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Die große Klima-Diskussion

Status
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Jan Tenner schrieb:
.........................................
War die folgende nachweisliche Falschbehauptung* auch nur ein boshafter "Spaß"? Oder war das schon eine boshafte Unterstellung und unterscheidet sich somit überhaupt nicht von einer Diffamierung?
Fab schrieb:
Da haben wir dann einen Moderator, der mit Luisa Neubauer privat liiert ist. Eine Aktivistin der Letzten Generation.

*) Luisa Neubauer ist höchstens bei FFF und nicht bei der Letzten Generation und damit auch nicht Aktivistin einer Gruppierung, die in der Öffentlichkeit gerne auch mal emotional negativ aufgeladen mit "Terrorismus" und "Nötigung" usw. in Verbindung gebracht wird (Neubauer hat die Aktionen der Letzten Generation sogar mehrfach öffentlich kritisiert). Aber es war bestimmt nur ein kleiner schusseliger Fehler und kein Versuch, dass irgendetwas von dem Narrativ "Louis Klamroth steck mit den Klimaklebern unter einer Decke" hängenbleiben soll, stimmts? ;D
Ah sorry, ist ein Mistverständnis.
Hab ich beim Schreiben ungeschickt formuliert. Kommt so falsch rüber. Ist Aufzählung von 3 Personen.
Ausgangspunkt war ja "Hart aber fair"
Mit "Aktivistin der Letzte Generation" ist nicht L. Neubauer gemeint, sondern tatsächlich die später in die Runde gekommene Aktivistin.

@Finn77
Eigentlich vermisse ich immer noch was von dir zu der Tatsache, dass immerhin über 1/3 CO2-Einsparung schon gelungen ist.
Nicht so schlecht, wie ich finde. Sind für dich good news bad news?
 
Fab schrieb:
Ah sorry, ist ein Mistverständnis. [sic!]
Hab ich beim Schreiben ungeschickt formuliert. Kommt so falsch rüber. Ist Aufzählung von 3 Personen.
Auch ein Sorry zurück für die Schärfe meiner Antwort. Mit deiner Erklärung kann man es tatsächlich als auch Aufzählung lesen und es ist plausibel, dass du es auch so gemeint hattest.
 
Fab schrieb:
@Finn77
Eigentlich vermisse ich immer noch was von dir zu der Tatsache, dass immerhin über 1/3 CO2-Einsparung schon gelungen ist.

Das reicht aber nicht. Wir hätten mindestens 1/4 einsparen müssen, um die Klimaziele zu erreichen :wink: :wink:
 
NeusserGletscher schrieb:
ralleycorse schrieb:
Wer glaubt Klimaschutz gibt es zum Nulltarif, der hat es nicht verstanden.
War das nicht jahrzehntelang eines der Argumente für Sonne und Wind? Such mal nach "Die Sonne schickt uns keine Rechnung". Oder den Kosten für eine Kugel Eis pro Monat. Jetzt, wo der Schwindel aufgeflogen ist, heisst es plötzlich, Klimaschutz gäbe es nicht zum Nulltarif.
ralleycorse schrieb:
Und wenn man alle Lösungen ablehnt die auch Nachteile haben, wird man nie etwas ändern.
"Auch Nachteile haben" ist ein netter Euphemismus für "unbezahlbar", "utopisch" und "technisch in großem Maßstab nicht umsetzbar".
ralleycorse schrieb:
Nur langfristig gesehen wird nichts tun noch sehr viel teurer mit noch krasseren/grösseren Nachteilen.
Mit der Brechstange aus allen funktionierenden Technologien auszusteigen, während der Rest der Welt zuschaut, wie Deutschland vor die Wand gefahren wird, rettet das Klima auch nicht.
Mt. Cervino schrieb:
Wenn wir die Energiewende so wie sie aktuell geplant ist weiter verfolgen wollen, wird Strom und auch andere Energie in Zukunft hierzulande noch massiv teurer, als sie ohnehin schon ist. Und das hat direkte Folgen für den Verbrauchen (höhere Strompreise) und indirekte Folgen wie Deindustrialisierung durch Abwanderung nicht mehr wettbewerbsfähiger Unternehmen, sowie in Folge Anstieg der Arbeitslosenzahlen, Ausfall an Steuereinnahmen etc. zur Folge.
Habeck möchte einen Industriestrompreis bis 2030 subventionieren, weil ja dann mit zunehmenden Ausbau der Windenergie der Strom angeblich billiger würde. Dies steht aber im Widerspruch zu Experten, die fordern, man müsse auch die Kosten für die Speicherung mit einbeziehen und von einem Strompreis von 60 -80 Cent und mehr für eine Kilowattstunde Strom in 2030 ausgehen.

Zum Thema reinen Wein einschenken: Wann hat jemand aus der Bundesregierung deutlich gemacht, dass der Strompreis wegen der Energiewende sich bis 2030 sogar verdoppeln könnte? Ich kann mich nicht daran erinnern.
dann aber bitte auch bei den anderen Stromproduktionen die kompletten Kosten mit einrechnen und bezahlen lassen (z.b. bei derAtomkraft die Baukosten, Entsorgungs- und Versicherungskosten)
 
siri schrieb:
Der Klimawandel wird mit elektrisch betriebenen Autos nicht aufzuhalten sein.

Aber mit Verbrennern schon??
Natürlich sind die Elektroautos alleine nicht in der Lage das Klima zu retten, genau daher muss man ja überall ansetzen. Heizung, Mobilität, Bauen, Lebensmittel und insb. Freizeitgestaltung.
Natürlich gibt es Menschen die sich kaum etwas leisten können. Die müssen dann unterstützt werden.
Aber es gibt immer noch zig tausende die meinen es sei ein Lebensrecht jeden Urlaub möglichst weit weg zu fliegen (und die da das Geld ausgeben ohne mit die Wimper zu zucken), aber es als Zumutung darstellen wenn es darum geht für umweltfreundliche Lösungen mehr Geld auszugeben als für umweltschädliche.
 
Wooly schrieb:
schön ist auch wie immer, das keiner der letzten Wutposter den Film auch nur ansatzweise gesehen hat, sondern lieber nach 2 Minuten abschlaltet und dann hier wieder die gleichen uralten Pseudoargumente in die zehntausendste Seite dieses Threads bläst, weil das einfach viel einfacher ist.
ich fände es gut, wenn du nicht immer das beklagen würdest, was du selbst machst.

"Wutposter"
"immer wieder die gleichen uralten Pseudoargumente"

Merkst du was?
 
kaldini schrieb:
dann aber bitte auch bei den anderen Stromproduktionen die kompletten Kosten mit einrechnen und bezahlen lassen (z.b. bei derAtomkraft die Baukosten, Entsorgungs- und Versicherungskosten)

Wir können jetzt gerne in eine Grundsatzdebatte über die Ewigkeitskosten diverser Sünden der Vergangenheit einsteigen. Aber wie Du es auch drehst und wendest, am Ende hat die Kilowattstunde Strom einen Preis. Und wenn der unsere Industrie ins Ausland treibt, dann werden wir halt von dort mit Waren überschwemmt, die dort mit Energie aus fossilen Energieträgern oder Atomstrom hergestellt wurden.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ab dem Tag, an dem jemand auf der Welt einen Superspeicher zur Serienreife entwickelt hat, der preiswert, kaskadierbar und recyclebar ist, die ganze Welt wie blöde Windräder und Solarparks bauen wird, um endlich von den Importen fossiler Energieträger und der damit verbundenen Abhängigkeit von nicht immer ganz zweifesfreien Regimen und politisch instabilen Staaten wegzukommen.

Aber diese Reihenfolge wird von der Technik und der Geografie vorgegeben. Wer seine Energieversorgung überwiegend mit Sonne und Wind bestreiten möchte und dies auch noch jenseits der Wendekreise und mit begrenzter Verfügbarkeit windreicher Standorte, der muss erst einmal preiswerte Speicher erfinden. Jeder andere Weg führt zu nicht tragbaren volkswirtschaftlichen Kosten und endet in einem Ausverkauf der Wirtschaft.

Leider wurde das Problem der saisonalen Speicherung von Strom über Jahrzehnte von den Protagonisten der Windräder geleugnet und auf für diese Kreise bekannte Weise ins lächerliche gezogen. Noch vor 7 Jahren meinte der Spiegel:

[url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oekostrom-knapp-panikmache-mit-der-dunkelflaute-a-1133450.html schrieb:
Spiegel[/url]"]Deutsche Wind- und Solaranlagen haben im Januar kaum Strom produziert - im Fachjargon heißt das Dunkelflaute. Die Vertreter der alten Energiewirtschaft warnen nun vor einer Versorgungslücke. Doch das ist Unfug.

Das, was der Spiegel hier in üblich manipulativer Weise als Unfug bezeichnet, wird mittlerweile auch außerhalb von Fachkreisen als das Kernproblem der Energiewende angesehen.

Bedankt Euch also bei denen, die das Thema Dunkelflaute über Jahrzehnte in das Reich der Verschwörungstheoretiker und Klimaleugner verwiesen haben. Hätten wir vor 40 Jahren mit der Forschung nach Superspeichern begonnen, dann wären wir heute weiter. Und wenn wir nur der Erkenntnis einen Schritt näher wären, dass auch diese Variante ggf. nur eine Sackgasse ist.

Den Vogel an fehlender Sachkompetenz hat der Spiegel dann im Schlußsatz abgeschossen:

[url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oekostrom-knapp-panikmache-mit-der-dunkelflaute-a-1133450.html schrieb:
Spiegel[/url]"]Wenn weitere Kohle- und Atomkraftwerke vom Netz gehen, dürften die Strompreise wieder steigen. Der Betrieb der verbleibenden Meiler werde dann automatisch wieder rentabler

Die konventionellen Kraftwerke sind heute sooooo rentabel, dass der Steuerzahler neben den hohen im Strompreis enthaltenen Subventionen zusätzlich noch deren Vorhaltung im Standby-Modus über den Staatshaushalt subventionieren muss. Und ohne massive Subventionen möchte trotz der hohen Strompreise niemand neue Gaskraftwerke bauen. Was eigentlich auch jedem einleuchtet, der die Grundlagen der Betriebswirtschaft verstanden hat. Denn ein Gaskraftwerk, welches stillsteht, geht zwar nicht pleite. Es hört nur auf, zu produzieren. Aber es leistet damit auch keinen Beitrag, um seine Kosten wieder einzuspielen. Und einen Gewinn möchten die "Vertreter der alten Energiewirtschaft" am Ende auch noch machen.

Dazu fällt mir grad ein Dialog aus der Sendung "Maischberger" zwischen Stefan Aust und Anja Kohl ein:

Frau Kohl: Kohlendioxyd ist ein Stoff, wo die Industrie nicht mehr rein will. Es ist ein Auslaufmodell, ein "Stranded Asset"
Herr Aust: Außer im Ausland, da machen sie es alle
Fau Kohl (mit gespielter moralischer Empörung): ja, getrieben von Profitgier
Herr Aust (trocken): ja, wovon denn sonst? :wink: :wink: :wink: :wink: :wink:

It's capitalism, stupid! Wenn es sich nicht rechnet, dann wird es nicht gemacht.
 
NeusserGletscher schrieb:
Fab schrieb:
@Finn77
Eigentlich vermisse ich immer noch was von dir zu der Tatsache, dass immerhin über 1/3 CO2-Einsparung schon gelungen ist.

Das reicht aber nicht. Wir hätten mindestens 1/4 einsparen müssen, um die Klimaziele zu erreichen :wink: :wink:

:gruebel: :nixweiss:

Versteh ich nicht.
 
Pancho schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Fab schrieb:
@Finn77
Eigentlich vermisse ich immer noch was von dir zu der Tatsache, dass immerhin über 1/3 CO2-Einsparung schon gelungen ist.

Das reicht aber nicht. Wir hätten mindestens 1/4 einsparen müssen, um die Klimaziele zu erreichen :wink: :wink:

:gruebel: :nixweiss:

Versteh ich nicht.

Ta tun sich ja abgrundtiefe Bildungslücken auf. :wink:

Einem Fußballer wird nachgesagt, er habe, nach dem ihm der Trainer 1/3 mehr Gehalt geboten habe, dies empört abgelehnt, er wolle mindestens 1/4. Das ist möglicherweise aber auch frei erfunden, siehe Wikipedia.
 
NeusserGletscher schrieb:
It's capitalism, stupid! Wenn es sich nicht rechnet, dann wird es nicht gemacht.

Nein, es ist nicht Kapitalismus, weil ein entscheidendes Element des Kapitalismus ist, dass alles einen Preis hat. Zb auch Umweltverschmutzung oder Schädigung des globalen Klimas.
Das ist übrigens auch der Grund, warum Kommunismus nicht funktioniert: Disfunktionelle Preisbildung und damit immer eine Schieflage von Angebot und Nachfrage.
Wir machen das halt aktuell dadurch, Klima veränderndes verhalten nicht ausreichend zu sanktionieren.
 
Fab schrieb:
@Finn77
Eigentlich vermisse ich immer noch was von dir zu der Tatsache, dass immerhin über 1/3 CO2-Einsparung schon gelungen ist.
Nicht so schlecht, wie ich finde. Sind für dich good news bad news?
Nein, das ist natürlich super, wenn auch immer noch viel zu wenig. Und zum Thema Kernenergie sei jedem dieses Statement von Herrn Söder und die Entgegnung Habecks empfohlen. Ich hab für euch schon für die richtige Stelle vorgespult:

https://youtu.be/rxbq9ff8CH8?t=1433

(Auf der Handwerksmesse vorgestern)
 
Mt. Cervino schrieb:
Wer glaubt er kann sein ganzes Haus inkl. Wärmepumpe im Januar komplett dauerhaft autark mit PV-Strom versorgen, nur weil er noch einen 10kw Speicher dran hängt, hat es leider auch nicht verstanden.
(...)

Mein Posting war missverständlich. Natürlich spielen hier viel zu viele Faktoren mit, als dass man immer von Autarkie ausgehen kann. Wenn es ein paar Tage mal dunkel und kalt ist, muss der Strom natürlich woanders herkommen.
Mir ging es vor allem auch darum, das Stromnetz zu entlasten und auch einen Eigenvorteil zu haben. Im Moment stockt der PV-Ausbau auch deshalb, weil vielerorts keine Netzkapazitäten mehr da sind, um zu Spitzenzeiten im Sommer den Strom zu verteilen. Dezentrale Speicher können helfen, den Stromfluss in beide Richtungen zu reduzieren. Damit kann man Lastkurven glätten, aber natürlich keine Dunkelflauten aus der Welt schaffen.

Was mich interessieren würde ist die Frage, ob man den großen Anteil an durch Strom erzeugter Wärmeenergie, nämlich Prozesswärme in der Industrie, nicht wieder mit anderen Energieträgern herstellt, zB. mit Biomasse wie früher.

Hier ist eine schöne Grafik, die den Stromverbrauch nach Sektoren in europäischen Ländern zeigt:
https://positionen.wienenergie.at/grafiken/stromverbrauch-einzelner-sektoren-im-vergleich/

Die Industrie liegt in vielen Ländern bei 40-50%, und ich wage zu behaupten, dass der meiste Stromverbrauch dort in Wärmeproduktion geht. (wer da mehr Infos hat, bitte her damit!) Dort werden teilweise so hohe Temperaturen benötigt, dass Wärmepumpen dies nicht bringen können. Und direkte Wärmeerzeugung mit Strom ist so ziemlich das dümmste, das man machen kann.
 
biofleisch schrieb:
"immer wieder die gleichen uralten Pseudoargumente"

Ich würde dich bitten, die letzten drei Seiten bitte mal nach Pseudoargumenten von mir zu suchen und sie bitte aufzulisten. Nur damit ich verstehe, was für dich "Pseudoargumente" sind. Merci !!
 
stephezapo schrieb:
Und direkte Wärmeerzeugung mit Strom ist so ziemlich das dümmste, das man machen kann.

Kommt drauf an, welche Art von Wärme man benötigt.
Ein Lichtbogen ist schon eine gute Sache. ;)

Biomasse ist voll ausgereizt. Das muss eher weniger, als mehr werden.


AT will jetzt Biogas machen. Tja ... Bin schon gespannt, wie das dann konkret aussieht, ob die Abwärme genutzt werden wird, bzw. Gas direkt eingespeist.
 
Firn77 schrieb:
Nein, das ist natürlich super, wenn auch immer noch viel zu wenig. Und zum Thema Kernenergie sei jedem dieses Statement von Herrn Söder und die Entgegnung Habecks empfohlen. Ich hab für euch schon für die richtige Stelle vorgespult:

https://youtu.be/rxbq9ff8CH8?t=1433

(Auf der Handwerksmesse vorgestern)

Klasse von Habeck reagiert aber Söder sollte man sowieso keine Bühne mehr bieten. Der kann von mir aus in BILD TV aufdrehten.
 
Bocky schrieb:
Firn77 schrieb:
Nein, das ist natürlich super, wenn auch immer noch viel zu wenig. Und zum Thema Kernenergie sei jedem dieses Statement von Herrn Söder und die Entgegnung Habecks empfohlen. Ich hab für euch schon für die richtige Stelle vorgespult:

https://youtu.be/rxbq9ff8CH8?t=1433

(Auf der Handwerksmesse vorgestern)

Klasse von Habeck reagiert aber Söder sollte man sowieso keine Bühne mehr bieten. Der kann von mir aus in BILD TV aufdrehten.

Ich finde ihn mit Argumenten zu entzaubern super. Auch sein kindisches "Wou, wou, wou", als Habeck antwortete, spricht ja für sich...
 
Firn77 schrieb:
Und wir reden hier ja noch nicht mal von "Klima retten", selbst China ist uns auch hier schon wieder meilenweit voraus.

Bei der Stromerzeugung ist der Anteil der nicht fossilen Quellen in Deutschland erheblich größer als in China: [world in data].

Selbst bei dem gesamten Primärenergieverbrauch liefern Sonne und Wind in D fast einen doppelt so hohen Beitrag wie in China: [world in data]

Der direkte Vergleich Welt-EU27-China-Deutschland verweist auch eine nicht aus der Welt zu schaffende Falschmeldung in das Reich der Märchen: Sowohl die EU27 als auch Deutschland sind beim Energiemix besser als China und die gesamte Welt.

Lediglich bei Hydropower ist uns China weit voraus. Weil ihnen halt die Geografie ermöglicht hat, mit ein paar Kubikmetern Beton einen Fluss im Tal zu stauen. Bei uns sind leider die Standorte für Stauwerke weitgehend erschöpft.

Hydropower ist im Gegensatz zu Sonne und Wind eine steuerbare Energiequelle. China braucht hier keine zusätzlichen Speicher, weil der Damm selbst der Speicher ist.

Und auch, wenn es weh tut: Hätten wir wenigstens unsere AKWs weiter erhalten, anstatt sie zu verschrotten, dann stünde Deutschland sowohl bei der Stromerzeugung als auch bei dem gesamten Primärenergieverbrauch heute erheblich besser da.

Überschlägig hätten wir mit dem weiteren Betrieb der AKW jährlich 150 Millionen Tonnen CO2 sparen können. Vergleicht dies einmal mit den soganannten "Einsparungen", die gerne immer wieder diskutiert werden. Zum Beispiel Tempolimit: 6,7 Millionen Tonnen Co2. Gebäudeenergiegesetz: insgesamt 40 Millionen Tonnen CO2, wenn man bis 2030 alle Jahre zusammen rechnet. Im Vergleich dazu hat Deutschland seit 1990 seine jährlichen Emissionen um 400 Millionen Tonnen gesenkt. Mit einem weiteren Betrieb der AKW wären es nun 550 Millionen Tonnen.

Aber die gleiche Sorte Energie-"Exerten", die seinerzeit mit dem Ausstieg aus den AKW auf das Klima gepfiffen haben, spielen sich heute erneut als die Hüter der reinen Lehre der Energiewende auf. Müssen hier erst die Lichter ausgehen bis auch der letzte begreift, dass Leute aus dieser Filterblase mehrheitlich keine Ahnung haben?

stephezapo schrieb:
Und direkte Wärmeerzeugung mit Strom ist so ziemlich das dümmste, das man machen kann.

Das hängt ganz davon ab, ob im Winter genügend steuerbare Energie zur Verfügung steht. Heizen mit Strom ist in Ländern wie Frankreich oder der Schweiz weit verbreitet. Weil sie aus bekannten Gründen auch im Winter genügend Energie haben.

In Deutschland ist es, von Einzelfällen abgesehen, blanker Unsinn. Weil wir im Sommer die Energie mit zusätzlichen Kunstbauten erzeugen und speichern müssen, um sie dann im Winter wieder in das Stromnetz einzuspeisen. Wobei dann im Winterhalbjahr die Solarzellen kaum noch einen Ertrag liefern, die Speicher dagegen bis auf die letzte Kilowattstunde ausgequetscht werden.

Hätten wir 90 Pumspeicherkraftwerke mit der Kapazität eines Grande Dixence, sähe die Rechnung schon etwas anders aus. Haben wir aber nicht und werden wir mangels geeigneter Standorte auch nie haben.
 
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