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Die große Klima-Diskussion

Status
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Firn77 schrieb:
Fab schrieb:
Das hast du aber weggelassen, weil es dir so besser in denn Kram passt, als du mich zitiert und so nebenbei persönlich angegriffen hast. Aber ohne persönliche Diskreditierung kommt ja deinesgleichen gar nicht aus.
Ist es nicht vielmehr so, dass du der Einzige bist, der hier diffamiert? Sei es Louis Klamroth, oder Katha Schulze, oder jetzt halt mich. ............
Ich diffamiere niemand.
Wie hat Maxi Schffroth gestern am Nockherberg so schön gesagt.
"Katha, du musst lernen zuzuhören. Zuhören ist das Gegeteil von reden". Jou, die nervt :D

Was ich über Katha S. geschrieben habe, war ein zugegeben boshafter Spaß. Unterscheidet sich schon von einer Diffamierung.
Aber beim Weltretten humorbefreit, kann man dies evtl. schwer auseinanderhalten.

Bei Klamroth empfehle ich mal drauf zu achten, wen er ausreden lässt und wem er das Wort abschneidet.
Bin gespannt wie lange der seinen Sendeplatz behält.

Dich hab ich wegen deiner sowohl selektiven Zitiererei u. Argumentation angesprochen.
Hast dir eh binnen zweier Posting selbst widersprochen.
 
Wer glaubt er kann sein ganzes Haus inkl. Wärmepumpe im Januar komplett dauerhaft autark mit PV-Strom versorgen, nur weil er noch einen 10kw Speicher dran hängt, hat es leider auch nicht verstanden.
Das Problem bei der PV- und Windraftstromerzeugung sind die großen Überschüsse zu manchen Zeiten und die ebenfalls auftretende massive Unterversorgung zu anderen Zeiten, die maximal ein paar Stunden bis 1 oder 2 Tage in Privathaushalten überbrückt werden können, in der Industrie oder anderen Verbrauchstellen aber praktisch gar nicht.
Um damit umgehen zu können, und um eine dauerhaft lückenlose Stromversorgung zu gewährleisten, braucht man eine komplette Backup-Struktur bei den Kraftwerken und teure Leitungskapazitäten, um den Strombedarf auch bei massiver Stromüberproduktion ins Ausland abzuführen.
In 2023 haben wir in DE alleine ca. 1 Mrd Euro bezahlt, damit ausländische Energieversorger uns den überschüssigen Strom abnehmen. Das wird in Zukunft noch deutlich mehr werden wenn PV und Windkraft ausgebaut werden. Und auch diese Kosten zahlen wir alle über den Strompreis mit.

Bitte versteht mich nicht falsch: Ich bin nicht generell gegen den Ausbau von PV und Windenergie, aber die damit verbundenen Kosten werden enorm sein, und wir - Haushalte, Industrie, öffentliche Hand etc. - werden die Kosten mit allen Konsequenzen tragen müssen.
Eine nachhaltige langfristige Energietransformation wird deutlich länger dauern als wir uns das momentan vorstellen und funktioniert nur mit einem ganzheitlichen Energiekonzept, das eben auch Themen wie Grundlast, Backupkraftwerke und Leitungsausbau in welcher Form auch immer beinhaltet.
Und so eine Strategie sehe ich leider nirgends - aktuell nicht mal am Horizont...
 
ralleycorse schrieb:
Wer glaubt Klimaschutz gibt es zum Nulltarif, der hat es nicht verstanden.
Und wenn man alle Lösungen ablehnt die auch Nachteile haben, wird man nie etwas ändern.

Nur langfristig gesehen wird nichts tun noch sehr viel teurer mit noch krasseren/grösseren Nachteilen.
Aber was schert es uns? Trifft doch eh nur die nächste Generation...

Das finde ich immer die lustige Argumentation der Klimaschützer (in D): "Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif", danach aber "Atomkraft ist zu teuer".

Bei uns in D ging und gehts ja nichtmal um Neubauten, man hat technisch exzellente Atomkraftwerke in hervorragendem Zustand aus reiner Ideologie abgeschaltet. Isar 2 und Neckarwestheim beispielsweise sind bis heute in jeder Hinsicht ausgezeichnet und dass es "teuer" gewesen wäre, die weiter zu betreiben ist offensichtlich nicht wahr - im Gegenteil, deren Abschaltung ist teuer, weil man den Strom jetzt anderweitig bekommen muss.

Tyrolens schrieb:
j-d-s schrieb:
In Bezug auf die Atomkraft ist weltweit übrigens Konsens, dass die unbedingt notwendig ist, um Co2-Emissionen schnell und in großem Umfang zu reduzieren. Nur in Deutschland (heute auch nicht mehr wirklich), Österreich und Italien herrscht da eine Hysterie. Diese drei Länder sind aber global und auch europäisch stark in der Minderheit.

Ist das so? Wenn ich mir ansehe, wie es zb um Frankreichs Atomkraftwerke steht und das ist immerhin Europas Atom-Nation Nummer eins, dann sieht das für mich anders aus.
In den letzten 20 Jahren wurde in Frankreich nur ein einiges neues AKW gebaut, Flamanville 3, erste öffentliche Ankündigung 2004, Baubeginn 2007 und bis heute nicht abgeschlossen. Inbetriebnahme vielleicht Mitte 2025. Das wären dann so um die 21 Jahre. In den kommenden 21 Jahren werden in Frankreich nahezu alle AKW ihre Lebensdauer erreicht haben und vom Netz genommen werden. Aber wo werden die Nachfolger gebaut? Wurde schon angekündigt, dass Frankreich ca. 40 neue AKW bauen wird, in den kommenden 21 Jahren und wie man gedenkt, das hin zu bekommen? Investitionssumme aktuell so um die 520 Mrd Euro, Tendenz stark steigend. Bisher gibt es nur politisch motivierte Ankündigung und scheinbar werden 6 neue AKW geplant, die im Idealfall zwischen 2035 und 2042 ans Netz gehen sollen. Dass sich das schon rein rechnerisch nicht ausgeht, sollte offensichtlich sein.

Die Schweiz hat aktuell noch 5 von 7 AKW laufen. Das jüngste davon wurde 1985 in Betrieb genommen, wird also so um 2034 vom Netz genommen werden. Ab 2034 wird die Schweiz somit ohne AKW da stehen. Das muss auch gar nicht verwundern, weil die Schweiz 2017 per Volksabstimmung(!) den Atomausstieg beschlossen hat.

Inwiefern deckt sich das also mit deiner Aussage, dass jedes Land in Europa, mit Ausnahme der 3 von dir erwähnten, die Zukunft in Atomenergie sieht?


Ich bin der letzte, der gegen Atomenergie ist. Aber dass dieses Thema geschlossen ist, war schon in den 70er Jahren klar.

Das mit der Schweiz stimmt nicht. Erstens war das nicht 2017, sondern 2016, und da wurde der Atomausstieg explizit abgelehnt (es war eine Vorlage der Grünen, die den Atomausstieg forderte, und die Mehrheit war dagegen).
Dass es in der Schweiz irgendeinen expliziten Beschluss des Volkes gegen neue Atomkraftwerke, den Weiterbetrieb/Modernisierung bestehender o.ä. gäbe, wäre mir neu.

Übrigens ist das Gerede von einer "maximalen Betriebsdauer" eines Atomkraftwerks ziemlicher Unfug. Man kann Atomkraftwerke kontinuierlich erneuern und dann auch hunderte Jahre betreiben (ein Atomkraftwerk besteht aus vielen verschiedenen Einzelteilen und Komponenten, die man alle austauschen kann - manche leichter, andere schwieriger).
Selbst wenn man den Reaktor komplett austauschen wollte, wäre es sinnvoller, einfach an Ort und Stelle eines bestehenden Atomkraftwerks zu bauen, da man dann bestehende Infrastruktur wie Abklingbecken, Teile der Kühlkreisläufe, Versorgungs- und Wirtschaftsräume, Straßen, Flüsse, Kühltürme, Sicherheit und Bewachung, Kontrollzentren usw. weiternutzen kann.
Das wird von Atomkraftgegnern gerne verschwiegen und dann einfach behauptet, man müsse "auf der Grünen Wiese" von Grund auf neu bauen.

Und das ist auch der Grund, warum Frankreich afaik derzeit nur den Neubau von wenigen Reaktoren plant: Die haben eine große Überkapazität, deren vorhandene Reaktoren erzeugen (wenn sie alle gleichzeitig auf Voller Last liefen) über 140% des Stromverbrauchs von ganz Frankreich, aber das Stromnetz darf nie nennenswert zu viel oder zu wenig Strom haben (sonst wird es asynchron und fällt aus). Deshalb muss - so wie in Deutschland an heißen Sommertagen der Solarstrom - die Leistung oft reduziert werden.

In Bezug auf Atomkraft europaweit: Nun, Polen, Tschechien, GB planen oder bauen bereits neue Atomkraftwerke. Finnland und Schweden (die bei uns gerne als Vorreiter in Sachen "grüner Energie" bezeichnet werden) planen langfristig mit Atomkraft, um geringen Co2-Ausstoß zu haben. Du kannst auch mal alle Länder durchgehen, einen Atomausstieg gibts nur in sehr wenigen, es gibt mehr Länder, die neue Atomkraftwerke planen oder bauen.
 
ralleycorse schrieb:
Nur ein Beispiel:

Der aktuelle BMW X1 20d verbraucht laut ADAC Test 5,5l Diesel auf 100km. Das sind gerechnet mit 9,8 kWh/Liter Diesel ein Verbrauch von 53,9 kWh/100km
Der aktuelle BMW iX1 verbraucht laut ADAC Test 19,9kWh. Bei besseren Fahrleistungen.

Der Diesel verbraucht das 2,7 fache des Elektroautos!

Und jetzt kommen alle und lehnen das E-Auto ab weil die Reichweite geringer ist - im Ernst???
der gemeine Autofahrer rechnet
5,5l Diesel je 1,70 = 9,35 €
19,9kWh je 0,49 (+Grundgebühr) = 9,75 € + viel höhere Anschaffung + 225,-€ / Std bei fälligen Wartungsarbeiten + schlechte Nachhaltigkeit da mit Ende der Batterielebensdauer die Karre keiner mehr haben will
Also nur um das Klima zu bremsen ist rechnerisch das E-Auto sinnvoll :roll:

PS: Hab Ihr schon bemerkt? Es ist der längste Februar seit 3 Jahren. Wer ist da verantwortlich? :roll:
 
Fab schrieb:
Was ich über Katha S. geschrieben habe, war ein zugegeben boshafter Spaß. Unterscheidet sich schon von einer Diffamierung.
War die folgende nachweisliche Falschbehauptung* auch nur ein boshafter "Spaß"? Oder war das schon eine boshafte Unterstellung und unterscheidet sich somit überhaupt nicht von einer Diffamierung?
Fab schrieb:
Da haben wir dann einen Moderator, der mit Luisa Neubauer privat liiert ist. Eine Aktivistin der Letzten Generation.

*) Luisa Neubauer ist höchstens bei FFF und nicht bei der Letzten Generation und damit auch nicht Aktivistin einer Gruppierung, die in der Öffentlichkeit gerne auch mal emotional negativ aufgeladen mit "Terrorismus" und "Nötigung" usw. in Verbindung gebracht wird (Neubauer hat die Aktionen der Letzten Generation sogar mehrfach öffentlich kritisiert). Aber es war bestimmt nur ein kleiner schusseliger Fehler und kein Versuch, dass irgendetwas von dem Narrativ "Louis Klamroth steck mit den Klimaklebern unter einer Decke" hängenbleiben soll, stimmts? ;D
 
Dafür ist Vielflieger-Luisa bei allen weltweiten Klimakonferenzen immer persönlich anwesend... :roll:
Aber sie muss uns ja auch direkt live aus Dubai etc. berichten und erzählen war wir falsch machen und wie wir uns zu verhalten haben...
 
siri schrieb:
der gemeine Autofahrer rechnet
5,5l Diesel je 1,70 = 9,35 €
19,9kWh je 0,49 (+Grundgebühr) = 9,75 € + viel höhere Anschaffung + 225,-€ / Std bei fälligen Wartungsarbeiten + schlechte Nachhaltigkeit da mit Ende der Batterielebensdauer die Karre keiner mehr haben will
Also nur um das Klima zu bremsen ist rechnerisch das E-Auto sinnvoll :roll:

Q.E.D!!

Mal daneben, dass ich für meinen Ökostrom nur 37Cent/kWh bezahle (7,36€!) und die Mär mit der Batterielebensdauer schon längst überholt ist:
Genau darum ging es mir. Warum MUSS die ökologischere Alternative auch billiger sein??? Warum ist man nicht bereit für die bessere (wenn auch leider nicht perfekte) Lösung auch mehr zu bezahlen??
Weil es nicht verstanden wird, das es Klimaschutz eben nicht umsonst gibt. Alles was mehr kostet oder Nachteile hat wird abgelehnt.
So werden wir gar nix ändern...
 
Letztlich ist Atomkraft auch die günstigste Energieform.
Zumindest wenn man die staatlichen Subventionen rausrechnet.

In 2011 hat sich der Umweltschutz gegenüber dem Klimaschutz durchgesetzt, das war nicht so klug und hat den Kohleausstieg in Deutschland stark verzögert.
 
GIFWilli59 schrieb:
Man könnte ja anstelle des Speichers im Netz erstmal Gaskraftwerke nehmen. Die werden abgeschaltet, wenn genug Strom über PV und Wind kommt.
Überschüssigen Strom sollte man perspektivisch in Gas oder Wasserstoff umwandeln, dass man ja wie gehabt relativ gut lagern kann.

Genau so wird es ja auch geplant.
Zielbild:
-Abdeckung des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien
-bei Überschuss Herstellung und Speichern von Wasserstoff
-bei Bedarf Erzeugung von Strom in flexiblen (-->schnelle Anlaufzeiten) Wasserstoffkraftwerken

Klar ist das noch ein weiter Weg, aber die Weichen dafür werden aktuell gestellt.
Und dieses Zielbild ist weitaus besser als der Status Quo, finanziell und für die Umwelt.
 
Fab schrieb:
Firn77 schrieb:
Fab schrieb:
Das hast du aber weggelassen, weil es dir so besser in denn Kram passt, als du mich zitiert und so nebenbei persönlich angegriffen hast. Aber ohne persönliche Diskreditierung kommt ja deinesgleichen gar nicht aus.
Ist es nicht vielmehr so, dass du der Einzige bist, der hier diffamiert? Sei es Louis Klamroth, oder Katha Schulze, oder jetzt halt mich. ............
Ich diffamiere niemand.
Wie hat Maxi Schffroth gestern am Nockherberg so schön gesagt.
"Katha, du musst lernen zuzuhören. Zuhören ist das Gegeteil von reden". Jou, die nervt :D

Was ich über Katha S. geschrieben habe, war ein zugegeben boshafter Spaß. Unterscheidet sich schon von einer Diffamierung.
Aber beim Weltretten humorbefreit, kann man dies evtl. schwer auseinanderhalten.

Bei Klamroth empfehle ich mal drauf zu achten, wen er ausreden lässt und wem er das Wort abschneidet.
Bin gespannt wie lange der seinen Sendeplatz behält.

Dich hab ich wegen deiner sowohl selektiven Zitiererei u. Argumentation angesprochen.
Hast dir eh binnen zweier Posting selbst widersprochen.
Ok, ich habe verstanden. Deine Regeln gelten nur für dich, für andere nicht. Diffamierungen sind Humor, und wenn ich das nicht versteh, liegt das am Weltretten. Ahahaha.. Jetzt hast du mich tatsächlich zum Schmunzeln gebracht.
Wie soll denn unsere Gesellschaft wieder näher zusammen kommen, wenn du solche Gräben aufwirfst? Älpler gegen Großstädter auszuspielen versuchst? Vielleicht versuchen wir wenigstens hier, taktvoller miteinander umzugehen.
 
ralleycorse schrieb:
siri schrieb:
der gemeine Autofahrer rechnet
5,5l Diesel je 1,70 = 9,35 €
19,9kWh je 0,49 (+Grundgebühr) = 9,75 € + viel höhere Anschaffung + 225,-€ / Std bei fälligen Wartungsarbeiten + schlechte Nachhaltigkeit da mit Ende der Batterielebensdauer die Karre keiner mehr haben will
Also nur um das Klima zu bremsen ist rechnerisch das E-Auto sinnvoll :roll:

Q.E.D!!

Mal daneben, dass ich für meinen Ökostrom nur 37Cent/kWh bezahle (7,36€!) und die Mär mit der Batterielebensdauer schon längst überholt ist:
Genau darum ging es mir. Warum MUSS die ökologischere Alternative auch billiger sein??? Warum ist man nicht bereit für die bessere (wenn auch leider nicht perfekte) Lösung auch mehr zu bezahlen??
Weil es nicht verstanden wird, das es Klimaschutz eben nicht umsonst gibt. Alles was mehr kostet oder Nachteile hat wird abgelehnt.
So werden wir gar nix ändern...

weil überall alles mehr kostet und amn nur noch überall ausgenommen wird (bei denen die was haben) . Wer sich nicht alles leisten kann spart wo man kann. Der Klimawandel wird mit elektrisch betriebenen Autos nicht aufzuhalten sein.
und schon gar nicht die 1,5 Grad einhalten die man "beschlossen" hat :roll:
 
j-d-s schrieb:
Bei uns in D ging und gehts ja nichtmal um Neubauten, man hat technisch exzellente Atomkraftwerke in hervorragendem Zustand aus reiner Ideologie abgeschaltet. Isar 2 und Neckarwestheim beispielsweise sind bis heute in jeder Hinsicht ausgezeichnet und dass es "teuer" gewesen wäre, die weiter zu betreiben ist offensichtlich nicht wahr - im Gegenteil, deren Abschaltung ist teuer, weil man den Strom jetzt anderweitig bekommen muss.


Wir sprechen von Atomkraftwerke, die in den 1970er Jahren geplant und anschließend gebaut wurden. Die können gar nicht "technisch exzellent" nach Kriterien des Jahres 2024 sein. Als ob sich eine Technik in 50 Jahren nicht weiterentwickeln würde.

Folgende Meldung findet man übrigens im Teletext des Bayerischen Rundfunks.

Experten: Atomausstieg trug nicht zu hohem Strompreis bei.

Der Atomausstieg hat die Stromkosten in Bayern - anders als von der Staatsregierung behauptet - nicht verteuert.
Das Aus für die Atomkraftwerke habe "überhaupt keine preisliche Auswirkung auf den Strommarkt" gehabt, sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt, Zösch, im Landtag. Nur durch Subventionen sei Atomstrom wettbewerbsfähig gewesen, ergänzte der Verbraucherservice Bayern. Ohne Förderung sei Atomstrom volkswirtschaftlich der teuerste.
 
TVT schrieb:
Genau so wird es ja auch geplant.
Zielbild:
-Abdeckung des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien
-bei Überschuss Herstellung und Speichern von Wasserstoff
-bei Bedarf Erzeugung von Strom in flexiblen (-->schnelle Anlaufzeiten) Wasserstoffkraftwerken
Der Ansatz ist ja gut gedacht, aber leider will ihn keiner Umsetzen.
Ein Kraftwerksbetreiber will möglichst ein Kraftwerk bauen, dass maximale Auslastung garantiert, damit sich sein eingesetztes Kapital rentiert.
Da solche Überschusskraftwerke aber nicht planbar sind und völlig unrentabel als Investition (welcher Unternehmer würde alternativ in eine Fabrik investieren, die z. B. nur 15% der verfügbaren Zeit betrieben wird?) würde das ein Betreiber nur machen, wenn er umfassende staatliche Garantien bekommt. Z. B. der Staat zahlt eine Kompensationen für die 85% Stillstandszeiten wenn das Kraftwerk nur 15% der verfügbaren Zeit läuft.
Diese Zusagen will der Staat aber nicht geben, weil sie auch für ihn unkalkulierbar und mit extremen finanziellen Aufwand verbunden sind. Also wird keiner investieren...
Das gleiche passiert ja aktuell schon mit den dringend benötigten ausgeschriebenen Backup Gaskraftwerken. KEIN Betreiber hat ein Angebot auf die Ausschreibung abgegeben.

Unsere verantwortlichen Politiker müssen sich langsam mal ehrlich machen und den Menschen im Land reinen Wein einschenken.
Wenn wir die Energiewende so wie sie aktuell geplant ist weiter verfolgen wollen, wird Strom und auch andere Energie in Zukunft hierzulande noch massiv teurer, als sie ohnehin schon ist. Und das hat direkte Folgen für den Verbrauchen (höhere Strompreise) und indirekte Folgen wie Deindustrialisierung durch Abwanderung nicht mehr wettbewerbsfähiger Unternehmen, sowie in Folge Anstieg der Arbeitslosenzahlen, Ausfall an Steuereinnahmen etc. zur Folge.
Wenn man das mal klar kommuniziert, werden wir sehen in welche Richtung es weitergeht...
 
Mt. Cervino schrieb:
Der Ansatz ist ja gut gedacht, aber leider will ihn keiner Umsetzen.

Das gleiche passiert ja aktuell schon mit den dringend benötigten ausgeschriebenen Backup Gaskraftwerken. KEIN Betreiber hat ein Angebot auf die Ausschreibung abgegeben.

Unsere verantwortlichen Politiker müssen sich langsam mal ehrlich machen und den Menschen im Land reinen Wein einschenken.

Genau das hat die Bundesregierung doch gerade beschlossen

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kraftwerksstrategie-2257868

https://www.tagesschau.de/inland/kraftwerksstrategie-regierung-100.html


Die EU muss der Förderung noch zustimmen, und die ersten Auktionen/Auschreibungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2024 beginnen. Von daher konnte auch ein Betreiber bis jetzt ein Angebot abgeben.
 
Was ich übrigens bei dem Thema, nicht nur hier im Forum, immer sehr nervig finde ist, daß es eine Menge Menschen gibt, die in einem Satz gleichzeitig die Aussagen "die Politik tut gar nichts" und "das Volk ist von den Maßnahmen total überfordert" unterbringen ... da wird es dann wirklich schwierig, noch irgendwie sinnvoll argumentieren zu wollen ...
 
ralleycorse schrieb:
Wer glaubt Klimaschutz gibt es zum Nulltarif, der hat es nicht verstanden.
War das nicht jahrzehntelang eines der Argumente für Sonne und Wind? Such mal nach "Die Sonne schickt uns keine Rechnung". Oder den Kosten für eine Kugel Eis pro Monat. Jetzt, wo der Schwindel aufgeflogen ist, heisst es plötzlich, Klimaschutz gäbe es nicht zum Nulltarif.
ralleycorse schrieb:
Und wenn man alle Lösungen ablehnt die auch Nachteile haben, wird man nie etwas ändern.
"Auch Nachteile haben" ist ein netter Euphemismus für "unbezahlbar", "utopisch" und "technisch in großem Maßstab nicht umsetzbar".
ralleycorse schrieb:
Nur langfristig gesehen wird nichts tun noch sehr viel teurer mit noch krasseren/grösseren Nachteilen.
Mit der Brechstange aus allen funktionierenden Technologien auszusteigen, während der Rest der Welt zuschaut, wie Deutschland vor die Wand gefahren wird, rettet das Klima auch nicht.
Mt. Cervino schrieb:
Wenn wir die Energiewende so wie sie aktuell geplant ist weiter verfolgen wollen, wird Strom und auch andere Energie in Zukunft hierzulande noch massiv teurer, als sie ohnehin schon ist. Und das hat direkte Folgen für den Verbrauchen (höhere Strompreise) und indirekte Folgen wie Deindustrialisierung durch Abwanderung nicht mehr wettbewerbsfähiger Unternehmen, sowie in Folge Anstieg der Arbeitslosenzahlen, Ausfall an Steuereinnahmen etc. zur Folge.
Habeck möchte einen Industriestrompreis bis 2030 subventionieren, weil ja dann mit zunehmenden Ausbau der Windenergie der Strom angeblich billiger würde. Dies steht aber im Widerspruch zu Experten, die fordern, man müsse auch die Kosten für die Speicherung mit einbeziehen und von einem Strompreis von 60 -80 Cent und mehr für eine Kilowattstunde Strom in 2030 ausgehen.

Zum Thema reinen Wein einschenken: Wann hat jemand aus der Bundesregierung deutlich gemacht, dass der Strompreis wegen der Energiewende sich bis 2030 sogar verdoppeln könnte? Ich kann mich nicht daran erinnern.
 
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