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Entwicklungspotential EUB

ThomasK schrieb:
Die EUB, Tri Line oder 3S-Bahn ist im klassischen urbanen Bereich ein Nischenverkehrsmittel.

Ein qualitativ sehr guter Beitrag!
Was mir noch gefehlt hat, ist eine Argumentation aus Bürgersicht, welche die Umsteigesituation bei Verwendung einer Seilbahn innerhalb eines ÖPNV beleuchtet.
In der Regel dürfte auch diese gegen den Vergleich von Knotenpunkten Bus/Tram/U-Bahn/S-Bahn schlecht aussehen. Denn die Seilbahn fährt immer auf einem ganz anderen (höheren) Niveau. Hier muss der Fahrgast erst einmal hin kommen. Selbst bei Einsatz von Rolltreppen und Aufzügen kann keine gleichwertige Umsteigesituation hergestellt werden. In den meisten Fällen dürfte eine gute Integration in ein bestehendes Netz eher schwierig bis gar nicht erreichbar sein und die Kosten für die Haltestelle nochmals verteuern.

So schön die Vorstellung einer Seilbahn im urbanen Umfeld sein mag, so unrealistisch und wenig effizient ist sie leider auch.

PS: Warst du auch bei den Diskussionen um M21 aka 2. Stammstrecke vs. Ringlinie dabei? Die aktuelle Planung ist imho wenig an den notwendigkeiten des bestehenden Netzes orientiert und noch weniger an wirtschaftliche Überlegungen hierzu…
 
Dazu ist mir gerade noch was eingefallen. Auf die meisten Städte dürfte das zutreffen, was biofleisch und ThomasK gesagt haben. In manchen Städten, wie zum Beispiel La Paz in Bolivien, sind Seilbahnen jedoch die erst Wahl, da es für die meisten anderen Verkehrsmitteln einfach zu steil ist.
 
biofleisch schrieb:
ThomasK schrieb:
Die EUB, Tri Line oder 3S-Bahn ist im klassischen urbanen Bereich ein Nischenverkehrsmittel.

Ein qualitativ sehr guter Beitrag!
Was mir noch gefehlt hat, ist eine Argumentation aus Bürgersicht, welche die Umsteigesituation bei Verwendung einer Seilbahn innerhalb eines ÖPNV beleuchtet.
In der Regel dürfte auch diese gegen den Vergleich von Knotenpunkten Bus/Tram/U-Bahn/S-Bahn schlecht aussehen. Denn die Seilbahn fährt immer auf einem ganz anderen (höheren) Niveau. Hier muss der Fahrgast erst einmal hin kommen. Selbst bei Einsatz von Rolltreppen und Aufzügen kann keine gleichwertige Umsteigesituation hergestellt werden. In den meisten Fällen dürfte eine gute Integration in ein bestehendes Netz eher schwierig bis gar nicht erreichbar sein und die Kosten für die Haltestelle nochmals verteuern.

So schön die Vorstellung einer Seilbahn im urbanen Umfeld sein mag, so unrealistisch und wenig effizient ist sie leider auch.

PS: Warst du auch bei den Diskussionen um M21 aka 2. Stammstrecke vs. Ringlinie dabei? Die aktuelle Planung ist imho wenig an den notwendigkeiten des bestehenden Netzes orientiert und noch weniger an wirtschaftliche Überlegungen hierzu…

Ich kann dir verraten, dass ich seit 22 Jahren gegen dieses völlig destruktive Projekt Zweite Stammstrecke München kämpfe. Unser Gegenkonzept steht schon seit Jahren im Internet.

Unsere nächste Veranstaltung diesbezüglich mit Podiumsdiskussion und Vorträgen veranstalten wir am 15.09.2023 ab 18.00 Uhr im Hansahaus.

Momentan läuft gerade der Mobilitätskongress in München auf dem alten Messegelände an der Westseite der Theresienwiese. Ich bin gerade erst nach Hause gekommen. Auch über die urbane Seilbahn wird dort intensiv gesprochen, aber selbstverständlich mehr über die Zweite Stammstrecke.

Einigkeit besteht darin, dass die Anforderungen an eine ÖPNV-Seilbahn bei weitem höher sind als die Anforderungen an eine Skigebietsseilbahn.

Auch waren Vertreter der Verkehrsbetriebe aus Köln und Wien da, mit denen man sich auch über urbane Seilbahnen unterhalten konnte. In Köln wird gerade eine 3S-Bahn geplant.

Ein Auszug aus dem Programm steht unter: https://cdn.muenchenunterwegs.de/live/content/912/programm-web-1-neu.pdf

Morgen findet die allgemeine Schlussveranstaltung auf dem alten Messegelände an der Theresienwiese statt.
 
ThomasK schrieb:
Auch waren Vertreter der Verkehrsbetriebe aus Köln und Wien da, mit denen man sich auch über urbane Seilbahnen unterhalten konnte. In Köln wird gerade eine 3S-Bahn geplant.
Hab ich in einem anderen Thread gelesen - kompletter Irrsinn. Ich frage mich, welche Hornöchsinnen so einen Quatsch überhaupt in Erwägung ziehen?
 
Weis zufällig wer, ob eine „herkömmliche“ 3S, oder eine TRI-Line geplant ist? Weil wenn, dann würde ich eine 20MGD oder eine TRI-Line bauen. (Niedrigere Baukosten, weniger Platzbedarf, höhere Förderleistung.)
 
ThomasZ schrieb:
stephezapo schrieb:
Bevor wir jetzt in eine Boulevard-Diskussion abdriften, möchte ich das abfangen.

So kann man eine Diskussion, die in eine, einem selbst nicht genehme Richtung geht, natürlich direkt mal abwürgen.

Nein, es war schlichtweg off-topic bzw. Whataboutism.

stephezapo schrieb:
Spannend fände ich auch die Frage nach Fortschritten in der Materialtechnologie (leichtere FBM) bzw. großflächig eingesetzte, standardisierte PV auf Stationsdächern.

Bringt bei einer Seilbahn, die für den reinen Winterbetrieb ist, quasi nichts, da dann, wenn man den Strom braucht kaum etwas erzeugt wird. (Ich habe im Juni ca. 12x soviel erzeugt wie im Januar.)
[/quote]

Gerade Zubringer bzw. Hauptbahnen laufen auch über die Sommermonate, und das fast ausschließlich zur Tageszeit. Da sehe ich sehr wohl Potential. Und bei Bahnen im reinen Winterbetrieb spricht auch nichts gegen ein PV, die zumindest bilanziell über das Jahr den Energieverbrauch reduziert.
 
stephezapo schrieb:
ThomasZ schrieb:
stephezapo schrieb:
Bevor wir jetzt in eine Boulevard-Diskussion abdriften, möchte ich das abfangen.

So kann man eine Diskussion, die in eine, einem selbst nicht genehme Richtung geht, natürlich direkt mal abwürgen.

Nein, es war schlichtweg off-topic bzw. Whataboutism.
[…]
Was war da OT? Im 1. Beitrag schreibst du, dass dich der (nicht) gigantischer Energieverbrauch interessiert, und auf einmal ist es OT.
 
stephezapo schrieb:
[...]
Spannend fände ich auch die Frage nach Fortschritten in der Materialtechnologie (leichtere FBM)[...].
Leichtere FBM halte ich für keine gute Idee. Je leichter das gleich große FBM ist, desto windanwälliger ist es. Außerdem wäre dann der Gewichtsunterschied zwischen einem leeren und vollen FBM prozentual größer, was m.E. Veränderungen bei einigen Bauweisen mit sich bringen würde (z.B. mehr Wechsellastrollenbatterien)
 
Nocki schrieb:
stephezapo schrieb:
[...]
Spannend fände ich auch die Frage nach Fortschritten in der Materialtechnologie (leichtere FBM)[...].
Leichtere FBM halte ich für keine gute Idee. Je leichter das gleich große FBM ist, desto windanwälliger ist es. Außerdem wäre dann der Gewichtsunterschied zwischen einem leeren und vollen FBM prozentual größer, was m.E. Veränderungen bei einigen Bauweisen mit sich bringen würde (z.B. mehr Wechsellastrollenbatterien)

Im 2. Punkt muss ich dir wiedersprechen. Wenn F die FBWs und P die Leute in der Bahn sind, dann ist die Differenz F-F+P also P. Wenn man jetzt leichtere FBMs F2 nimmt, dann ist die Differenz F2-F+P also widerP Daraus schließe ich, dass es in diesem Punkt egal ist , wie schwer die FBMs sind.
Im anderen Punkt gebe ich dir aber recht.
 
Tri_Line schrieb:
Nocki schrieb:
stephezapo schrieb:
[...]
Spannend fände ich auch die Frage nach Fortschritten in der Materialtechnologie (leichtere FBM)[...].
Leichtere FBM halte ich für keine gute Idee. Je leichter das gleich große FBM ist, desto windanwälliger ist es. Außerdem wäre dann der Gewichtsunterschied zwischen einem leeren und vollen FBM prozentual größer, was m.E. Veränderungen bei einigen Bauweisen mit sich bringen würde (z.B. mehr Wechsellastrollenbatterien)

Im 2. Punkt muss ich dir wiedersprechen. Wenn F die FBWs und P die Leute in der Bahn sind, dann ist die Differenz F-F+P also P. Wenn man jetzt leichtere FBMs F2 nimmt, dann ist die Differenz F2-F+P also widerP Daraus schließe ich, dass es in diesem Punkt egal ist , wie schwer die FBMs sind.
Im anderen Punkt gebe ich dir aber recht.


Gehen wir von einer 10erkabine aus, die im Beispiel A 1000 kg und im Beispiel B 500 kg wiegt. Die 10 Personen wiegen zusammen 800 kg.
Dann wiegt in Beispiel A die leere Kabine 1000 kg und die volle 1800 kg, also 180% der leeren. In Beispiel B wiegt die leere Kabine 500 kg und die volle 1300 kg, also 260% der leeren. Die Differenz beträgt somit im Beispiel A 80%, im Beispiel B 160%. Daher hat das Gewicht des FBMs schon einen Einfluss auf die prozentuale Veränderung des Gewichts. ;)
 
Nocki schrieb:
Gehen wir von einer 10erkabine aus, die im Beispiel A 1000 kg und im Beispiel B 500 kg wiegt. Die 10 Personen wiegen zusammen 800 kg.
Dann wiegt in Beispiel A die leere Kabine 1000 kg und die volle 1800 kg, also 180% der leeren. In Beispiel B wiegt die leere Kabine 500 kg und die volle 1300 kg, also 260% der leeren. Die Differenz beträgt somit im Beispiel A 80%, im Beispiel B 160%. Daher hat das Gewicht des FBMs schon einen Einfluss auf die prozentuale Veränderung des Gewichts. ;)

Die Masse der Fahrbetriebsmittel gleicht sich doch aus, runterfahrende Kabinen ziehen die hochfahrenden Kabinen hoch, horizontal gleichförmig bewegte Massen benötigen keine Arbeit im physikalischen Sinne. Bleibt unterm Strich nur die Nutzlast und die Reibungsverluste vom Seil etc die der Motor bewegen muss.
 
Spezialwidde schrieb:
Nocki schrieb:
Gehen wir von einer 10erkabine aus, die im Beispiel A 1000 kg und im Beispiel B 500 kg wiegt. Die 10 Personen wiegen zusammen 800 kg.
Dann wiegt in Beispiel A die leere Kabine 1000 kg und die volle 1800 kg, also 180% der leeren. In Beispiel B wiegt die leere Kabine 500 kg und die volle 1300 kg, also 260% der leeren. Die Differenz beträgt somit im Beispiel A 80%, im Beispiel B 160%. Daher hat das Gewicht des FBMs schon einen Einfluss auf die prozentuale Veränderung des Gewichts. ;)

Die Masse der Fahrbetriebsmittel gleicht sich doch aus, runterfahrende Kabinen ziehen die hochfahrenden Kabinen hoch, horizontal gleichförmig bewegte Massen benötigen keine Arbeit im physikalischen Sinne. Bleibt unterm Strich nur die Nutzlast und die Reibungsverluste vom Seil etc die der Motor bewegen muss.

Wie genau meinst du das? Meinst du damit meine Theorie + die Reibung oder wie?
 
Spezialwidde schrieb:
Nocki schrieb:
Gehen wir von einer 10erkabine aus, die im Beispiel A 1000 kg und im Beispiel B 500 kg wiegt. Die 10 Personen wiegen zusammen 800 kg.
Dann wiegt in Beispiel A die leere Kabine 1000 kg und die volle 1800 kg, also 180% der leeren. In Beispiel B wiegt die leere Kabine 500 kg und die volle 1300 kg, also 260% der leeren. Die Differenz beträgt somit im Beispiel A 80%, im Beispiel B 160%. Daher hat das Gewicht des FBMs schon einen Einfluss auf die prozentuale Veränderung des Gewichts. ;)

Die Masse der Fahrbetriebsmittel gleicht sich doch aus, runterfahrende Kabinen ziehen die hochfahrenden Kabinen hoch, horizontal gleichförmig bewegte Massen benötigen keine Arbeit im physikalischen Sinne. Bleibt unterm Strich nur die Nutzlast und die Reibungsverluste vom Seil etc die der Motor bewegen muss.
Ich meine den deutlicher schwankenden Seildurchhang. Sieht man manchmal bei älteren DSBs sehr stark, wie sehr die besetzte Seite durchhängt im Vergleich zu der anderen Seite.
 
Spezialwidde schrieb:
Nocki schrieb:
Gehen wir von einer 10erkabine aus, die im Beispiel A 1000 kg und im Beispiel B 500 kg wiegt. Die 10 Personen wiegen zusammen 800 kg.
Dann wiegt in Beispiel A die leere Kabine 1000 kg und die volle 1800 kg, also 180% der leeren. In Beispiel B wiegt die leere Kabine 500 kg und die volle 1300 kg, also 260% der leeren. Die Differenz beträgt somit im Beispiel A 80%, im Beispiel B 160%. Daher hat das Gewicht des FBMs schon einen Einfluss auf die prozentuale Veränderung des Gewichts. ;)

Die Masse der Fahrbetriebsmittel gleicht sich doch aus, runterfahrende Kabinen ziehen die hochfahrenden Kabinen hoch, horizontal gleichförmig bewegte Massen benötigen keine Arbeit im physikalischen Sinne. Bleibt unterm Strich nur die Nutzlast und die Reibungsverluste vom Seil etc die der Motor bewegen muss.
Rein energetisch ja, aber es gibt irgendwelche negativen Effekte hinsichtlich der Fahreigenschaften, wenn Tal- und Bergseil stark unterschiedlich belastet sind. Markus hatte das mal als Bergründung genannt, warum man nicht die Gehänge auf dem Talseil garagieren sollte, während man auf dem Bergseil noch Leute transportiert. Wenn man nun deutlich leichtere FBM hätte, würde ein ähnlicher Effekt eintreten.


Und ein technischer Hinweis @Tri_Line:
Kannst du bitte die <a>-HTML-Tags aus deinen Zitaten rauslassen?

Quote-Header von dir:
Code:
[quote="Nocki"]
Normaler Quote-Header:
Code:
[quote="Nocki"]
 
Dass es wünschenswert wäre, wenn du Beiträge so zitierst, dass man sie vernünftig lesen kann. Da das Forum mit sog. BBCode arbeitet, ist es wichtig, dass da im gelb markierten Bereich nichts mit <a href="tel:..."></a> steht.
In den Zitat-Kästen stehen in den folgenden Beiträgen nicht die Beiträge von Spezialwidde (#1) und Nocki (#2), sondern von Nocki (#1) und stephezapo (#2).

Screenshot 2023-09-05 234425.jpg

#1
Screenshot 2023-09-05 234617.jpg

#2 Unnütze Bestandteile rot unterstrichen.
 
Und was muss ich dafür machen? Ich drücke immer auf den Zittier-Button und lösche den Rest den ich nicht brauche weg.
 
Und was muss ich dafür machen?
Vielleicht nicht in der Eile überall und zu allem was schreiben wollen und ein bisschen besser nachschauen was es wird bevor man absendet hilft schon gewaltig. Qualität vor Quantität.
Ach ja, noch was: Du hast auch das Schneetopic von Obertauern am komplett falschen Ort erstellt. Bitte löschen und am richtigen Ort eröffnen.
 
GIFWilli59 schrieb:
Rein energetisch ja, aber es gibt irgendwelche negativen Effekte hinsichtlich der Fahreigenschaften, wenn Tal- und Bergseil stark unterschiedlich belastet sind. Markus hatte das mal als Bergründung genannt, warum man nicht die Gehänge auf dem Talseil garagieren sollte, während man auf dem Bergseil noch Leute transportiert. Wenn man nun deutlich leichtere FBM hätte, würde ein ähnlicher Effekt eintreten.

Wenn das so ist dann wären doch sogar möglichst schwere Fahrbetriebsmittel wünschenswert weil dann die zu befördernde Nutzlast im Verhältnis zur Masse der FBMs wesentlich weniger ins Gewicht fiele. Bei einem Skilift gibt es ja nur eine belastete Fahrtrichtung. Der Unterschied des Seildurchhangs zwischen Berg- und Talfahrseite ergibt sich doch nur durch die Massendifferenz zwischen den vollen und leeren Fahrbetriebsmitteln, die Spannung im Seil ist ja über die gesamte Seilstrecke fast gleich, mehr Last lässt es natürlich auch mehr durchhängen, bei einer unbesetzten Bahn gibt es sowas also nicht. Schwerere Fahrbetriebsmittel erfordern natürlich eine straffere Abspannung des Förderseils, das belastet Lager und Gummimanschetten. Aber auf den Energieverbrauch hat das meiner Meinung nach eher geringen Einfluss. Ein Schiffshebewerk braucht auch nur vergleichsweise schwache Motoren die nur Reibung überwinden müssen, egal wie schwer der Trog mit Schiff darin ist.
 
Für ÖV Seilbahnen bietet DM durchaus balastierte EUBs an um die Windanfälligkeit zu senken. Das soll eine günstigere Alternative zur 3S sein.
 
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