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Es wird auch in Tirol Windräder geben

miki

Chimborazo (6310m)
Beitrag Nr. 1001 in dem es ums Thema Energie(preise), Skilifte, Beschneiung etc. geht: https://orf.at/stories/3284362/

IMO interessant:
Die Energiefrage beschäftigt die Seilbahnbetreiber und die Branche natürlich besonders, Gesprächspartnerinnen und -partner waren aber schwierig zu finden. Zu unsicher sei die Lage, die Stimmung angespannt, man fürchte Energieknappheit, behördliche Auflagen und angeordnete Einschnitte. Man wolle in der Debatte auch kein Öl ins Feuer gießen, hieß es – nicht zuletzt nach der Aufregung im Frühjahr 2020, als Bilder von vollen Liften mitten im Lockdown für sehr viel Aufregung sorgten (...) Im Juli erst sorgte ein Sager des Tiroler ÖVP-Abgeordneten Franz Hörl, Hotelier und Sprecher der heimischen Seilbahnen, für Aufregung: Er forderte, dass im Fall von Energierationierungen Seilbahnen mit genug Strom versorgt werden – notfalls zulasten von Städten und Haushalten. Mitte August klang das schon anders, mittlerweile denken die Seilbahnen offen über echte Einsparungen bei der Leistung nach bzw. kündigten bereits erste Schritte an – mehr dazu in salzburg.ORF.at.

Im Klartext: die Liftbetreiber befürchten mediales Bashing und geben sich nun 'kooperativ', wie es sich für die verlogene Gesellschaft Anno 2022 gehört. Wenn wir also in der kommenden Saison für mehr Geld weniger Gegenleistung bekommen, egal ob in Form von unbeheizten Sesseln, langsam fahrendnen KSBs, schlecht bechneiten / präparieren Pisten, kalten Hotelzimmern, gesperrten Wellnessbereichen oder whatsoever, ist der Hauptgrund nicht in erster Linie Energiemangel, und auch nicht die Energiepreise, sonder einfach die Angst dass wieder mal ein paar grün versiffte 'Journalisten' negative Stimmung gegen Wintersport machen, Beispiele gibt es ja in den vergangenen Jahren schon genug.

BTW:
Rund 1,2 Prozent bzw. 750 GWh des jährlichen heimischen Stromverbrauchs entfallen laut Angaben der Wirtschaftskammer (WKO) auf Lifte und Beschneiungsanlagen.
Es ist zwar aus dem Text nicht ganz klar ob es dabei um Stromverbrauch in Tirol oder ganz AT geht, auf jeden Fall ist es aber weit weniger als von den meisten angenommen. Nur so, zum nachdenken (falls das heutzutage noch erlaubt ist, 'Querdenker' ist ja spätestens seit der CoV - Hysterie zum Schimpfwort geworden) :nein: .
 
miki schrieb:
Im Klartext: die Liftbetreiber befürchten mediales Bashing und geben sich nun 'kooperativ', wie es sich für die verlogene Gesellschaft Anno 2022 gehört. Wenn wir also in der kommenden Saison für mehr Geld weniger Gegenleistung bekommen, egal ob in Form von unbeheizten Sesseln, langsam fahrendnen KSBs, schlecht bechneiten / präparieren Pisten, kalten Hotelzimmern, gesperrten Wellnessbereichen oder whatsoever, ist der Hauptgrund nicht in erster Linie Energiemangel, und auch nicht die Energiepreise, sonder einfach die Angst dass wieder mal ein paar grün versiffte 'Journalisten' negative Stimmung gegen Wintersport machen, Beispiele gibt es ja in den vergangenen Jahren schon genug.
Verringerung des Angebots würde ich nicht so eng sehen:
-Punkt Sitzheizung: Skifahren ist immernoch ein Sport, da ist es m.E. nicht so wichtig, ob die Polster- Comfort- Sitze jetzt beheizt sind... Ich persönlich komme auch mit ganz normalen Sesseln aus :D
-Punkt Fahrgeschwingigkeit: meistens fahren die Seilbahnen eh nicht Vollgas. Ist glaub' ich eher altes Vorgehen neu verpackt... :wink:
Wobei ich dir in Punkt Beschneiung auf jeden Fall recht gebe. Genug Schnee sollte es dann doch geben...
 
Wobei der absolute Stromverbrauch das eine ist. Das andere ist, zu welcher Zeit dieser der Strom verbraucht wird. Dann sind dies u.U. nicht mehr "nur 1,2%", sondern beispielsweise in Tirol zeitweise bis zu 20%. Nicht ganz das Gleiche.
Und zwar genau dann, wenn aufgrund der trockenen Kälte kaum Wasserkraft zur Verfügung steht, und der Stromverbrauch generell saisonal am höchsten ist (kurze Tage, Kälte).
Der Herr Seilbahnvertreter verdünnt seine Spitzenlast lieber aufs ganze Jahr. In der Darstellung verständlich, aber weder sinnvoll noch in der Wirkung ehrlich.

Heuer wird das so nicht mehr machbar sein denke ich.
 
Komm Miki, von dir erwarte ich schon etwas mehr. Immer Top Berichte und tolle Neuigkeiten.

Richtige Tatsachen mit Dingen gleich zu Setzen mit Dingen die man nicht mag wirkt sehr gehäckselt und trocken.

Alleine und nur auf die Grünen zu zeigen bei all dem was passiert ist, geschmacklos. Sicher schaufeln die Grünen etwas nach und mit der Aussage von Hörl irgendwie verständlich, doch Aktuell sind sie nicht der/die/das Haupttäter.

Und wegen Energiegewinnung, du glaubst nicht wie viele Skigebiete sich den Kopf darüber zerbrechen. Die Tauplitz hat nen Plan, die Riesneralm lacht sowieso und das Kitzsteinhorn hat ganze Dämme im Rücken.

Ein Schubser von der Regierung wird ausreichen.
 
In Tirol einen Standort für Windräder zu finden, dürfte ziemlich schwierig sein.

Im Tal ist kein Platz.

Auf dem Berg braucht man eine entsprechende Zufahrt, die es meistens nicht gibt.

Tirol hat schon sehr viel mit Wasserkraftwerken verbaut.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung für Windräder dürfte daher sehr gering sein.
 
leogang.rocks schrieb:
In Tirol einen Standort für Windräder zu finden, dürfte ziemlich schwierig sein.

Im Tal ist kein Platz.

Auf dem Berg braucht man eine entsprechende Zufahrt, die es meistens nicht gibt.

Tirol hat schon sehr viel mit Wasserkraftwerken verbaut.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung für Windräder dürfte daher sehr gering sein.
Ganz ehrlich: Wenn die Gletscher zunehmend abschmelzen, sieht es dort oben im Sommer karg aus. Grau, steinig, kein Leben (zumindest solange sich noch keine Pflanzen dort ansiedeln). Wäre es nicht eine Aufwertung, wenn man dort Windräder bauen würde?
 
leogang.rocks schrieb:
In Tirol einen Standort für Windräder zu finden, dürfte ziemlich schwierig sein.

Im Tal ist kein Platz.

Auf dem Berg braucht man eine entsprechende Zufahrt, die es meistens nicht gibt.

Tirol hat schon sehr viel mit Wasserkraftwerken verbaut.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung für Windräder dürfte daher sehr gering sein.
Die Akzeptanz der Windräder in Tirol...dass ich nicht lache, wenn's nicht zum kotzen wäre.
Es will ja auch keiner Tirol mit Windrädern zupflastern, dafür gibt es in Tirol einfach nicht flächendeckend genug stetigen Wind, sonst müßte ma einfach auf jede Liftstütze ein Windrad montieren und wir müßten kein Gas mehr verstromen.
Aber Spaß beiseite, in Tirol gibt es schon geeignete Plätze.

Die zumeist vorgeschobenen Argumente gegen Windkraft in Tirol gelten immer nur für bestimmte plakative Ausnahmen.
Meist wird mit den zu hohen Erschließungskosten und dem Landschaftsbild argumentiert.
Das stimmt schon, wenn man die Nordkette als unsinniges Beispiel heranzieht. Aber gerade in Tirol gibt es haufenweise Skigebiete, die bis in hochalpine Lagen, sowohl die Zufahrtswege, als auch die Schächte für die Anschlüsse bieten. Was spricht dagegen, Greitspitze und Galzig und Co noch weiter zu verzieren, natürlich immer vorausgesetzt, es gibt dort genug Wind! Und für echten Landschaftsschutz ist es im Nahbereich der Skigebiete mMn ohnehin zu spät.

Generell würde ich Gipfel ausschließen, es sei denn, sie sind sowieso schon verbaut und nicht sehr prominent. ZB Hohe Salve, Venet, Galzig, Patscherkofel,…
Die bessere Möglichkeit wären vermutlich Pässe und Scharten, besonders am Hauptkamm, zB Karlesjoch, neben der Gletscherhütte in HiTux, an der Bergstation der neuen Schindlergratbahn, um ein paar zu nennen.
Ich frage mich auch, ob man nicht in ein paar typischen Föngegenden wie im Wipptal, gleich im Tal Windräder wirtschaftlich betreiben kann. Neben der Brennerautobahn kann man ohnehin nicht mehr viel zerstören.
 
Im Tal betreiben geht schon, aber wenn ich mich recht entsinne, hat das damals am Reschenpass nicht den ganz großen Gewinn gebracht. Proteste gab's dafür reichlich.

Aus leidvoller Erfahrung kann ich sagen, dass man Strom und Geld gewinnen kann und sich seit Abschaltung der nächtlichen Befeuerung sogar mit dem optischen Erscheinungsbild arrangieren kann. Aber die Lärmbelästigung ist echt nicht ohne und leider nicht gewöhnungsfähig. Wie das dann wohl erst in Alpentälern ist?
 
Greithner schrieb:
Komm Miki, von dir erwarte ich schon etwas mehr. Immer Top Berichte und tolle Neuigkeiten.

Richtige Tatsachen mit Dingen gleich zu Setzen mit Dingen die man nicht mag wirkt sehr gehäckselt und trocken.

Alleine und nur auf die Grünen zu zeigen bei all dem was passiert ist, geschmacklos. Sicher schaufeln die Grünen etwas nach und mit der Aussage von Hörl irgendwie verständlich, doch Aktuell sind sie nicht der/die/das Haupttäter.

kann dir nur voll und ganz zustimmen,

@miki was ist los mit dir!?
ziemliches schwaches posting
 
einfach die Angst dass wieder mal ein paar grün versiffte 'Journalisten' negative Stimmung gegen Wintersport machen

Grün versifft hätte ich weggelassen, aber dass Medien einen binnen kürzester Zeit hoch leben und tief fallen lassen können, ist ja leider nichts Neues.

Zur Windkraft:
Mit Bürgerbeteiligungen kann man oft einen großen Teil der Anwohner im positiven Sinne "ruhig stellen". Keine Ahnung, ob das auch ein gängiges Modell in Tirol und Umgebung ist.
 
Gestern in der "Elefantenrunde" zur Tiroler Wahl waren sich alle einig, dass es neue Kraftwerke, auch Windkraftwerke, in Tirol geben wird. Ich bin ja gespannt, wo man da Standorte finden wird. Die Tiwag produziert anscheinend mehr Strom als in Tirol verbraucht wird.
 
leogang.rocks schrieb:
1. In Tirol einen Standort für Windräder zu finden, dürfte ziemlich schwierig sein.
2. Im Tal ist kein Platz.
3. Auf dem Berg braucht man eine entsprechende Zufahrt, die es meistens nicht gibt.
4. Tirol hat schon sehr viel mit Wasserkraftwerken verbaut.
5. Die Akzeptanz in der Bevölkerung für Windräder dürfte daher sehr gering sein.
zu 1.: man brauch ja auch nicht einen großen Standort für alle Windräder sondern viele kleine, da sehe ich genug
zu 2.: kommt halt drauf an wie breit ein Tal sein muss um ein Tal zu sein, ist das Ausserfern nun ein Tal oder das Vorland?
zu 3.: lächerlich, wie hat man den die ganzen Seilbahnstationen auf den Berg gebracht? per Esel und Rucksack?
zu 4.: und? wenn mehr nicht geht und man mehr Strom nicht aus Gas beziehen oder einsparen will/kann, dann ist die logische Folge das es nicht genug ist, das man 'schon sehr viel' gemacht hat.
zu 5.: die Akzeptanz ändert sich schnell wenn der Strom immer teurer wird und dazu noch mitten in der dunklen Jahreszeit ausfällt

Ich würde hier als erstes alle Standorte vorschlagen, die ohnehin schon zugebaut sind, also bsp. alle Seilbahnbergstationen, zunächst ohne direkte Gastronomie und beginnen mit denen, die eh schon hohe Masten wie Mobilfunk, etc. haben.
- Man hat meist schon eine Leitungsinfrasturktur und einen Netzanschluss
- die Windverhältnisse auf dem Berg sind günstiger als im Tal
- über die Seilbahn bekommt man Problemlos Servicepersonal und kleiner Teil nach oben
 
leogang.rocks schrieb:
Gestern in der "Elefantenrunde" zur Tiroler Wahl waren sich alle einig, dass es neue Kraftwerke, auch Windkraftwerke, in Tirol geben wird. Ich bin ja gespannt, wo man da Standorte finden wird. Die Tiwag produziert anscheinend mehr Strom als in Tirol verbraucht wird.

Und wie viel von dem Strom der in Tirol produziert wird kommt aus gespeicherter Energie?
 
Spaß macht das nur geballt, weil die Erschließungskosten einfach immens sind, sicherlich kann sich mal ne Einzelanlage an nem guten Standort rechnen, aber wer glaubt dass da mal hier mal da ein Rädchen steht, liegt glaube ich falsch... Skigebiete sind sicherlich nicht ganz verkehrt weil die Erschließlungsleitungen sicher recht gut dimensioniert sind.
 
Cargolifter, du warst leider 2 Jahrzehnte deiner Zeit vorraus.
Sicher kann man dort keine Anlagen wie im Offshorepark stellen, aber wenn sich der Markt ergibt wird er bedient werden.
Etwas Pioniergeist, es sollen ja schon mal Verrückte mit einem einzelnen Bagger eine Seilbahnstation auf der Grawand errichtet haben.
 
miki schrieb:
Im Klartext: die Liftbetreiber befürchten mediales Bashing und geben sich nun 'kooperativ', wie es sich für die verlogene Gesellschaft Anno 2022 gehört. Wenn wir also in der kommenden Saison für mehr Geld weniger Gegenleistung bekommen, egal ob in Form von unbeheizten Sesseln, langsam fahrendnen KSBs, schlecht bechneiten / präparieren Pisten, kalten Hotelzimmern, gesperrten Wellnessbereichen oder whatsoever, ist der Hauptgrund nicht in erster Linie Energiemangel, und auch nicht die Energiepreise, sonder einfach die Angst dass wieder mal ein paar grün versiffte 'Journalisten' negative Stimmung gegen Wintersport machen, Beispiele gibt es ja in den vergangenen Jahren schon genug.

Ich verstehe jetzt nicht ganz was an der Kritik falsch sein soll ?? Wenn es tatsächlich Wintersportler gäbe, die in der aktuelle Situation herumplärren würden, nur weil Sie so fürchterliche Einschränkung bei der Ausübung Ihres Lieblingssportes wegen so einem lächerlichen kleinen Angriffskriegchen in Kombination mit einer geradezu läppischen Energie- & Lebensmittelknappheit hinnehmen müssten, dann wäre das je mehr als nur sanfte Kritik wert ... aber mal ehrlich, wird ja kaum passieren, so stumpf ist nicht mal der letzte Tiroler Fremdenverkehrsobmann .... seltsame Szenarien die hier aufgemacht werden, entbehrt doch jeglicher Grundlage ....
 
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