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Basel brütet ncoh über Wasserfallen-Spende
Entscheid über finanzielle Unterstützung des Kantons Basel-Stadt für die Erneuerung der Wasserfallenbahn noch offen
BASEL. reg.- In diversen Medien wurde in den letzten Tagen (November 2005) mehrfach berichtet, der Kanton Basel-Stadt beteilige sich nicht an den Kosten für die Erneuerung der Wasserfallenbahn. Die Behandlung des entsprechenden Geschäftes durch den Regierungsrat steht allerdings zur Zeit noch aus.
Die Vorsteherein des Finanzdepartements, Regierungsrätin Eva Herzog, wurde am 8. November 2005 von einer lokalen Zeitung angefragt, ob sich Basel-Stadt an der Finanzierung der Wasserfallenbahn beteilige. Als Finanzdirektorin und Vorsitzende des Lenkungsausschusses Partnerschaftsverhandlungen auf baselstädtischer Seite ging sie automatisch davon aus, dass es sich um ein neues partnerschaftliches Geschäft handeln müsse und antwortete entsprechend vorsichtig. Sie sagte unter anderem aus, es müsse ja nicht alles partnerschaftlich geregelt werden. Aus politischer Vernunft gab sie bewusst keinerlei Versprechungen oder Zusagen irgendwelcher Art ab.
Die anfragende Person war nicht die Autorin des späteren Artikels, hatte selbst keine Kenntnis vom Thema und wusste entsprechend über den Kontext der Anfrage nicht Bescheid. Deshalb konnte Eva Herzog auch nicht feststellen, dass sie die falsche Adressatin war. Die Anfrage hätte nämlich eigentlich Regierungsrat Jörg Schild in seiner Funktion als oberster Schirmherr über den Lotteriefonds unterbreitet werden müssen. Eva Herzog wusste damals noch nicht, dass ein Gesuch an den Lotteriefonds Basel-Stadt gestellt worden war, weshalb sie wahrheitsgetreu aussagte, die Wasserfallenbahn seien bisher im Regierungsrat kein Thema gewesen. Das "bisher" wurde dann im Zeitungsartikel leider weggelassen, womit Herzogs Aussage die unterschwellige Bedeutung bekam, der Regierungsrat habe die Frage einer finanziellen Beteiligung an der Wasserfallenbahn zwar erörtert, aber eine Unterstützung sei kein Thema. Leider wurde Eva Herzog der Artikel mit ihrem Statement auch nicht vorgängig zum Gegenlesen vorgelegt.
Der Regierungsrat wird voraussichtlich in seiner Sitzung vom kommenden Dienstag, 6. Dezember 2005 über das eingereichte Lotteriefondsgesuch entscheiden. Der entsprechende Entscheid wird abhängig sein von der Höhe der im Lotteriefonds verfügbaren Gelder und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten für eine Unterstützung der Gondelbahn auf die Wasserfallen.
Sanierung der Wasserfallen-Gondelbahn beschlossen
Mit der Gondelbahn gehts hinauf auf die Wasserfallen. Foto Hannes-Dirk Flury
Liestal. SDA/baz. Die Sanierung der Wasserfallen-Gondelbahn kann beginnen: Dies hat der Stiftungsrat beschlossen, nachdem acht Millionen Franken gespendet wurden. Zur langfristigen Rettung der einzigen Nordwestschweizer Luftseilbahn sind zehn Millionen Franken nötig.
Ab 18. April werden die alten Masten und Teile der Gebäude abgerissen, wie am Dienstag an einer Medienkonferenz bekannt gegeben wurde. Am 30. September ist die Wiedereröffnung geplant. Die 25 neuen Gondeln (bisher 36) mit sechs (vier) Plätzen und Panoramafenstern befördern 600 (320) Personen pro Stunde.
Bis Dienstag sind Spenden-Zusagen für insgesamt 8,0587 Millionen Franken eingetroffen. Der Kanton Baselland will vier Millionen beisteuern, Basel-Stadt eine Million. Auch Gemeinden (400'000 Fr.), Firmen (1,6 Mio.) und Private spenden zur Rettung des beliebten Ausflugsziels.
Happenings geplant
Das Sanierungsbudget liegt bei insgesamt zehn Millionen Franken. Mit dem bisherigen Sammelergebnis von 8,06 Millionen und eigenen Mitteln von 500'000 Franken steht eine Fremdfinanzierung von einer Mio. Fr. sowie eine «Finanzierungslücke» von 441'348 Franken in den Büchern. Die Geldsuche geht also weiter; diverse Happenings sind geplant.
Die Sanierung sei zuerst «mühsam angelaufen», sagte alt Landrats- und Gondelbahnstiftungsrats-Präsidentin Heidi Tschopp. Nach Medienberichten habe sich dann herumgesprochen, dass die Alternative der Abbruch der Bahn wäre, ergänzte Bahn-Vizepräsident und Kantonsgerichtspräsident Peter Meier.
Die Regierung habe ihre Unterstützungszusage von maximal vier Millionen Franken für die Sanierung samt Verlängerung auf den Vogelberg angepasst. Das Geld fliesst nun auch für die reine Sanierung. Die Verlängerung ist wegen Landeigentümer-Widerstand vertagt worden. Sie bleibe «strategisches Ziel», sagte Projektleiter Johannes Sutter.
Flucht nach vorn
Im Mai 2007 läuft die bisherige Betriebskonzession aus. Für eine neue hat der Bund neue Sicherheitsauflagen gemacht. Diese sind Anlass, die veraltete Bahn komplett zu erneuern, was Betriebskosten senken, Kapazitäten erhöhen, den Komfort verbessern und so Mehreinnahmen generieren soll.
Kommen die zehn Millionen nicht zusammen, fehlen Rückstellungen, wenn in zehn Jahren die nächste Routinerevision ansteht. Dann müsste die Gondelbahn wieder auf Betteltour gehen, sagte Tschopp. Für die heute noch fehlenden brutto zwei Millionen Franken liegen die Hoffnungen vor allem bei der bisher zurückhaltenden Grossindustrie der Region.
Ersatzbusse während Bauzeit
Während der Bauzeit sollen übers Wochenende statt der Gondeln Ersatzbusse auf die Wasserfallen fahren. Die Standortgemeinden Reigoldswil und Waldenburg stehen laut den Gemeindepräsidenten hinter der Bahn. Wie Reigoldswil sein 200'000-Franken-Verkehrskonzept dazu finanziert, ist indes noch nicht entschieden.
Nach der Sanierung werden die Fahrpreise laut Tschopp «massvoll bescheiden» erhöht. Die alten Gondeln werden zu je 500 Franken verkauft. Die Wasserfallenbahn wird seit den 90er-Jahren von der Stiftung getragen. Diese war gegründet worden bei der letzten Rettungsaktion. Auch damals machten neue Sicherheitsauflagen des Bundes eine Bettelaktion nötig.
-Gstaad - Egglifxgrossrgb schrieb:Wenn die Bahn in Emetten spätestens 2007 abgerissen wird, gibt es keine Müllerbahnen mehr im Orginalzustand![]()
Der Schweizer Heimatschutz möchte die Anlage übrigens unter Schutz stellen. Warum kommen die eigentlich immer erst aus ihrem Loch gekrochen wenn der Zug schon abgefahren ist?? Diese Diskusion ging jetzt sicher schon 2 Jahre und keiner hats gekratzt.
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