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Erner Galen wird geschlossen

Schweizer Fernsehen:
Wintermärchen
Das Skigebiet Ernergalen im Goms stand kurz vor dem Ruin - darum ist es diesen Frühling in einem Zeitungsinserat zum Verschenken ausgeschrieben gewesen. Gemeldet haben sich über 50 Interessierte aus der ganzen Welt. Die Zusage bekommen hat eine englische Gesellschaft, welche das angeschlagene Skigebiet mit 300'000 Franken unter die Arme greifen wollte. Jetzt ist aber plötzlich von 50 Millionen Franken die Rede. Ruth Seeholzer berichtet.
Video
 
ist doch super..die wollen aus dem 2er Sessel ne 6er oder 8er Gondelbahnen machen und irgendwann kommt die Verbindung zum Siedelgletscher :wink:
 
Summerleaze hat folgendes auf hrer Webseite geschrieben:

Summerleaze schrieb:
Now we are extending our involvement with the leisure sector somewhat. Following a report in The Times in April on the imminent closure of the Erner Galen ski resort in the Valais region of Switzerland, Summerleaze has committed to provide the funds necessary to enable the resort to open again this winter. In the meantime, we will be putting together plans for the upgrading and extension of the lift-system and development of hotel facilities in the resort, with the intention of securing the long-term future of the area. The objective is to combine the ambience and style of the beautiful, existing, traditional Swiss villages with a ski area designed from the ground up for families, beginners, and mixed-ability groups, and a range of leisure facilities (besides the skiing) for summers and winters. Though the focus is on the leisure potential, we are pleased to note that the project fits in with our other priorities in a number of ways:

* Most of the skiing in the region (not just Erner Galen, but the neighbouring areas of Aletsch, Bellwald and Belalp) is above 1800 metres and therefore offers snow-security in a warming world (many more-famous resorts barely reach 2000 metres at the top);
* Hydro-electricity supplies most of the power for the area; and
* The European railway hub of Brig is nearby, making the area eminently accessible by train (as well as road or air) from north, south, east or west.

http://www.summerleaze.co.uk/
 
Siedelgletscher! sehr optimistisch :wink:
 
Glaubt ihr das dann mehr leute dort hin gehen oder wirt es wieder ein flop????

Als ich in Bellwald wahr hat mir jemand erzaehlt das die noch 1500 betten bauen wollen!!!!!! dann is auch nicht mehr so viel geld da.

Mann koente sicher noch etwas in richting Binn tal bauen, dann weredn sicher viele leute aus dem binn tal kommen.

Ich finde das eine tolle sache aber leider ist das nicht so gut fuer Bellwald :(
 
Vergiss das mit dem Binntal ganz schnell wieder! Dieses Tal gilt als besonders schützenswert. Man plant dort zusammen mit dem italienischen Nachbartal einen grenzüberschreitenden Naturpark und setzt darum auch auf den sanften Tourismus. Und ehrlich gesagt, ich bin damit einverstanden denn diese Region ist ein wahres Kleinod!
 
Der Erner Galen wird sicher nicht aus seinem Schattendasein herauskommen, da es in der Umgebung einfach zu viel Konkurenz gibt.

Und das Skigebiet ist für Familien recht uninteressant, denn die fahren lieben im etwas "flacheren" Aletschgebiet, wo es auch von Ernen und Mühlebach einen Skibus nach Fiesch gibt. Denn es gibt ja auf Chäserstatt nur den Tellerlift, dann den steilen Schlepper und dann oben auf dem Plateau wieder den Gorbij, aber der Chäserstatt-Schlepper und Piste sind halt für sehr viele Skifahrer eine Nummer zu groß, desweiteren ist der Galen auch ein Schattenloch.

In Richtung Binn sollte überhaupt nix unternommen werden, denn dort sind die Hänge auch recht steil und das Binntal ist ein natürliches Kleinod, daß geschützt werden muss.

Der Schlepplift in Binn reicht dort vollkommen aus, und wer dort im Winter Urlaub macht, der macht es nicht wegen dem Skifahren..

Es wäre schön, wenn der Erner Galen erhalten blieb, aber auf Jahre hinaus, sehe ich dort leider keineZukunft.
 
Krise in der Schweiz
Skigebiet billig abzugeben


Kleine Wintersportorte kämpfen ums Überleben, ein Schweizer Gebiet wurde verkauft - für nur einen Franken.

Von Janek Schmidt


Der Zeitungsartikel hatte den britischen Geschäftsmann Bruno Prior überrascht: "Schweizer Skigebiet abzugeben", hieß es in der englischen Tageszeitung Times.

Was Priors Interesse jedoch wirklich weckte, war der Verkaufspreis: Einen Schweizer Franken sollte das Gebiet Erner Galen kosten, mitsamt vier Liften, zwei Pistenraupen und einer Schneekanone.

Prior ahnte, dass das Angebot mit Schwierigkeiten verbunden sein würde, doch er entschied sich für den Kauf. Bereits 500.000 Franken hat er in dieser Saison investiert, und in wenigen Tagen will er den endgültigen Kaufvertrag unterzeichnen.

Nun hoffen die Einwohner der Gemeinde Ernen im Wallis, dass der Brite die Lifte auch langfristig vor dem Ruin bewahren kann. Denn zu genau wissen sie, wie bedrohlich die Lage vieler kleiner Skigebiete ist.

Seit 1991 ist die Anzahl der Liftbetreiber in der Schweiz um 22 Prozent gesunken. Laut Fulvio Sartori, Vizedirektor des Schweizer Seilbahnverbands, ist dies die Folge von zwei Entwicklungen. Einerseits haben sich mehrere mittlere und große Gebiete zu riesigen Ski-Welten verbunden, wie etwa Davos-Klosters.

Damit sparen sie Kosten, entwickeln gemeinsame Werbeinitiativen und verlangen in manchen Tälern die Preise von Monopolisten. Am anderen Ende der Größenskala leiden jedoch einige kleine Betriebe unter Besucherschwund, machen immer wieder Verluste, viele stehen schließlich zum Verkauf.

Am meisten betroffen sind von diesem Strukturwandel jedoch nicht die kleinsten Skigebiete. "Die haben oft so geringe Kosten, dass sie auch so einen schlechten Winter wie den vor einem Jahr überleben", sagt Sartori. So ist der Anteil der Mini-Liftbetreiber mit einem Jahresumsatz von weniger als 100.000 Schweizer Franken seit dem Jahr 2001 sogar von 42 Prozent auf 47 Prozent gestiegen.

Viel schmerzhafter erwischt hat es dagegen die etwas größeren Gebiete mit einem Umsatz bis zu einer Million Franken. Deren Anteil an allen Liften ist im selben Zeitraum von 35 auf 28 Prozent gesunken. Auch Ernen im Wallis fällt in diese Kategorie. "Wir hatten einfach nicht mehr das Geld, um die nötigen Investitionen zu bezahlen" , sagt der Erner Skiliftbetreiber Heinz Seiler.

Ein positiver Aspekt an Ernen ist seine Höhenlage. Bis auf 2300 Meter reichen die Lifte und liegen damit höher als viele Gebiete, denen aufgrund des Klimawandels die Pleite prophezeit wird. Doch haben Hausberge einen Vorteil, der Ernen fehlt: Viele Skifahrer wohnen in ihrer Nähe.

Um diesem Problem zu begegnen, will Prior in dem 500-Einwohner-Ort nicht nur eine Gondel, sondern auch ein Hotel mit 250 Betten bauen und bis zu 50 Millionen Franken investieren. Dieses Vorhaben wirkt jedoch winzig im Vergleich zu dem Projekt des ägyptischen Investors Samih Sawiris für ein anderes Skigebiet.

Auf dem einstigen Armeegelände in Andermatt plant Sawiris ein Ferienkomplex mit sechs Hotels, bis zu 400 Apartments und einem Golfplatz. Für eine Milliarde Dollar soll dort das größte touristische Projekt der Alpen entstehen.

Während solche Riesenbauten weitere Urlauber von kleineren Gebieten abziehen, hat der gesamte Schweizer Skibetrieb zuletzt ein Ausbleiben von Skifahrern verzeichnet.

Senioren als Rettung
Nachdem in den Skigebieten lange Zeit wenig investiert worden ist, sind die Umsätze der Schweizer Liftbetriebe in den vergangenen fünf Jahren um 17 Prozent gesunken. Nach einem bislang guten Winter und mit dem günstigen Franken sind die Prognosen für diesen Winter besser.

In Deutschland und Österreich ist der Trend positiver. Mit Ausnahme des Winters 2006/2007 steigen Fahrgastzahlen und Umsätze der Seilbahnunternehmen seit Jahren. Zwar seien auch hierzulande manche kleine Betriebe bedroht, sagt der Sprecher des deutschen Seilbahnverbands, Hannes Rechenauer, doch betreffe das eher die ganz kleinen Gebiete.

"Da steht oft nur ein Schlepplift aus den 70er Jahren, für den es keine Ersatzteile mehr gibt." Die Schweizer Seilbahnen müssen zudem die Kürzung von Subventionen verkraften, während Bundesländer wie Oberösterreich neue Investitionsprogramme haben, und deutsche Liftbetreiber seit diesem Jahr nur noch eine Umsatzsteuer von 7 statt 19 Prozent bezahlen.

Unter diesen Umständen werden wohl weitere Schweizer Skigebiete ihre Lifte verkaufen müssen, so wie es das St.Gallener Resort Oberholz-Farner gerade macht.

Einen anderen Ausweg hat hingegen die Erner Nachbargemeinde Visperterminen gefunden: Sie hat Rentner als ehrenamtliche Liftler angeheuert.
Quelle: SZ
 
Einstellung Galenlift für restliche Saison -
Sesselbahn & Lift auf Chäserstatt weiter in Betrieb

Aufgrund des stürmischen Wetters in den letzten Tagen wurde am Donnerstag, 13. März 2008 der Mast 15 des Galenliftes trotz vor-gängiger Kontrolle bei der Inbetriebnahme derart beschädigt, dass der Betrieb nicht mehr möglich ist.

Erste Abklärungen haben ergeben, dass die Beschaffung des Er-satzmaterials und die entsprechenden Anpassungen mindestens 10 Tage in Anspruch nehmen werden.

Aus diesem Grund ist die Wiederaufnahme des Liftes auf den Erner Galen in dieser Saison leider nicht mehr möglich.

Sesselbahn, Skilift Chäserstatt und das Berghaus Chäserstatt blei-ben jedoch bis und mit Ostermontag zu den üblichen Betriebszeiten geöffnet. Für die Benützung der Anlagen stellt die Sportbahnen Er-ner Galen AG verbilligte Tageskarten zu Fr. 10.00/Person zur Verfü-gung.

Als Alternative bieten sich das Aletschgebiet sowie das Skigebiet Bellwald an. Der Sportbus verkehrt gemäss Fahrplan und ist für Ski-fahrer gratis.
Quelle: http://www.ernergalen.ch
 
Aufgrund des stürmischen Wetters in den letzten Tagen wurde am Donnerstag, 13. März 2008 der Mast 15 des Galenliftes trotz vor-gängiger Kontrolle bei der Inbetriebnahme derart beschädigt, dass der Betrieb nicht mehr möglich ist.
Wie ist denn so was möglich ?
 
Wieso wird hier eigentlich nicht über die tollen Ausbaupläne in Erner Galen diskutiert :?:

Seit Ende Oktober 2007 steht die Summerleaze Ltd. als Partner der Sportbahnen Erner Galen AG fest. Der Betrieb des vergangenen Winters wurde mit ihrer Hilfe aufrecht erhalten.

Gleichzeitig wurde das Konzept für die Erneuerung und den Ausbau erarbeitet. Als Projektleiter konnte das angesehene Büro von Dr. Peter Furger verpflichtet werden. Das Projekt ist sehr umfangreich und benötigt eine längere Umsetzungsphase. Der Investor plant die Erschliessung des Galens mit zwei Sektionen einer Gondelbahn, drei neuen Skiliftanlagen sowie einer Kombibahn (Sesselbahn/Gondelbahn). Neben den notwendigen Restaurationsbetrieben ist ein einmaliges Kinderparadies auf dem Ernergalen vorgesehen. Eine Verbindungsbahn soll den Anschluss an den öffentlichen Verkehr sicherstellen. Mit dieser Anbindung und dem geplanten Bau von über 800 Hotelbetten soll die Auslastung der Anlagen gesichert werden. Zurzeit wird am Dossier für die Konzessionseingabe der Bahnen gearbeitet. Mit der Erteilung der Konzession kann auf den Sommer 2009 gerechnet werden. Für die Hotelanlage soll ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Die gesamten Kosten dieser Vorarbeiten sowie die Kosten für den letztjährigen Betrieb werden von der Firma Summerleaze Ltd. getragen.

Für die Übergangszeit kann der Betrieb der Sesselbahn nicht gewährleistet werden, weil eine neue Betriebsbewilligung unverhältnismässige Kosten verursacht. Zudem wäre für den Galenlift eine Ersatzinvestition notwendig. Beide Anlagen würden zudem nicht ins neue Konzept passen. Mit umfangreichen Massnahmen wollen wir unseren Gästen und Einheimischen im nächsten Winter die Möglichkeit zum Schneesport in der Umgebung so angenehm wie möglich anbieten.

Quelle: Seilbahn.net
 
Im Westen nichts neues. Angeblich hat man begonnen die Lifte abzutragen. Glaube nicht, dass da noch was kommt.
 
Ich war gestern in Bellwald und konnte die Masten und Seile der Lifte am Galen noch sehen. Ein Einheimischer hat mir gesagt, dass der britische Käufer wegen der Finanzkrise sein Ausbauprojekt nicht realisieren könne.

Ich glaube nicht daran, dass das Gebiet je wieder eröffnet wird. Viele Gäste aus Ernen fahren auch lieber im Aletschgebiet, so dass niemals genügend Wintersportler kommen, um die sehr hohen Investitionen für eine Wiederaufnahme zu amortisieren.
 
Wirklich Schade das ganze.
Ich bin jahrelang mit meinen Eltern nach Ernen gefahren und habe auf dem Ernergalen Skifahren gelernt.

Denke immer noch mit Wehmut an die schöne Zeit zurück und wäre gerne noch mal auf den Ernergalen hoch.
Muss ich dann wohl im Sommer mal zu Fuss machen.
 
war aber auch ein hoffnungsloses Projekt. In ein Skigebiet in der heutigen Zeit so viel Geld zu investieren wo es genung Konkurrenz in der Nähe giebt ist aber auch sinnlos. Kaufen tuts sowieso höchstens die Gemeinde (meiner Meinung nach).
 
ist das erner galen dann jetzt endgültig zu? wirklich schade...
 
hans85 schrieb:
ist das erner galen dann jetzt endgültig zu?
Vorläufig - das Projekt ist von Seiten Gemeinde Ernen ja nur "sistiert" und nicht aufgegeben - sprich: die Optionen bleiben offen, dass da irgendwer irgendwann wiedermal irgendwas hinstellen könnte; das Skigebiet bleibt wohl auch in der "Erschliessbarkeitszone" drin, d.h. wird das wieder aus der Schublade geholt, wäre es wohl keine (schwieriger zu bewilligende) Neuerschliessung.
 
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