x supergute Erfahrungen gemacht. Deshalb geben wir diese gerne weltweit oberlehrerhaft weiter.
Das kommt immer gut an und sorgt vor allem da wo die Hauptemissionen geschehen für viel Einsehen und Verständnis und sorgt daraus folgend für sofortiges Umdenken und Handeln.
China nimmt deshalb eigentlich auch garnicht im wochentakt Kohlekraftwerke in Betrieb und kauft soviel Verbrenner PKW wie noch nie - übrigens ist die Erde ja auch eigentlich eine Scheibe.
:wink:
 
Also sprechen ausschließlich deutsche Forscher vom anthropogenen Klimawandel?
 
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