Sowas gibt es auch in sehr vielen Freizeitparks weltweit. Nennt sich dann single rider lane und hilft nicht nur die Warteschlangen zu verkürzen, man kann so auch viel Zeit sparen, wenn man nicht partout zusammen fahren will. Es kann aber auch Nachteile haben: Bei thematisiertem Wartebereich oder beim Vorhandensein einer sogenannten pre-show, kann es vorkommen, dass man gewisse Szenen nicht zu sehen bekommt. Wobei das von den Parks ja auch nur gemacht wird, damit sich die Anstehenden etwas weniger langweilen, also Mittel zum Zweck ist. Auch kann man sich in der Regel seinen Platz nicht aussuchen und muss nehmen, was man bekommt. Wer also bspw. in der ersten Reihe der Achterbahn fahren will, muss die Kröte der längeren Wartezeit schlucken. Apropos: Oft gibt es für diese besagte Reihe eine eigene Wartelinie, die vor der Station von der Hauptschlange abzweigt. Das wird gemacht um die Ströme in der Station zu entflechten bzw. dass die auf die erste Reihe Wartenden nicht den anderen Fahrgästen im Weg stehen. Zudem wartet man natürlich nochmals zusätzlich. Ist ja klar, es gibt nur eine erste Reihe, aber einige mehr weiter hinten. Aber der wahre Fan entscheidet sich meistens eh für die hinterste Reihe.

Aber auch dafür muss man in die längere Warteschlange.
Wenn die Mitarbeiter im Einstiegsbereich der Attraktion die Lücken konsequent füllen, was eigentlich immer der Fall ist, funktioniert das wunderbar. Keine Ahnung, warum das in Skigebieten nicht der Fall sein soll. Gerade dort spielt die Platzwahl doch noch viel weniger eine Rolle. Vielleicht weil die Mitarbeiter diesbezüglich nicht geschult wurden? Oder weil man bei einer Umlaufbahn etwas weniger Zeit für das Füllen der Gefässe hat? Die Sessel und Kabinen stoppen ja in der Regel nicht, ein Achterbahnzug schon. Wobei es da auch Ausnahmen gibt, siehe bspw, Voltron im Europa-Park. Da steigt man auf parallel zum Zug laufenden Förderbänder ein und aus. Und da funktioniert es dank Top-Angestellten trotzdem. Dafür sind Aus- und Einsteigende klar getrennt, sofern es überhaupt talwärst fahrende Passagiere gibt. Bei Themenparkattraktionen wird das zwar auch manchmal gemacht, aber nicht immer. Der Passagierfluss im Stationsbereich ist eine der kniffligsten Punkte bei der Planung einer Attraktion!
Von den Fast Tracks, Lightning Lanes, Express Zugängen, Premium Access, VIP Pässen und wie all die kostenpflichtigen Angebote zum Überspringen der Wartezeit heissen, fang ich jetzt nicht auch noch an. Hoffentlich führen sie diesen Mist in den Skigebieten nicht auch noch ein. Es gibt aber immer öfters auch das virtuelle Anstehen. Da reserviert man sich, meistens in der Park-App, gratis einen time slot, in dem man durch besagte Schnellzugänge nutzen darf. Da das in der Regel gratis ist, stehe ich dem viel offener gegenüber. Es gilt halt einfach: "Es hat, solange es hat; und wer zuerst kommt, mahlt zuerst!"