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Die Vermessung der Pisten

@Winterhugo: Deine Beispiele in Ehren, aber am Schluss soll ja eine Gesamtzahl rauskommen und die sollte dem Gast für seine subjektive Skigebietsentscheidung dienen. Und eben DA spielt die Pistenbreite sehr wohl eine Rolle.
Aber ich sag ja, wir werden uns nicht einig.
 
Ja aber Winterhugo und Wombat, was sind denn eure Vorschläge?
Einfach so weiter wie bisher, jeder macht was er will?
Saalbach präpariert die unzählig noch vorhandenen Güterwege zwischen den Pisten und hat dann auf einmal 350km?
 
Du musst die Pisten gar nicht präparieren, sondern nur ausschildern. Ne geschlossene (und nie offene) Piste gehört ja auch zur Gesamtpistenkilometerzahl. Ich kenne da bspw. die K70 in BKK, die nur ein paar Tage im Winter offen ist, manche Winter auch gar nicht. Irgendwann wollen sie da glaub ich sogar Beschneien!
 
@Winterhugo: Der Gedanken ist eben der, dass wenn eine Piste SOO breit wäre, dass links und rechts bereits völlig unterschiedliche Landschaften und Fahrerlebnisse entstehen, das wie zwei separate Pisten empfunden werden könnte. Hat also nichts damit zu tun, dass ich auf einer breiten Piste einen anderen Radius nutze, sondern mit der eventuell gebotenen Vielfalt. Klar musst du dann 2x hoch, aber das musst du bei völlig separaten Pisten ja auch.

@JDS:Ja, das Problem mit theoretischen Pisten, die z.B. seit Jahren nicht mehr geöffnet werden, aber im Pistenplan noch drin gelassen wurden ist natürlich ein weiteres Problem, wenn man eine Objektivierung anstrebt.


Allgemein: Vielleicht müssen wir uns einfach damit abfinden, dass es nie die 100% perfekte Methode geben wird, in der man mit einer einzigen Zahl alles zum Ausdruck bringt, was es sich über ein Gebiet zu wissen lohnt, und die nicht den geringsten Schummel-Ansatz oder Interpretationsspielraum zulassen würde.

Sowieso bin ich auch ganz mit den Leuten einverstanden, die betonen dass ich bei einem mir noch unbekannten Skigebiet vielleicht lieber auch den Pistenplan studieren könnte. Oder vielleicht auch einfach ein paar Erfahrungsberichte und Fotos hier im Forum anschauen! :)

Und dennoch: auch wenn eine einzige Zahl nicht alles aussagen kann, es andere interessante Faktoren gibt, und sie immer ein wenig problembehaftet sein kann (z.B. durch Einbeziehen unnötiger Ziehwege oder ewig geschlossener Pisten): all das ist im Grunde keine Entschuldigung für grobe Falschangaben, wie z.B. am Corvatsch. Denn SO breit sind die Pisten dort übrigens gar nicht ;)

Bei der Wahl eines Autos interessieren mich andere Faktoren auch mehr als die PS Angabe… und dennoch sollte diese stimmen!
 
Werna76 schrieb:
Ja aber Winterhugo und Wombat, was sind denn eure Vorschläge?
Steht doch schon weiter oben. Aber solange es jedem selber überlassen ist, die wie er misst, ist es Wurst nach welchen Kriterien man misst, irgend einer schummelt immer.
 
LGH schrieb:
@Winterhugo: Der Gedanken ist eben der, dass wenn eine Piste SOO breit wäre, dass links und rechts bereits völlig unterschiedliche Landschaften und Fahrerlebnisse entstehen, das wie zwei separate Pisten empfunden werden könnte. Hat also nichts damit zu tun, dass ich auf einer breiten Piste einen anderen Radius nutze, sondern mit der eventuell gebotenen Vielfalt. Klar musst du dann 2x hoch, aber das musst du bei völlig separaten Pisten ja auch.
Für mich persönlich ist die Giggijoch links oder recht (sagen wir 100m breit) nun nicht 2 völlig verschiedene Fahrerlebnisse ... auch Bernkogel oder andere breite Pisten sind doch so modelliert, das es da nun nicht kupiert und Carvinghang in einem gibt ... wenn dan müssen die voneinander getrennt sein. Da mein ich nicht ein Netz, sondern schon etwas topographisch. Daher hat der Stubaier ja auch 110km :D .
100m breite Pisten sind (ausser vll. auf Gletschern) eher "angelegt" als natürlichen Ursprungs.

Forst / Ziehwege: Ja, gehören dazu als Verbindung. Sind Pisten-km, muss man messen, auch wenn flach und lang - muss ich ja nicht fahren. Daher: Pistenplan studieren, da erkennt man vieles. Eine perfekte Lösung gibt es nicht, normale Abfahrt in km (nicht doppelt) ist das, was für mich am besten passt.

Die Amis machen es in ha, aber da hast ja auch die Chutes und (Double)Diamonds und Treeskiing - da in den Bowls ist das was anderes.
 
Ich teil mir jede Piste in virtuell 3 Pisten ein, um bei einer Wiederholungsabfahrt etwas abwechslung zu haben - linker Rand, rechter Rand, Mitte. Da ist es mir egal, ob die Piste 30m oder 300m breit ist. Trotzdem erwarte ich nicht von einem Skigebiet, nur weil ich die Piste virtuell in 3 Pisten unterteile, dass man die auch als 3 eigenständige Pisten bei den Pistenkm wertet... Wobei ich bei überbreiten Pisten auch nichts dagegen habe, wenn man die dann doppelt zählen würde. Aber pauschal die Fläche : 30 -- das ist m.E. an der Wahrheitsfindung genauso daneben.
 
Extrembeispiel für die Auswirkung der Berechnungsmethode Pistenfläche/30 wäre da wohl die Talkaserabfahrt in Westendorf:

200m breit, 500m lang

derzeit von der Skiwelt angegeben (durch die Breite wohl völlig zurecht) 1231m

Berechnung Fläche/30: 3333,33m

Deshalb ist es sicher sinnvoller breite Pisten doppelt zu zählen. (sonst werden solche Extrembeispiele 6,5x gezählt)
 
Ich finde es eine Frechheit, das viele Alpenskigebiete bei den Pistenberechnungen so übertreiben, Betrügen( durch mehr Pisten km höhere Preise verlangen) ist allein schon schlecht.
Aber außerdem kann man so Skigebiete immer schlechter miteinander Vergleichen.
Was bringt das ewige Wettstreiten der Pisten km wo jeder (fast alles) machen kann was er will?
Ich finde jede Piste gehört nur einmal Berechnet. Außnahmen: die Piste ist wirklich breit (>150m), eine Seite Freeride: die andere Normal, oder eine Seite blaue Schwierigkeit, die andere Seite des Hangs dagegen Rot(z.B. Bei Zwei Pisten die Teilweise getrennt verlaufen ...).
Das wichtigste sind klare Regeln, bei denen auch Mittelgebirgsskigebiete nicht völlig benachteiligt werden!
So bleibt mir zurzeit nur die Opensnowmap, die einem die ungefähre Größe gut darstellt.
Besonders wenn man sich mit der Map die Schweizer Skigebiete anschaut, fällt einem auf das sie für ihre Pisten km immer! zu klein wirken.
Besser ist es da noch bei den Österreichischen Skigebieten und am wenigsten (weil man bei Waldabfahrten nicht soviel Tricksen kann.) sind die Mittelgebirgsskigebiete.
Nur Oberwiesenthal fällt mir da als Negativ Beispiel ein. Sie Tricksen zwar "nur" am Haupthang, aber dafür Ordentlich! Zuerst fallen einem auf dem Pistenplan nur die beidem langen und die kurze Piste auf (2+TW, 4, 8)
Bei genauerem hinschauen stellt man aber fest, dass zwei weitere Pisten (5 und 3) nur angedeutet sind und ebenfalls über den Haupthang laufen.
4km Pisten km Kommen dadurch hinzu.
Die auf dem Pistenplan komplett gezeigten Pisten sind für den breiten Haupthang ok, aber die 4km Extra sind Total übertrieben und gehören abgezogen.
... Also 15,5 km - 4km + die Ziehwege oben die dann zu keiner Piste mehr gehören (~700m) + die nicht extra gerechnete Höhenliftpiste (300m) ergeben Fairere 12,5 km.
Macht man aber nicht, allein schon da man dann gegen den Klínovec (18,2 km Pisten) lächerlich wirkt und mit der Nummer 3 im Erzgebirge, dem Plesivec auf einem Lvl wäre ... Aber so ist/denkt man eben dort/ fast überall wenn es um Pisten km geht.
 
Fab schrieb:
Zermatt wirbt mit 360 km. Dem gegenüber gibt Ischgl selbst mit der für sie günstigsten Methode nur 238 km an. Rein optisch schätze ich Ischgl als das größere Skigebiet ein. Selbst die 252 km, die Herr Schrahe in Z gemessen haben will, erscheinen mir da noch zu viel.

Nun sind Pistenkilometer nicht das einzige Kriterium, nach der ich mir ein Skigebiet aussuche. Aber zur besseren Vergleichbarkeit sollten die Skigebiete alle nach den selben Kriterien ihre Angaben präsentieren. Und bei Z wünsche ich mir die Größe, dass sie ihre Berechnungsmethode offen legen anstatt mit kreativen Verfahren die Werte nach oben zu pushen.
 
Die 200 Km wären, wenn es das als Abfahrt gäbe, von mir daheim (Landkreis Hof) bis Würzburg - die 360 Km gingen bis Mainz.
Ist a) schon ein Unterschied und b) da müsste ich wohl in Aschaffenburg mal Pause machen ;D
 
Ohne die zahlreichen Skirouten hätte Z noch deutlich weniger als die 202 km. Schade, dass die Seite nicht nach Kategorien differenziert. Überraschend finde ich das Ergebnis für Ischgl, welches ja noch unter deren Angabe nach der GPS-Methode liegt. Rein optisch erscheint mir das Gebiet deutlich gößer als Z.
 
Hab mir nur mal die GPS-Map vom Arlberg angesehen:
Da fehlen zB in Zürs im Bereich der Seekopf + Zürsereseebahn einige Pisten und Routen und zB. am Trittkopf fehlen alle Skirouten.
Nachdem, was ich da beim kurz mal drüberschaun sehe, ist diese Auswertung auch nicht besser wie die des Hr. Schrahe.
 
Da werden ja auch 115 für die Skiwelt angegeben, was ich eher nicht glaube, da die ja auf den Meter genau für jeden Verbindungsweg die Länge angeben. Klar können sie da auch bescheißen, aber das lässt sich sogar mit ner topographischen Karte relativ einfach überprüfen. Die schräge Länge fällt nämlich kaum ins Gewicht, sind selten mehr als 10% und bei Verbindungswegen logischerweise fast gar nichts.
 
j-d-s schrieb:
Die schräge Länge fällt nämlich kaum ins Gewicht, sind selten mehr als 10%
Dieser Aspekt war auch für mich neu. Aber wie man an den offiziellen Zahlen von Ischgl sieht, ist der Unterschied zwischen Schußfahrt und horizontaler Messung marginal, unter 6%.
 
Der Satz des Pythagoras hilft da :D. 100% Gefälle (was es afaik gar nicht als präparierte Piste gibt, die Harakiri sind 78%) wären 41% mehr in der schrägen Länge. Schon bei 50% Gefälle (was ne knackige schwarze Piste ist, wenn das das Durchschnittsgefälle ist) sind es nur mehr 12% mehr in der schrägen Länge...
 
nachdem ich mir den Arlberg mal genauer angesehen habe muss ich sagen, dass die Auswertung auf der Seite http://www.lukor.de/Ski/StAnton/GPS/StAntonAuswertung-2013-F3.pdf leider nicht mal mit Schrahe mithalten kann, wobei man schon sagen könnte, dass sie das andere Extrem darstellt.

Um das darzustellen hab ich mir ein Bild von RogerWilco vom 10.04.aus dem Lech/Zürs-Topic genommen, zu sehen ist die Westseite von Zührs mit Seekopf-( rechts) und Zürserseebahn( links):
uhM8PNj.jpg


Der Hr. Dipl-Ing. hat im Bereich der Zwei KSBs nur 2 Pisten gefunden... bei Schrahe wären es wohl 15 gewesen.. :twisted:

Laut Pistenplan http://ski3.intermaps.com/skiarlberg/lz_ws/skimap_touch.asp sind es einige mehr und zwei Routen, ich versteh schon, dass man Zufahrten, die sich mehrer Pisten teilen nicht mehrfach zählt, aber das geht mir doch zu weit!
 
Ich hab gestern nur 5 Sekunden auf die Map von Ischgl geschaut, auch da fehlt die eine oder andere Piste.
 
Wobei ich ja eher der Meinung bin, dass Pisten, die nicht eingezeichnet sind, auch nicht mitgezählt werden. Ich meine, woher soll man denn wissen, dass es die gibt? Genau dafür, um zu überlegen, wo man fährt, ist der Pistenplan ja da.
 
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