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Die Schneekanonen sind schuld...

miki

Chimborazo (6310m)
...an der weltweiten Klimaerwärmung! Wenigsens die salzburger Grünen sehen es so (Quelle: http://salzburg.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=5&id=256585
Reiter: "Kunstschnee ruiniert Alpen-Klima"
Der Gebrauch von Schneekanonen in heimischen Skigebieten würde die Erwärmung des Klimas in den Alpen deutlich verschärfen. Das kritisiert die grüne Landtagsabgeordnete Heidi Reiter.

Verbrauch von 140 Haushalten pro Kanone
Die Grüne Reiter fordert vom Land Salzburg und von Seilbahnunternehmen den sofortigen Investitionsstopp für Beschneiungsanlagen. Eine Schneekanone verbraucht laut Reiter pro Saison rund 500.000 Kilowattstunden Energie. Das entspreche dem jährlichen Energieverbrauch von 140 Haushalten.

Tausende Schneekanonen seien im Einsatz. Die Erzeugung dieser Energiemengen belaste das Klima über den Alpen und verstärke den so genannten Treibhaus-Effekt, sagt Reiter.

Toll! Politiker sollte man sein, da kann man wirklich jeden Blödsinn öffentlich sagen und unbestraft davonkommen :wall: . Schnell nachgerechnet: eine grosse Schneekanone (z. B. Lenko FA5) braucht etwa 30kW, dass heisst laut Frau Reiter muss sie etwa 17000 Stunden pro Jahr in Betrieb sein (= 694 Tage/Jahr). Wenn man die Pumpen dazurechnet, wird der Stromverbrauch etwa doppelt so hoch, hängt in erster Linie davon ab, wo man den Wasserspeicher hat. Dann kommen wir auf 347 Schneitage (zu 24 Stunden!!!) pro Jahr. Super gerechnet, Frau Reiter! :evil:*ogottwieichdiegrünenhasse* :evil:

Zum Glück sind auch die meisten Leser im ORF anderer Meinung, lest mal die Kommentare unter dem Artikel, z. B.:
... für den täglichen Beweis der grünen Inkontinenz - was anderes als eine überflüssige Absonderung ist diese wissenschaftlich in keiner Weise fundierte Aussage nicht.

oder:
Auffallend:Grüne Landtagsabgeordnetinnen scheinen in Salzburg und Tirol den gleichen touristischen IQ zu haben: Polemik statt Sachkenntnis - Milchmädchenrechnung statt wissenschaftlicher Werte und Tourismushass statt Wirtschaftsverständnis.

und weiter unten:
Frau Reiter, könnten Sie sich vorstellen, Ihr Haus im Winter nicht zu heizen? Das würde sicher auch einen wertvolles Energieeinsparungspotential zur Vermeidung von Klimaerwärmung darstellen -vorbildhaft !!

und als Abschluss:
Im Verbreiten von Unsinn
sind die Grünen Weltmeister.
 
Hehe :D
Also manchmal sind die Grünen doch etwas weltfremd, ob jetzt in Tirol, Salzburg oder auch bei uns in D. Das ändert sich aber (zumindest bei einem Teil) sobald sie an der Regierung sind, da wird dann so mancher unverrückbarer Grundsatz aufgegeben, weil sie merken dass es in der Praxis so nicht läuft :D
 
Das Thema ist interessant. Leider sagt die Frau Abgeordnete nicht, wie sie auf ihre Horror-Zahlen kommt. Wie viel Strom verbraucht denn der Durchschnittshaushalt pro Jahr? Also, dass eine Schneekanone soviel wie 140 Haushalte verbraucht, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Die Argumentation ist auch fadenscheinig: Wegen der Kanonen wird so viel Strom verbraucht, der dann durch Öl-/Kohle-Verstromung hergestellt werden muss wodurch dann wiederum CO2 freigesetzt wird... etc.
Dass Schneekanonen insgesamt gesehen mittlerweile schon einen wichtigen Stromverbrauchsfaktor darstellen ist ja unstrittig (oder?), aber die Geräte werden doch auch immer sparsamer im Energieverbrauch (oder?).
Ich denke, dass durch die individuelle Pkw-Anreise der Touristen und vor allem den Alptransit (sinnlose Transportiererei von Milch aus Bayern zur Käseherstellung in Italien etc.) sehr viel mehr CO2 freigesetzt wird. Auch die Haushalte durch ihre Heizungen etc. Wenn man dort bessere Wärmedämmung verwenden würde könnte man sehr viel mehr Energie sparen, als durch das Abschalten von Schneekanonen die ja wie Miki geschrieben hat NIE 365 Tage rund um die Uhr laufen!
Mit solchen unsinnigen Äußerungen diskreditieren manche Leute die gesamte Umweltschutzbewegung.
Es muss doch den Unternehmern überlassen bleiben, ob sie sich für oder gegen Schneekanonen entscheiden. Die Gerlosplatte kommt ja auch ohne aus und fährt dieses Jahr bis zum 27. April! Und wenn ein Unternehmer bereit ist die Strompreise zu zahlen und die nötigen Investitionen zu tätigen, dann soll er das doch tun, oder? In der Industrie wird doch auch niemand kritisiert, bloß weil er eine neue Maschine aufstellt, die vielleicht mehr Strom verbraucht. Außerdem muss Strom nicht gleich Klimaerwärmung gesetzt werden. Gerade in Österreich wird doch ein relativ großer Prozentsatz durch regenerative Energien hergestellt.
 
Hey, Marius, gerade muss ich mir die Augen reiben: Haben wir es in nur einem halben Jahr geschafft, dich "umzudrehen"?

Nein, war nur Spaß. Ich stimme deiner wohltuend kritischen und differenzierten Sichtweise in den meisten Punkten zu. Allerdings wird der Sinn von Wärmedämmung besonders bei Altbauten mit Recht sehr kontrovers diskutiert.

Die gute Frau Dr. Reiter aber hat etwas durcheinander gebracht: Es ist schon richtig, dass die Größe von 500.000 kWh (freilich ohne Benennung der Quellen) durch einschlägige Veröffentlichungen geistert*. Ökologische Legendenbildung, sozusagen. Nur wird dieser Betrag stets bezüglich einer gesamten Anlage genannt, und zwar als Maximalverbrauch einer großen Anlage. Also für die Beschneiungsanlage eines ganzen Gebiets, nicht einer einzelnen Kanone. Tja, dummer Fehler.

Im übrigen macht es unsere tolle Bundesregierung doch vor: Einfach die Wirtschaftskraft immer weiter drücken und schon gehen auch die ökologischen Belastungen zurück. Ein Karren, der gegen die Wand gefahren wurde, produziert kein Abgas mehr. So einfach geht das.
 
In Tirol wird Strom zu 100% aus Wasserkraft gewonnen!
DA entsteht kein CO2. Also sind dort Kanonen, Seilbahnen und co. Umweltfreundlich.
 
Ram-Brand schrieb:
In Tirol wird Strom zu 100% aus Wasserkraft gewonnen!

Stimmt jetzt nicht sooo ganz.. hier ein Auszug aus meiner letzten Stromrechnung vom 25.3.2003:

Primärenergieträger
0,85% Ökoenergie
73,39% Wasserkraft
8,22% Kohle

unbekannte Energieträger aufgegliedert nach UCTE:
2,73% Wasserkraft
6,56% Atomenergie
8,25% konventionelle Wasserkraft

(Mein Single-Haushalt verbraucht übrigens 2027 kWh pro Jahr, macht 5.55 kWh pro Tag. (exkl. Heizung) )

Gibt's strommäßig eigentlich einen Unterschied zwischen Lanzen und Kanonen?
 
Wie mir doch grünes Geschwätz auf den Senkel geht.
Bei mir wurde eine große Solaranlage auf dem Gemeindebauhof eröffnet. Dazu hat die Gemeinde ein Fest gemacht und sich mit der Aussage beweihräuchert, die Anlage würde soviel Atomstrom sparen, daß man in einem Atomkraftwerk einige Millionen Bequerel an gefährlicher radioaktiver Strahlung sparen kann.

SO EIN SCHEIß!!

Der das geschreiben hat, hat in diesem Moment seine Unwissenheit groß dargestellt.

Zurück zum Thema:
Tirol hat wie alle anderen Bundesländer auch mit Energieversorgern aus dem Rest von Europe ein Verbundnetz. Wo der Strom herkommt kann man doch gar nicht so genau angeben. Die Tiroler verbraten auch Deutschen "dreckigen" Atomstrom. In Zukunft stellen wir bei jeder Seilbahn ein Windkraftwerk auf, das die Schneekanonen versorgen muß.
Das ist dann zwar total für den Arsch, weil man bei Sturm nicht schneien kann, aber die Grünen geben Ruhe.
 
soooooooohoooooo mhm:
ich glaube es war eher so gemeint, dass der Strom in AT btw der Verbrauch durch die Wasserkraftwerke und des bissl andere "gedeckt" werden könnte, und zwar relativ natürlich. Klar kauft man lieber billigen Atomstrom, und verkauft Wasserstrom teuer, wenn möglich ins Ausland, aber da gehts halt ums Geld.
Die Grünen sind wirklich teilweise einzigartig, was die für Sprüche bringen ... *koppschüddl*
 
Tja.. die Windkraftanlagen wären hier in Tirol, v.a. an den Föhn-exponierten Gipfeln wie am Patscherkofel, sowieso sinnvoll - aber wenn die Naturschützer schon bei kleinen Liftstützen meckern, wie werden sie erst dann meckern, wenn so riesige Windkraftanlagen auf den Bergen stehen?
 
Ich könnte mir vorstellen, dass das mit den Windkraftanlagen im alpinen Bereich nicht so einfach ist wie z. B. an der Küste. Im Winter muss man wegen Eisschlaggefahr von allen Windrädern Abstand halten, in den Bergen ist die Gefahr natürlich wesentlich größer. In erschlossenen Bereichen, also im Skigebiet, wird man Windräder deshalb vergessen können. Also müßte man die Windräder dort hinstellen, wo keine Skifahrer hinkommen. Ich denke, auf diese Verschandelung unerschlossener Areale werden wir alle verzichten können.
 
So junx, es wird konkret:

(...)
Bis 2008 müssen in Tirol 240 Gigawattstunden durch Ökostromanlagen aufgebracht werden. "Da erscheint die Windnutzung als logische und effiziente Alternative", erklärt Prokurist (..) Oblasser (...) der TIWAG.
(...)
So wird zur Zeit intensiv an der Umsetzung eines Windparkes am Sattelberg bei Gries am Brenner gearbeitet. "Wir sind gerade dabei, das Windaufkommen vor Ort genauestens zu analysieren, Angaben der Bundesanstalt für Meteorologie und Geodynamik zufolge ist der Sattelberg eine der wenigen in Frage kommenden Zonen im Landesgebiet", erläutert Oblasser. Auf dem rund sieben Kilometer langen Gebirgszug sollen in der ersten Ausbaustufe neun Windturbinen Strom für ungefähr 8.000 Haushalte erzeugen. Die genauen Messungen am Sattelberg werden bis Ende des Jahres andauern, um die Wirtschaftlichkeit des Standortes nachzuweisen"
(...)

Tippfehler beim Abtippen bitte ich zu entschuldigen :)

Quelle war eine Beilage vom Land Tirol im Stadtblatt Innsbruck
 
Soso. Na das wird die Touristen freuen, wenn die Berggipfel mit Windparks zugepflastert werden...
 
Ich hab so meine Probleme mit der Windkraft.
Die Grünen wollen immer die Windkraft als alternative Energie einführen (das Wort "einführen" erlaube ich mir, da die Windkraft noch nicht wirklich als Alternative eingeführt ist). Wenn dann allerdings ein Propeller aufgestellt werden soll, dann meckern die wieder wegen der Landschaftsverschandelung.

Sicher - die Sache ist ein zweischneidiges Schwert, das gebe ich ja zu.
Allerdings muß man wissen, daß Windkraftwerke immer Blindleistung aufnehmen, die von anderen Kraftwerken mit Synchrongeneratoren zur Verfügung gestellt werden muß. Oder man baut an jedes Windkraftwerk eine Kompensationsanlage hin, die lastabhängig Kondensatoren zu- und wegschaltet. Auch das wird nie mit 100%-iger Kompensation betrieben, sonst müßte man dauernd schalten, was man nicht will.
Etwas Blindleistung bleibt also.

Das Problem mit der Landschaftsverschandelung ist natürlich nicht von der Hand zu weisen - aber dazu muß ich mich nicht äußern. Das ist Standortabhängig und muß jeder selbst beurteilen.

Bleiben noch die anderen Nebeneffekte wie Eiswurf und die Geräusche. Bei ausreichendem Wind macht so ein WKW ziemlich aufdringliche Strömungsgeräusche mit den Flügeln - auch das muß man beachten.
Diese Geräusche nehmen nämlich u.a. Einfluß auf den Wildbestand - nicht jedes Vieh erträgt das dauernde Wusch - Wusch - Wusch.
 
.. wenn jedenfalls ein paar solche dinger aufgestellt werden, werden die "grünen" kaum mehr sagen können, daß ein paar liftstützen die umwelt verschandeln, weil gegen ein windrad ist so eine seilbahnstütze unaufällig klein :)

obwohl man mittels farbe auch etliches kaschieren kann...
 
Da bin ich ganz Deiner Meinung.
Obwohl die "Brobeller" grünen Strom erzeugen und die Bahnen verschandeln die Umwelt, ziehen Massen umweltzerstörender Touries an und sind zu nix nutze!

Naja.

Am Oberjoch bin ich letztes Jahr gegen Ende der Saison jeden Abend im PistenBully gesessen und war beim Kunstschnee verschieben dabei. Da kam tatsächlich so ein Grünling (mit Greenpeace-Jutetasche und Strickpulli ! ) und hat fotographiert wie mein Fahrer mit dem Kunstschnee Flecken ausgebessert und die Liftspur wieder aufgefüttert hat.
Das war eine Scheißarbeit. Wir haben uns dann über diese Witzfigur lustig gemacht, die immer versucht hat uns nachzukommen, um zu sehen, von wo wir den Schnee geholt haben und wo er hingekippt wurde.

Solche gibt's auch.
 
Am Oberjoch bin ich letztes Jahr gegen Ende der Saison jeden abend im PistenBully gesesen und war beim Kunstschnee verscheiben dabei. Da kam tatsächlich so ein Grünling (mit Greenpeace-Jutetasche und Strickpulli ! ) und hat fotographiert wie mein Fahrer mit dem Kunstschnee Flecken ausgebessert und die Liftspur wieder aufgefüttert hat.
Das war eine Scheißarbeit. Wir haben uns dann über diese Witzfigur lustig gemacht, die immer versucht hat uns nachzukommen, um zu sehen, von wo wir den Schnee geholt haben und wo er hingekippt wurde.

:loldev: die Story ist echt gut!!
 
^^ Wie ist den der da hingekommen?
Der wird doch nicht mit einem Lift gefahren sein?

Diesem Teufelszeug. Und Einen Ökofotoaparat hatte er hoffentlich auhc mit.

:wink:
 
Am Oberjoch gehen die Pisten bis in den Ort, der mußte also nur hinlaufen. Allerdings fahren die Bullys dummerweise nicht nur am unteren Pistenrand herum, sondern fahren auch mal beraguf.
Dann hat er sich immer geschickt, daß er nachgekommen ist.

Wir (also der Fahrer, der mich mitgenommen hat - ich sage immer "Wir") haben von einem Kanonenhaufen links an der Piste Schnee quer rüber nach rechts verschoben und dort die Schleppertrasse aufgefüllt, die schon sehr ausaperte. Anscheinend wollte dieser "Chlorophyllblinkie" dann eine Diaschau machen, wie es aussieht, wenn die bösen Pistenraupen das Frühlingsgras wieder unter dem erbarmungslosen Schnee verschwinden lassen. Und das unter rußendem Einsatz fossiler Brennstoffe.

Ob er einen FCKW-freien Fotoapparat dabei hatte, habe ich nicht nachgesehen. Vielleicht aber eine aus Reismehl gepresste Fototasche - was weiß ich. Ist mir auch egal.
 
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