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Die große Klima-Diskussion

Status
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Firn77 schrieb:
biofleisch schrieb:
a) weder ist der Klimawandel aufzuhalten, noch zu stoppen. Er kann noch nicht einmal verlangsamt werden - schon gar nicht von Deutschland oder gar der DACH-Region.

a). Sagst du, seh ich völlig anders. Diesen Fatalismus teile weder ich noch die meisten Wissenschaftler.

Selbst wenn das so wäre - angesichts der enormen Kosten sowohl wirtschaftlicher Natur aber vor allem in Bezug auf Wohlstand, Komfort und Freiheit lehne ich dennoch jegliche "Klimaschutz"-Maßnahme ab.

Denn wenn du dir mal die Berichte genau durchliest, selbst die schlimmsten Prognosen sagen keinen Weltuntergang voraus, nichtmal eine Katastrophe. Alles was droht sind Zustände, die allesamt technisch beherrschbar sind, und das zu deutlich niedrigeren Kosten als die "Co2-Reduktions-Maßnahmen" kosten (ehe hier irgendwelche Falschberechnungen zitiert werden, natürlich muss man dann bspw. Flutgefährdete Gebiete wie im Ahrtal umsiedeln - oder Talsperren bauen - statt stumpf zu propagieren "jedesmal 1:1 wieder aufbauen", denn das wäre wirklich enorm teuer, ist aber auch objektiv reiner Unsinn, die Häuser da an Ort und Stelle wieder aufzubauen nur damit sie dann in ein paar Jahrzehnten erneut weggespült werden). Dass man Flüssen Raum für Überflutungen lässt, das nennt sich Flussauen, war über Jahrtausende bei den Menschen bekannt, nur in den letzten 200 Jahren kamen immer mehr Leute auf die blöde Idee, besonders nahe an Flüssen ihre Städte zu bauen.

Vor allem aber will ich jedenfalls nicht in einer Welt leben, wo Benziner/Diesel verboten sind, Fahrverbote in Innenstädten herrschen, Energie mit aller Gewalt gespart werden muss und extrem teuer ist oder gleich der Strom ausfällt, wenns kalt ist und alle ihre Wärmepumpen (die dann effektiv nur noch Elektroheizungen sind) und Elektroautos betreiben. Oder so ein Unsinn kommt wie "Spülmaschine nur zu bestimmen Tageszeiten verwenden um Stromausfälle zu verhindern" oder die Wohnkosten die jetzt schon extrem hoch sind noch weiter steigen wegen Energieeffizienzvorschriften und Heizungsvorschriften, sodass man sich kaum noch was leisten kann.

Man muss unterm Strich einfach die Debatte entemotionalisieren und objektiv betrachten, welche Folgen überhaupt drohen und dann realisieren, dass eben keine Katastrophe droht, sondern man sich mit überschaubarem Aufwand an Klimaveränderungen anpassen kann.
 
gelöscht
 
Wooly schrieb:
Wir sitzen hier in einem Hobbyforum, und tauschen uns über Skifahren aus. Es könnten auch Briefmarken oder sonst etwas sein ...

Und ich dachte, im Alpinforum geht es um die Alpen ganz allgemein :gruebel: :mrgreen:

Ich gebe zu (und dafür werde ich jetzt bestimmt gesteinigt), dass mir die Klimaänderungen nur bezogen aufs Skifahren relativ egal sind.
Das Individuum stellt sich und seine (angeblichen) Bedürfnisse sehr stark in den Mittelpunkt und vergisst, dass es im Prinzip keine andere Sau interessiert und wir bezogen auf die Weltgeschichte nicht mal ein Furz sind.
Wie wir als Gesellschaft leben und handeln und dass wir alle im selben Boot sitzen, spielt da viel mehr eine Rolle. Das sollte jeder von uns sich immer wieder mal ins Gedächtnis rufen und dann sieht man auch gewisse Diskussionen vielleicht etwas entspannter. Würde uns allen gut tun.
 
j-d-s schrieb:
Firn77 schrieb:
biofleisch schrieb:
a) weder ist der Klimawandel aufzuhalten, noch zu stoppen. Er kann noch nicht einmal verlangsamt werden - schon gar nicht von Deutschland oder gar der DACH-Region.

a). Sagst du, seh ich völlig anders. Diesen Fatalismus teile weder ich noch die meisten Wissenschaftler.

Selbst wenn das so wäre - angesichts der enormen Kosten sowohl wirtschaftlicher Natur aber vor allem in Bezug auf Wohlstand, Komfort und Freiheit lehne ich dennoch jegliche "Klimaschutz"-Maßnahme ab.
Die Kosten, die der ungebremste Klimwandel auslösen wird werden noch viel höher sein, als die Maßnahmen uns jetzt kosten. Es beginnt ja schon, dass die Gesellschaft Ereignisse wie im Ahrtal in Zukunft aufgrund der steigenden Häufigkeit nicht mehr ersetzen werden zu können.

j-d-s schrieb:
Man muss unterm Strich einfach die Debatte entemotionalisieren und objektiv betrachten, welche Folgen überhaupt drohen und dann realisieren, dass eben keine Katastrophe droht, sondern man sich mit überschaubarem Aufwand an Klimaveränderungen anpassen kann.

Du darfst ja gern wie Vogel Strauß deinen Kopf in den Sand stecken, die Realität sieht halt leider anders aus... Beschäftige dich doch allein mal mit dem Einbrechen des Jet Streams, oder dem Ansteigen der Meere. https://www.stern.de/panorama/wissen/meeresspiegel--nasa-animation-zeigt-30-jahre-erderwaermung-im-zeitraffer-33586606.html
https://www.tagesspiegel.de/kultur/holland-konnte-verschwinden-4299643.html

Die Erde wird nicht untergehen, aber wie sie in ein paar Jahrzehnten aussehen wird, und ob wir uns in der nötigen Geschwindigkeit anpassen werden können, steht auf einem anderen Blatt.

Ich will ja auch keine Panik verbreiten, nur aufwecken. Es ist halt einfach fünf nach zwölf und Aussagen wie von dir, lassen bei mir nur Kopfschütteln zurück. Ich glaube ja noch nicht mal, dass wir uns groß werden einschränken müssen, im Gegenteil. Wir werden wieder mehr Freiheit zurück bekommen, wenn wir uns mit neuen Technologien gegen den Zerfall der Natur stemmen. Das Ozonloch wurde übrigens auch nicht mit Wegschauen geschlossen. Heißt also - wir können, wenn wir wollen.
 
Julian96 schrieb:
Siehe Ängste Grafik. Platz 8: 50% der deutschen haben Angst vor einer Spaltung und Extremisierung der Gesellschaft. 50% der Deutschen sind nur ich der mit seinen Empfindungen nicht versteht...? Nein sorry, da steige ich wie gesagt einfach aus.

Du hast ja mit vielen Thesen gar nicht so unrecht, vergißt aber einen zentralen Punkt in deiner Betrachtung: Rennt der Klimawandel so schnell weiter, wird die Spaltung immer größer werden. Immer weniger Reiche werden sich ein komfortables Leben gönnen können, während die große Masse immer mehr wird verzichten müssen.

Ich erlebe die Polarisierung vor allem auch deshalb, weil es zwei Lager gibt.

A) die Leute, die bitteschön hätten, dass sich nichts ändert, und vielleicht sogar das Rad 20 Jahre zurückschrauben wollen, weil da war ja noch alles so gut. Das ist ja genau das, was die AfD z.B. verspricht - aber selbst wenn man ins Wahlprogramm schaut, gar nicht halten will, sondern im Gegenteil, noch befördert. Die leben von Problemen, nicht von Lösungen.

B) Leute, die versuchen Wege zu finden, aus der Starre ins Tun zu kommen und irgendwie die Zukunft besser zu machen versuchen. Das scheitert oft, und ist oft auch nur ein Versprechen, Versuch, weil keiner in die Zukunft schauen kann. Aber sie glauben, dass was passieren muss.

Beide Lager eint, dass die Welt sich die nächsten Jahre massiv verändern wird, egal ob man den Kopf in den Sand steckt, oder nicht. Ich bin da immer schon lieber bei denjenigen, die versuchen zu gestalten, als zu ertragen. Auch wenn ich eigentlich ein fauler Mensch bin und am liebsten das Leben nur genießen will. Aber ich spür richtig, dass ich das immer seltener würde können, wenn wir jetzt nicht eingreifen.

Lasst uns doch weniger aufeinander einkeilen, sondern einfach zusammen nach vorne gehen.
 
Julian96 schrieb:
Sag das mal Ski-chrigel und frag ihn mal wie wichtig ihm Skifahren ist und was für einen Stellenwert es in seinem Leben hat. Ohne ihm was unterstellen zu wollen würde es mich nicht wundern, wenn Skifahren nach den von ihm geliebten Menschen auf der Liste der wichtigsten Dinge im Leben ziemlich weit oben kommt. Ich meine mich da sogar sinngemäß an eine Aussage wie "Skifahren ist mein Leben und ich wüsste nicht was ich machen würde wenn ich dieses Hobby nicht mehr ausüben könnte" erinnern kann. Man korrigiere mich wenn ich falsch liege :wink:

Ich denke du liegst falsch. Aber das ist ja eigentlich auch egal, weil es ja überhaupt nicht darum geht, jemandem das Skifahren wegzunehmen. Die Möglichkeiten werden halt etwas eingeschränkt werden die nächsten Jahrzehnte, hauptsächlich einfach aus Schneemangel. Und diskutiert wird aktuell immer wieder, in welchem Umfang jetzt noch der Ausbau von Skigebieten vorangetrieben werden soll, und ob man Eingriff in die Natur/Gletscher zulässt oder nicht. Probleme eines sich wandelnden Klimas.

Aber niemand, weder hier im Forum, oder da draussen in der Realität, verbietet dir das Skifahren. Wenn jemand kritisch anmerkt, daß das Herumrutschen auf blankem Eis auf den kaum schneebedeckten Gletschern wenig sinnvoll ist, kann man die Kritik ja doof finden ... herumrutschen darfst du trotzdem, soviel du willst.

Ein fanatischer Skifahrer bin ich auch. Ich freue mich über jeden Neuschnee, gehe so oft es geht Skifahren, und blicke wirklich mit blankem Neid auf die Skireisen von Chrigel, und wenn ich die Zeit/Möglichkeiten hätte würde ich wahrscheinlich auch mehr unterwegs sein. Von daher, mach dich ein wenig lockerer, vielleicht auch so ganz allgemein gesehen, würde dir glaube ich guttun ...
 
gelöscht
 
Die zunehmende Polarisierung ist eine umittelbare Folge einer mit wenig Sachverstand und Augenmaß betriebenen Energiewende, die viel kostet aber unterm Strich nicht einmal etwas nutzt. Beispiel:

Deutschland emittiert im Gebäudesektor für Heizen, Kühlen und Warmwasser jährlich ca. 150 Mio To CO2. Das ist eine Größenordnung, die China in 5 Tagen ausstößt. Es macht daher überhaupt keinen Sinn, hier eine intakte Infrastruktur in die Tonne zu treten und den Bürgern Investitionen im mehrstelligen Milliardenbereich aufnötigen, ohne dass sich unterm Strich irgend etwas dadurch verbessert.

Dabei werden nicht einmal die 150 Mio To CO2 eingespart. Kein Land der Welt wird vor Ehrfurcht seine Quellen auf immer und ewig versiegeln, nur weil Deutschland einen auf Schulmeister macht. Dann verkaufen sie halt Gas, Öl und Kohle an andere Länder. Das CO2, was wir in irgendwelchen Milchmädchenrechnungen theoretisch "einsparen", wird dann halt wo anders bei der energetischen Nutzung fossiler Brennstoffe freigesetzt. Alleine China benötigt bei der jetzigen Wachstumrate von ca. 500 Mio Tonnen pro Jahr nur wenige Monate, um das an CO2 zusätzlich zu emittieren, was Deutschland bei ruinösem Kraftaufwand im Gebäudesektor maximal sparen könnte.

Der jetzige Kurs der Ampel ist daher falsch. Deutschland hat in der Vergangenheit viel in Sachen Umweltschutz geleistet, ohne dabei seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufs Spiel zu setzen oder die Menschen zu überfordern. Genau mit diesem Prinzip hat die Ampel nun gebrochen und betreibt eine Energiepolitik mit der Brechstange, die am Ende nicht einmal dem Klima nutzt.
 
Bergwanderer schrieb:
Die Daten stammen von dieser "windigen" Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197196/umfrage/elektrizitaetspreise-ausgewaehlter-europaeischer-laender/ Der erste Balken gehört zu Dänemark ... :wink:
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/NRG_PC_204__custom_6859881/bookmark/bar?lang=en&bookmarkId=8ebd37cf-3821-4f2a-a126-9cc8984ddcc3

Für die weiteren Punkte empfehle ich Dir diesen sehenswerten Vortrag von Prof. Hans-Werner Sinn an der Universität Luzern vom 06.09.2023: https://www.youtube.com/watch?v=NfdHSOtRERo
Und deswegen machen Internet-Diskussionen so wenig Sinn. EE sind doof, also belege ich das mit Statista Zahlen zu Preisen in Dänemark, auch wenn die mit den realen Preismodellen vor Ort nichts zu tun haben.

Und wenn darauf hingewiesen wird, dass das Konzept der Primärenergie fachlicher Bullshit ist, wird der Vortrag eines Ökonomen empfohlen- sonst müsste man sich ja mit dem Argument auseinandersetzen.

Also jeder redet am anderen vorbei, man geht auf kein Argument ein und hat einfach Recht, klasse!
 
Panacea schrieb:
Bergwanderer schrieb:
Die Daten stammen von dieser "windigen" Quelle:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197196/umfrage/elektrizitaetspreise-ausgewaehlter-europaeischer-laender/ Der erste Balken gehört zu Dänemark ... :wink:
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/NRG_PC_204__custom_6859881/bookmark/bar?lang=en&bookmarkId=8ebd37cf-3821-4f2a-a126-9cc8984ddcc3

Für die weiteren Punkte empfehle ich Dir diesen sehenswerten Vortrag von Prof. Hans-Werner Sinn an der Universität Luzern vom 06.09.2023: https://www.youtube.com/watch?v=NfdHSOtRERo
Und deswegen machen Internet-Diskussionen so wenig Sinn. EE sind doof, also belege ich das mit Statista Zahlen zu Preisen in Dänemark, auch wenn die mit den realen Preismodellen vor Ort nichts zu tun haben.

Und wenn darauf hingewiesen wird, dass das Konzept der Primärenergie fachlicher Bullshit ist, wird der Vortrag eines Ökonomen empfohlen- sonst müsste man sich ja mit dem Argument auseinandersetzen.

Also jeder redet am anderen vorbei, man geht auf kein Argument ein und hat einfach Recht, klasse!
@Panacea ... (Welche Bedeutung: Stadt in Florida, Musiker, Schmetterling, religiöse Gruppe oder doch Allheilmittel oder Wundermittel? :wink: ),
ich weis nicht warum Du behauptest, dass ich Erneuerbare Energien "doof" finde. Im Gegenteil, ich halte sie für eine sinnvolle Ergänzung im Energiemix und nutze diese zum Teil selbst. EE sind jedoch kein "Allheilmittel!" ... und preiswert allemal nicht.

Weshalb Du jedoch den Daten von statista, eurostat, Bundeszentrale für politische Bildung und internationaler Energieagentur mistraust, ist für mich nur schwer nachvollziehbar. Sind die Beiträge und Daten von denen, um bei Deiner Wortwahl zu bleiben, wirklich "Bullshit" ?

https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/globalisierung/52741/primaerenergie-versorgung/
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167998/umfrage/weltweiter-energiemix-nach-energietraeger/
 
NeusserGletscher schrieb:
... Es macht daher überhaupt keinen Sinn, hier eine intakte Infrastruktur in die Tonne zu treten und den Bürgern Investitionen im mehrstelligen Milliardenbereich aufnötigen, ohne dass sich unterm Strich irgend etwas dadurch verbessert.
...was Deutschland bei ruinösem Kraftaufwand im Gebäudesektor ...
Der jetzige Kurs der Ampel ist daher falsch.
Hmm, Du weißt aber schon, dass es in vielen anderen Ländern Europas längst ein Verbot von Öl- oder Gasheizungen gibt? Wie haben die das denn hinbekommen?
https://recht-energisch.de/2023/08/04/waermewende-zum-gasheizungsverbot-in-anderen-laendern/
Die Niederlande planen z. B. das Verbot für 2026. Wieso gibt es da nicht diese irrwitzigen Proteste wie in Deutschland? Kommentar eines befreundeten Niederländers:" Das Gasheizungen ein Auslaufmodell sind, haben sogar die konservativen Parteien begriffen. Da macht keiner einen Aufstand."

Bei Wärmepumpen liegt Deutschland weit hinten:
https://www.enercity.de/magazin/unsere-welt/waermepumpen-boom
Wie heißt es doch so treffend:
"Wärmepumpe ist wie Tempolimit. Funktioniert überall auf der Welt, außer in Deutschland"

Und 2029 kommt dann (höchstwahrscheinlich) sowieso von der EU ein Beschluss zum Verbot von fossilen Heizungen...
https://www.fr.de/wirtschaft/heizun...tz-eu-plant-verbot-neuer-gas-zr-92235163.html
Vielleicht gibt es Ausnahmen, aber im wesentlichen wird sich wohl nicht viel daran ändern:
https://www.merkur.de/wirtschaft/ga...-eu-kommission-ausnahmen-tbl-zr-92462909.html
 
Firn77 schrieb:
Die Kosten, die der ungebremste Klimwandel auslösen wird werden noch viel höher sein, als die Maßnahmen uns jetzt kosten. Es beginnt ja schon, dass die Gesellschaft Ereignisse wie im Ahrtal in Zukunft aufgrund der steigenden Häufigkeit nicht mehr ersetzen werden zu können.

Das stimmt schlichtweg nicht. Die Kosten, die durch Verhindung von Co2-Ausstoß erzeugt werden, sind um ein Vielfaches höher, als es jede Anpassung je wäre.

Und wie ich bereits gesagt habe: Anpassung ist nicht, in einer Überflutungszone Städte zu bauen und dann jedesmal wieder aufzubauen wenn sie weggespült wurden. Anpassung ist, die Städte dann nicht in der Überflutungszone neu aufzubauen oder Staumauern zu errichten.

Übrigens ist die Umsiedlung von kleineren Ortschaften wie im Ahrtal gar nicht besonders teuer, vor allem verglichen mit den Co2-Ausstoß-Maßnahmen. Man hat in Deutschland bereits über 100.000 Menschen umgesiedelt, um die Braunkohle unter deren Häusern abzubaggern. Und trotz dieser Kosten ist der Braunkohlestrom dermaßen billig, dass selbst die Erneuerbaren insgesamt teurer sind, weil man eben solch riesige Mengen abbauen kann (schau dir mal an, wie riesig ein Schaufelradbagger ist, dagegen schaut ein normaler Baustellenbagger aus wie Spielzeug).

Du darfst ja gern wie Vogel Strauß deinen Kopf in den Sand stecken, die Realität sieht halt leider anders aus... Beschäftige dich doch allein mal mit dem Einbrechen des Jet Streams, oder dem Ansteigen der Meere. https://www.stern.de/panorama/wissen/meeresspiegel--nasa-animation-zeigt-30-jahre-erderwaermung-im-zeitraffer-33586606.html
https://www.tagesspiegel.de/kultur/holland-konnte-verschwinden-4299643.html

Die Erde wird nicht untergehen, aber wie sie in ein paar Jahrzehnten aussehen wird, und ob wir uns in der nötigen Geschwindigkeit anpassen werden können, steht auf einem anderen Blatt.

Ich will ja auch keine Panik verbreiten, nur aufwecken. Es ist halt einfach fünf nach zwölf und Aussagen wie von dir, lassen bei mir nur Kopfschütteln zurück. Ich glaube ja noch nicht mal, dass wir uns groß werden einschränken müssen, im Gegenteil. Wir werden wieder mehr Freiheit zurück bekommen, wenn wir uns mit neuen Technologien gegen den Zerfall der Natur stemmen. Das Ozonloch wurde übrigens auch nicht mit Wegschauen geschlossen. Heißt also - wir können, wenn wir wollen.

Soso, was soll denn deiner Meinung nach schlimmes passieren, wo man sich nicht dran anpassen kann?

"Holland wird überschwemmt" ist die dämlichste Befürchtung von allen - dort stehen ja bereits jetzt Dämme, Deiche und Flutschutztore. Sprich, gerade Holland hat bewiesen dass man das sehr wohl effektiv verhindern kann und wenn man jetzt statt den 5 Meter hohen Deich um einen 1 Meter erhöht, ist das garantiert nichtmal ein Promille der Kosten von den Co2-Ausstoß-Reduktions-Maßnahmen.
 
Die erwähnten Länder werden sich aber sicher Lösungen überlegt und diese etabliert haben, bevor sie ein Verbot erließen?
Problem in D war ja, dass Verbote beschlossen werden sollten, bevor die Lösungen auch nur erdacht waren. Immerhin wurde das dann korrigiert. Ansonsten hätte das Gesetz vermutlich keine Verfassungsklage überstanden.
Ohne Gas oder Öl geht es eben manchmal nur, wenn Wärme von außen geliefert wird und für die Anderen muss es irgendwie finanzierbar sein oder es muss Übergangslösungen für den Bestand geben.
Was jetzt aber wiederum total unverständlich ist ist, dass nun auch in Neubauten noch (Teil-)Gasheizungen möglich sein sollen. Aber Neubauten kann man nun wirklich problemlos emissionsfrei beheizen.
 
wmenn schrieb:
Hmm, Du weißt aber schon, dass es in vielen anderen Ländern Europas längst ein Verbot von Öl- oder Gasheizungen gibt? Wie haben die das denn hinbekommen?
https://recht-energisch.de/2023/08/04/waermewende-zum-gasheizungsverbot-in-anderen-laendern/

In wie weit steht der Artikel im Widerspruch zu meiner Aussage, dass der CO2 Ausstoß auf diesem Planeten im wesentlichen von Ländern wie China, den USA oder Indien bestimmt wird? Richtig, gar nicht.

Und bei genauer Betrachtung sehe hier lediglich 5 von 27 EU Länder. Und dann sind die Angaben auch noch falsch. Österreich wollte ein Verbot bestehender Gasheizungen bis 2040 einführen, hat dies aber letztendlich nicht gegen den Widerstand aus der Bevölkerung durchsetzen können. Das geplante Verbot von Gasheizungen in den Niederlanden soll sich in wesentlichen zunächst nur auf Ein- und Zweifamilienhäuser erstrecken, Etagenwohnungen bleiben davon ausgenommen, weil man Gasthermen nicht mal eben gegen eine Wärmepumpe ersetzen kann.

Dänemark und Schweden haben einen hohen Anteil an Fernwärme. Wobei Fernwärme nicht automatisch auch CO2-frei heisst. Dänemark hat wegen seiner besonderen Lage aber einen hohen Anteil an Windenergie. Frankreich setzt seit je her auf Elektroheizungen und Atomkraft.

Der Artikel ist daher nicht nur extrem oberflächlich und unpräzise, sondern in wesentlichen Punkten auch falsch.

Am ehesten lassen sich noch die Verhältnisse der Niederlande auf Deutschland übertragen. Und dort plant man eben nicht, wie suggeriert wird, ein vollständiges Verbot von Gasheizungen.

3303 schrieb:
Die erwähnten Länder werden sich aber sicher Lösungen überlegt und diese etabliert haben, bevor sie ein Verbot erließen?

Bingo. Der Kandidat hat 100 Punkte :wink:
 
Mal an die Befürworter von Wärmepumpen:

Wer von euch hat ein Haus oder Wohnung mit BJ <1980?
Wer ist Mieter?
 
j-d-s schrieb:
Soso, was soll denn deiner Meinung nach schlimmes passieren, wo man sich nicht dran anpassen kann?

Mir war nicht bewusst, wie basal manche Informationsstände hier sind. Vielleicht informierst du dich erstmal, bevor wir hier weiter diskutieren. Mein ehrlicher Respekt, wie man sich im Jahr 2023 als Realitätsverweiger noch so krass von den Fakten und Prognosen abkoppeln kan. Ich weiß gar nicht, wo man da anfangen soll... Mit ein bisschen Deich um 1 Meter erhöhen wird es auf jeden Fall nicht getan sein. Und das Ahrtal ist ja keine besonders gefährdete Gegend, wie es keine zweite mehr gibt. Ganz im Gegenteil.
 
Also mit j-d-s bin ich ja seit Jahren immer verquer, speziell bei Skithemen. Aber wo er recht hat, hat er recht.

Verschiedene Umweltökonomen haben sich erst in letzter Zeit eindeutig geäußert.
Aktuell, also bis geschätzte 3°C Erwärmung, ist Geld in Anpassung ökonomischer investiert als in CO2-Vermeidung. Wobei natürlich vernünftige Politik in beide Bereichen tätig sei sollte.

3303 schrieb:
.............................................
Was jetzt aber wiederum total unverständlich ist ist, dass nun auch in Neubauten noch (Teil-)Gasheizungen möglich sein sollen. Aber Neubauten kann man nun wirklich problemlos emissionsfrei beheizen.
Da ist nix unverstädlich, wenn man die Kosten für ein Null-Emissions-Gebäude berücksichtigt. Nur wirkliche Gutverdiener können so was bauen. Mieten für Normalverdiener nicht erschwinglich.

Es hat Gründe, warum das Bundesbauministerium daran arbeitet, die Baustandards deutlich abzusenken.
Eine monothematische Betrachtung hilft nicht weiter.
 
Fab schrieb:
Da ist nix unverstädlich, wenn man die Kosten für ein Null-Emissions-Gebäude berücksichtigt. Nur wirkliche Gutverdiener können so was bauen. Mieten für Normalverdiener nicht erschwinglich.

Stimmt z.B. überhaupt nicht. Ich hab z.B. ein Niedrigenergiehaus, das nicht teurer als ein "normales" Haus war und ich bin wahrlich kein Krösus. Und hab so geringe Heizkosten, dass mein Steuerberater immer fragt, ob das stimmen kann.

Wo wir uns glaub ich einigen können: Es gibt keine einfache Antwort. Aber ich wäre so froh, wenn wir endlich mal rauskämen aus den Lagern, aus denen sich alle immer eingraben und sagen: Wir haben das Problem erkannt, lass uns jetzt endlich mal mehr über die Lösungen sprechen. Aber wenn jemand wie j-d-s das Problem schon negiert, weil es vermutlich für ihn bequemer ist, dann lohnt auch kein weiteres Gespräch, weil die Grundlage fehlt. Ist nicht schlimm, aber da ist mir meine Zeit dann zu schade. Ich will nach vorne schauen und meinen Kindern mal sagen können: Ich hab getan, was ich konnte.
 
Selbstverständlich ist der Klimawanndel
a) Fakt und
b) ein Problem

Ist aber leider nicht das einzige wichtige Problem. Deshalb Abwägungsprozesse, die nicht immer gleich denunziert werde sollten.
 
Julian96 schrieb:
Wooly schrieb:
Von daher, mach dich ein wenig lockerer, vielleicht auch so ganz allgemein gesehen, würde dir glaube ich guttun ...

Du kennst mich nur hier im Forum auf Basis meiner gerne spitz, scharf und vielleicht auch extrem geschriebener Texte und Beschwerden.
Die machen nur einen winzigen Teil meines Lebens und Charakters aus, denkst du ich gehe die ganze Zeit nur durchs leben und störe mich an etwas? :lol:
Aber vielleicht bin ich auch gerade drum im Internet so mitteilsam. Netz und Realität sind für mich oft wie zwei Welten. Das war schon immer so und wir wohl auch nie anders sein.

Ich finde deine Texte nicht spitz und extrem, sondern eher etwas quirky und introvertiert, genau wie du es beschreibst. Und genau das meine ich, mach dich ein wenig lockerer ... die meisten Menschen wollen dir nichts Böses, meiner einer inclusive.
 
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