• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Die Schneekanonen sind schuld...

Zum Thema Endlager:
mit dem vielen Geld das die tausenden von Polizisten zur Castor-Bewachung kosten könnte man sicherlich nützlicheres anfangen. Ich bin kein sonderlicher Atomkraftfan, aber was an Castorbehältern gefährlich sein soll, die 800 m. tief in Salzstöcken lagern, verstehe ich nicht. Da ist es gefährlicher (von der atomaren Strahlung) sich röntgen zu lassen oder 12 h nach San Francisco zu fliegen (stimmt das vom technischen Standpunkt?).
In Frankreich, vor allem in der Gegend um La Hague ist man da etwas entspannter, da hatten wir z.B. mit unserem Ausflugsbus (Schüleraustausch) plötzlich einen großen LKW mit Castor vor uns (ohne jegliches Begleitfahrzeug!), der uns ohne die Bemerkung des aufmerksamen Lehrers sicherlich nicht aufgefallen wäre.
 
Durch Deutschland fährt der Castor auch per Bahn mit 80 km/h.
Nur vor Gorleben und anderen Entlagern muß er langsam fahren, wegen den Demonstranten. Da ist dann auch die ganze Polizei.
 
Bleibt nur mehr der Einfluß der Schneekanonen, bzw. des Kunstschnees auf´s lokale Ökosystem, also auf den Boden, den Wasserhaushalt und die Vegetation im Allgemeinen. Gibt´s hierzu brauchbare Studien?
 
Damit hab ich mich auch schon beschäftig aber leider noch nix brauchbares gefunden. Einige sagen der Kunstschnee mach alles hin und andere behaupten es sei sogar gut weil die Bergwiesen mehr wasser hätten. Werd mal schaun ob ich diesen Text finde!!
 
@Alternativen:
wie stehts denn mit der Meeresströmung / Gezeitenkraftwerken?
was wurde eigentlich aus dem Kern-Fusions-Reaktor? Stichwort Garching ...

Vor einiger Zeit hab ich auf orf.at gelesen, daß geplant ist, mittels im Weltraum durch Spiegel gebündelter Sonnenstrahlen diese auf die Erde zu "schießen" und damit Solarstrom zu erzeugen.
Kann mir zwar nicht ganz vorstellen, daß so ein gebündelter Energiestrahl ungefährlich sein soll, wenn er mal außer Kontrolle gerät.......
 
Na so wie in James Bond!
 
starli schrieb:
@Alternativen:
wie stehts denn mit der Meeresströmung / Gezeitenkraftwerken?
was wurde eigentlich aus dem Kern-Fusions-Reaktor? Stichwort Garching.

Gezeitenkraftwerke: Nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Für Großprojekte ist der Platz nicht da. Außerdem ist die Leistung zu klein und die Energiequalität in großen Mengen nicht netzfähig.
Wenn der Müll nicht wäre, wäre Atomkraft der ideale Energieträger. Naja, wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär...
Über Garching weiß ich zu wenig - die haben doch auch schon wieder Stillegungsfristen, weil die Energie politisch nicht gewollt ist. Überhaupt - was politisch oder ethisch vertretbar ist oder nicht, da sträuben sich einem die Haare.
Sehr interessant finde ich die Technik mit genmanipuliertem Monsterhafer/-gerste/-roggen thermisch-konventionelle Kraftwerke zu betreiben. Das geht sogar ganz gut - der Heizwert liegt in der Gegend von Braunkohle. Der Umweltaspekt ist auch einwandfrei, weil nur soviel CO2 ausgestoßen wird, wie die Pflenze während ihres Wachstums aufgenommen hat und es ist ein nachwachsender Rohstoff, dessen Kultivierung keine tech. Schwierigkeiten bereitet. Dazu gibt es sogar Versuchsanlagen, die erstaunlich gut funktionieren. Witzigerweise käme das sogar der Agrarwelt zugute und ist mit weniger Subventionen (im Gegensatz zu Kohle) rentabel betreibbar. Die gesamte Technik ist zum Großteil bekannt und ausgereift, da der Kohlefeuerung sehr ähnlich. Allerdings wird ist das Thema immer wieder unter den Teppich gekehrt, weil es politisch nicht gewollt und ethisch schwer zu vertreten ist.

starli schrieb:
Vor einiger Zeit hab ich auf orf.at gelesen, daß geplant ist, mittels im Weltraum durch Spiegel gebündelter Sonnenstrahlen diese auf die Erde zu "schießen" und damit Solarstrom zu erzeugen.
Kann mir zwar nicht ganz vorstellen, daß so ein gebündelter Energiestrahl ungefährlich sein soll.

Zukunftsmusik - auch da ist die Erzeugung mit den Witterungsverhältnissen schwankend. Der Machbarkeitsaspekt und das Gefahrenpotential sind sehr interessant - da könnten sich dann wieder alle in die Haare kriegen. Ich bin mit solchen Utopien immer sehr vorsichtig.
 
Also zum Thema Wasserhaushalt und Ökosysteme habe ich in einem sehr seriösen Buch von einem eher ökologisch orientierten Wissenschaftler gelesen, dass die Entnahme aus fließenden Gewässern schon schädlich sein kann, dafür gibts aber mittlerweile die Speicherseen. Der Autor sieht das ähnlich wie den Skipistenbau (mit Begrünung anschließend): wenn gut gemacht und gepflegt nichts einzuwenden, Problem: Betreiber ist es egal oder macht Pleite. Das selbe Problem gibt es aber mit nicht mehr bewirtschafteten Almen: die Naturgefahren steigen an, die Biodiversität nimmt ab, die Landschaft wird weniger schön (weil eintöniger).
Wegen dem langsameren Abschmelzen des Kunstschnees im Frühjahr ist man sich in der Tat nicht ganz einig. Einige Autoren sagen, es behindert das Pflanzenwachstum, andere sagen, dadurch, dass mehr Wasser vorhanden ist, wächst alles besser.
Ich weiß, dass Vergleiche wie der Folgende hanebüchen sind, aber Schneekanoneneinsatz halte ich nicht für schädlicher als die Bewässerung von Golfplätzen in mediterranen Gebieten.
 
@Marius: Danke!


In sehr schneearmen Wintern schützt der Kunstschnee wahrscheinlich die Vegetation. Ist ja auch klar: Je mehr Schnee, desto weniger Schaden durch die Pistengeräte.
IMO verursachen gerade Pistengeräte bei wenig bis keinem Schnee die weitaus höheren Schäden.

Aber ein ganz anderes Problem werden die Kosten der Beschneiung sein. Wenn wirklich intensiv und überall beschneit werden muß, werden die Kosten wohl ziemlich explodieren. Und ob man diese Kosten wirklich zu 100% auf die Liftbenutzer abwälzen kann?


Zur Energiegewinnung: Es gibt genug Möglichkeiten, um Energie, also auch Strom, erzeugen zu können. Rohstoffe auf pflanzlicher Basis gibt´s ja zu Genüge. Nur rentiert sich das noch nicht. Noch!
Blockheizkraftwerke ( www.jenbacher.com ) sind z.B. eine Möglichkeit.
 
Ich hab´ noch was vergessen:

Marius schrieb:
*snip* ...dass die Entnahme aus fließenden Gewässern schon schädlich sein kann, dafür gibts aber mittlerweile die Speicherseen. *snip*

Aber dann fehlt das Wasser ja trotzdem, weil´s nicht versickern kann und somit nie zum Quellwasser werden kann, oder?
 
Ja, das vielleicht nicht, vielleicht kann man den See zur ersten Befüllung ja mit Wasser aus dem Tal befüllen?
Im nächsten Frühjahr sollte sich der See ja mit Schmelzwasser füllen und das vorher im See zwischengelagerte Wasser als Schnee auf den Pisten schmelzen und somit wieder ins Grundwasser gehen. Wasser geht ja physikalisch nie verloren (Gott sei Dank!).
 
Liftbetreiber: "Kunstschnee nützt der Natur"
Kunstschnee schade der Natur nicht, vielmehr nütze er ihr. Das sagen Salzburgs Liftbetreiber. Ein Pflanzenbiologe äußert jedoch Bedenken.

5,3 Millionen Euro für neue Schneekanonen
5,3 Millionen Euro hat Salzburgs Seilbahnwirtschaft nach den Erfahrungen im vergangenen schneearmen Winter heuer in neue Beschneiungs-Anlagen investiert.

Wegen der Wärme kann zur Zeit nur jede vierte Salzburger Skipiste künstlich beschneit werden. Erst am Wochenende ist leichte Entspannung in Sicht. Ist Kunstschnee nun gut oder schlecht für die Pflanzenwelt?-über diese Frage ist noch vor dem richtigen Beginn der Wintersaison eine Debatte entbrannt.



Stöckl: "Kein Schaden für die Wiesen"
Kunstschnee schade den Wiesen nicht-im Gegenteil er schütze sie, sagt der Obmann der Fachgruppe Seilbahnwirtschaft im Bundesland Salzburg, Helmut Stöckl:


"Kunstschnee schützt Vegetation vor mechanischen Schäden"
"Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt deutlich, dass die Vergetation sehr gut gegen mechanische Schäden geschützt wird, wenn Kunstschnee auf die Pisten aufgebracht wird. Nur Dank Kunstschnee wird man trotz Klima-Erwärmung zumindest in höheren Lagen auch weiterhin für eine sichere Schneedecke sorgen können. Und das ist wichtig, zumal es sich die Tourismuswirtschaft in der harten Konkurrenzsitutation nicht mehr leisten kann, einen Ausfall von einem Monat oder noch mehr zu verkraften."



Biologe: "Artenvielfalt geht zurück"
Dass der Kunstschnee vor den scharfen Kanten der Skier schützt, ist auch unter Biologen unbestritten. In den tieferen Lagen könne der Kunstschnee der Natur nicht viel anhaben, sagt der Botaniker Thomas Beer von der Universität Salzburg.

Beer sorgt sich jedoch um seltene Pflanzen in den Hochlagen:


"Kunstschnee führt bei manchen Pflanzen zu Erstickung"
"Dort, wo Kunstschnee liegt, kommt es zu Erstickungen bei Pflanzen, und die Artenvielfalt geht durch den Kunstschnee auf jeden Fall zurück. Ich denke da zum Beispiel an Flachmoor-Pflanzen, das sind Waldpflanzen, die dann eben verschwinden werden."



Immer längere Kunstschnee-Produktion nötig
In den vergangenen zehn Jahren musste jedes Jahr um ein bis zwei Wochen länger Kunstschnee produziert werden, haben Wissenschafter der Uni Wien herausgefunden.

Für einen Quadratmeter Kunstschnee sind 100 Liter Wasser und 500.000 Kilowattstunden Strom nötig.
 
Zurück
Oben