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Die große Klima-Diskussion

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Oh, wenn ich da an den Sommer 2003 denke und wie viele Atomkraftwerke dann nur mehr mit stark verringerter Leistung betrieben werden konnten. Natürlich waren Laufkraftwerke davon auch stark betroffen.

Das Problem von Atomkraftwerken ist halt, dass sie nur grundlastfähig sind und selbst dort extrem unflexibel sind. Ich möchte gar nicht wissen, wie lange in Frankreich das Hochfahren nach einem Blackout dauern würde. Für Tirol hat die TIWAG mal irgend was von 15 bis 20 Minuten behauptet. Wasserkraft ist da halt ideal und alle TIWAG Kraftwerke sind schwarzstartfähig.
 
Tyrolens schrieb:
Oh, wenn ich da an den Sommer 2003 denke und wie viele Atomkraftwerke dann nur mehr mit stark verringerter Leistung betrieben werden konnten. Natürlich waren Laufkraftwerke davon auch stark betroffen.

Es ist aber ein Unterschied, ob Kraftwerke wegen außergewöhnlicher Wetterereignisse (Dürre, Kälte) ausnahmsweise einmal nicht mit voller Leistung betrieben werden können, oder ob sie wegen regelmässig wiederkehrender Wetterereignisse (Nachts ist es dunkel, im Winter steht die Sonne nur knapp über dem Horizont, Flaute, Wolken, Nebel) regelmässig nicht mit voller Leistung betrieben werden können.

Eine Lösung dagegen ist Diversifizierung. Die Politik hat aber in Deutschland beschlossen, hier die Diversität bei unserem Energiemix durch den Verzicht auf Atom und Kohle zu reduzieren. Weil aber kaum noch Potential für den Ausbau von Wasserkraft vorhanden ist, setzt die Politik vor allem auf Sonne und Wind. Damit wird ein Blackout durch diese Energiepolitik wahrscheinlicher als durch Dürren oder extreme Kälte. Wir haben die Abhängigkeit von Importen gegen die Abhängigkeit von den Launen der Natur getauscht. Und dabei unterm Strich nicht viel gewonnen. Zumal wir mit der Lagerung weniger Brennstäbe und Wiederaufbereitung den Einfluss von Schwankungen beim Import gut im Griff hatten.

Tyrolens schrieb:
Das Problem von Atomkraftwerken ist halt, dass sie nur grundlastfähig sind und selbst dort extrem unflexibel sind.

Wie kommt dann Frankreich mit seinen 65% Anteil an der Stromerzeugung damit zurecht?

Abgesehen von meinen grundsätzlichen Bedenken gegenüber der Kernenergie ist es fürs Klima angeblich immer noch besser, wenn der Strom zu 65% aus AKW kommt anstatt aus Kohlekraftwerken oder Gaskraftwerken, die mit LNG aus Fracking betrieben werden. Zumal ich an die aktuellen Daten zum CO2 Ausstoß Deutschlands ein Fragezeichen setzen würde, weil es gut möglich ist, dass die importierten CO2 Equivalente, beispielsweise durch die Freisetzung von Methan bei importiertem Fracking-Gas, noch gar nicht in die Statistiken eingepreist wurden.
 
man kann ein Atomkraftwerk nicht einfach abschalten. die Steuerstäbe hochziehen und es läuft wieder auf Volllast. einfach ausgedrückt.
das Problem nach einem Blackout ist eher die Anbindung und Zusammenschluß der Versorgungsgebiete.
wenn man wie im Fall von Texas ein Versorgungsgebiet anschließt laufen sofort alle Heizlüfter , Kühlschranke mit Anlaufstrom, Server Farmen und was weiß ich nicht alles an.
Das kann schon mal ne Woche dauern.
 
nette Oppositionshilfe:

Der langjährige Daimler-Manager Martin Daum hat im Kampf für mehr Klimaschutz einen jährlichen Aufschlag um 10 Cent auf den Benzinpreis ins Spiel gebracht. Damit sollen Menschen verstärkt zum Umstieg auf E-Autos bewegt werden

was passiert in den Köpfen von Diesel/Benzin Fahrern wenn sie Klimaschutz hören?

genauso wie die Klimakleber. die haben der Sache massiven Schaden beschert.
 
jo26861 schrieb:
Der langjährige Daimler-Manager Martin Daum hat im Kampf für mehr Klimaschutz einen jährlichen Aufschlag um 10 Cent auf den Benzinpreis ins Spiel gebracht. Damit sollen Menschen verstärkt zum Umstieg auf E-Autos bewegt werden

Er studierte BWL in Mannheim und arbeitet seit 1987 für Daimler. Daum verdiente 2020 2,9 Millionen Euro

[Quelle: Internet]

"Klimaschutz" muss man sich leisten können.
 
NeusserGletscher schrieb:
"Klimaschutz" muss man sich leisten können.

so wie Habeck. Der schnippt mit den Fingern und hat Sondervermögen in der Hand. nachfolgende Generationen müssen das habecksche Vermögen natürlich zurückzahlen.

:D Die Party geht weiter
 
Es wurde hier im Thread schon aufgezeigt, wird aber penetrant ignoriert.
Die Kernkraft ist Gesamtwirtschaftlich schlichtweg nicht finanzierbar (neben dem Restrisiko einer katastrophalen Havarie). Wenn man die Gesamtkosten (die noch nicht mal bekannt sind, weil kein Endlager existiert) auf die produzierte kWh umlegt ist sie absurd teuer.
Nur weil der Staat diese Kosten übernommen hat waren die Kosten im Rahmen. Dummerweise bezahlen wir alle unseren Staat und somit diese Stromkosten mit.

Kernkraft muss man sich erst mal leisten können.

Nur so als Hinweis: Regenerative Energie ist UMSONST. Die Sonne, der Wind, das Wasser wird uns nie eine Rechnung zur Gewinnung und Entsorgung stellen.
Klar, man muss sie erstmal erschließen und das kostet dann schon. Auf lange Sicht wird es aber keine Energieform geben die so billig ist.

Und ja, für die harten Wintertage ohne Wind und Sonne braucht es Ausweichkraftwerke. Und die wird es auch mittelfristig noch brauchen da reine Batteriespeicher die die ein ganzes Land versorgen aktuell noch Zukunftsmusik sind. Kurzfristig müssen das Gaskraftwerke sein (natürlich braucht man dazu dummerweise Erdgas). Die können aber mittelfristig mit grünem Wasserstoff betrieben werden der im bestehenden Erdgasnetz gespeichert werden kann. Genau solche für die Stromkonzerne eher unrentable dual-use Gaskraftwerke die immer seltener gebraucht werden aber notwendig sind werden aktuell vom Staat gefördert. Das halte ich für eine weitaus bessere Subvention als weiter riskante Kernkraftwerke mit enormen Kostenrisiken zu pumpen.
 
jo26861 schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
"Klimaschutz" muss man sich leisten können.

so wie Habeck. Der schnippt mit den Fingern und hat Sondervermögen in der Hand. nachfolgende Generationen müssen das habecksche Vermögen natürlich zurückzahlen.

:D Die Party geht weiter

Atomkraft ist ja quasi auch ein "Sondervermögen" aktuell "günstige" Energie und den Abfall zu Lasten nachfolgender Generationen. Ähnlich verhält es sich ja auch mit nicht gemachten Klimaschutz, die Zeche zahlen wahrscheinlich die nachfolgenden Generationen.
 
meistens kommts halt anders als geplant.

Baerbocks Diktator greift Taiwan an und G7 reagiert mit Sanktionen. (China betrachtet Taiwan als Teil Chinas genauso wie Putin die Krim)
also keine Solarpanels mehr aus China. ob die Schweizer um 5000% skalieren können ist fraglich.
Bis zu 70 Prozent der Teile in deutschen Windkraftanlagen stammen bereits aus China.
https://blackout-news.de/aktuelles/chinas-neuer-vorstoss-deutschlands-windkraftindustrie-im-visier/
also auch sanktionieren
die Brics machen gerade ihre eigene Währung. Öl wird dann in Yuan bezahlt und sie brauchen keine Euro oder Dollars mehr. Kohle aus Australien ist ein Problem. und deutscher Camanbert.
dat wars mit Energiewende

oder das
Polwanderung veränderte das Weltklima (Nordpol ist jetzt mittlerweile irgendwo in der Nähe von Sibirien)
https://science.orf.at/stories/3204871/#:~:text=Wird%20das%20Erdmagnetfeld%20schw%C3%A4cher%2C%20verliert,den%20B%C3%A4umen%20dieser%20Zeit%20wider.
................Diese ionisierte Luft brutzelte die Ozonschicht weg, heißt es in einer Presseaussendung zur Studie. In Folge dürften überall auf dem Globus Polarlichter aufgetaucht sein, nicht nur rund um den geographischen Nord- und Südpol wie heute..........
https://idw-online.de/de/news281513
 
ralleycorse schrieb:
Es wurde hier im Thread schon aufgezeigt, wird aber penetrant ignoriert.
Die Kernkraft ist Gesamtwirtschaftlich schlichtweg nicht finanzierbar (neben dem Restrisiko einer katastrophalen Havarie). Wenn man die Gesamtkosten (die noch nicht mal bekannt sind, weil kein Endlager existiert) auf die produzierte kWh umlegt ist sie absurd teuer.
Nur weil der Staat diese Kosten übernommen hat waren die Kosten im Rahmen. Dummerweise bezahlen wir alle unseren Staat und somit diese Stromkosten mit.

Kernkraft muss man sich erst mal leisten können.

Nur so als Hinweis: Regenerative Energie ist UMSONST. Die Sonne, der Wind, das Wasser wird uns nie eine Rechnung zur Gewinnung und Entsorgung stellen.
Klar, man muss sie erstmal erschließen und das kostet dann schon. Auf lange Sicht wird es aber keine Energieform geben die so billig ist.

Und ja, für die harten Wintertage ohne Wind und Sonne braucht es Ausweichkraftwerke. Und die wird es auch mittelfristig noch brauchen da reine Batteriespeicher die die ein ganzes Land versorgen aktuell noch Zukunftsmusik sind. Kurzfristig müssen das Gaskraftwerke sein (natürlich braucht man dazu dummerweise Erdgas). Die können aber mittelfristig mit grünem Wasserstoff betrieben werden der im bestehenden Erdgasnetz gespeichert werden kann. Genau solche für die Stromkonzerne eher unrentable dual-use Gaskraftwerke die immer seltener gebraucht werden aber notwendig sind werden aktuell vom Staat gefördert. Das halte ich für eine weitaus bessere Subvention als weiter riskante Kernkraftwerke mit enormen Kostenrisiken zu pumpen.

Das ist eine Pseudo-Argumentation, weil die "Erneuerbare Energie" genauso wie sämtliche "Klima- und Umweltschutz"-Sachen noch viel massiver gefördert werden als es Kernkraft jemals wurde, da brauchst du nur den aktuellen Bundeshaushalt (also auch alle Einzelpläne) durchlesen, da ziehen sich die Milliarden für diese Zwecke durch sämtliche Ministerien durch...

Und dabei sind der Allgemeinheit auferlegte Kosten noch gar nicht mitgerechnet, bspw. in Industrie und Heizung/Gebäudeenergieeffizienz, wo man auch immer weiter und immer höhere Energieeffizienz- und Ausstoß-Maximalwerte festlegt, was freilich auch viele Milliarden kostet.

Wenn man daher eine Gesamtrechnung aufmacht, ist das Günstigste die Braunkohle (weil man da riesige Mengen auf einmal abbaggern kann), danach kommt Kernenergie.

Aber heutzutage wird jede Vernunft und eigenes Nachdenken durch ideologisiertes Nachplappern ersetzt, das konnte man 2015 exemplarisch merken dass eine "Willkommenskultur" für illegale Wirtschaftsmigranten ausgerufen wurde, geht weiter mit dem Feldzug gegen Plastik (obwohl hier auch bisher keine für Menschen nennenswerten Probleme vorhanden waren mit den in D im Jahr 2000 geltenden Vorschriften, arbeitet man seitdem mit massiven Einschränkungen und Verboten) und betrifft heute nahezu jeden Bereich, wo dann sogar gegen die besonders umwelt- und klimafreundliche Atomkraft durch Falschbehauptungen argumentiert wird (interessanterweise nur in D, der Rest der Welt ist da vernünftiger), sowie bei den Vorschriften zur Heizung und Gebäudeenergieeffizienz, und trotz kontinuierlichen Beweises des Gegenteils immer weiter an gescheiterten Konzepten festgehalten wird, weil sie eben ideologisch als einzig richtig und gangbar deklariert wurden.

Ganz aktuell merkt man, dass die Grün-ideologischen Konzepte (das umfasst nicht nur die Partei der Grünen, sondern wird auch von CDU, CSU, SPD, FDP usw. vertreten, ganz entscheidend übrigens über die EU mit CDU-Kommissionspräsidentin von der Leyen) technisch und wirtschaftlich völliger Unsinn sind, bei der genannten Energiepolitik, darüber hinaus bei der Industriepolitik wo viele Betriebe aus D abwandern und dann eben zu deutlich laxeren Vorgaben in die USA und nach Indien gehen, und dass das Gerede vom "Grünen Wirtschaftswachstum" noch nie funktionieren konnte, sondern immer eine "Wachstumsrücknahme" (das ist beinahe sozialistischer Euphemismus für "Rezession") aus den Konzepten folgt.

Dass man in Anbetracht all diesen unbestreitbaren Scheiterns und des großen Schadens, den diese Konzepte anrichten, nicht endlich insgesamt von den bisherigen Konzepten abweicht und stattdessen auf Deregulierung und Marktwirtschaft setzt, denn wenn man keine Verbote und Einschränkungen erlässt setzt sich am Markt eben das Beste durch, ist eines der großen Probleme, die wir heute in den westlichen Gesellschaften haben.
Selbst in der Migrationspolitik weigern sich bis heute große Teile der Politik, endlich die Sache vom Kopf auf die Füße zu stellen und durch konsequente Maßnahmen dem Problem zu begegnen, statt immer weiter auf nicht umsetzbare Phrasen zu setzen wie eine "europäische Lösung" (die meist inhaltlich sowieso nicht sinnvoll sind oder eben von Ungarn oder Polen blockiert werden) oder gar "Fluchtursachen bekämpfen" (da hat mir noch nie jemand erklären können, wie man die Machthaber in Afghanistan, Persien, Syrien oder Eritrea davon abhalten soll, Fluchtursachen zu erzeugen).

Am Besten merkt man sowas übrigens immer daran, wenn jemand sich so äußert, dass man quasi identisch in den Medien oder bestimmten Positionspapieren diese Aussage findet, dass derjenige sich nicht selbst über eine eigene Position nachgedacht hat, sondern nur das nachplappert, was er woanders gehört hat.
 
ralleycorse schrieb:
Nur so als Hinweis: Regenerative Energie ist UMSONST. Die Sonne, der Wind, das Wasser wird uns nie eine Rechnung zur Gewinnung und Entsorgung stellen.

Solar- und Windkraft-Produzenten stellen Rechnungen. Selbst, wenn sie Strom zu einem Zeitpunkt erzeugen, wenn ihn zu diesem Preis niemand braucht:

[url=https://www.welt.de/wirtschaft/plus254169464/Teure-EEG-Verguetung-Deutschland-verloren-in-der-Solar-Sackgasse.html schrieb:
Welt.de[/url]"]Allein im September wurden 2,6 Milliarden Euro an Einspeisevergütung für die Solar- und Windkraft-Produzenten überwiesen – nur 145 Millionen Euro wurden eingenommen. Die Lücke ist so groß, dass sie den Haushalt sprengt.
 
NeusserGletscher schrieb:
Solar- und Windkraft-Produzenten stellen Rechnungen. Selbst, wenn sie Strom zu einem Zeitpunkt erzeugen, wenn ihn zu diesem Preis niemand braucht:
Kohle- und Gasstrom-Produzenten stellen Rechnungen. Selbst wenn sie Strom zu einem Zeitpunkt erzeugen, wenn ihn zu diesem Preis niemand braucht.

Ich plädiere für Technologieoffenheit. Kohlestromproduzenten sollten Wege finden, ihre Anlagen flexibler laufen lassen zu können.
 
noisi schrieb:
Kohle- und Gasstrom-Produzenten stellen Rechnungen. Selbst wenn sie Strom zu einem Zeitpunkt erzeugen, wenn ihn zu diesem Preis niemand braucht.

Falls Dir der Unterschied nicht bekannt sein sollte: Machen wir doch die Probe aufs Exempel:

a) wir stellen alle Kohle- und Gaskraftwerke ab

b) wir stellen alle Solarparks und Windräder ab

Bei welchem Szenario gehen wohl in Deutschland die Lichter aus?

Kleiner Tip: Solar und Wind stellen sich ab und an ganz von selbst ab. Dieses Szenario haben wir mehrmals pro Jahr.

noisi schrieb:
Ich plädiere für Technologieoffenheit. Kohlestromproduzenten sollten Wege finden, ihre Anlagen flexibler laufen lassen zu können.

Genau deswegen plant man derzeit den Bau neuer Gaskraftwerke. Weil die flexibler auf Schwankungen reagieren können. Trotzdem bleiben sie unwirtschaftlich, wenn sie nur fallweise ans Netz dürfen. Die Rechnung bezahlen wir dann auf die eine oder andere Weise.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Einspeisevergütungen sollte es nur noch für Solar und Wind geben, wenn entsprechend der installierten Leistung und der vom Standort abhängigen Volatilität auch eine bestimmte Kapazität zur Speicherung zur Verfügung gehalten wird. Weht der Wind und scheint die Sonne beständiger und berechenbarer, braucht man weniger Speicher. Rein wirtschaftlich würde sich dann sehr schnell herausstellen, dass sich Solar und Wind in Deutschland nur in Ausnahmefällen rechnen.

Es ist übrigens nicht meine Idee, die Energieerzeugung in Deutschland weitgehend auf Solar und Wind umzustellen. Allerdings haben diejenigen, welche diese Idee voran treiben, bislang kein schlüssiges Konzept vorgelegt, wie und zu welchen Kosten wir mittelfristig auf Gas und Kohle verzichten können. Entweder scheitern solche Überlegungen an fehlenden technischen Möglichkeiten, am Preis oder schlicht an der Realität.

Am ehesten könnte dies vielleicht südlichen Ländern am Mittelmeer gelingen. Die haben Sonne und Wind satt. Bei 2.5 fach höherer Ausbeute aus Solar würden sich ggf. sogar stoffliche Speicherung und Transport rechnen.
 
j-d-s schrieb:
ralleycorse schrieb:
Es wurde hier im Thread schon aufgezeigt, wird aber penetrant ignoriert.
Die Kernkraft ist Gesamtwirtschaftlich schlichtweg nicht finanzierbar (neben dem Restrisiko einer katastrophalen Havarie). Wenn man die Gesamtkosten (die noch nicht mal bekannt sind, weil kein Endlager existiert) auf die produzierte kWh umlegt ist sie absurd teuer.
Nur weil der Staat diese Kosten übernommen hat waren die Kosten im Rahmen. Dummerweise bezahlen wir alle unseren Staat und somit diese Stromkosten mit.

Kernkraft muss man sich erst mal leisten können.

Nur so als Hinweis: Regenerative Energie ist UMSONST. Die Sonne, der Wind, das Wasser wird uns nie eine Rechnung zur Gewinnung und Entsorgung stellen.
Klar, man muss sie erstmal erschließen und das kostet dann schon. Auf lange Sicht wird es aber keine Energieform geben die so billig ist.

Und ja, für die harten Wintertage ohne Wind und Sonne braucht es Ausweichkraftwerke. Und die wird es auch mittelfristig noch brauchen da reine Batteriespeicher die die ein ganzes Land versorgen aktuell noch Zukunftsmusik sind. Kurzfristig müssen das Gaskraftwerke sein (natürlich braucht man dazu dummerweise Erdgas). Die können aber mittelfristig mit grünem Wasserstoff betrieben werden der im bestehenden Erdgasnetz gespeichert werden kann. Genau solche für die Stromkonzerne eher unrentable dual-use Gaskraftwerke die immer seltener gebraucht werden aber notwendig sind werden aktuell vom Staat gefördert. Das halte ich für eine weitaus bessere Subvention als weiter riskante Kernkraftwerke mit enormen Kostenrisiken zu pumpen.

Das ist eine Pseudo-Argumentation, weil die "Erneuerbare Energie" genauso wie sämtliche "Klima- und Umweltschutz"-Sachen noch viel massiver gefördert werden als es Kernkraft jemals wurde, da brauchst du nur den aktuellen Bundeshaushalt (also auch alle Einzelpläne) durchlesen, da ziehen sich die Milliarden für diese Zwecke durch sämtliche Ministerien durch...

Und dabei sind der Allgemeinheit auferlegte Kosten noch gar nicht mitgerechnet, bspw. in Industrie und Heizung/Gebäudeenergieeffizienz, wo man auch immer weiter und immer höhere Energieeffizienz- und Ausstoß-Maximalwerte festlegt, was freilich auch viele Milliarden kostet.

Wenn man daher eine Gesamtrechnung aufmacht, ist das Günstigste die Braunkohle (weil man da riesige Mengen auf einmal abbaggern kann), danach kommt Kernenergie.

Aber heutzutage wird jede Vernunft und eigenes Nachdenken durch ideologisiertes Nachplappern ersetzt, das konnte man 2015 exemplarisch merken dass eine "Willkommenskultur" für illegale Wirtschaftsmigranten ausgerufen wurde, geht weiter mit dem Feldzug gegen Plastik (obwohl hier auch bisher keine für Menschen nennenswerten Probleme vorhanden waren mit den in D im Jahr 2000 geltenden Vorschriften, arbeitet man seitdem mit massiven Einschränkungen und Verboten) und betrifft heute nahezu jeden Bereich, wo dann sogar gegen die besonders umwelt- und klimafreundliche Atomkraft durch Falschbehauptungen argumentiert wird (interessanterweise nur in D, der Rest der Welt ist da vernünftiger), sowie bei den Vorschriften zur Heizung und Gebäudeenergieeffizienz, und trotz kontinuierlichen Beweises des Gegenteils immer weiter an gescheiterten Konzepten festgehalten wird, weil sie eben ideologisch als einzig richtig und gangbar deklariert wurden.

Ganz aktuell merkt man, dass die Grün-ideologischen Konzepte (das umfasst nicht nur die Partei der Grünen, sondern wird auch von CDU, CSU, SPD, FDP usw. vertreten, ganz entscheidend übrigens über die EU mit CDU-Kommissionspräsidentin von der Leyen) technisch und wirtschaftlich völliger Unsinn sind, bei der genannten Energiepolitik, darüber hinaus bei der Industriepolitik wo viele Betriebe aus D abwandern und dann eben zu deutlich laxeren Vorgaben in die USA und nach Indien gehen, und dass das Gerede vom "Grünen Wirtschaftswachstum" noch nie funktionieren konnte, sondern immer eine "Wachstumsrücknahme" (das ist beinahe sozialistischer Euphemismus für "Rezession") aus den Konzepten folgt.

Dass man in Anbetracht all diesen unbestreitbaren Scheiterns und des großen Schadens, den diese Konzepte anrichten, nicht endlich insgesamt von den bisherigen Konzepten abweicht und stattdessen auf Deregulierung und Marktwirtschaft setzt, denn wenn man keine Verbote und Einschränkungen erlässt setzt sich am Markt eben das Beste durch, ist eines der großen Probleme, die wir heute in den westlichen Gesellschaften haben.
Selbst in der Migrationspolitik weigern sich bis heute große Teile der Politik, endlich die Sache vom Kopf auf die Füße zu stellen und durch konsequente Maßnahmen dem Problem zu begegnen, statt immer weiter auf nicht umsetzbare Phrasen zu setzen wie eine "europäische Lösung" (die meist inhaltlich sowieso nicht sinnvoll sind oder eben von Ungarn oder Polen blockiert werden) oder gar "Fluchtursachen bekämpfen" (da hat mir noch nie jemand erklären können, wie man die Machthaber in Afghanistan, Persien, Syrien oder Eritrea davon abhalten soll, Fluchtursachen zu erzeugen).

Am Besten merkt man sowas übrigens immer daran, wenn jemand sich so äußert, dass man quasi identisch in den Medien oder bestimmten Positionspapieren diese Aussage findet, dass derjenige sich nicht selbst über eine eigene Position nachgedacht hat, sondern nur das nachplappert, was er woanders gehört hat.

Diesen Mumpitz glaube ich in dem Moment, in dem der Bayerische Ministerpräsident bei seiner Schreierei nach Atomkraft auch die Eier in der Hose hat, seinen Untertan im schönen Freistaat zu erklären, dass der anfallende Müll auch dort verscharrt wird. Aber da windet er sich wie ein Aal und schlingert von einer absurden Erklärung in die nächste.
Herrjeh, sowas kann man einfach nicht unkommentiert stehen lassen. Am Ende lesen das noch Kinder oder Jugendliche und halten es für realitätsnah.

Am Besten merkt man sowas übrigens immer daran, wenn jemand sich so äußert, dass man quasi identisch in den Medien oder bestimmten Positionspapieren diese Aussage findet, dass derjenige sich nicht selbst über eine eigene Position nachgedacht hat, sondern nur das nachplappert, was er woanders gehört hat - komisch, genau das kam mir auch direkt in den Sinn...wir versammeln uns alle unter einem großen Aluhut
 
old17 schrieb:
...wir versammeln uns alle unter einem großen Aluhut

Es ist aber auch schwierig, wenn konstruktive Vorschläge sofort reflexartig auf Ablehnung stoßen und dann alle möglichen Begründungen konstruiert werden, um ja nicht die eigene Überzeugung oder den derzeit geltenden Narrativ zu hinterfragen.

Wenn Solar in südlichen Ländern ein vielfaches der Ausbeute von Solar in Deutschland hat, dann lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie wir die Energie nach Deutschland transportieren. Die südlichen Länder, in denen es häufig arme Regionen gibt, würden sich über zusätzliche Einnahmen sicher freuen (wenn man sie denn an den Einnahmen beteiligt). Entweder transportiert man dann die Energie per Wasserstoff oder HGÜ nach Deutschland. Wasserstoff lässt sich sogar speichern. Beides ist technisch machbar, es müsste halt einmal durchgerechnet werden. Aber es würde mich überraschen, wenn bei Faktor 2.5 die Erzeugung von Strom aus Solar im Süden Europa unter Einbeziehung der Transportkosten und Nutzungsabgaben nicht am Ende günstiger wäre.

Das heisst ja nicht, dass wir hier in Deutschland komplett auf Solar und Wind verzichten sollten. Wir sollten nur unsere Investitionen dort konzentrieren, wo sie die größte Wirkung entfalten. Leider wurden einfachste ökonomische Überlegungen bei der Energiewende bislang konsequent missachtet.
 
Könntest du bitte deinen Faktor 2,5 mit Daten und Fakten untermauern?

Meine PV-Anlage liefert seit 15 Jahren mindestens 1000kWh/kWp.a. Teilweise über 1100kWh/kWp.a. Zeig mir bitte eine Anlage, die "im Süden" 2700kWh/kWp.a liefert.
 
TONI_B schrieb:
Könntest du bitte deinen Faktor 2,5 mit Daten und Fakten untermauern?

NeusserGletscher schrieb:
Spanien erzeugt mit (23,5 GW) installierter Solarleistung 45 TWh, Deutschland mit (80 GW) 62 TWh.

Quellen: world in data, Internet, Ende 2023

Spaniens kumulierte installierte Photovoltaik-Leistung bei diesen vom Betreiber des Hochspannungsnetzes registrierten Anlagen lag damit zum Jahresende bei 25,54 Gigawatt

Am Jahresende 2023 betrug die installierte Gesamtleistung in Deutschland 81,7 Gigawatt

Ich finde grad nicht die ursprünglichen Quellen mit der zum Jahresende installierten Leistung, daher die Rechnung mit den Zahlen, die ich aktuell finde:

45 TWh / 25,54 GW * 81,7 GW / 62 TWh = 2,3

Was erstaunt Dich daran? Spanien liegt näher am Äquator. Im Winterhalbjahr steht die Sonne höher über dem Horizont. Ganz abgesehen vom Wetter.

TONI_B schrieb:
Meine PV-Anlage liefert seit 15 Jahren mindestens 1000kWh/kWp.a. Teilweise über 1100kWh/kWp.a. Zeig mir bitte eine Anlage, die "im Süden" 2700kWh/kWp.a liefert.

Dann hast Du Deine Module an einem guten Standort aufgebaut. Aber offenbar hat die Überförderung von Solar dazu geführt, dass Solarzellen auch an weniger geeigneten Standorten aufgebaut wurden. Das ist der Nachteil von Subventionen, sie setzen Fehlanreize.
 
TONI_B schrieb:
Meine Anlage steht auf 48° n.Br. und ist nicht optimal ausgerichtet, weil 4kWp 45° gegen SW, 2,5kWp 10° gegen SW und 2,5kWp 10° gegen NW(!).

Das sind die Zahlen, die mir bekannt sind: https://www.top50-solar.de/experten-forum-energiewende/fileadmin/user_upload/PDF/274-666-Heesen-Hohe_Ertraege_europaeischer_Photovoltaikanlagen.pdf

https://echtsolar.de/globalstrahlung/

Ca. 1500kWh/kWp.a in Spanien und 1000kWh/kWp.a in Österreich. Und nicht dein Faktor 2,5...

In Südspanien nach Deinem pdf 2000 kWh/a. Abgesehen davon sind Deine Daten aus 2011 bzw. 2020. Meine Überschlagsrechnung basiert auf den Daten von 2023.

Anhand dieser leider schon 10 Jahre alten Grafik siehst Du, dass sich der Bau von Solarparks in Spanien auf den Süden des Landes konzentriert.

Aber wenn man es genau wissen möchte, muss man selbstverständlich verlässlichere Daten haben und über mehrere Jahre mitteln.
 
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