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Oder wenn sie eben aus Profigier einen Teil oder gar sämtliche Sicherheitsstandards ausser acht lassen.NeusserGletscher: andere Gebiete können (mit mehr Personalaufwand oder besserer Organisation) durchaus auch früher öffnen, z.B. Cervinia (übrigens zum gleichen Preis!)
NeusserGletscher schrieb:Im Internet habe ich noch ein Dokument zu Ticketcorner gefunden, der Firma, die für Andermatt / Sedrun den Vertrieb übernommen hat. Zwei Aspekte hatte ich da in meiner ersten Auflistung noch nicht auf dem Schirm:
- Ticketcorner möchte sich frühzeititg als Anbieter etablieren, um den Bestrebungen der Bergbahnen entgegenzuwirken, auf Eigenvertrieb zu setzen
- Günstige Saisontickets (siehe Saas Fee) würden andere Destinationen unter Zugzwang setzen, auch günstigere Tickets anzubieten
Den Nörglern an meiner Kritik empfehle ich, sich die Leistungsversprechen von Ticketcorner an die Bergbahnen noch einmal genauer durchzulesen. Da werden als die wichtigsten Punkte genannt:
- Erhöhung des Umsatzes, auch, weil der Kuinde das Wetterrisiko zum Teil übernimmt
- Erhöhung der Preise an Toptagen
- Minderung der Kosten durch den Abbau von Kassenpersonal
Selbstverständlich arbeite Ticketcorner auch an einer Kommunikationsoffensive, um eine Verhaltensänderung bei den Endkunden einzuleiten.
NeusserGletscher schrieb:Kleine Randnotiz: Für Saas Fee hat sich die Aktion durchaus gelohnt. Die Bergbahnen verzeichnen eine Ertragssteigerung um 20% sowie eine schwarze Null, die Zahl der Logiernächte ist im Winter um 16,6% gestiegen. Als kritischer Leser muss man natürlich schon fragen, ob dieser Umsatz zusätzlich oder zu Lasten anderer Destinationen generiert wurde.
Pancho schrieb:[...]
Sollten Familien mit Kindern tatsächlich die Zeche zahlen müssen, fände ich das aber in der Tat äußerst kritikwürdig.
Das wär aber auch eine strategische Blöße. Kinder sind Nachwuchs und damit langfristige Existenzsicherung für die Betreiber. Sollte sich eine besondere Verteuerung für Familien so als richtig erweisen, bleibt zu hoffen, dass das von Wettbewerbern erkannt wird, und die Zielgruppe „Familien“ andernorts mehr Wertschätzung erfährt. Zu den bevorzugten Gebieten aus Kindertagen wird auch immer ein besonderer Bezug aufgebaut, so jedenfalls von mir beobachtet. Eine Chance, die hoffentlich andere nutzen, wenn die einen sie wegwerfen möchten!
Dass das passiert, ist auch wieder bei funktionierendem Wettbewerb wahrscheinlicher...
NeusserGletscher schrieb:Ich werde in diesem Thread nicht mehr auf Deine Postings eingehen...
Interessant, dass schweizer Verbraucherschützer durchaus bekannte Kritikpunkte an dynamischen Preismodellen wie Intransparenz und Unkalkulierbarkeit teilen. Die stereotypen marketingverseuchten dahergeschwurbelten Ausführungen der Leistungsanbieter kann man dagegen getrost ignorieren. Was sollen die auch sonst sagen? Alles ist Mist aber wir verkaufen es trotzdem?ALPINERSPINNER schrieb:
Das ist ein oft gebrauchter Euphemismus, den wir auch von Befürwortern von Road-Pricing und anderen dynamischen Preissystemen kennen. Wird auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer. Viele Urlauber sind nun einmal auf die Ferienzeit angewiesen oder aus sonstigen privaten Gründen zeitlich gar nicht flexibel, als dass der beschriebene Effekt eintreten könnte.[url=https://www.srf.ch/news/wirtschaft/bilanz-nach-testlauf-skiarena-verabschiedet-sich-von-fixem-ticketpreis schrieb:srf.ch[/url]"]Das grösste Ziel ist nicht, durch höhere Preise mehr Umsatz zu generieren, aber dass man die Nachfrage glätten kann
Dem ist nichts hinzuzufügen.[url=https://www.htr.ch/tourismus/eine-dynamisierung-der-preise-macht-grundsaetzlich-fuer-jeden-sinn-47607.html schrieb:htr.ch[/url]"]An stark ausgelasteten Tagen kann die Bahn die Preise nach oben anpassen und damit die Zahlungsbereitschaft der Kunden abschöpfen. Beides mit dem Ziel, den Umsatz zu steigern.
Kassenpersonal, welches demnächst als ausgebildete Fachkräfte Wartungsarbeiten durchführen? Interessant![url=https://www.htr.ch/tourismus/eine-dynamisierung-der-preise-macht-grundsaetzlich-fuer-jeden-sinn-47607.html schrieb:htr.ch[/url]"]Ausserdem braucht man weniger Personal an den Kassen und kann es anderweitig einsetzen, etwa um das Kundenerlebnis zu verbessern oder für die Instandhaltung.
Diese Entwicklung kann man in vielen Bereichen beobachten. Kaum waren beispielsweise die Preise von Tankstellen durch das Internet vergleichbar, haben sie begonnen, die Spritpreise wie an einer Warenterminbörse mehrmals täglich zu wechseln. Der gemeine Kapitalist mag keine transparenten Märkte und er liebt asymetrische Informationslagen, in denen er sich einen Vorteil durch seinen Wissensvorsprung verschaffen kann.-tom- schrieb:Mich als Kunde nervt die Intransparenz von Tarifmodellen
Solche Angebote gibt es allerings durchaus, z.B. in der Aletscharena.-tom- schrieb:Für Familien wären übrigens andere Angebote wie übertragbare Slipässe wesentlich entlastender
Je größer die Skigebiete, desto schwerer findet man oft auf den Websites die Tageskartenpreise (insb. in Frankreich!). Oft (Frankreich: Meist) wird man umgeleitet zu einem Online-Verkauf von Skipässen. Irgendwo gibt's dann hin und wieder doch eine Übersicht, meistens muss man sich aber noch ein PDF downloaden, um dann endlich zu erfahren, zu welcher Saisonzeit eine Tageskarte wieviel kostet. Das nervt mich, und wenn man dann wg. dem dynamic Pricing auch noch jeden Tag im Online-Shop auswählen muss und dann nicht mal weiß, ob das dann wirklich der Preis sein wird, den man vor Ort hat, wenn man dort ist, na dann fahr ich halt wo anders hin.-tom- schrieb:Mich als Kunde nervt die Intransparenz von Tarifmodellen, daher bevorzuge ich Anbieter mit klaren Preisstrukturen und Strafe die anderen mit Nichtachtung. Ich hoffe, dass ich damit nicht alleine bin und das der Markt auch das regelt.
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