Aus terminlichen Gründen bin ich heute entgegen meinen Gepflogenheiten wieder mal auf den Titlis... und wurde bestärkt, wieso ich dieses Gebiet sonst immer meide...
Auf dem Titlis selber wurden die Pisten sehr schön hergerichtet. Die Iceflyer-und die Skilift-Pisten sind super zu fahren.
Pulverschnee. Aber nach jeweils 3 Fahrten will man die anderen Gebietsteile ja auch erkunden, sodass es also die Rotegg runtergeht.
Weiter oben wurde während einer Diskussion gesagt, dass man ihm Frühling den Gästen gefrorene Sulzbuckel nicht zumuten möchte. Heute tat man es. Die Rotegg war grauenhaft (!!!) zu fahren. Hohe, eisige Buckel.
Und vom Stand abwärts kommt dann eben das, was ich am Titlis immer wieder antreffe: deutlich mangelhafte Präparation. Löcher, Gräben, Wellen... Mag ja sein, dass der Schnee momentan nicht der einfachste ist, aber wieso können dies andere Gebiete so viel besser???
Beim Trübsee ist die Piste nun extrem schmal (siehe Infrastrukturtopic), kein Problem, wenn es denn gut präpariert wäre. Aber selbst ich mit meinen 109 Skitagen diesen Winter musste da gehörig aufpassen...
Am Jochpass sind die Pisten etwas besser. Die mangelhafte Präparierung merkt man auch hier, aber da der Schnee schon etwas aufgeweicht ist, kommt man damit besser klar. Es schüttelt einem aber auch auf den weichen Abschnitten gehörig durch...
Engstlen und Jochstock kaum besser. Ein paar Beispiele gefällig?
Und auch das Kanonenrohr brilliert nicht. Zwischen den Pistenbullyspuren hat es einfach immer eine markante Welle.
Vielleicht bin ich ja anspruchsvoll, aber solche Dinge bin ich mich von anderen Gebieten nicht gewohnt und das mag ich nicht. Für mich zeugt das einfach von entweder Unvermögen oder mangelndem Willen. Einmal mehr... Schlechter machts eigentlich nur noch der Stubaier Gletscher.
Aber was solls, ich geniesse einfach das tolle Wetter und versuche, mich nicht darüber zu ärgern.
Ansonsten ist die Talabfahrt noch in ausreichendem Zustand. Nur im allerletzten Hang vor der Talstation klafft bereits ein grösseres Dreckloch.
Nun geht's wieder hoch zur zweiten Runde.
Vielleicht ist das ja bereits meine Abschiedsfahrt mit der 6EUB. Die stoppt übrigens oft und lange. Ob das mit den Bauarbeiten zu tun hat?
Edit 16.15 Uhr, auf der letzten Bergfahrt am Stand: durch den Temperaturanstieg wurden die Pisten am Nachmittag dann natürlich besser, drum bin ich auch immer noch da. Insbesondere am Jochstock. Die zweite Runde Rotegg fuhr ich dann von oben gesehen ganz links aussen, da war es noch nicht so verbuckelt und sogar noch etwas pulvrig.
Ich konnte den Tag also geniessen. Dennoch, an meinem immer wieder gleichen Fazit, dass die Titliser "fuuli Sieche" sind, ändert sich nichts...