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Die Schneekanonen sind schuld...

Sehr sehr interessanter Artikel auf http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/artikel/_564168/druck.jsp

Wintertourismus wirkt sich auf das Klima aus
Kapfenberger FH-Studie: Treibhausgase sind zu sechs Prozent auf Winterurlaub zurückzuführen.

Der Wintertourismus trägt insgesamt zu rund sechs Prozent zur Treibhausgas-Emission in Österreich bei: Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse des Studienganges "Infrastrukturwirtschaft" der FH Joanneum im Kapfenberg. Im Energieverbrauch relevante Faktoren sind in erster Linie die Beheizung und der Wasserverbrauch in den Unterkünften, die Verpflegung sowie der An- und Abreiseverkehr. "Beschneiungs- und Liftanlagen spielen als Verursacher von CO2-Emission eine untergeordnete Rolle", so der Leiter des Studienganges, Michael Bobik.

Emissionen. Hinsichtlich der CO2-Emissionen hat Bobik zwei deutliche Verursacher geortet: "Den wesentlichen Anteil machen Unterkunft und Verpflegung aus. Sie verursachen 58 Prozent der CO2-Emission des Wintertourismus." Der zweite große Faktor ist der An-, Abreise- und Zubringerverkehr in die alpinen Zonen mit 38 Prozent.

Beschneiungsanlagen. "Interessanterweise ergibt sich, dass die viel gescholtenen Beschneiungsanlagen, abgesehen von eventuellen lokalen Schäden, im Hinblick auf den Klimawandel unbedeutend sind", sagt Bobik. Schneekanonen würden nur etwas mehr als ein Hundertstel zur gesamten durch den Wintertourismus verursachten CO2-Emission beitragen. Problematisch sei der Betrieb der Schneemaschinen dennoch: Sie führen zu erhöhtem Energieverbrauch gerade in den kalten Nächten, wo ohnehin schon Spitzenbedarf herrscht.

Energiebedarf. Als "relativ unbedeutend" bezeichnet Bobik auch den Energiebedarf von Seilbahnen und Schleppliften sowie von Pistengeräten im Hinblick auf die CO2-Emission. Zusammen tragen sie rund drei Prozent der erhobenen Kohlendioxidbelastung des Wintertourismus bei.

Schlussfolgerung. Die Schlussfolgerung ist klar, sagt Bobik: "Wer im Wintertourismus Klimagasemissionen vermindern will, muss vor allem dafür sorgen, dass in den Hotels nicht mit Heizung und übermäßigem Warmwasserverbrauch Energie verschwendet wird, und dass die Skigebiete leichter und bequemer mit der Bahn zu erreichen sind, um den Individualverkehr zu reduzieren."

Die ach-so-schlimmen Schneekanonen verursachen gerade einen Hundertstel der gesamten durch den Wintertourismus verursachten CO2-Emission! Das sollte die Frau Reiter (siehe meinen ersten Beitrag vom 30. 4.) einmal gut durchlesen!!!

Den Artikel werde ich mir speichern und 100x ausdrucken und wenn mir der erste Grünidiot mit dem Energieverbrauch der Schneekanonen kommt werde ich im das Paper irgendwohin kleben :verweis: ... oder irgendwohin hineinstopfen ... whatever, Hauptsache es tut weh und er merkt es sich :twisted: !
 
Hi!

Es mag sein, dass ich nach diesem Post hier zur Person non-grata erklärt werde, aber sei es drum. Ich bin nicht ganz so ein (positiv) "Verrückter", der immer neuere und größere oder schneller Bahnen will, insofern bin ich sowieso nicht der typische Poster hier.

Wir sind uns hoffentlich alle im klaren darüber, dass die Energievorräte an Kohle, Gas und Öl begrenzt sind. Wenn diese aufgebraucht sind, sind sie weg und niemand kann sie zurück bringen. Unter diesem Aspekt der Verantwortlichkeit für alle und die Zukunft ist es vollkommen egal, ob Schneekanonen immer weniger Energie verbrauchen, wenn sie das Privatvergnügen von einigen wenigen tausend Wohlhabenden (und nur Wohlhabende können sich Skiurlaube leisten) fördern. Und bitte legt mir nicht in den Mund, wieviel "Wohlhabende" verdienen müssen, wir sind alle Wohlhabende! (Und auch bitte nicht das Tot-schlag-Argument der Arbeitsplätze.)

Zum Thema Atomkraftwerk: Wenn man von der Hypothese ausgeht, dass die Anlagen sicher sind in dem Sinne, dass es niemals zu einem Störfall kommt, der zu einer Verseuchung einer wie groß auch immer gearteten Umgebung kommt, ist und bleibt die Frage der Entsorgung vollkommen ungelöst. Ein "Endlager" für den Abfall muss eine Sicherheit über mehrere Hundert Jahre aufweisen, wenn man die momentan vorhandenen Mengen an Abfall und momentan in Anlagen verbauten Material bedenkt inclusive deren Halbwertszeiten. Wo auf der Welt ist dies gegeben mit der "kleinen" Randbedingung, dass nichts in die Umwelt austreten darf? Niergends. Also ist ein Ausstieg dringend notwendig, ein Weiterbetrieb ist geradezu unvernünftig. (Es sei denn, wir entscheiden, dass die Region X von Menschen geleert wird und aller Atommüll dorthin gebracht wird -> nach mir die Sintflut.)

Was bleibt? Sonne, Wasser und Wind, sehen wir mal von Erdwärme und anderen Sparten ab. Solarenergie haben inzwischen sehr viele, die am Anfang noch laut darüber lachten, funktioniert aber nur tagsüber und nicht bei sehr schlechtem Wetter. "Windenergie" hat eine sehr ähnliche Entwicklung in letzter Zeit durchgemacht - ähnlich der Solarenergie vor ein paar Jahren, nur ist der Wind nicht wirklich vorhersehbar. Dann kommt noch das Wasser. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass Strom immer zu dem Zeitpunkt erzeugt werden muss, zu dem er verbraucht wird (Physikunterricht ca. 8 Klasse), so brauchen wir also Durchlaufkraftwerke (wie z.B. Iffetzheim) für die Grundlast und Stauseen und andere Energiespeicher nutzen wir für die Spitzenlasten. Dazu muss aber Wasser in der Nacht, wenn die Grundlastkraftwerde mehr Strom produzieren als Verbrauch da ist, nach oben gepumpt werden.

Zusammenfassend haben wir also für die Grundlast oder den Grundverbrauch Kohle, Öl und Gas sowie Atomkraftwerke neben den Wasserdurchlaufkraftwerken. Schalten wir AKW's ab, dann bleiben drei endliche Energieträger, da wir nicht genug Wasserdurchlaufkraftwerke bauen können. Windenergie ist sicher eine tolle Sache, nur ist die Menge (noch) nicht berauschend und sie ist nicht immer da, also brauchen wir ohne Off-Shore-Parks einen Backup und ist somit hier zu vernachlässigen. Wenn wir also aus den AKW's raus wollen und Kohle, Öl und Co nicht sehr schnell verbrauchen möchten, muss einziges Fazit sein, dass wir alle Energie sparen. Das fängt zweifellos bei der Standby-Schaltung unserer Fernseher an und endet in meinen Augen nicht. Es sind also eindeutig auch Schneekanonen in Frage zu stellen: objektiv und mit allen Vor- und Nachteilen.

Dass Ihr wegen der Aussage einer Grünen-Abgeordneten so an die Decke geht und alle Grünen in den Dummschwätzer-Bereich steckt, zeigt in meinen Augen, dass Ihr unsere Verantwortung für die Umwelt nicht erkannt habt. Aber wehe, es gibt warme Winter, in dem ihr dann nicht Skifahren könnt oder warme Sommer, so dass in x Jahren die Gletscher weg sind ...

Kopfschüttelnd,
Tobias

PS: Ja, ich wähle die Grünen. Und ja, ich bin entäuscht darüber, dass sie relativ wenig durchsetzen konnten. Und auch ja, ich fahre gerne Ski - nur betrachte ich es als Privilleg und nicht als Grundbedürfnis.
 
das Energieproblem ist da, aber hausgemacht! Doch selbst diejenigen die die Abschaffung der Akws beschlossen haben bringen keine plausiblen Ersatzleistungen. Wenn man konkret fragt:
"wie wollt ihr die Grundlaststrom bringenden Kraftwerke ersetzen?"
"durch alternative energien"
"und welche?"
"öhm.... die muss man noch entwickeln, z.B. thermische Quellen oder Windkraft ausbauen" => Das soll dann knapp 20 AKWs ersetzen die permanent 20000MW Strom erzeugen können. Ich bezweifel langsam die Rechenkünste derer die das beschlossen haben.
Fakt ist: es gibt 3 Arten verlässlich Grundlaststrom zu bekommen:
1. AKWs
2. Fossile Brennstoffe
3. Kaufen
Deutschland wird wenn es keine AKWs mehr hat auf 3. umschwenken müssen um dann von den Franzosen den Strom zu beziehen. Alternativ muss 2. ausgebaut werden, was noch auch Paradox ist.
Alle anderen Arten Strom zu erzeugen sind definitiv NICHT!!!! Grundlastfähig.
=> Was machen wir in einem Sommer wie heuer wo selbst an der Ostseee nicht viel mit Wind war? Bauen wir dann Kohlekraftwerke, oder kaufen wir ein??
Mein Tipp an die Grünen: Erst mal denken und überlegen was zu tun ist (soweit sind sie noch auf dem richtigen Weg), dann Ersatzlösungen suchen UND DANN handeln. Nicht die beiden letzten Sachen vertauschen, weil man vielleicht wenn man zu handeln kommt nicht mehr an der Macht ist.
Das gleiche erleben wir doch grad beim Dosenpfand und bei der Maut: Eingeführt bevor die Sache ausgegoren war und nun muss das Dosenpfand noch die EU fürchten. Wer glaubt dann noch den Grünen??
 
Also die Grünen muß es ja auch geben.

Sonst würde warscheinlich wirklich jedes Skigebiet die Landschaft stark beeinträchtigen.


Aber manchmal kommen die halt auf Idee da fässt man sich an den Kopf.


Oder wie erklärt man sich das eine Seilbahn verhindert wird, aber dafür jetzt eine Straße gebaut werden muß. (Stand mal in einem Topic)


Oder das beste Beispiel aus Deutschland. Das Dosepfand.
Ich bin auch dafür, aber die Umsetzung des System ist ja wohl total besch...en!


Und AKW, Kohle- & Gaskraftwerke müssen nunmal sein.
Wer verichtet des schon freiwillig auf Fernsehen, Kino oder sogar das Alpin-Forum?

Ohne Strom sitzen wir nunmal im Dunkeln. Und ohne Strom gehts nicht.
 
Das Dosenpfandproblem liegt aber nicht allein an DEN Grünen, sondern AUCH am Handel und den Gewerbetreibenden, die sich nicht auf ein gemeinsames Rücknahmesystem einigen können.
Die alte Pfandverordnung die von Trittin zunächst nur umgesetzt wurde stammt übrigens aus der Zeit von Umweltministerin A. Merkel. Dass die Novelle nicht überragend ist, stimme ich zu.
Immerhin ist der Dosenanteil massiv abgesunken. Die Verpackungs- und Getränkeindustrie wusste seit Anfang der 90er Jahre, dass ihnen ein Zwangspfand droht, unternommen haben sie nichts.
 
Lieber Gast,

wenn nach der Maxime "erst denken, dann handeln" immer verfahren würde, würde heute nicht ein AKW stehen! Oder was möchtest Du mit dem vorhandenen und anfallenden hoch-radioaktivem Material machen?

Zum Thema Dosenpfand: Zunächst einmal stammt der Dosenpfand nicht von den Grünen sondern aus einem Vertrag zwischen Industrie und CDU-Minister Töpfer. Zum anderen wird das Rücknahmesystem ja wohl mutwillig an die Wand gefahren einzig und allein von der Industrie! Was hätte die Regierung bzw. Trittin speziell denn tun sollen? Wäre eine detailiierte Verordnung gekommen, wie das zu laufen habe, hätten alle geschriehen, dass sich die Regierung da raus zu halten habe (-> Planwirtschaft). Anzugreifen ist die Industrie mit Ihrem Unvermögen, ein System aufzubauen. Und sonst niemand. (Auf der anderen Seite ist mir das eigentlich auch egal, ich kaufe nur Pfand-PET-Flaschen oder bringe die PET-Flaschen in das schweizer Recyling-System.)

Und was haben die Grünen mit dem LKW-Maut zu tun? Was können sie für das Unvermögen der Wirtschafts- und Verkehrsminister aus Reihen der SPD? Was können sie für das Unvermögen der in "TollCollect" versammelten, selbsternannten "Global Players"? Dieses Desaster ist nun wirklich einzig und ein allein ein Beweis für die schädlichen Einflüsse der Lobbyisten in Berlin!

Jetzt wird es aber echt OT. Zurück zur Energie: Ram-Brand, nach (angeblich) vorsichtigen Schätzungen kann ein AKW sofort abgeschaltet werden, wenn alle Stand-By-Schaltungen aus wären. (Quelle weiss ich nicht mehr, irgendeine Sendung in der Art von SpiegelTV - daher auch das angeblich.) Ich glaube, dass wenn wir alle sehr viel bewußter mit der Energie umgehen würden und diese einen Preis hätte, den sie eigentlich auf Grund ihrer Besonderheit verdient hätte, dann wäre schon sehr viel geholfen. Ähnlich den Transportkosten, die es perverser Weise wirtschaftlich machen, Produkte quer durch Europa und zurück zu fahren, obwohl der selbe Kram auch in der Region gebaut wird/wächst. Hier muß in meinen Augen ein Umdenken einsetzen.

Das wars von mir (für heute), viele Grüße,
Tobias
 
Ich glaube, dass wenn wir alle sehr viel bewußter mit der Energie umgehen würden und diese einen Preis hätte, den sie eigentlich auf Grund ihrer Besonderheit verdient hätte, dann wäre schon sehr viel geholfen. Ähnlich den Transportkosten, die es perverser Weise wirtschaftlich machen, Produkte quer durch Europa und zurück zu fahren, obwohl der selbe Kram auch in der Region gebaut wird/wächst. Hier muß in meinen Augen ein Umdenken einsetzen.

Genau!

Aber versuch das mal den Amies bei zu bringen.

Das ist das Problem. Was nützt es wenn es in Deutschland keine AKWs mehr gibt, aber diese in anderen Ländern munter gebaut werden.
Auch die Co²-Abgase müssen reduziert werden. Und da sollten auch alle mit machen. Aber die USA (bzw. Bush) will ja nicht.
 
So eine typisch Antigrüne Antwort auf eine typisch Grüne Antwort ;-)
wenn nach der Maxime "erst denken, dann handeln" immer verfahren würde, würde heute nicht ein AKW stehen! Oder was möchtest Du mit dem vorhandenen und anfallenden hoch-radioaktivem Material machen?
das lass ich mal so stehen.
Fakt ist: Wir ahben sie und im Moment nix billigeres und wirtschaftlicheres!

Zum Thema Dosenpfand: Zunächst einmal stammt der Dosenpfand nicht von den Grünen sondern aus einem Vertrag zwischen Industrie und CDU-Minister Töpfer. Zum anderen wird das Rücknahmesystem ja wohl mutwillig an die Wand gefahren einzig und allein von der Industrie! Was hätte die Regierung bzw. Trittin speziell denn tun sollen? Wäre eine detailiierte Verordnung gekommen, wie das zu laufen habe, hätten alle geschriehen, dass sich die Regierung da raus zu halten habe (-> Planwirtschaft). Anzugreifen ist die Industrie mit Ihrem Unvermögen, ein System aufzubauen. Und sonst niemand. (Auf der anderen Seite ist mir das eigentlich auch egal, ich kaufe nur Pfand-PET-Flaschen oder bringe die PET-Flaschen in das schweizer Recyling-System.)

Von wem die Idee kommt ist grundsätzlich egal. Es geht um die Umsetzung! Dass der Großteil der Industrie das Pfand nicht will muss jedem einleuchten. Hier hat die Regierung eindeutig mit dem Brecheisen versucht etwas durchzusetzten was nun zu Grunde geht. Wenn die Industrie hier auch noch mitgemacht hätte wären sie ehrlich gesagt selber schuld. Die sagen: Erst zwängen sie uns etwas aus unserer Sicht unsinniges auf und dann verlangen sie noch dass wir das mit Enthousiasmus verfolgen und Geld reinstecken. (Überleg mal: Die Regierung beschliest alle Skigebiete zu schliessen und verlangt von dir, dem Skifahrer, noch dafür bei der Rekultivierung Bäumchen zu pflanzen? Ich glaub du sagst: "erst nehmen sie mir meinen Lieblingssport und dann soll ich den selber noch begraben"!)
Hier schiebe ich den Schwarzen Peter eindeutig der Regierung zu. Das gleiche passiert gerade mit der LKW Maut. Mit der Brechstange hat man versucht einen Termin durchzusetzen der von vorneherein nicht realistisch war. Jetzt wird er 10 mal verschoben und es ist in aller Munde. Lieber warte ich noch nen halbes Jahr und sage dann: "So es ist fertig, wir können mit der Einführung beginnen". Das alles ohne!!!! Versuche. Ein geglücktes Beispiel hierzu war z.B. der Euro. Es lief alles großteils reibungslos und war von vorneherein sinnvoll geplant.

Und was haben die Grünen mit dem LKW-Maut zu tun? Was können sie für das Unvermögen der Wirtschafts- und Verkehrsminister aus Reihen der SPD? Was können sie für das Unvermögen der in "TollCollect" versammelten, selbsternannten "Global Players"? Dieses Desaster ist nun wirklich einzig und ein allein ein Beweis für die schädlichen Einflüsse der Lobbyisten in Berlin!
Die Grünen stellen mit die Regierung. Genau wie auch die SPD. Ich kritisiere folglich die Regierung und somit auch die Grünen Und mal ganz ehrlich: Du glaubst selber nicht dass das EIN Herr Trittin oder EIN Verkehrsminister entscheidet. Das sind Gremien die aus beiden Parteien zusammengesetzt sind. Und wenn du sagst schädlicher Einfluss in Berlin: Wer hat den Einfluss zugelassen? Sicher nicht die PDS. Das hat das Verkehrsministerium gemacht und aus welchen Personen, welcher Parteien besteht das? *denk*

Jetzt wird es aber echt OT. Zurück zur Energie: Ram-Brand, nach (angeblich) vorsichtigen Schätzungen kann ein AKW sofort abgeschaltet werden, wenn alle Stand-By-Schaltungen aus wären. (Quelle weiss ich nicht mehr, irgendeine Sendung in der Art von SpiegelTV - daher auch das angeblich.) Ich glaube, dass wenn wir alle sehr viel bewußter mit der Energie umgehen würden und diese einen Preis hätte, den sie eigentlich auf Grund ihrer Besonderheit verdient hätte, dann wäre schon sehr viel geholfen. Ähnlich den Transportkosten, die es perverser Weise wirtschaftlich machen, Produkte quer durch Europa und zurück zu fahren, obwohl der selbe Kram auch in der Region gebaut wird/wächst. Hier muß in meinen Augen ein Umdenken einsetzen.
Das ist ein richtiger Denkansatz der aber mit der Politik nie funktionieren wird, da alle ich betone ALLE anderen Bereiche der Politik dagegen laufen. Stichwort EU-Osterweiterung:
Transporte sind zu billig?? Na dann machen wir ne Maut sagt die Regierung. Dann kommt der Tscheche und sagt: "Ei doll, ich transportier fürs gleiche Geld wie früher, mehr Maut aber weniger Lohn" Und der Deutsche macht nen dummes Gesicht! Leider!
Stichwort Energiepolitik:
Deutschland schaltet AKWs ab und macht die alles andere Stärken sollen: Und was macht die EU: Sie berät über eine Gemeinsame energiepolitik in der AKWs sicher erlaubt sein werden. D.h. wenn du Pech hast sind AKWs in 10 Jahren wieder erlaubt in D, weil bis auf Deutschland sich alle in der EU auf eine Gemeinsame Energiepolitik geeinigt haben. => Deutschland versucht sich da logischerweise gegen zu wehren.
Stichwort Landwirtschaftspolitik:
Wir verbieten Legebatterien und was passiert mit den Käfigen: Die Polen kaufen die zu horrenden Preisen weil sie sich einen erhöhten Eierabsatz nach D ausrechnen. Zölle auf "Batterieneier" darfs ja nciht geben. Ist ja beld EU. So und was haben wir erreicht außer dass wir mehr Transportverkehr haben: Leider NIX! Und wieder haben wir ein Beispiel eines deutschen Alleinganges mit der Brechstange.
Deutschland muss an die EU denken sonst kommen ncoh mehr solche Dosenpfand geschichten raus.
=> Und alles OT aber wir sind ja im richtigen Unterforum!
 
Marius schrieb:
...stammt übrigens aus der Zeit von Umweltministerin A. Merkel.

War's nicht sogar noch Klaus Töpfer? Jedenfalls Anfang 90er. Zum Thema Umsetzung: Da würde ich die Verantwortung zu 95% auf den Handel schieben. Erst die Mehrweg-Quote nicht erfüllen und dann meinen, der einflussreiche Verband wird's schon richten dass die Konsequenzen ausbleiben. Und dann das System boykottieren, ja wo leben wir eigentlich? Dass Trittin in der Frage hart geblieben ist rechne ich ihm sehr hoch an.
Mich nervt das Dosenpfand auch, aber schuld daran ist nicht die Regierung. Auf die schimpft sich nur am einfachsten.

Zum Thema Atomenergie: Geh mal in ein Atomkraftwerk rein und hör dir an was dir die Leute dort zu erzählen haben. Informier dich mal aus erster Hand. Dass der Müll hochgiftig ist bestreite ich nicht. Aber auch da gibt es Unterschiede, nicht jeder Atommüll ist gleich und der Grossteil von dem Zeugs ist in 200 Jahren ungefährlich. Und es gibt genügend unbewohnte Flecken auf der Erde wo man dieses Zeugs lagern kann, so hoch sind diese Mengen nicht.
Atomkraft ist sicherlich nicht optimal, aber nunmal definitiv das geringste Übel. Deshalb halte ich den Ausstieg für Nonsense, zumal ja gerade bei uns die modernsten und sichersten Anlagen stehen.

Zum Thema Schneekanonen habe ich meine Meinung ja schon in diversen Topics verbreitet, da wiederhole ich mich nicht nochmal und verweise auf die Suchfunktion und das Topic "Masterplan für alle" (<-- Da mal reinlesen @tvetter, gibt nicht nur Schneekanonen-Fanatiker hier :D).
 
Jetzt will ich doch wenigstens gaaanz kurz mal meinen Senf dazu geben!
@dosenpfand:
Hat sich mal einer Gedanken gemacht warum es das gibt? Ich bin mir nicht sicher! Bei dem heute perfekt funktionierenden Recyclingsystem ist es wesentlich wirtschaftlicher und umweltfreundlicher alles beim alten zu lassen, so werden die Dosen wie bisher aussortiert und anständig verwertet! Das Dosenpfand führt nur zu zusätzlichen Komplikationen ! Den handel kann ich verstehen! Gut geht es denen nämlich nicht und mal eben ein paar Millionen zu investieren für ein Rücknahmesystem kann auch nicht jeder!

@atomkraft:
Deshalb halte ich den Ausstieg für Nonsense, zumal ja gerade bei uns die modernsten und sichersten Anlagen stehen
Das sehe ich ähnlich! Wenn nun unsere AKW's abgeschaltet werden importieren wir halt Strom aus Russland oder Frankreich und deren AKWs sind- deneke da sind wir uns einig- bei weitem unsicherere als unsere!

@kanonen:

Nun gut, wenn hier ein Vorredner meint, das hier der Strom nur für eine wohlhabende Schicht verbraucht wird, dann darf es demnach auch keinen Jahrmarkt, Freizeitpark, Skihallen schon gar nicht, und all die anderen tollen Dinge unserer Gesellschaft mehr geben, denn da würde ja Strom verschwendet!

Ich kann Ram, da in Teilen nur zustimmen! Wir haben in D und Teilen von Europa sicherlich die Energiesparendensten Technologien, von denne sich u.a. die Amis mal eine riesengrosse Scheibe Abnschneiden sollten! Wenn och dort bin graust es mir! Da brennen die GANZE Nacht die Lampen im Büro, Computer werden einfach angelassen und es läuft überall eine Klimaanlage! In meinem Nachbarbüro lief sogar Klimaanlage UND Heizlüfter! Ich denke generell, dass D mit der Energieeinsparung doch schon sehr weit ist und nun auch mal die anderen dran sind!

(nun ist es doch länger geworden, obwohl mir noch einiges einfiele!)
 
skikoenig schrieb:
Den handel kann ich verstehen! Gut geht es denen nämlich nicht und mal eben ein paar Millionen zu investieren für ein Rücknahmesystem kann auch nicht jeder!

Das Gesetz war schon vorher bekannt, man hätte nur die Mehrweg-Quote einhalten müssen und nicht mehrmals hintereinander(!) überschreiten. Wenn es einem schlecht geht und man dann trotzdem noch dieses Risiko eingeht, obwohl die Konsequenzen bekannt sind, ist man IMHO selbst schuld.
 
Mich nervt das Dosenpfand auch, aber schuld daran ist nicht die Regierung. Auf die schimpft sich nur am einfachsten.
Ja.... aber auf die Industrie ist auch leicht schimpfen. Und in meiner Meinung dass die Regierung eine (großen) Teil der Schuld trägt bestärkt mich im Moment die EU. Ohne Grund wird da nicht über ein Verfahren nachgedacht. Sollte Deutschland das Verfahren verlieren.....wenn nun die EU das Gesetz verbietet wird die Industrie und somit auch der Handel bestätigt in seiner Sturheit. Was das für unsere Regierung heist brauch ich wohl nicht darzustellen.
Hat sich mal einer Gedanken gemacht warum es das gibt? Ich bin mir nicht sicher! Bei dem heute perfekt funktionierenden Recyclingsystem ist es wesentlich wirtschaftlicher und umweltfreundlicher alles beim alten zu lassen, so werden die Dosen wie bisher aussortiert und anständig verwertet! Das Dosenpfand führt nur zu zusätzlichen Komplikationen ! Den handel kann ich verstehen! Gut geht es denen nämlich nicht und mal eben ein paar Millionen zu investieren für ein Rücknahmesystem kann auch nicht jeder!
Bingo.. so sieht es. Und nur wegen der Regelung ein bisschen weniger Müll, ob es das bringt? Um das Geld hätt ich viele Müllsammler beschäftigen können und hätte noch Arbeitsplätze geschaffen ;-)
 
Mannomann, da habe ich was losgetreten. Jetzt muss ich mich einmal beruhigen ... tief durchatmen ... und nun versuche ich ganz vorsichtig zurück zum Thema zu kommen:

1) Eine Analyse einer Hochschule hat ergeben, das in Österreich, ohne Zweifel Wintersportland Nr.1 in Europa, der Wintertourismus 6% aller Treibhausgase verursacht.

2) Von diesen 6% verursachen die Schneekanonen gerade 1%, das heisst 0.06 x 0.01 = 0.0006 oder 0.06% Prozent der ganzen Treibhausemision Österreichs wird durch Schneekanonen verursacht

... bleib ruhig Miki und versuche mit klarem Kopf weiterzuschreiben ...

3) Eine grüne Abgeordnete behauptet trotzdem frech, die Schneekanonen sind an der Klimaveränderung schuld. Und dan soll es noch jemanden wundern dass ein Miki
an die Decke geht und alle Grünen in den Dummschwätzer-Bereich steckt

... ruhig ... durchatmen ... nicht alles schreiben was mir im Moment durch den Kopf geht ...

Die Daten sind eindeutig: es ist schon richtig das sich auch der Wintertourismus am Energiesparen beteiligen sollte. Aber bei den armen 1% wird sich kaum was machen lassen. Bessere Wärmeisolation in den Hotels, neue Fenster, um 0.5 Grad tiefer eingestellte Heizung - das alles bringt viel mehr als der heilige Krieg gegen Schneekanonen :evil: !!

... ruhigbleiben ... nicht durchdrehen ...

Am Rest der Disskusion wollte ich mich eigentlich nicht beteiligen, ich wollte einfach einige interessante Daten rund um Schneekanonen zitieren und nicht ein Referat zum Thema Energieverbrauch lesen, geschweige denn die Welt retten :wall: . Aber da gibt es doch ein Paar Sachen die ich loswerden muss:

- das wir in der Zeit einer Klimaerwärmung leben ist bewiesen, das sie vom Menschen verursacht sein soll ist hingegen noch sehr strittig. Viele Wissenschaftler behaupten es ist ein ganz natürliches Prozess, wie es sie auf der Erde immer schon gab. Und dann werden sie von der Umweltlobby als 'bezahlte Agenten der Ölmultis' durch den Dr*** gezogen..

- meinetwegen kann jeder die Grünen wählen, ich versuche es zu verstehen, ganz begreifen werde ich es niemals (interessanterweise kommen die meisten Grünwähler aus Kreisen der Studenten, Lehrerschaft und Beamten, alles Leute, die vom Geld leben, das andere verdient haben :evil: ). Und ich werde die Grünen weiterhin in den Dummschwätzer-Bereich stecken, das kann mir keiner verbieten!

- ich bin kein USA-Fan, noch weniger mag ich Herrn Bush JR, aber euer Hass gegen die 'Amis' ist schon merkwürdig. Juden, Russen, Türken, Jugos, Amis - wir schaffen es immer einen schuldigen zu finden. Ja, die haben billige Energie weil ihr Staat nicht so verdammt gefrässig ist wie die europäischen. Und die haben genug Energie das sie es sich leisten können so mit ihr umzugehen. Spricht hier nicht auch der Neid etwas mit (ich hätte auch gerne 1L Benzin für 50 Cent ...) ??
 
Nochmal was zum Windkraftanlagen.
Am Reschenpaß haben sie jetzt so eine Anlage aufgestellt nicht weit weg von der Straße!!!
Also hinfahren und anschauen!
Aber bitte mit dem Zug und den Rest dann zufuß damit auch niemand sagen kann wir würden nix für die Natur opfern. :P
 
Nicht vergessen! Es gibt sogar Grüne die haben etwas gegen Windkraftanlagen.

-Sind so laut
-Verschandeln die Landschaft,
- etc. etc.


Und neidisch auf die Amies bin ich bestimmt nicht.
Die tun mir schon fast Leid.
 
@Gast (warum registrierst du dich nicht?): Zur Besetzung der Ministerien: es ist beiweitem nicht so, dass bei einem Regierungswechsel 100 % aller Beamten ausgewechselt werden und jetzt "nur" SPDler oder Grüne in allen Ministerien sitzen. Klar, politische Beamte werden ausgetauscht ("Pöstchen" verteilen), und vielleicht der ein oder andere Abteilungsleiter. Das Gros aber bleibt. Stell dir mal vor, bei jedem Regierungswechsel würden so viele Beamte in den Ruhestand geschickt, das kann ja niemand bezahlen. Deinem Argument "das Verkehrsministerium ist unfähig weil lauter SPDler und Grüne drinsitzen" (stark überspitzt!) könnte man leicht entgegnen, dass "das Verkehrsministerium nur so viel Mist produziert, weil alte CDU-Seilschaften den SPD-Minister reinreiten wollen". Das eine wie das andere halte ich für großen Unfug.

Zum Thema Wirtschaftslichkeit: ohne großzügige staatliche Subventionen (Forschung und Entwicklung, etc.) wäre nicht ein einziges Atomkraftwerk gebaut worden. Die Gewinne der abgeschriebenen Reaktoren fahren aber allein die Konzerne ein und schimpfen bei jeder Gelegenheit auf den Staat.

@k2k: wir haben letzten November eine Exkursion "Energiegewinnung" ins Atomkraftwerk Isar II bei Landshut gemacht. Das war echt interessant. Soll ich dir mal mein Exkursionsprotokoll zukommen lassen? Dort haben die Leute von E-ON durchblicken lassen, dass sie die Endlagerung überhaupt nicht interessiert, Hauptsache jetzt sprudeln fette Gewinne. Dabei hätten sie längst Rücklagen bilden müssen. Länger als 5 Jahre reicht deren Horizont wirklich nicht, obwohl der Atommüll etwas länger strahlt.
Der Typ im Kohlekraftwerk Zolling (mitten in Bayern! Ein Kohlekraftwerk!) war noch besser: er meinte, Deutschland solle sich nicht so eifrig an die EU-Richtlinien halten, "der Franzos", "der Italiener" und "der Engländer" würden das ja auch nicht machen.
Interessante Leute, in der Energiebranche. :D
 
Interessante Leute in der Energiebranche

Ja, das ist in der Tat so. Ich gehöre ja auch zu den Energietechnikern - wirklich witzig, (wenn man mal ein bisschen durchblickt) was für ein Blödsinn dahergeredet wird. Andererseits kann aber auch ich noch über die ganz eingefleischten noch lachen ...
Naja, das Dosenpfand kommenteire ich jetzt nicht - es ist wohl schon sehr OT. Aber die AKW-Debatte finde ich wirklich interessant. Das Abschalten der dt. AKWs ist doch ein rein politischer Akt, weil wir die Grünen eben auch am Drücker sitzen haben. Innereuropäisch gesehen ist es ein Witz. Wenn alle dt. AKWs abgestellt werden, dann sinkt der Verbrauch an Atomenergie relativ zur gesamten verbrauchten el. Energie kaum ab.
Vielleicht würden sich ein paar Stromausfällchen wie vor einem Monat in Italien häufen - aber sonst... . Das Problem ist, daß die regenerative Energie nicht fahig ist, die Leistung zu ersetzen. Übrigens werden weltweit immer noch mehr AKW-Anlagen gebaut, als abgeschaltet.
Mal eine ganz ernstgemeinte Frage: Der Abschaltegedanke muß (wenn dann gescheit) global betrachtet werden. Deutschland ist in Europa eines der wenigen Länder, die relativ Energieneutral sind (unser Im- und Export hebt sich auf). Woher soll die Substitutionsenergie kommen, wenn wir uns von konv. Stromerzeugungen trennen? Wenn die AKWs nämlich aus sind, dann will die grün leuchtende Seite wohl auch noch die Kohlekraftwerke abstellen. Und dann? Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Die Frage wurde bisher noch nicht zufriedenstellend beantwortet.
Ich kenne keine Technik, die eine äquivalente Substitution möglich macht.
 
Marius schrieb:
Interessante Leute, in der Energiebranche. :D

Okay, ich muss zugeben dass ich das komplett anders erlebt habe. Ich war im Juni 2001 im Kernkraftwerk Leibstadt in der Schweiz - wir wollten eigentlich nach Philippsburg aber da war gerade Revision, und die waren die einzigsten, die bereit waren uns auch wirklich in den Innenraum rein zu lassen (ging mehr ums Phyikalische bei uns, wir waren mit dem Physik-LK da).
Der etwas ältere Herr, der uns geführt hat, hat auf mich einen sehr kompetenten Eindruck gemacht und keineswegs eine Atomkraft-Werbeveranstaltung abgezogen. Jedenfalls kamen da einige Aussagen, die ich ziemlich bemerkenswert fand und die den ganzen "Atomkraft=gefährlich"-Hype für mich doch ziemlich relativiert haben.
Jedenfalls ging es bei der ganzen Veranstaltung recht sachlich und differenziert zu und ich hatte nicht den Eindruck, dass man aus uns überzeugte AKW-Befürworter machen will. Die Fakten sprachen aber für sich.
 
Sicherlich wird hier weder die eine Seite die andere überzeugen noch umgekehrt. Insofern ist es müßig weiter zu diskutieren und, zumindest für Personen die sich bereits damit auseinander gesetzt haben, altbekannte Standpunkte auszutauschen.

Es gibt eigentlich in diesem Kontext nur zwei Dinge, die ich nicht verstehe:
1. Warum immer davon gesprochen wird, dass das aktuelle Leistungsniveau ersetzt werden müsse. Warum fangen wir nicht erst einmal an zu sparen, indem z.B. Standby verboten wird?
2. Das die Frage nach der sicheren (in Bezug auf menschliche und natürliche Einflüsse) Lagerstelle des Atommülls für die nächsten, sehr vorsichtig geschätzten, 150 Jahre entweder ignoriert oder mit Platitüden beantwortet wird.

Aber das hat nur noch sehr wenig mit Schneekanonen zu tun und bevor ich miki komplett in den Wahnsinn treibe, höre ich lieber auf, denn das will ich auch nicht - auch wenn ich finde, dass unsere Benzinpreise immer noch viel zu tief sind, egal wie viel eine Gallone drüben kostet.

Viele Grüße,
Tobias
 
tvetter schrieb:
Es gibt eigentlich in diesem Kontext nur zwei Dinge, die ich nicht verstehe:
1. Warum immer davon gesprochen wird, dass das aktuelle Leistungsniveau ersetzt werden müsse. Warum fangen wir nicht erst einmal an zu sparen, indem z.B. Standby verboten wird?
2. Das die Frage nach der sicheren (in Bezug auf menschliche und natürliche Einflüsse) Lagerstelle des Atommülls für die nächsten, sehr vorsichtig geschätzten, 150 Jahre entweder ignoriert oder mit Platitüden beantwortet wird.

Ad1:
Das Sparargument hört sich zwar sehr interessant an, bringt aber nur wenig. Wenn ich mir die Shell-Studien zum Energiebedarf für 2050 ansehe, dann wird der Bedarf an el. Energie selbst unter der Annahme vom heute nicht vorstellbaren Sparmaßnahmen (das sog. Dematerialisationsszenario) ansteigen wird. Die Sparvorschläge in Haushalten sind gut gemeint, allerdings weiträumig betrachtet nahezu wirkungslos. Der Substitutionsgedanke ist unumgänglich, weil der Bedarf selbst unter Anwendung striktester Spartechniken weiter ansteigt.
Ad2:
War das auf die Antworten hier im Forum oder allgemein bezogen? Ich denke, daß viele Betreiber das Thema gerne vernachlässigen. Es handelt sich ja schließlich nicht um große Mengen. Die Castoren kann man ohne weiteres mal ein paar Jahrzehnte rumstehen lassen. Um die Findung von Endlagern wird sich zu wenig gekümmert - da stimme ich Dir zu.
Ich habe immer den Eindruck, daß dieses Thema auch von der Politik gerne umgangen wird. Zu Hören ist immer nur dann etwas, wenn mal wieder die "Meute schreit". Castortransporte sind da eine gute Gelegenheit. Aber wie geht es denn nun in Gorleben weiter? Habe ich schon Ewigkeiten nichts mehr gelesen oder gehört.
Soweit ich informiert bin, kommen außer tiefen Salzstöcken kaum Endlager in Frage (inwieweit hier Alternativtechniken schon fortgeschritten sind, kann ich nicht beurteilen).
 
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