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Die große Klima-Diskussion

Status
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TONI_B schrieb:
Spezialwidde schrieb:
Daswar bei mir auch so aber bei meinem Modell waren die Schnellkupplungen einfach aufs vorhandene Gewinde an den Ventilblöcken geschraubt. Nach dem Entfernen konnte ich eine passende Bördelüberwurfmutter benutzen.
Na ja, was hat dieser Beitrag mit dem Klima zu tun?

Ich denke ich habe gut dagelegt wie die Politik in Verbindung mit der Industrie was die Kältemittelthematik angeht systematisch das Klima und den Umweltschutz sabotiert. Darum gings mir eigentlich primär. Sorry nochmal für diesen tatsächlichen Off Topic Beitrag den ich im Affekt der Diskusion verfasst habe, ich hoffe es war nicht allzuschlimm und man kommt darüber hinweg :sniff:
 
Petz schrieb:
Ich denke wir wären uns einig das Klimaanlagen/Wärmepumpen ein erheblicher Teil der Lösung der Klimaproblematik sind und deshalb macht es Sinn, potentielle Interessenten vor dem Kauf von Anlagen mit Kältemittelleitungsschnellverschlüssen zu warnen... :wink:

SCRABBLE!!!
 
Es scheint, als ob doch noch Vernunft einkehren würde... Hat lange gedauert aber immerhin.
Durch die C02 Besteuerung in der EU wird global gesehen keine Tonne weniger CO2 emittiert, es findet lediglich eine Verschiebung der Nachfrage in andere Länder statt, bei zeitgleich höherer Belastung der Bürger, Unternehmen etc. in der EU. Wer kann das schon wollen...
Eine globale Reduktion von C02 Emissionen erfordert auch wirksame globale Maßnahmen.
 
Mt. Cervino schrieb:
Eine globale Reduktion von C02 Emissionen erfordert auch wirksame globale Maßnahmen.
Richtig und ohne diese sehe ich eine Co2 - Besteuerung nur dann für sinnvoll und nicht wirtschaftsschädigend, wenn entsprechende Kompensationen für den Handel mit jenen Ländern erstellt werden die nicht mitziehen.
So müsste im Binnenmarkt für jedes Importprodukt ein Co2 - Herstellungsäquivalent ausgewiesen und dann eine entsprechende Abgabe erhoben werden wenn dies im Produktionsland nicht geschieht. Im Gegenzug müsste man aber auch EU.- Erzeugnisse dann aus diesen Einnahmen subventionieren wenn sie in Länder ohne binnenwirtschaftliche Co2 - Abgaben exportiert werden um Wettbewerbsgleichheit zu gewährleisten.
Damit kann man natürlich den weltweiten Co2- Ausstoß nicht beeinflussen aber zumindest sicherstellen, daß nicht die Wirtschaft jener Länder die sich zur Klimawandelbekämpfung verpflichtet haben, zugunsten jener mit klimaleugnenden Regierungen geschädigt wird.
 
Petz schrieb:
...
So müsste im Binnenmarkt für jedes Importprodukt ein Co2 - Herstellungsäquivalent ausgewiesen und dann eine entsprechende Abgabe erhoben werden wenn dies im Produktionsland nicht geschieht. Im Gegenzug müsste man aber auch EU.- Erzeugnisse dann aus diesen Einnahmen subventionieren wenn sie in Länder ohne binnenwirtschaftliche Co2 - Abgaben exportiert werden um Wettbewerbsgleichheit zu gewährleisten...
Hmm, ich kenne mich da nicht gut aus, aber der EU CO2-Grenzausgleichsmechanismus CBAM macht ja sowas, jedenfalls den von Dir beschriebenen ersten Teil:
https://www.dehst.de/DE/Themen/CBAM/CBAM-verstehen/cbam-verstehen_node.html
Von 2023 bis Ende dieses Jahres war die Einführungsphase, nächstes Jahr geht es richtig los:
https://taxation-customs.ec.europa.eu/carbon-border-adjustment-mechanism_en
 
Die CBAM - Regelung brächte nur wirklich was wenn sie ausnahmslos alle Produkte beträfe und so wie von mir beschrieben auch die Wettbewerbsungleichheiten beim Export kompensieren würde.
Und dann stellt sich für mich noch die Frage wie die Trumpadministration reagiert wenn sie das Thema entdecken würde, denn das hat sie offenbar noch nicht auf dem Schirm. Bin mir absolut sicher das das als wirtschaftskriegerische Aktion zu Lasten der USA eingestuft würde und sie dann in Folge europäische Produkte mit hohen Strafzöllen belegt und/oder den Natoschutzschirm für betreffende Länder außer Kraft setzt.
Ich vermute mit der Verzögerung versucht man, sich diesbezüglich in eine Nachtrumpära zu retten um Racheaktionen der USA vielleicht noch verhindern zu können.
 
Petz schrieb:
Richtig und ohne diese sehe ich eine Co2 - Besteuerung nur dann für sinnvoll und nicht wirtschaftsschädigend, wenn entsprechende Kompensationen für den Handel mit jenen Ländern erstellt werden die nicht mitziehen.

Das Problem auf globaler Ebene ist eben dass die Wirtschaftsmächte außerhalb der EU immer weniger auf Handelsbeziehungen mit der EU angewiesen sind. Der Einfluss und die Möglichkeit auf dem Markt Druck auszuüben um Ziele durchsetzen zu können schwindet doch Zusehens, nicht zuletzt dadurch dass wir diese Ideologie ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen. Kann es sich die EU überhaupt noch leisten mit irgendwelchen Klimarepressalien zu kommen? Wenn China und die USA dafür kein Interesse haben und eben nicht mitziehen verhungert eher die komplette Industrie im europäischen Wirtschaftsraum als dass die das tangiert. Wir sind mittlerweile abhängiger vom externen Handel wie er von uns, das wird manchmal gerne übersehen. Ich bin mir recht sicher dass die nicht mitziehen werden, zumindest nicht in dem Maße wie es die ideologiegetriebene EU-Politik gerne hätte. Unsere Eisenhütten die man im Ruhrgebiet damals abgebaut hat qualmen in China heute noch fröhlich weiter. Damit macht man es also wirklich nicht besser, ganz im Gegenteil!
 
Die EU ist nach wie vor, so lange Trump existiert noch mehr, einer der wichtigste Märkte der Welt. Auf den kann keiner verzichten.

Aktuell wird an Modellen gearbeitet, die eine THG Bepreisung ermöglicht, die jeden trifft, der mit der EU Handel treibt. Das ist schwierig umzusetzen, aber an sich kein schlechter Weg, weil China dann zb THG Steuer bezahlen müsste für jedes Produkt, dass in die EU exportiert wird und xy kg oder to THG verursacht.
Allerdings, großer Nachteil, geht das natürlich zu Lasten der Käufer in der EU. Daher müsste man die Einnahmen an die Bürger und Unternehmen zurück fließen lassen.
Trotzdem würde es den Grundprinzipien der Marktwirtschaft entgegenstehen. Aber hat man andere Optionen? Letztens wurden die Klimawandel Prognosen revidiert. Für Europa +3°C bis 2050.
 
Tyrolens schrieb:
Die EU ist nach wie vor, so lange Trump existiert noch mehr, einer der wichtigste Märkte der Welt. Auf den kann keiner verzichten.

Ich bin mir eben nicht sicher ob das wirklich noch so ist oder ob man uns das eher suggeriert. Ich sag ja nicht dass der EU Markt unwichtig für die USA ist aber dass keiner darauf verzichten kann würd ich nicht mehr unterschreiben.
 
Tyrolens schrieb:
Letztens wurden die Klimawandel Prognosen revidiert. Für Europa +3°C bis 2050.
Ich fürchte selbst die ist Makulatur und wir werden, solange die Trumpisten in den USA nicht geteert und gefedert außer Landes gejagt werden, eher bei + 5°C in 2050 landen. China hat wenigstens die Zeichen der Zeit erkannt und treibt mit Nachdruck die Alternativenergieerzeugung voran. Und auch wenn einem das politische System in China mißfällt hielte ich es für absolut sinnvoll, auf wirtschaftlicher Ebene und mit Fokus auf die in den Pariser Verträgen geschlossenen Verpflichtungen eine verstärkte Kooperation mit China zu pflegen. Nur so kriegt man die USA noch wieder in die Spur wenn sich die Umsetzung der "Make America great again" Idee als wirtschaftlicher Suizidboomerang erweist.
 
Petz schrieb:
China hat wenigstens die Zeichen der Zeit erkannt und treibt mit Nachdruck die Alternativenergieerzeugung voran.
Meinst du das damit? :wink:
Energiebedarf in China - Zwei neue Kohlekraftwerke pro Woche
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/china-kohlekraftwerke-100.html

China treibt die Alternativenergieerzeugung nicht aus Altruismus voran, sondern weil es eine Notwendigkeit ist.
Der riesige steigende Energiebedarf in China wird durch den Zubau von hunderten neuen Kohlekraftwerken ebenso bewerkstelligt, wie durch den Zubau von vielen Atom- und Wasserkraftwerken. Daneben entstehen riesige Windparks, Photovoltaik und Biogasanlagen in unvorstellbarere Menge und Größe. Und alles nicht primär aus Umweltschutzgedanken, sondern, weil China nur durch die Menge und Anzahl an unterschiedlichen Energieerzeugungsarten die riesigen Menge an Strom produzieren kann, die heute schon und zukünftig noch mehr benötigt, um das Land ausreichend mit Energie zu versorgen.
Daneben lassen sich so Dinge wie Solarpaneele natürlich auch noch gut in andere Länder exportieren und damit monetarisieren.
Aber der eigentliche Gedanke in China ist primär die eigene Versorgung des Landes, weil man nur mit ausreichend Strom für Industrie und Haushalte wettbewerbsfähig sein kann und Wachstum erzeugen kann.
Letzteres hat man in DE noch nicht verstanden. Da glaubt man noch mit einer De-Growth Strategie und schrumpfender Wirtschaftsleistung die kommenden sehr teuren Aufgaben des Landes zu bewältigen zu können...
 
der Bericht aus 2025 stellt die Situation aber meine Meinung nach besser dar: https://www.tagesschau.de/wirtschaf...ke-erneuerbare-energien-energiewende-100.html
80GW an Kohlestromzubau vs. 500GW bei Wind- und Solarenergie.

Ob man nun im eigenen Land alles produzieren muss oder eher in einem engen Staatenbund dies auch in andere Regionen verlegen kann, ist halt dahingestellt. Gewissermaßen sind die Grenzen von Ländern ja auch etwas willkürlich mal gezogen worden. Warum nicht die ganze EU mit China vergleichen, von der Fläche käme das ja eher ran.
Und ohne Leitungen bringt es in China auch nix, wenn an der Küste Wind weht, an der mongolischen Grenze aber Strom benötigt wird...
 
Für stellt sich auch seit jeher die Frage ob nach den Kriterien welche beispielsweise Holz als Co2 - neutralen Energieträger einstufen, dasselbe nicht auch für Kohle gelten müsste. Zum Unterschied zu Erdöl und Erdgas entstand Kohle ja aus abgestorbenen Pflanzen die zu ihren Lebzeiten durch Photosynthese ebenfalls der Atmosphäre Co2 entzogen und deshalb eigentlich ebenfalls als grundsätzlich klimaneutral eingestuft werden müsste.

Sicherlich macht es aus Klimasicht absolut Sinn aus allen fossilen Energieträgern so rasch wie möglich auszusteigen um die Co2 - Emissionen runterzufahren, aber ich finde es unfair der Kohle eine Klimaschädlichkeit anzudichten die sie aus gesamthistorischer Sicht nicht besitzt.
 
Ganz egal, dass Kohle mal aus Pflanzen entstanden ist - sie lag viele Millionen Jahre lang in der Erde. Wenn man sie jetzt ausgräbt und verbrennt, verursacht dieses zusätzliches CO2, welches nicht in unseren aktuellen natürlichen Kohlenstoffkreislauf gehört und ohne den Menschen auch nie dort hinkommen würde.
 
wmenn schrieb:
Wenn man sie jetzt ausgräbt und verbrennt, verursacht dieses zusätzliches CO2, welches nicht in unseren aktuellen natürlichen Kohlenstoffkreislauf gehört und ohne den Menschen auch nie dort hinkommen würde.
Richtig nur müsste man dann konsequenterweise im Gegenzug auch Holz und Holzkohle als Brennstoff verbieten denn bis auf paar meist blitzschlagbedingte Ausnahmen fackelt sich ein Wald nicht selbst zum Privatvergnügen ab.
 
Nö. Denn man Holz auch nachpflanzen. Solange jährlich so genau so viel nachwächst wie entnommen wird ist das ein geschlossener Kreislauf.
 
Jein. Die Antwort auf diese Frage ist recht kompliziert und hängt wesentlich vom Standort und der Art der Bewirtschaftung ab.
Es gibt Fälle, in denen durch die Holzernte mehr THG frei gesetzt werden, als im Holz selbst enthalten sind.
Dann stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht klüger wäre, den Wald, wo's der Standort her gibt, als Kohlenstoffsenke zu verwenden.

Bei uns in Tirol zb wird der Wald heute mehr oder weniger entgegen der guten fachlichen Praxis bewirtschaftet. Damit werden mehr THG frei gesetzt, als nötig und das wird auch gefördert, zb durch den geförderten Bau von Biomasseheizungen (v.a. Hackgutheizungen). Da muss man dann auch klar sagen, dass das in der Bilanz dann gut aussieht, weil der Biomasseanteil hoch ist, in der Realität die Sache aber mitunter ganz anders aussehen kann.
 
Ein lebendes Ökosystem, welcher Art auch immer, hat nur so lange eine CO2 Senkenfunktion wie es sich im Aufbau befindet. Ein Langzeit bestehender Wald wie unberührter tropischer Regenwald oder auch die Taiga hat das nicht mehr, man hat dann ein Gleichgewicht zwischen CO2 Aufnahme und Abgabe durch Verrottung und dem Stoffwechsel der im Wald lebenden Tiere und Pilze. Die fossilen Energieträger sind ja entstanden indem aufgebaute Biomasse durch geologische Vorgänge dem natürlichen Kreislauf entzogen wurde und der enthaltene Kohlenstoff quasi deponiert wurde. Diesen holen wir heute wieder aus der Deponie heraus und führen ihn in den natürlichen Kreislauf wieder zurück. Ohne jede Wertung ob das jetzt gut oder schlecht ist...
Was aber in er ganzen Geschichte viel zu wenig im Gespräch ist ist die Kohlenstoffbindung in Carbonatgestein. Nehmen wir doch mal die Alpen. Alles Kalk! Im Kalkgestein der Erde sind gigantische Mengen an CO2 gespeichert. Dagegen sind die fossilen Lagerstätten ziemlich mickrig. Bei der weiteren Verwitterung reagiert Calciumcarbonat mit Kohlensäure (die im Niederschlag immer enthalten ist wenn er CO2 aus der Luft auswäscht und in Kohlensäure überführt) weiter zu Calciumhydrogencarbonat, dadurch wird das CO2 ebenfalls festgelegt und aus der Luft entfernt. Ein Effekt der sich mit steigender CO2 Konzentration der Luft beschleunigt, natürlich auch die Alpen schneller erodieren lässt, denn Calciumhydrogencarbonat ist wasserlöslich. So entstehen ja auch die unzähligen Höhlen im Kalkgestein, es wird einfach aufgelöst. Durch diesen Mechanismus wurde in der Vergangenheit der Erdgeschichte das meiste CO2, das durch Vulkanismus rausgehauen wurde, gebunden und auch heute noch ist das eine sehr bedeutende C02 Senke.
 
noisi schrieb:
Nö. Denn man Holz auch nachpflanzen. Solange jährlich so genau so viel nachwächst wie entnommen wird ist das ein geschlossener Kreislauf.
Richtig, in einer idealen Welt mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung würde das funktionieren. Aber in der Realität? Hmm... Wenn man auf Nummer sicher gehen will, ist die bessere Idee, das im Holz gebundene CO2 als Möbelstück oder Bauholz langfristig "einzulagern"
https://www.bundesumweltministerium.de/heizen-mit-holz/umwelt/klimaauswirkungen-von-heizen-mit-holz
 
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