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Falsche Buchstaben + allgemeiner Orthographie-Thread

^^ Wenn du sie als eigenständige Wörter siehst, dann ja.

Aber:
- Aus meiner Sicht ist KSB halt (noch) kein Wort.
- Der Hessische Rundfunk verwendet beispielsweise beim LKW kein Plural-s. Dies unterstützt meine Interpretation, dass auch dies noch eine Abkürzung ist.

Beim PC stimme ich zu, den kann man schon guten Gewissens als Wort bezeichnen - wenn ich auch immer wieder geneigt bin, meinen als Blödmann zu bezeichnen.

DVD: Hab ich nur eine einzige (die für die Navigation) - da muss ich mir keine Gedanken um das Plural-s machen. :wink: :lol:
 
Schaut Euch vor allem mal die Links unter "Kampfgefährten wider die Dummheit" an...auch interessante Links. Wo es mir immer erschaudert ist bei Standart...schüttel... :cry:
 
^^ Haha! Einfach klasse - diese Seiten. Die erklären sehr anschaulich und logisch, warum die Dinge so geschrieben werden wie sie geschrieben werden und nicht anders.

Noch eine Eselsbrücke zum korrekten Gebrauch von dass/das:

In allen süddeutschen Dialekten spricht man immer "das" immer als "dess" aus und "dass" immer als "dass". Diese Regel stimmt immer.
Folglich: Wenn du "dess" sagst, dann schreibe "das" und wenn du "dass" sagst, dann schreibe "dass".


Dialekte haben auch noch ganz andere Unterscheidungsmerkmale. Hier ein Beispiel aus dem Odenwälderischen. Bildung des Partizip Perfekt von "sitzen":
Wenn im Odenwald jemand "gesesse" hat, dann hat er dies mitnichten auf einem Stuhl getan, sondern im Knast.
Wenn er jedoch seine Beine mittels eines Stuhles entlastet hat, dann hat er nicht "gesesse", sondern "gesotze". :lol:

Aus einem Wort mit zwei Bedeutungen werden hier also zwei verschiedene Wörter. :wink:
 
So, ich muss noch mal auf den Auslöser des Topics zurückkommen.

Rechtschreibfehler sind zwar nervig, passieren aber halt beim Tippen mal ab und zu, das ist ja auch nicht so schlimm.

Wenn aber jemand bewusst ein Wort ständig falsch schreibt ("weil es besser aussieht"), dann ist das IMHO nicht sehr rücksichtsvoll den anderen Forumsnutzern gegenüber.
Es gibt Rechtschreibregeln mit gutem Grund, es wird nämlich ein allgemein gültiges Regelwerk geschaffen, das die Kommunikation erheblich vereinfacht und verhindert, dass mein Anliegen vom Rezeptor (dem Leser) womöglich falsch verstanden wird.
Ich bin in den letzten Tagen öfters über das "ya" (das ist halt nun mal das konkrete Beispiel) gestolpert und bin wirklich jedes Mal im Lesefluss ins Stocken gekommen weil ich unterbewusst immer erst nachdenken muss, was das heißen soll. Resultat: Ich habe kaum Lust, mir den Beitrag weiter durchzulesen weil ich den Eindruck erhalte dass der Schreiber nicht will, dass ich seine Meinung aufnehme und mich damit auseinandersetze. :roll:

Deshalb appeliere ich an alle in eigenem Interesse auf eine ordentliche Rechtschreibung zu achten.


(Es gibt ja genügend Negativbeispiele in anderen Foren wo der Duden scheinbar Hausverbot hat. Für einen Ausenstehenden sind solche Diskussionen dann schlichtweg unverständlich.)
 
corviglia-fan schrieb:
Das komische Doppel-s (ß) hat ja schlussendlich auch die gleiche Bedeutung wie ein „normales Doppel-s (ss). Und bisher habe ich das „ß“ nur bei mit PC geschriebenen Sachen gesehen. Kenne jetzt niemanden, der von Hand das „ß“ schreibt.

Das stimmt so leider nicht:

Bei einem ß wird der voranstehende Selbstlaut gedehnt gesprochen, wobei er bei einem ss kurz gesprochen wird.
Vergleiche: In Maßen - in Massen. Zwei Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung.

Darüber hinaus wird das ß auch handschriftlich verwendet, wird so auch in der Schule gelehrt.
 
Nach der neuen deutschen Rechtschreibung wird es immer dann verwendet, wenn es im Wortstamm eines Wortes bei dem der Laut vor dem s bzw. ß lang gesprochen wird ein Wort gibt, dass mit -ss geschrieben wird. Bei Maßen z.B. müsste das dann messen sein.
 
@andyman: Die Unterschiedliche Sichtweise von Corviglia und dir hat nichts mit richtig und falsch zu tun, sondern alleine damit, dass das in Österreich und der Schweiz unterschiedlich geregelt ist. In der Schweiz gibt es nur Doppel-s. Dies führt allerdings dazu, dass die Bedeutung manche Wörter nur aus dem Kontext heraus zu erkennen ist. Beispiel: Schnee lag in Massen. Hier wirds schwierig. Wenn dies ein Schweizer schreibt, dann muss man aus dem weiteren Kontext entnehmen, ob - nach österreichischer Regel - viel Schnee (in Massen) oder recht wenig Schnee (in Maßen) liegt. :wink:
 
Warum Groß- und Kleinschreibung wichtig ist?

Besteht etwa kein Unterschied zwischen "Helft den armen Vögeln" und "Helft den Armen vögeln"? :wink:
 
^^ Der ist ja mal richtig genial!!!
 
^^ :D
 
Chasseral schrieb:
Warum Groß- und Kleinschreibung wichtig ist?

Besteht etwa kein Unterschied zwischen "Helft den armen Vögeln" und "Helft den Armen vögeln"? :wink:

Wenn wir schon dabei sind:

Er ist gut zu Vögeln.
Er ist gut zu vögeln.
 
Yeti01 schrieb:
Könnt Ihr lesen ?
Afugrnud enier Stidue an der elingshcen Cmabrdige Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und Izete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und man knan es torztedm onhe Porbelme Iseen.
Das ghet dseahlb, wiel das mneschilche Geihrn nciht jdeen Bchustbaen liset sodnern das Wrot als Gnaezs.
Wzou aslo ncoh Rehctshcrieberfromen ??

Für einen Legastheniker ist ein solcher Text schwer verständlich, weil er das, was wir überfliegen und schnell aufnehmen, mehr oder weniger buchstabieren muss, um es verstehen zu können. Für Legastheniker (zumindest für die, die ich kenne) ist es daher wichtig, dass man sich beim schreiben an die Regeln hält. Sonst kann das Verständnis für einen Text schon bei fehlender Groß-/Kleinschreibung verloren gehen...
 
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