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Die Vermessung der Pisten

Ne, auf dem Pistenplan sind die Pisten schon drauf, nur nicht auf der Karte, die von der Seite stammt, die Rüganer gepostet hat. Dort wurden nämlich manche Pisten, die in Ischgl auf dem Pistenplan stehen, nicht gezählt, weshalb zB Ischgl auf den Wert von gerade einmal 129 km kommt. Die 238 km stimmen zwar wahrscheinlich auch nicht zu 100%, schließlich ist die Eleven keine 11 km lang, aber etwas mehr als 129 km sind es eben doch.
 
Das ist ja der Knaller .
Bei Herrn Schrahes Vermessungen wurde uns ja schon manchmal übel , es waren auch korekte Angaben dabei aber auch nicht sehr glaubwürdig .
Was die Herren die wir hier gerade diskutieren gemessen (geographisch) haben ist ja dann der ober knaller ...

Wenn man sich schon mal anguckt wie die sich vermessen haben (oder auch nicht) sieht man anhand der Skiwelt. 115 Km sind ja lächerlich .
klar !!! 280 Km sind auch sehr unglaubwürdig aber nicht weniger wie die Hälfte . Wenn man treuer Skiweltbesucher ist dann kann man es ja auch ohne (GPS Messung) ein wenig einschätzen und ich sehe dort schon so etwa 220 Km. (Nur geschätzt , wenn jemand schonmal nachgemessen hat dann Entschuldige ich mir für diese Falscheinschätzung)
Da dort aber Sowieso jeder der ein GPS Tracker hat nachmessen kann und mit den angegebenen Werten vergleichen kann .
 
Werna76 schrieb:
Ich hab gestern nur 5 Sekunden auf die Map von Ischgl geschaut, auch da fehlt die eine oder andere Piste.
Beispielsweise die 7a, 39, der nördliche Teil der 20 usw.. Da werden die 172 km, die Ischgl offiziell angibt, wohl stimmen.
 
Leonkopsch123 schrieb:
Das ist ja der Knaller .
Bei Herrn Schrahes Vermessungen wurde uns ja schon manchmal übel , es waren auch korekte Angaben dabei aber auch nicht sehr glaubwürdig .
Was die Herren die wir hier gerade diskutieren gemessen (geographisch) haben ist ja dann der ober knaller ...

Wenn man sich schon mal anguckt wie die sich vermessen haben (oder auch nicht) sieht man anhand der Skiwelt. 115 Km sind ja lächerlich .
klar !!! 280 Km sind auch sehr unglaubwürdig aber nicht weniger wie die Hälfte . Wenn man treuer Skiweltbesucher ist dann kann man es ja auch ohne (GPS Messung) ein wenig einschätzen und ich sehe dort schon so etwa 220 Km. (Nur geschätzt , wenn jemand schonmal nachgemessen hat dann Entschuldige ich mir für diese Falscheinschätzung)
Da dort aber Sowieso jeder der ein GPS Tracker hat nachmessen kann und mit den angegebenen Werten vergleichen kann .

Der Herr vom Link hat auch nur seine gefahrene Runde durch die SkiWelt vermessen, das sind maximal die Hälfte der Pisten
 
Leonkopsch123 schrieb:
Das ist ja der Knaller.
Bei Herrn Schrahes Vermessungen wurde uns ja schon manchmal übel , es waren auch korekte Angaben dabei aber auch nicht sehr glaubwürdig.........
:?: Was willst du uns sagen - war es nun korrekt oder nicht glaubwürdig?
 
Ich selber besitzt leider kein GPS gerät , deswegen kann ich das auch nicht beurteilen, aber das was ich hier so im Forum lese ist ja nicht so mit den Messungen von Herrn Schrahe zufrieden.
 
Leonkopsch123 schrieb:
Ich selber besitzt leider kein GPS gerät , deswegen kann ich das auch nicht beurteilen, aber das was ich hier so im Forum lese ist ja nicht so mit den Messungen von Herrn Schrahe zufrieden.
Ich habe zwar einen Tracker, aber was soll ich mit den (mühsam herauslesbaren) Werten für einzelne Pisten anfangen, wenn die Stationen keine Einzeldaten benennen sondern nur Gesamtstrecken.

Immerhin kann ich zu einer allgemein bekannten Abfahrt etwas beitragen: Ventina in Cervinia

  1. Länge ab Plateau Rosa laut cervinia.it: 11 km ("Aber „erst“ auf dem Plateau Rosà beginnen jene 11 “wahren” Kilometer der klassischen Abfahrt, die in Cervinia endet."Quelle
  • Länge ab Plateau Rosa laut skiinfo.de: 7 km "Die schönste Abfahrt heißt Ventina, die 7 km lang ist und über den Ventinagletscher verläuft" Quelle
  • selbst gefahrene Strecke laut Tracker 7,4 km (zwei Werte mit Abweichungen in der zweiten Kommastelle - selbst wenn ich die Strecke vom KMH bis zum Plateau Rosa dazunehme, komme ich mit 10,4 km nicht auf die beworbenen 11 km)

Zu Zermatt könnte ich auch ein paar Tracks auslesen (das Ding lief nicht immer mit) - aber wo finde ich Vergleichswerte zu einzelnen Pisten?
 
Also wenn ich die einzelnen Pisten mit ihrer angegebenen Länge so anschaue so muss ich sagen dass der Typ bei uns wahrscheinlich gar nicht so weit daneben liegt. Da er allerdings teilweise ein bisschen komische Namen bracht habe ich noch nicht raus gefunden ob er auch alle Pisten gefahren hat, gilt vor allem für den Italienischen Teil.
 
Sorry, da habe ich übersehen, daß in einem der Links auch die Einzelabfahrten in Zermatt gelistet sind. Da komme ich z.B. bei Gifthittli - Gant und Hohtälli - Gant auf nahezu dieselben Werte. KMH-Cervinia hat der eine längere Strecke, weil er über die Station Laghi Cime Binache gefahren ist und ich direkt unter dem Lago Goillet-Sessellift. KMH-Valtournanche habe ich exakt denselben Wert, wenn ich den kurzen Sessel mit einbeziehe; ohne sind es 13,5 km.

Die einzelnen Teilstrecken abzuchecken bin ich zu faul.
 
Ich habe jetzt mal die Lukor Daten für die Zermatter Seite nach Schwierigkeitsgraden aufbereitet, soweit die teilweise recht eigenwillig gewählten Namen eine Zuordnung zu den offiziellen Bezeichnungen erlauben.

  • blau: 23 km
  • rot: 81km
  • schwarz: 10 km
  • Skirouten: 35 km
  • Summe: 149 km
Die Differenz zu den auf der Seite genannten 150 km ergibt sich aus dem Wegfall der Rio und Rundungsfehlern. Für den italienischen Teil lohnt sich der Aufwand nicht, da man in dem PDF schon sehen kann, dass viele Pisten fehlen.
 
Hallo Leutle, ein kluger Leser des Forums hat mich per E-Mail darüber informiert, dass es zurzeit eine ausgedehnte Diskussion über unsere Seiten gibt, lukor.de/skiraware.de, mit dem Schwerpunkt auf dem Thema Pistenlängen: "Vielleicht möchtest Du ja etwas dazu schreiben." Trotz einiger kritischer Töne, die ich nicht missen möchte, geht es hier recht gesittet zu, daher habe ich mich entschlossen, einige Statements zu machen und die anderer Nutzer zu kommentieren.
Ich habe den Zug, mich anzuschreiben, als klug bezeichnet. Warum? Ich finde es gut, wenn man mich fragt, wie ich zu einer Einschätzung gekommen bin, statt zu meckern, dass nicht alle Daten/Aussagen verstanden werden. Das Thema "Pistenlängen" ist sehr komplex und es ist auch nicht wirklich maßgeblich für die Bewertung eines Skigebiets. Für die meisten Skifahrer hat es die gleiche Bedeutung wie die Frage, ob ein Auto besser 80, 100, 140 oder mehr kw hat, obgleich es nur in der Stadt gefahren wird. Und so sehe ich das mit den Pistenlängen auch.
Der "Herr Dipl.-Ing." ist Landvermesser. Da liegt es nahe, einen GPS-Empfänger mit auf Reisen zu nehmen und ein Programm zu schreiben, das die Daten auswertet. Das erste Gebiet, das wir vermessen haben, war Zermatt, April 2006, noch heute das Lieblingsskigebiet meiner Frau. Damals hatte ich "nur" einen Garmin Geko 201 zur Verfügung und Software zur Auswertung gab es auch nicht. Daher gibt es immer noch "alte" Daten, die hinter den aktuellen Genauigkeiten zurückstehen, aber das erklärt in keiner Weise die überlangen Pistenkilometer. Heute benutze ich einen HOLUX GPSport 245, klein, leicht, preiswert, langlaufend bis 20h und extrem genau für einen Hendheld GPS Logger. Auf der Schulter getragen hat er große Horizontfreiheit. Und auch gleich vorweg, wie schon 2013 in diesem Thread bemerkt: Die Schrägstrecke ist nicht der Grund, warum die Pisten signifikant länger werden.
Klug wäre es gewesen, wenn mir L&S das Bild von Zürs geschickt hätte mit der Frage, warum ich so wenig Pisten kartiert habe. Ich hätte wahrheitsgemäß geantwortet: "Weil sie noch als GPX-Dateien auf meiner Festplatte rumdümpeln." Ich habe sie nachgetragen - und muss gleich wieder die Erwartungen dämpfen. Denn am Ende konnte ich weitere 10 km aus den Daten ableiten. Nicht mehr! Da fehlt immer noch was, klar, aber 350 km werden daraus nicht. Der Arlberg ist und bleibt über weite Strecken hinweg ein 1:1 Skigebiet, also einen Kilometer Piste auf einen Kilometer Lift fahren, ganz anders als die überaus großartigen 3 Vallées oder Zermatt. Dabei habe ich alle Skirouten mitgerechnet, auch die Bachseiten, aus der meine Frau per Helikopter ausgeflogen werden musste, sowie die Maienwasen, die vermutlich noch keiner der Leser je gefahren ist. Oder die unpräparierbare Tannegg, ein Juwel! Was komplett außen vor ist, weil nur mit dem Auto oder mühsam mit dem Skibus von Stuben aus erreichbar, ist der Sonnenkopf, der auch zum Skipass zählt. Wenn mir jemand die GPX-Daten schickt, arbeite ich sie ein. Da könnten noch mal 30 km hinzu kommen. Ab heute gibt es eine neue Kartierung, allerdings hat sich der Dateiname geändert.
Anders als Herr Schrahe habe ich kein wie auch immer geartetes finanzielles Interesse an einem Ergebnis, ganz gleich, wie es ausfällt. Wer unsere Seiten aufmerksam liest wird feststellen, dass sie werbefrei sind und dass es uns darum geht, den "gefühlten" Grad eines Gebiets herauszuarbeiten. Bilder helfen uns dabei und folglich war auch einmal ein Hubschrauberflug zum Monte Rosa Plicht. Zermatt komplett. Letzte Messung (noch nicht eingarbeitet): Hirli-Lift 2016.
Ich beantworte gerne Fragen. Wenn die Antwort auf sich warten lässt, dann liegt es auch daran, dass ich erst einmal das Geld verdienen muss, das nötig ist, um solche Kampagnen überhaupt zu fahren. Es ist auch wichtig zu wissen, welchen Background wir haben; dazu zählt auch, dass wir den mit Abstand spannendsten Skiurlaub aller Zeiten, der von einem festen Quartier ausging, in Sankt Moritz verbracht haben, dem Gebiet, dem Herr Schrahe den größten Schwindelfaktor zuerkannt hat. Wir haben dort 130 km gefahren.
Alles andere später. Ich muss die unendlich vielen Seiten, die hier geschrieben wurden, erst einmal sichten! Da ist viel Interessantes bei.
Gruß vom Autor von GNavigia.
 
Nach dem langen Text, der länger in der Redaktion des Alpinforums gelegen hat als auf meinem Schreibtisch, möchte ich einige kurze Erläuterungen hinterher schicken:
Die Seite http://www.skiraware.de/Ski/AdalbertQ/D/AQErmittlungDerPistenlaengen.html wird nach jedem Besuch eines Skigebiets aktualisiert. Dabei geben wir außer der tatsächlich gemessenen Anzahl der Pistenkilometer auch einen Schätzwert an, der umso weniger abweicht, je mehr wir befahren konnten. Dieser Wert ist allein maßgeblich für die Beurteilung der Pistenlängen. Wo wir ganz offensichtlich Lücken haben, ist der Wert nicht angegeben.
Die Neuauswertung eines Gebiets (wie kürzlich Megève) dauert etwa 1-2 Wochen, da ich nur abends dazu komme und meist zwei Empfänger berücksichtigen muss. Zudem gibt es einigen Zeilen, die nur die tatsächlich gemessenen Pistenkilometer angeben, weil ich weiß, dass ich für eine komplette Vermessung zu viele Pisten auslassen musste. Meist sind es die Witterungsverhältnisse, die der Vermessung eine Grenze setzen. So konnten mein Sohn und ich in Flaine nur gute 90 km befahren.
Das Areal dort ist viel größer. Oder Wilder Kaiser/Kitzbühel. Die Aussage eines Nutzers, dass die "gefühlte" Zahl der Kilometer größer sei, als wir angeben, ist nicht hilfreich. Wenn man ein Gebiet auswertet merkt man erst, wie kurz die Pisten tratsächlich sind. Dass wir nicht alles fahren konnten, haben wir mit dem Minuszeichen im "tanupiki"-Wert gekennzeichnet. Wahr ist aber auch: Wir haben das Gebiet sehr umfangreich abgegrast, inklusive fast aller Talabfahrten und befahrbaren Skirouten! Dass ich Freunde des WK damit enttäusche, nehme ich in Kauf. Ich belüge mich auch ungerne selbst.
Die Intention, mit der ich die Vermessung angefangen habe: "Wie lang ist die im ADAC-Skiatlas angegebene, 17 km lange Abfahrt von Klein Matterhorn nach Zermatt wirklich?" Wichtig auch unser Begriff der "tatsächlich nutzbaren Pistenkilometer", der anzeigen soll, dass es wenig Sinn macht, wenn man lange Talabfahrten, die man nur zur Rückfahrt in einen sehr speziellen Ort (wie Schröcken) nutzen kann, in ein Gesamtskigebiet einrechnet, da sie nur von Ortsansässigen sinnvoll befahren werden können.
Zu Zermatt noch ein Wort: Ein 6,5 Tage Skipass Zermatt ohne Cervinia kostet wegen der 1:1 Umrechnung in Franken dort heute 400 Euro. Der Zugwinn an Fahrspaß hält sich aus unserer Sicht in engen Grenzen, so kaufen wir Cervinia nicht mit. Daher betrachten wir die Angaben zu Zermatt als zu 100% vollständig, die zu Cervinia hingegen nicht. Ich werde das berücksichtigen und die Gebiete in nächster Zeit auftrennen.
Ich rufe alle auf, die sich beklagen, mir GPX-Dateien zuzusenden. Absolute Voraussetzung: Ich benötige eine Angabe, mit welchem Gerät die Daten aufgezeichnet wurden. Das Auswerteprogramm kann danch die Daten einlesen, egal wie das Format aussieht, solange es nicht binär ist.
Gruß vom Autor von GNavigia.
 
Vielen Dank für Deine Erläuterungen. Vielleicht noch ein paar Hinweise meinerseits. Du gibst Dir mit der Erfassung und Darstellung der Daten so viel Mühe, da wäre es hilfreich, wenn Du Dich bei der Bezeichnung der Pisten an den offiziellen Namen orientieren würdest. Das erleichtert die Zuordnung und vermeidet Mißverständnisse. Begriffe wie "rechts" oder "links" sind leider nicht eindeutig sondern hängen davon ab, wie herum man den Plan hält (bzw. ob man vom Plan oder der Fahrtrichtung ausgeht) :wink: . Himmelsrichtungen dagegen sind eindeutig. Und wenn Daten zu einem Skigebiet nicht vollständig sind reicht ein kurzer Hinweis, damit jeder Bescheid weiß. Soweit meine Quintessenz, weil ich einfach einmal wissen wollte, wie sich die Pistenkilometer in Zermatt nach Schwierigkeitsgeraden zusammensetzen. Die Tabelle füge ich als ZIP-Archiv bei, wenn Du Lust hast, dann kannst Du ja einmal drüberschauen. Vermutlich stimmt meine Auswertung nur annäherungsweise, weil mir bei der Zuordnung sicherlich das eine oder andere durcheinandergeraten ist.

Dass die offiziellen 360 Pistenkilometer nicht stimmen können war eigentlich klar. Das entspräche ja einer Strecke, die länger wäre als von Chancy ins Val Müstair, der größten geografischen Ausdehnung der Schweiz in West-Ost Richtung. Was mich doch überrascht hat ist der Anteil der Skirouten mit knapp 24% auf Zermatter Seite. Die meisten davon öffnen erst weit im Januar, also wenn die Weihnachtsgäste längst wieder zu Hause sind. Wer sich nicht an Pistenlängen orientiert, den stört das nicht weiter. Andererseits, wenn es für niemanden relevant ist, wieso werden dann keine korrekten Zahlen veröffentlicht?

Was Cervinia / Valtournenche betrifft, ich fahre lieber "drüben" als auf der Zermatter Seite. Breiter Pisten, schönere Talabfahrten, günstigere Restaurants. Wenn nur der Wind nicht wäre, der einem oft den Übertritt unmöglich macht. Wenn ich dran denke dann nehme ich beim nächsten Mal mein GPS mit und sende Dir die Daten. Reicht es, einfach den Skitag komplett zu tracken? Wie dicht sollten die Meßpunkte liegen?

PS: Wie bereits im Zermatt-Thread erwähnt, ist die RIO seit 2013 keine offizielle Piste mehr. Offiziell hat das nur bislang niemand verkündet.
PPS: In der Addition der Pistenlängen hat sich bei Dir ein Fehler eingeschlichen, es sind nach Deinen Daten 150386 und nicht 150384 Meter (nur ein Detail) :wink:
 

Anhänge

NeusserGletscher schrieb:
Was Cervinia / Valtournenche betrifft, ich fahre lieber "drüben" ... nehme mein GPS mit und sende Dir die Daten. Reicht es, einfach den Skitag komplett zu tracken? Wie dicht sollten die Meßpunkte liegen?
Eine sehr, sehr gute Frage! Ja, GNavigia kann (siehe Dokumentation http://www.skiraware.de/GPS/GNavigia/index.html) einen Auswerter von lokalem Maximum zu Minimum führen und das sind dann meist die Stationen. Das Zerlegen eines Tages-Tracks ist kein Problem und dauert für einen Tag keine halbe Stunde mehr. Ich will ja Ski fahren und mich nicht um die Aufzeichnung kümmern müssen. Und, ganz wichtig, die meisten Personen zeichnen zu viele Punkte auf! Daher hat sich bewährt: Aufzeichnen nach Abstand, Abstand fest auf 10m. Das reicht, um die Zu- und Abfahrten am Lift genau genug zu ermitteln. Aufzeichnen nach Zeit ist schlecht: Bleibt man stehen, liegen Punkte übereinander und sie bewirken nichts.
Ich fahre übrigens auch schon mal für einen Tag nach Cervinia, was billiger ist als der Gesamtpass (wenn man nicht Kinder hat, die auf den Tagespass keine Ermäßigung bekommen). Dieses Jahr war ich zwar in Zermatt aber verletzt und konnte nicht fahren. Letztes Jahr hat es sich nicht ergeben.

NeusserGletscher schrieb:
In der Addition der Pistenlängen hat sich bei Dir ein Fehler eingeschlichen, es sind nach Deinen Daten 150386 und nicht 150384 Meter ...
Diese Abweichung liegt daran, dass das Programm mit Nachkommastellen rechnet, die nicht angezeigt werden. Es wäre aber ein recht großer Aufwand, alle Additionen auf gerundete Werte umzustellen. Der Fehler ist für das Thema irrelevant, sonst würde ich das tun. Dass man überhaupt mit GPS so genaue Angaben machen kann, liegt am Differenzialverhalten. Da benachbarte, aufeinander folgende Werte denselben absoluten Fehler enthalten, fällt dieser bei der Differenzbildung heraus.
Es gibt noch einen weiteren Aspekt: Rechnet man die Strecken in UTM-Koordinaten und in EPSG:3758 (Google/OSM), erhält man unterschiedliche Ergebnisse. Das liegt an der starken Verzerrung der Koordinaten, die in der Schweiz bereits einen Maßstabsfaktor von 1.3 bewirken. Die Korrektur berücksichtige ich zwar, anders als bei den UTM-Koordinaten, die eine Abweichung von maximal 40cm/km aufweisen (je nach Lage des Gebiets). Das ergibt dann auch noch einmal eine kleine, allerdings auch nicht relevante Differenz.

Übrigens: Ich will Schrahe nicht Konkurrenz machen. Ich habe das Hobby nur so weit getrieben, dass ich sehr genaue Angaben machen kann. GNavigia kann man herunterladen (via Heise.de, dann gibt es da Klicks! und man wird auf unsere Seite geleitet). Die Bespieldateien sind in der bekannten Liste verfügbar. Bitte nicht über das Programm schimpfen, auch das ist nur Hobby und ich verbessere es seit April 2006 permanent!

Zur Bezeichnung der Pisten: GNavigia kann den Objektbaum ab einer gewissen Position im Baum für Google Earth aufbereiten. Dort kann man die Pistenabschnitte dann anklicken und sieht die Namen. Deine Liste ist wirklich sehr weitgehend korrekt interpretiert. Bei Italien hatte ich wegen der früher sehr seltsamen Liftpläne große Probleme mit der Bezeichnung, weil Nummern statt Namen. Und bevor ein Einwand kommt: Heute sind die Liftpläne von Zermatt wieder eine einzige Katastrophe. Was sollen die Haken am Anfang und Ende der Liftspuren?

Gruß vom Autor von GNavigia.
 
Also, erstmal finde ich deine Messung sehr löblich :ja:.

Fairerweise solltest du aber in deiner Liste http://www.lukor.de/Ski/AdalbertQ/D/AQErmittlungDerPistenlaengen.html

danach trennen, ob in der Messung alle auf dem Pistenplan aufgeführten Pisten enthalten sind oder nicht. Denn die für die Skiwelt berechneten 115 km kommen nur daher, dass eben nicht alle Pisten vermessen sind - das dann mit einer offiziellen Angabe für alle Pisten zu vergleichen, verzerrt die Ergebnisse völlig. Nur weil du eine Piste nicht gefahren bist, kann sie ja jemand anderes trotzdem fahren. Und sie muss trotzdem mitgezählt werden.

Noch zum Thema St. Moritz: Die Schummelei bestätigst du ja. Die geben sogar für jeden erkennbar völlig übertriebene Pistenlängen an von 155 für Corviglia und 120 für Corvatsch. Das ist auch nach deiner Messung in Wirklichkeit höchstens ein drittel bis halb so viel.

Übrigens kann man in Zermatt prima fahren, wenn man von Cervinia startet. Dort kostet der internationale Skipass mit Zermatt 58 Euro, der exakt identische Skipass in Zermatt kostet 89 Franken.
 
Hab mir mal gerade die Gemessenen Werte der Skiwelt angeschaut, die Wegen die von Ihnen gemessen wurden sind schon sehr glaubwürdig und ich vertraue ihnen auch aber es macht keinen Sinn wenn sie nur die Hälfte der Pisten fahren, ich schaute auf ihre Internetseite , sah Skiwelt =115 Km . Da dachte ich ,,was" das kann nicht stimmen. Doch ihre gemessenen werte stimmen aber dann bitte ein Vermerk sichtbar machen, das iritiert nämlich so wie es jetzt ist schon ungemein.
Man kann ja auf der Homepage der Skiwelt die Längen der Skipisten ansehen . Man hätte dann diese Werte mit ihren genauen verglichen können und schon könnte man sehen ob sie so sehr an den Werten tricksen.
Lg.
 
Das fände ich sogar bei der Skiwelt am Besten - einfach die gefahrenen Pistenlängen mit den einzelnen Pistenlängen laut Webseite vergleichen. Wenn man da dann Auffälligkeiten hat, kann man das ggf. umrechnen, also falls sie bspw. konstant 10% zuviel hätten oder so.
 
GNavigia schrieb:
Heute sind die Liftpläne von Zermatt wieder eine einzige Katastrophe. Was sollen die Haken am Anfang und Ende der Liftspuren?
:mrgreen: Das ist bereits der dritte Versuch, ein eigenes Symbol für Transportanlagen zu etablieren. Erst hatten sie Perlenketten, dann Transmissionsriemen. Jetzt sind sie bei einfachen Strichen angekommen. Einfach nur einen Punkt als Symbol für die Stationen zu nehmen und diese mit einer Linie zu verbinden ist offenbar zu profan. Das kann ja jeder. Also sollen jetzt Striche die Stationen symbolisieren.
 
Ich halte das ja nach wie vor für Blödsinn. Es gibt ja einige große Anbieter von Pistenplänen/Internetpistenplänen, die schon eine Anzahl an anderen Gebieten machen. Aber da einfach mitzumachen, nein, das will man nicht. Obwohl es da viel besser funktioniert.

Übrigens machen die Leute auf der italienischen Seite bei den verschlimmbesserungen der Zermatter eh nicht mit. Die verwenden denselben Pistenplan wie Z bis vor zwei Jahren.
 
Um dem folgenden Einwand Rechnung zu tragen, dass nicht immer ersichtlich ist, was wir da treiben, insbesondere wann wir einen Vergleich mit offiziellen Angaben machen und wann nicht, habe ich der fraglichen Seite eine Legende beigestellt. Ich hoffe, dass es nun klar wird, dass wir für den Wilden Kaiser nur eine teilweise (wenn auch sehr repräsentative) Vermessung vorgenommen haben.

j-d-s schrieb:
Denn die für die Skiwelt berechneten 115 km kommen nur daher, dass eben nicht alle Pisten vermessen sind - das dann mit einer offiziellen Angabe für alle Pisten zu vergleichen, verzerrt die Ergebnisse völlig.

AQErmittlungDerPistenlaengen-Legende.png


Gruß vom Autor von GNavigia
 
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