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Die Vermessung der Pisten

BSpy

Großer Müggelberg (115m)
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13. Nov. 2007
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In der F.A.S. von Heute ist ein interessanter Artikel zum Thema angegebener und tatsächlicher Skigebietsgröße drin. (plus ein Artikel zum Skijuwel)

Christoph Schrahe hat sich die Mühe gemacht und mal nachgemessen.
Da die Artikel der FAS scheinbar nicht online erscheinen empfehle ich den Kauf.
Kritisch betrachtet wird die Abart die Breite der Piste mit einzurechnen (ab 30m Piste doppelt zählen, ab 60m breite Piste 3-fach zählen)
und das es keinen allgemein gültigen Standard gibt.
Schrahe misst die Fallinie pro Abfahrt. Weltweit hat er 500 Skigebiete nach seiner Methode vermessen.

Ein paar Beispiel aus dem Artikel:
Gewinner ist der Stubaier Gletscher mit 129,5 versprochenen und 48 tatsächlichen Kilometern
Foret Blanche versprochen: 185 tatsächlich 73 km
4 Vallèes beworben: 412 km reel: 164 km
Im neuem Skijuwel sind es nur 57 statt 145 km


Lobend werden u.a. Kitzbühel, Vier-Berge Schaukel um Schladming, Arlberg, Sallbach-Hinterglemm erwähnt, die ehrliche Angaben machen.
 
BSpy schrieb:
Gewinner ist der Stubaier Gletscher mit 129,5 versprochenen und 48 tatsächlichen Kilometern
Da werden Erinnerungen wach. Wobei Schrahe und die FAS sicher ein Gespann sind, das man nicht so leicht mundtot machen kann wie seinerzeit starli und das Alpinforum. Insofern schöne Grüße an den Stubaier :lol:
 
BSpy schrieb:
Kritisch betrachtet wird die Abart, die Breite der Piste mit einzurechnen (ab 30m Piste doppelt zählen, ab 60m breite Piste 3-fach zählen)
Und sonst geht's noch? Abart?? Unart!! Das ist 100% (resp. 200%) Schummelei!
BSpy schrieb:
Schrahe misst die Fallinie pro Abfahrt.
Und so gehört das auch gemessen!
 
Bin mal gespannt, ob das irgendwelche Wellen schlägt.
Das Gebiete ihre Angaben revidieren steht kaum zu erwarten. Man wird mit der gewohnten Penetranz auf die bisherigen indivuellen Rechenmodelle und weiter auf die sog. "effektive Fahrstrecke" verweisen. Wieviele Kringel man auch immer fahren muss, um die zu erreichen.

In der Vergangenheit wurde ja aus den bekannten Gründen häufig der Stubaier Gletscher diskutiert. Natürlich zurecht. Der allseits beliebte Hintertuxer Gletscher steht dem m. M. nicht viel nach. Wo sich hier 86 PistenKm verstecken sollen ist mir bis heute nicht klar.
 
Vielleicht sollte man nicht mehr die Pistenlänge sondern die Fläche angeben.
 
Ram-Brand schrieb:
Vielleicht sollte man nicht mehr die Pistenlänge, sondern die Fläche angeben.
Das sagt dann überhaupt nicht mehr wirklich viel aus und ist eine schwer interpretierbare Zahl; wenn schon, dann eine "Mischrechnung" resp. beide Angaben: Länge und Fläche; und setzt man die beiden Zahlen in ein Verhältnis, so spiegelt sich darin die mittlere Pistenbreite – wieso eigentlich nicht.
 
Pistenfläche und Pistenkilometer wären wohl ideal, Pistenfläche finde ich aber auch nicht uninteressant, in Nordarmerika ja absoluter Standard.
 
Ja. Nur das die Skigebiete in Nordamerika ganz anders gestaltet sind. Innerhalb der Skigebietgrenzen kann man da fahren wo man will, so lange das Gebiet nicht offiziell gesperrt ist. Bei uns gehört zum Skigebiet nur das, was offiziell Piste ist. Also kann man Nordamerika und Europa trotzdem nicht vergleichen.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, wird z.B. für Whistler 220km angegeben wenn man die offiziell angeschrieben Pisten nimmt. Wenn man das mit den Skigebieten in Europa vergleicht, auch nicht die Welt ist.
 
Die Skigebiete brüsten sich doch alle mit diversen Pistengütesiegeln der Seilbahnverbände. Sollen die doch einfach mal eine offizielle Vermessung vornehmen, so dass zumindest Vergleichbarkeit herrscht. Bei der inflationären Verteilung dieser Siegel (gibts überhaupt Skigebiete ohne?) hätte der Skifahrer dann wenigstens mal Informationen mit denen er tatsächlich etwas anfangen könnte. Aber wahrscheinlich ist dort niemand an einer Objektivierung interessiert.
 
NB: den Vogel abgeschossen hatte damals Ende der 1970ern der Skiliftbetreiber in Morgins (das war ein kurzer Übungs-/Einzellift beim Camping); ein älterer Herr, wohl nach seiner Pensionierung, der sich damit brüstete, er hätte fünf Pisten – zwei blaue, zwei rote und sogar eine schwarze. Diese "Pisten" waren aber nicht mehr als einzelne Spuren quer durch den Wald und über unrunde Buckel, die eben etwas mehr oder weniger eklig zu fahren waren ... :irre:
 
k2k schrieb:
BSpy schrieb:
Gewinner ist der Stubaier Gletscher mit 129,5 versprochenen und 48 tatsächlichen Kilometern
Da werden Erinnerungen wach. Wobei Schrahe und die FAS sicher ein Gespann sind, das man nicht so leicht mundtot machen kann wie seinerzeit starli und das Alpinforum. Insofern schöne Grüße an den Stubaier :lol:
Wie wurde das Forum den mundtot gemacht? Das muss ich irgendwie überlesen haben.
 
Wombat schrieb:
wird z.B. für Whistler 220km angegeben wenn man die offiziell angeschrieben Pisten nimmt. Wenn man das mit den Skigebieten in Europa vergleicht, auch nicht die Welt ist.
Genau bei diesem Vergleich ist aber die Frage, wie ehrlich oder wie großzügig die in Whistler messen (im übrigen finde ich auf der Homepage von Whistler gar keine Kilometerangaben, aber vielleicht habe ich das übersehen) und ob die Zahlen damit vergleichbar sind. Das ist die Frage, mit der sich der Artikel auseinandersetzt; leider ist er online nicht einmal für Abonnenten zugänglich - zum Glück habe ich das Papierformat :wink:
 
gfm49 schrieb:
Wombat schrieb:
wird z.B. für Whistler 220km angegeben wenn man die offiziell angeschrieben Pisten nimmt. Wenn man das mit den Skigebieten in Europa vergleicht, auch nicht die Welt ist.
Genau bei diesem Vergleich ist aber die Frage, wie ehrlich oder wie großzügig die in Whistler messen (im übrigen finde ich auf der Homepage von Whistler gar keine Kilometerangaben, aber vielleicht habe ich das übersehen) und ob die Zahlen damit vergleichbar sind. Das ist die Frage, mit der sich der Artikel auseinandersetzt; leider ist er online nicht einmal für Abonnenten zugänglich - zum Glück habe ich das Papierformat :wink:
Ich habe gerade mal nachgesehen. Die Info stammt aus dem Buch Ski Guide Nordamerika. Ausgabe 2010. Btw sind es danach sogar 228km. :wink:
 
Wombat schrieb:
Die Info stammt aus dem Buch Ski Guide Nordamerika. Ausgabe 2010. Btw sind es danach sogar 228km. :wink:
Das ist aber witzig - der Autor ist Christoph Schrahe; ob er sich da wohl an seine eigenen Vorgaben gehalten und die Ideallinien zugrunde gelegt hat?
 
gerrit schrieb:
99 Euro sind aber irgendwie schon ein stolzer Preis.....

Sehr stolz.... Zum Glück bieten sich mit Google Maps, -Earth, und OSM mittlerweile auch Möglichkeiten selbst nachzumessen. Ich gehe stark davon aus, dass dies auch genauso gemacht wurde. Wer ist schon in der Lage auf der Abfahrt genau in der Falllinie zu bleiben?
 
noisi schrieb:
gerrit schrieb:
99 Euro sind aber irgendwie schon ein stolzer Preis.....

Sehr stolz.... Zum Glück bieten sich mit Google Maps, -Earth, und OSM mittlerweile auch Möglichkeiten selbst nachzumessen. Ich gehe stark davon aus, dass dies auch genauso gemacht wurde. Wer ist schon in der Lage auf der Abfahrt genau in der Falllinie zu bleiben?

da kram ich nochmal den Artikel raus, da steht folgendes drin:
"Mit gewissen Grundkenntnissen der Kartographie und mit Hilfe von geographischen Informatiosnsystemen und Desktop-Mapping-Programmen ..."

Einige Skigebete (Beispiel Ischgl) haben ihre Pisten genau in Google Earth drin.
Bei anderen hat er selber nachdigitalisiert, mit Hilfe von öffentlichen GIS Diensten.
Ausserdem stand http://www.openpistemap.org (kannte ich vorher auch nicht) als Quelle zur Verfügung
Und letzendlich ist er wohl auch mit GPS Empänger unterwegs gewesen, wie damals starli.
 
Mit der Berechnung, die Christoph Schrahe von Adelboden gemacht hat, hab ich jetzt echt mühe. Die 185km umfassen nämlich alle Teilgebiete die zur Destination dazu gehören. Also Elsigenalp. Engstligenalp, Tschenten, Adelboden-Lenk, Bettelberg. Hat der nur Adelboden-Lenk vermessen? :gruebel:
 
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