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Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Bekommen die Statistiker überhaupt die exakten Verkaufszahlen (Volumen x Preis) oder generieren die ihre Aussage einzig und alleine auf der Basis des Preises?
 
Die Rotenfluebahn CH führt als erste Sommerbahn das «Frühbucher-Billett» ein.

Das System ist einfach: Mit dem Frühbucher-Billett erhalten die Gäste auf eine ganze Retourfahrt bis zu 61% Rabatt, auf das Familienbillett bis zu 45% Rabatt und bis zu 42 % Rabatt auf den Halbtax-Preis. Je früher das Billett gekauft wird, desto günstiger wird es. Bis zum entsprechenden Nutzungstag steigen die Preise abhängig von der Nachfrage an, wobei der reguläre Kassenpreis die Obergrenze darstellt. Ein System, wie es in derFlugreisebranche schon länger etabliert ist. Die vergünstigten Billette sind ausschliesslich online erhältlich.

«Wir sind dafür eine Zusammenarbeit mit der Firma Liftopia eingegangen, die in der Schweiz bereits für Arosa-Lenzerheide dieses dynamische Preis-System betreibt», sagt die Delegierte des Verwaltungsrates der Rotenfluebahn, Nathalie Henseler.

Dynamisch, nicht wetterabhängig

Das dynamische Frühbucher-Billett ist nicht zu verwechseln mit wetterabhängigen Angeboten, welche bereits auf dem Markt sind. «Der Gast hat so die Möglichkeit, einen wunderschönen Bergsommer-Tag zum unschlagbaren Preis zu geniessen», sagt Henseler. Als erste Bahn überhaupt kann der Gast auswählen, ob er das Billett mit 7 Tage-Gültigkeit kaufen will. «So hat der Gast bei einer weniger schönen Wetterperiode die Chance, den schönsten Tag davon auszuwählen», führt Henseler weiter aus.
Quelle: http://www.mythenregion.ch/sommer/

An der übernächsten Aktionärsversammlung bekomme ich die Resultate schwarz auf weiss. Bei der nächsten mündlich ob die Rechnung aufgeht oder auch nicht.
 
Verbindung von Disentis mit Andermatt-Sedrun? Wann? Hat jemand Details dazu? Falls damit Valtgeva gemeint ist - das ist keine Verbindung, denn wenn das gebaut ist fehlen immer noch 2,5 km, wo weder Lift noch Piste existieren.

Und den "Erfolg" von Andermatt würde ich mal stark anzweifeln. Ich bin ziemlich sicher, dass man hier absichtlich die dynamischen Preise gleichzeitig mit der großen Erweiterung gemacht hat, um dann höhere Gästezahlen wegen der Erweiterung als höhere Gästezahlen wegen der dynamischen Preise darstellen zu können, obwohl die Leute eher trotz der dynamischen Preise und wegen der Erweiterung kamen.
 
j-d-s schrieb:
Ich bin ziemlich sicher, dass man hier absichtlich die dynamischen Preise gleichzeitig mit der großen Erweiterung gemacht hat, um dann höhere Gästezahlen wegen der Erweiterung als höhere Gästezahlen wegen der dynamischen Preise darstellen zu können, obwohl die Leute eher trotz der dynamischen Preise und wegen der Erweiterung kamen.
Einfach mal was hirnrissiges behaupten :nein:
 
j-d-s halt wie immer...

Was mich aber interessieren würde, ist, wie man ein gemeinsames Ticket mit Disentis mit statischen Preisen haben will, während man in Andermatt weiterhin auf dynamische Preise setzt. Entweder gibt es dann weiterhin keine gemeinsamen 1-Tagestickets oder die gemeinsame Tageskarte ist dann faktisch die kommunizierte Obergrenze des dynamischen Preises. Kein Mensch wird eine Tageskarte für nur Andermatt-Sedrun kaufen, wenn dasjenige für Andermatt-Sedrun-Disentis weniger kostet...
 
Die werden doch sicher eine Art Verteilschlüssel aushandeln.
So wird dann eben das dynamisch bepreiste 2-Gebiete-Ticket weniger dynamisch werden, damit immer noch ein paar Franken in Andermatt bleiben.

Und die 25 Franken, die Disentis maximal aushandeln kann, die gehen dann halt rüber.
 
ski-chrigel schrieb:
Was mich aber interessieren würde, ist, wie man ein gemeinsames Ticket mit Disentis mit statischen Preisen haben will, während man in Andermatt weiterhin auf dynamische Preise setzt. Entweder gibt es dann weiterhin keine gemeinsamen 1-Tagestickets oder die gemeinsame Tageskarte ist dann faktisch die kommunizierte Obergrenze des dynamischen Preises. Kein Mensch wird eine Tageskarte für nur Andermatt-Sedrun kaufen, wenn dasjenige für Andermatt-Sedrun-Disentis weniger kostet...

Unternehmen sind sehr erfindungsreich wenn es darum geht, die Gesetze des Marktes für den Kunden auszuhebeln. In Zermatt kann man ein in Italien erworbenes günstigeres Skiticket in der Regel auch nicht für die erste Fahrt des Tages nutzen.
 
Dann bin ich gespannt auf diese Erfindung. zB dass man eine nachträgliche Belastung auf der Kreditkarte erhält, wenn man in Andermatt startet und den Disentiser Sektor nicht benützt ;-)
 
j-d-s schrieb:
Verbindung von Disentis mit Andermatt-Sedrun? Wann? Hat jemand Details dazu? Falls damit Valtgeva gemeint ist - das ist keine Verbindung, denn wenn das gebaut ist fehlen immer noch 2,5 km, wo weder Lift noch Piste existieren.

Die Sesselbahn Valtgeva ist eit langem still gelegt. Der Baustart für eine Pendelbahn Sedrun-Dorf ins Skigebiet Disentis ist bereits erfolgt. Siehe der Disentis-Threads unter Infrasturelle Neuerungen.
 
benjamin schrieb:
j-d-s schrieb:
Verbindung von Disentis mit Andermatt-Sedrun? Wann? Hat jemand Details dazu? Falls damit Valtgeva gemeint ist - das ist keine Verbindung, denn wenn das gebaut ist fehlen immer noch 2,5 km, wo weder Lift noch Piste existieren.

Die Sesselbahn Valtgeva ist eit langem still gelegt. Der Baustart für eine Pendelbahn Sedrun-Dorf ins Skigebiet Disentis ist bereits erfolgt. Siehe der Disentis-Threads unter Infrasturelle Neuerungen.

Und gibts Planungen für ne Verbindung Sedrun-Dorf <-> Dieni? Weil sonst ist es eben keine Verbindung. Was extrem schade wäre, aber man weigert sich ja auch beharrlich ne Verbindung Gemsstock <-> Nätschen auch nur zu planen.

Das wäre dann wie an einigen anderen Orten der Schweiz eine Region der vergebenen Chancen. Denn ein durchgehendes Gebiet vom Gemsstock bis Disentis wäre dann wirklich in der Spitzengruppe, ein Must-Have-Gebiet.

(Die anderen in der Schweiz - wobei da teilweise auch Quertreiber wie Grundbesitzer, Umweltschützer etc. schuld sind - sind St. Moritz, welches mit der Hahnenseebahn ebenfalls ein absolutes Topgebiet wäre, vor allem weil sie eben wirklich in der Spätsaison guten Schnee haben (und auch Lagalb und Diavolezza wären mit Verbindung weitaus besser), Davos, wo man mit Verbindung von ein oder zwei der Gebiete mit dem Parsenn ebenfalls vieeel attraktiver wäre, Adelboden (Hauptgebiet/Tschentenalp), Lenk/Rothenbach, Gstaad (Verbindung mehrerer Teilgebiete, dort gehen sie ja der Reihe nach LSAP), Les Diablerets (da hat man die Verbindungspläne Meilleret-Isenau-Glacier ja sogar wieder gekippt, und Isenau war diese Saison zu, und beim Ersatzplan wird iirc auch keine Verbindung mit Meilleret geplant). Dazu käme noch das seit langem geplante Hasliberg/Engelberg/Frutt.)
Und bitte das jetzt nicht wieder als "Schweiz-Bashing" abtun. Ich bin halt einfach traurig, dass man so viele nicht allzu aufwendigen Verbindungen nichteinmal verfolgt und so dann auch Einzelgebiete der Reihe nach LSAP gehen (Chateau d'Oex, Isenau (war jetzt mindestens ein Jahr zu), Rellerli, Pischa, bei der Diavolezza wars sehr knapp, Lagalb steht immer noch in Gefahr... und in Andermatt ist das Hospental-Gebiet ja auch LSAP).
 
Umsatz = Gewinn? Tipo Ticketing, Ticketcorner & Co erhalten also keine Provision? Die Pressemitteilung im Original findet man auf der Seite der FHS. In dem Artikel in der Südostschweiz wurden viele Passagen wortgleich übernommen. Es wäre interessant zu erfahren, wer die Studie in Auftrag gegeben (und bezahlt) hat.

Hat man auch die befragt, die wegen dynamic pricing das Skigebiet nicht besucht haben? :wink:
 
Also mich hat der Preis am Pizol ja eher wegen dem Studentenrabatt überzeugt, das wurde allerdings in der Umfrage (die ich auch bekommen habe) gar nicht abgefragt :wink:
 
ski-chrigel schrieb:

Das sind allerdings keine dynamischen Preise, sondern einfach Rabatte. Sowas gabs schon immer und dass bei niedrigerem Preis die Nachfrage steigt ist auch nicht wirklich eine neue Erkenntnis.

Dynamische Preise sind es nur, wenn die Endpreise sowohl niedriger als auch höher sind als der Basispreis. Und sowas sorgt sicher insgesamt gesehen nicht für zusätzliche Gäste - zumindest nicht an den Tagen, wo der Basispreis überschritten wird.
 
Dynamische Preise sind es nur, wenn die Endpreise sowohl niedriger als auch höher sind als der Basispreis.
Das mit dem höher als der Basispreis muss nicht zwingend so sein denn der Basispreis kann auch gleichzeitig Maximalpreis sein.
Dynamisch wäre der Preis allerdings erst dann wenn z.B. bei Schlechtwetter der Preis wieder sinken würde.
Die Dynamik hat an und für sich nichts mit der Preishöhe zu tun sondern mit der Bewegungsart und diese muss dann halt immer beidseitig sein.
Was wir bisher gesehen haben waren lediglich stufenweise Vorverkaufsrabatte, mehr nicht.
 
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