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endlich fertig

Heute war Petz wieder soweit werkfähig das wir die letzten Arbeiten vornehmen konnten bevor lt. Auftragsbestätigung in KW51 das fertig gespleißte Seil von Fa. Teufelberger eintreffen sollte.

Daher hat Petz zuerst noch die Schweißstelle oben am Stützenjoch des 4" Verbindungsrohres Talstation - Zwischenstütze verstärkt weil ich vor 14 Tagen aufgrund einbrechender Dunkelheit dort schlicht nix mehr gesehen habe.
Anschließend wurde die alte Getriebemotormontageplatte so adaptiert das sie wieder angebracht werden konnte; zum Unterschied zum alten Lift ist jetzt der Motor über dem Getriebe placiert und nicht mehr die Platte selbst sondern der Motor auf der Platte verschiebbar um so die Kettenspannung nachstellen zu können. Das Konstrukt aus Platte, Lenze Drehstromnormmotor, Bonfigoliostirnradgetriebe (das ich zuhause mit einem hinteren Kettenrad eines Simson Star anstelle der vorher verwendeten Keilriemenscheibe ausgerüstet hatte) wurde hochgehoben und mit einem der Spannwagenlängsträger verschweißt. Anschließend wurden vier originale Simsonkettentrums aneinandergesetzt, am unteren vorgefrästen jetzt exakt vertikalen Rand des Antriebsumlenkscheibeneinlagegummis eingelegt, passend gekürzt, mit einem Kettenschloß verbunden und danach der Motor verschoben bis die Kettenspannung passte.

Daher gibt´s heute nicht nur paar (wegen der Dunkelheit miese) Bilder sondern auch schon zwei kurze Antriebstestlaufvideos... :wink:
Besonders begeistert sind wir vom Sound des Antriebs der durch die Stationsholzverkleidung (welche als Resonanzkörper wirkt) auf eine absolut passende und nicht zu laute Geräuschkulisse verstärkt wird; das leicht unrunde Grummeln des Bonfigoliogetriebes tut ein übriges dazu um den Sound sehr vorbildähnlich wirken zu lassen... :ja: :biggrin: :biggrin: :biggrin:

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Die letzten News bevor das Seil eintrifft. Heute noch kleine Restarbeiten gemacht und zwar die Zweierrobas der Bergstation in der Höhe an den gegenüber dem früheren Aufstellort geänderten Seilverlauf angepasst denn in Wattens mussten die ja keinen Seilablenkwinkel darstellen.
Anschließend hab ich noch die Frequenzumrichterprogrammierung geändert denn aufgrund der langsamen früheren Fahrgeschwindigkeit musste ich damals die Pulsbreitenmodulation komplett deaktivieren damit der eigengekühlte Motor nicht zu warm wurde; auf der neuen Strecke läuft der mit den beiden Stemagumlenkscheiben jetzt an 60 - 65 Hz und die PBM wurde reaktiviert damit der Motor genug Drehmoment auch für Besuchertransporte wieder bereitstellen kann. Bei einem längeren Antriebstestlauf heute nachmittag zeigte sich eine kaum merkbare Motorerwärmung also alles bestens.

Ersten Antriebsumlenkscheibenlagerhärtetest gab´s heute auch denn Petz hing sich bei laufendem Antrieb an den Seilfangring und drehte dort zwei Runden.. :ja: ; auch hab ich noch paar Pics bei vernünftigeren Lichtverhältnissen für Euch gemacht... ;D

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Mur mal ne Frage zum Verständnis, seh ich das richtig dass die Kette nachher zusammen mit dem Förderseil in der selben Rille in der Seilscheibe läuft?
 
Seil und Kette laufen im selben Scheibeneinlagegummi aber auf unterschiedlichen Niveaus. Wenn Du auf die Pics vom 17.11. schaust siehst Du das wir eine dafür adaptierte rote Oberfräse mit HM - Fräser an einer provisorischen Halterung montiert hatten mit dem wir unter langsamen manuellem Drehen der Umlenkscheibe den Gummi rundrum nachgefräst hatten. Ursprünglich war die Seilrille die tiefste Stelle und der Gummi verlief vom unteren Scheibenrand schräg nach innen in die Rille. Durch die Überfräsung wurde diesem untere Gummiteil eine exakt vertikale Oberfläche verpasst auf der nun die Kette unterhalb des Seiles läuft.

Hier hab ich zuerst die ursprüngliche Gummikontur rauskopiert und grün markiert:

TalantriebssstationUmlenkscheibenbereich01Net.jpg


Auf diesem Bild sieht man die Form des Gummis nach der Überfräsung mit rot (verbliebene Seilrille) und gelb (Kettenlaufbereichfläche) markiert.

TalantriebssstationUmlenkscheibenbereich02Net.jpg
 
Ahaa, so ist das! Eine technisch sehr interessante Lösung. Krigt man denn da genug Kraft übertragen? Ich meine eine Kette muss man ja schmieren und hier ist ja kein Formschluss wie beim Kettenrad gegeben sonder nur Reibschluss.
 
Das war die einzig praktikable Lösung mit der ich einerseits die bestehende Antriebseinheit weiternutzen und auf ein schweres Originalliftgetriebe (welches aufgrund der Seilspannung dann wegen entsprechend ausgelegter Abtriebswellenlagerung nötig wäre) verzichten konnte. Die Kette wird nur mit Seilfett geschmiert das nach kurzer Zeit eine klebrige Konsistenz bekommt, außerdem wird sich aufgrund sehr hoher Kettenspannung mit der Zeit ein Abdruck der Kettengliedstege im Gummi bilden der auch etwas Formschluß bewirkt. Bei meinen Tests gestern nach der FU - Reprogrammierung hatte ich jedenfalls (trotzdem Rudi die Stehleiter auf der ich stand seitlich gegen einen vorderen Stationssteher abstützte absolut keine Chance die Umlenkscheibe auch nur einzubremsen :ja: so bin ich jedenfalls sicher bei Bedarf auch z. B. Ex - User Dieseltom problemlos hochzuschaffen... ;D :lach: :mrgreen:
 
Achso ok, naja du wirst das schon durchdacht haben da bin ich sicher :wink: Auf jeden Fall gefällt mir an der Lösung dass Seil und Kettenspannung sich zumindest teilweise ausgleichen.
 
Hab am Antriebskonzept länger rumgeplant und Du darfst auch die Länge des Kettenkontaktes auf der Umlenkscheibenfütterung nicht unterschätzen denn das sind an die 3,5 Meter; jedenfalls sieht es bis dato so aus als würde das problemlos funktionieren.

Kette und Seil haben getrennte Spanneinrichtungen:
Seilspannung durch den beweglichen Spannwagen der mit nerm Hydraulikwagenheber zuerst vorgespannt und dann mit justierbarer Gewindespindel mit aufgesetzten Gummipuffern aufrechterhalten wird.
Kettenspannung wird durch den in Langlöchern auf seiner Halteplatte verschiebbaren Getriebemotor eingestellt.
 
Yan verwendete die ja für die Kuppelklemmen; die Gummipufferspannvorrichtungsidee kam von den fetten Sicherheitsanschlagspuffern unserer Hallenkräne... :wink:
Das System hatten wir ja schon am alten Standort (nur ohne Wagenhebervorspannhilfe) und ein zusätzliches Hydraulikaggregat wollte ich uns ersparen. Die geringen Längenänderungen während des Betriebes z. B. bei Umlenkscheiben - bzw. Niederhalterobapassagen können die Gummipuffer bewältigen und größere temperaturbedingte Längenänderungen (die ich aufgrund der kurzen Liftlänge ohnehin nicht erwarte) sind auch so rasch nachjustierbar.
 
Hurra; nun wirklich der Endspurt damit Freund one_only80 seinen Weihnachtsabend als Liftwart bei der eigenen Anlage verbringen kann - hat ja auch was romantisches... ;D

Heute Seil aufgelegt, Robas eingestellt, letzte Verbindungsrohrschweißung an der Talstation fertiggestellt, einen Sessel angeklemmt und in Testläufen nochmal alles überprüft.
Soweit alles ok allerdings dürfte der Motor für Personenbergbeförderung bei der längeren Anlage zu schwach sein und auch der Kettenantrieb rutschte bei Belastung auf dem Umlenkscheibengummi durch. So bleibt es wahrscheinlich bei der Talfahrmöglichkeit (die wir heute schon einige Male mit breitem Grinsen in den Gesichtern ausprobiert hatten... :ja: ...) denn eine andere Antriebsvariante ist aufgrund des Aufwandes praktisch nicht realisierbar und für eine z. B. breitere oder Doppelrollenantriebskette in der Umlenkscheibe auch kein Platz.

Morgen ist geplant die Klemmen von zwei weiteren Sesseln (die in Wattens nicht eingesetzt waren) zu adaptieren; dafür wird vom inneren Klemmenmaul ca. 2/3 entfernt damit die Klemme nur ein kurzes Seilstück aus den Umlenkscheibengummis abhebt und die gelenkigen Klemmenauflaufstücke müssen festgeschweißt werden ansonsten würden sie bei den Umlenkscheibenpassagen neben das Seil runterkippen. Insgesamt werden morgen dann fünf Sessel auf der Anlage angebracht.

Wie leider schon üblich war es meiner Cam (oder was sich dafür hält... :lach: ) heute wieder mal zu düster deshalb Pics und Video in der schon bekannten mistigen Qualität; aber immer noch besser als gar nix... :rolleyes: Und sicher werden einige Besucher später noch bessere Bilder und Videos machen.

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Heute wurden die restlichen beiden Sesselklemmen adaptiert

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und die Anlage mit der vollen Gehängeanzahl bestückt.
Sorry für die Videoqualität denn ich musste die extrem stark aufhellen damit man überhaupt etwas erkennen kann.
Morgen ist noch geplant eine Zugspannschraube am Motor anzubringen denn rein manuell bringen wir die nötige Kettenspannung einfach nicht auf; aktuell rutscht die am Umlenkscheibengummi durch wenn man z. B. etwas Seilfett aufbringt was aber allein schon am Förderseil notwendig ist. Außerdem müssen wir uns falls es mir gelingt die Kettentraktionsprobleme zu lösen auch noch nach einem stärkeren Normmotor umsehen weil ich natürlich final auch Bergbeförderung noch hinbekommen will... ;D

Und an Ex - Forenkollegen Dieseltom will ich hier (nachdem er hier mitliest) die Frage stellen welche Alternative er denn angesichts der technischen Möglichkeiten für die beiden Spanndruckübertragungsrohre zwischen den Stationen und der Stütze vorschlagen würde da er sich heute offensichtlich nix besseres zu tun hatte als sich per SMS bei Kollegen one_only80 über deren Optik zu beschweren...:stupid:
Falls der Ex - Kollege dies finanzierte könnten wir gerne noch 3 Stk. 30 Kbm Betonfundamente samt Felsanker etc. sowie Strom - und Steuerkabelverlegearbeiten (die als Nebeneffekt nämlich durch die Rohre geführt werden) von einem Bauunternehmen ergänzen lassen nur um auf die Rohre verzichten zu können... :tongue: :tot:



GartenliftProbelaufFünfSessel2018_12-23



GartenliftProbelaufFünfSesselKamerafahrt2018_12_23

 
Nachdem Petz bekanntlich überhaupt keinen Respekt vor Feiertagen etc. hat wurde heute noch die Antriebskettenspannvorrichtung nachgerüstet und weitere Testläufe absolviert.

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Die Kette könnte möglicherweise jetzt eine Personenbergbeförderung schaffen allerdings ist der aktuell verwendete 2,2 KW Motor dafür eindeutig zu schwach. Nachdem aber nur eine Einphasenwechselstromversorgung mit 16 Ampere Absicherung zur Verfügung steht könnten wir maximal einen 3,5 Kw Motor einsetzen und abgesehen davon das wir dann nochmal einen stärkeren FU benötigten hab ich große Zweifel ob die nur 1,3 KW mehr dann einen Passagier auch wirklich hochschafften.

Weiters haben wir heute noch die 2019 noch folgenden Sicherungseinrichtungen durchbesprochen:

1) Eine ursprünglich von mir angedachte Motorwellenfliehkraftbremse wäre dann unwirksam wenn die Kette reisst; daher wird Petz für diesen Zweck eine durch zwei Fliehgewichte an der Antriebsumlenkscheibe auslösbare Umlenkscheibenbremse konstruieren. Zangenbremse geht nicht da auf der Scheibenoberseite keine dafür geeignete Fläche verfügbar ist daher wird es letztlich darauf hinauslaufen das ich bei Übergeschwindigkeit einen LKW - Scheibenbremsbelag mit Federspeicherbeaufschlagung von der Unterseite gegen die Umlenkscheibe pressen lasse.

2) Von der Idee Bruchdrähte an den Robas zu montieren die die Anlage bei einer Seilentgleisung stoppen bin ich ebenfalls abgekommen und möchte in Absprache mit jenem Elektromaschinenbauer der 2019 die gesamte Anlage verdrahten wird prüfen inwieweit wir moderne Technik in Form von induktiven Näherungssensoren anbringen können die schon aktiv werden wenn das Seil die Seilrille verlassen sollte. Denn es ist zweifellos sinnvoller das Kind (sprich Seil) zu retten bevor es in den Brunnen fällt... ;D

Ich gestern die bisher verwendete Cam heute in die Tonne getreten da offenbar der CCD - Chip in Frührente ging und deshalb die Pics und Videos nix wurden. Heute kam das Vorgängermodell zum Einsatz und deshalb kann ich Euch heute bessere Pics und Videos präsentieren:

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Video inkl. Personentalfahrt:



Zwei Runden mit der Cam wo man Petz mal ganz kurz winken sieht... :wink:

 
Könnt ihr den Antrieb nicht in der Bergstation unterbringen? Dann benötigt man weniger Antriebsleistung als im Tal.
 
Der Unterschied ist bei der relativ kurzen Liftlänge rein theoretischer Natur und konkret praktisch bedeutungslos.
Bei geringer Seilspannung und ohne Fahrbetriebsmittel kann man die Anlage sogar relativ leicht am Seilfangring per Hand bewegen; die 2 Kw frißt praktisch der Laufwiderstand welcher aufgrund der nötigen relativ hohen Seilspannung von ca. 6 - 7 to. entsteht.
Wenn Petz mit seinen 95 Kg Lebendgewicht gerade bei Talfahrt im Steilstück vor der Talstation steckt muß der Antrieb bereits minimal bremsen... :wink:
Das bedeutet wir bräuchten für eine zuverlässige Bergbeförderung eine 4 KW - Maschine die aber der Hausanschluß leider nicht hergibt - und mit den möglichen 3,5 KW müsste Kollege one_only80 bei Passagierbergfahrten im Liftlerhäusl frieren weil kein Saft für die Heizung übrigbliebe... :naja: :rolleyes:
 
Da bleibt Dir wohl nur übrig, ein (anderes) Getriebe zu verwenden, sprich eine stärkere Untersetzung. Dann geht es halt langsamer...
 
Auch aufgrund der optischen Eindrücke der laufenden Anlage dürfte das für Kollegen one_only80 keine Alternative sein
und solange ich mir auch nicht sicher bin das die Kettenreibung mitspielt oder ich beispielsweise aufschweißbare
Kettenradsegmente etc. für die Umlenkscheibe auftreibe steht das nicht zur Debatte.
 
Hast du mal ausgerechnet wie groß die reine netto Förderleistung deines Liftes im Idealfall für angenommene Reibung gleich Null ist?
 
Bei der aus dem letzten Video ermittelten Sesselfolgezeit kämen wir auf ~ 360 P/h. Nachdem aber aufgrund der so mit voller Absicht projektierten Sesselverteilung sichergestellt ist das sich immer nur ein Sessel im Steilstück nach der Talstation bergwärts bewegt (weil uns klar war das wenn dann nur so eine Bergföderung zu schaffen wäre), ist die Geschwindigkeit der Anlage für die Antriebsbelastung praktisch unerheblich weil sich daran bei differenten Speed nichts änderte.
 
Ich meinte, exakter ausgedrückt - sorry - den Leistungsbedarf um diese eine reale Person ohne Berücksichtigung von Reibung etc. zu befördern...
 
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