Praktische Erklärung: Mach ein Bild mit deiner Cam in der höchsten MegaPixel-Auflösung und das gleiche in der zweithöchsten MP-Auflösung. Dann schau dir die beiden Bilder 1:1 (100%) an und versuch, ob du irgendein Detail mehr erkennen wirst, es wird dir vermutlich nicht gelingen. Außer dass das Bild wesentlich mehr Platz auf der Festplatte + länger zum laden und bearbeiten braucht, bringt es nichts.
Theoretische Erklärung: Ein Bild am Monitor/TV setzt sich aus roten, grünen und blauen Pünktchen zusammen. Eine RGB-Gruppe nennt man dort 1 Pixel. Als die Digicams erfunden wurden, waren die Sensoren noch schwach in der Auflösung, auch sind die RGB nicht immer 1+1+1 verteilt, jedenfalls kamen die Kamerahersteller auf die Idee, jedes R, jedes G und jedes B bei ihrem Sensor einzeln zu zählen. Auch bei VR-Brillen und Videoprojektoren machte man das zumindest in den Anfangstagen (keine Ahnug, wie es aktuell ist) -> 640x480 = 307.200 .. 640x480x3 = 921.600 = aufgerundet 1 Megapixel, verkauft sich halt gleich besser.
Bei einer sagen wir 20 Megapixel-Digitalcam gibt es also z.B. 5000 rote, 5000 blaue und 10000 grüne Pixel/Sensoren/Wieauchimmerdasheißt. Wenn du in der Cam nun JPG 20 MP einstellt, erhälst du eine Datei, die evtl. 5472 x 3648 Pixel hat. Das ergibt knapp 20 Megapixel à [RGB]-Einheit. Wenn du R, G, B einzeln zählst, wärens es 60 MP R,G,B. Die Cam hat aber nur 20 MP => ca. 2/3 des Bildes wird interpoliert. Stellst du dagegen die Cam auf JPG 10 MP -> Bild 3936x2624 = ca. 10 MP à [RGB] bzw. 10x3= 30 MP R,G,B kommt das der wahren Sensorauflösung (30 vs 20) viel näher, das Bild wird bei 100% Auflösung schärfer und die winzigsten Details sind genauso vorhanden, es wird ja nur weniger interpoliert...