• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Familien Skiurlaub

powdertiger schrieb:
Vieles wurde schon genannt. Dennoch ein paar Hinweise:
Seit ihr schon mal 1 Woche mit 2 Kleinkindern mit dem Zug verreist samt Skiklamotten, Spielsachen und allem was die Kleinen so ggf. auch mehrfach brauchen weil halt doch mal was passiert? Ein Erwachsener hat in jeder Hand ein Kind, nen Rucksack auf dem Rücken und der andere auch nen Rucksack und 2 Gepäckstücke. Genug Kapazität für Ski-/ Winterurlaub zu viert?
...
Ich findes es bsp. bei einer Flugreise bezüglich Gepäck mit einem Kind ab un zu schon stressig, kenne aber auch Familien die das mit 3 Kindern machen. Das sind dann die 'Tiefentspannten' die dann noch ruhig bleiben können wenn die Tür des Zuges sich bereits schließt und ein Kind gerade am Bahnsteig verschwunden ist. Ich denke, das Thema Reisen mit Kindern und Gepäck ist weniger die Frage...
 
Hallo zusammen,

danke, dass ihr hier nach wie vor so aktiv seid. Um die Reise mit der Bahn mache ich mir tatsächlich am wenigsten Sorgen. Wir wollen aber eben diesen Nachtzug nehmen, um den Stress für die Kinder zu mindern. Dort schlafen sie einfach während der Reise. Im Auto sieht das anders aus. Wir fliegen und fahren Bahn mit den Kindern jeweils seit sie etwa 10 Monate sind. Wir machen das regelmäßig und die beiden sind das gewohnt. Auch vor dem Gepäck habe ich keine Angst. Wenn es uns zu viel wird, können wir uns Ausrüstung vor Ort leihen. Für die Kinder machen wir das ohnehin. Ich glaube, man überträgt seinen eigenen Stress auch schnell auf die Kinder. Dann wird es aus meiner Sicht erst richtig anstrengend. Wir gehen das Ganze immer sehr ruhig an und dann machen die beiden auch alles richtig gut mit. Außerdem werden wir in Hamburg zum Bahnhof gebracht. Fahren von dort direkt durch bis nach Wörgl oder so und steigen dort in ein Taxi zur Unterkunft. Deswegen suche ich eben Skigebiete, die dort auch sehr günstig angebunden sind.

Auch bei der Kälte habe ich eher weniger Bedenken. Die beiden sind einiges gewohnt und entsprechend gute Kleidung macht da schon den Unterschied aus. Klar brauchen wir da jetzt nicht jeden Tag eisigen Wind, aber wer kann das schon beeinflussen.

Zur Reise in die Schweiz habe ich auch noch mal gesucht, aber so komfortabel wie mit dem Nachtzug nach Österreich konnte ich es dort nur in die Region Zürich finden. Weiter südlich scheint es keine solchen Angebote zu geben. Umsteigen möchte ich wo es eben möglich ist vermeiden.

Im Moment wirkt Ellmau auf uns sehr attraktiv. Einen Vorschlag für eine Unterkunft habe ich auch schon. Da fände ich aber ein oder zwei Alternativen noch schön, um mal zu vergleichen. Auch bin noch nicht sicher, wie gut es mit der Skischule im Tal ist. Bisher kannte ich es immer so, dass auch die Schule auf dem Berg war. Wie seht ihr das? Was ist besser?


Viele Grüße
Matthias
 
Matthias182 schrieb:
Ich glaube, man überträgt seinen eigenen Stress auch schnell auf die Kinder. Dann wird es aus meiner Sicht erst richtig anstrengend. Wir gehen das Ganze immer sehr ruhig an und dann machen die beiden auch alles richtig gut mit.

Hallo Matthias,

das ist schon mal eine gute Einstellung. Ich denke auch, dass die Anreise mit dem Zug stressarm zu machen ist, wenn man es richtig angeht und ggf. Ski, Skischuhe und Helme vor Ort leiht.

Schwieriger wird es meiner Meinung nach, einen entspannt-stressarmen Familien-Urlaubstag mit den Rahmenbedingungen von zwei verschiedenen Skischulen bzw. Skischule und Skikindergarten unter einen Hut zu bringen: Die Kinder morgens zu zwei verschiedenen Treffpunkten bringen und in eine anfangs unbekannte Gruppe übergeben - mittags ggf. wieder treffen - Ort für Mittagsverpflegung suchen - nachmittags Kinder nochmal abgeben - dazwischen bleiben dann vielleicht je 1,5 bis 2 Stunden fürs eigene Skifahren. Das ist dann schon ganz schön durchgetaktet, zumal gerade die Kleinkindergruppen oft kürzere Unterrrichts-/Betreuungszeiten haben als die Größeren. Da müsst Ihr also genau überlegen, was Ihr wollt.

Wir haben uns bei der Jüngsten (damls 3jährig) aus diesen Gründen gegen den Skikurs entschieden und ich habe ihr das Skifahren selbst beigebracht (so wie ich es auch als Kind von meinem Vater gelernt habe). So hat man dann mehr Zeit miteinander. Natürlich weiß ich nicht, wie sicher Ihr selbst fahrt und ob Ihr Euch das eventuell zutraut. Das ist kein Hexenwerk, auch wenn der Lernerfolg bei einer Skischule vielleicht etwas schneller kommt und manche Eltern riskante Methoden verwenden - es gibt hier im Forum sehr unterschiedliche Ansichten zum Selbst-Unterrichten.

Außerdem würde ich für die ersten Schritte auf Ski mit den Kindern von Hamburg an einem freien Tag mal in die Skihalle nach Bispingen fahren und dort ggf. einen Skilehrer buchen. Möglichst nicht an einem Hochwinter-Wochenende, wenn dort die Hölle los ist. Nach so einem Schnuppertag wissen die Kinder dann schon, was sie erwartet, und starten im Urlaub nicht bei null. Das ist natürlich keine Alpenpiste, aber fürs Anfangen und auch fürs Technik-Auffrischen sind diese Hallen meiner Meinung nach sehr gut geeignet. Auch weil man mit Kleinkind ganz schnell einfach mal ins Warme, aufs WC, zum Spielplatz etc. wechseln kann. Skihalle Wittenburg geht natürlich auch, aber ich halte die Bispinger für noch kinderfreundlicher.

Viele Grüße
pereval
 
Matthias182 schrieb:
Im Moment wirkt Ellmau auf uns sehr attraktiv. Einen Vorschlag für eine Unterkunft habe ich auch schon. Da fände ich aber ein oder zwei Alternativen noch schön, um mal zu vergleichen. Auch bin noch nicht sicher, wie gut es mit der Skischule im Tal ist. Bisher kannte ich es immer so, dass auch die Schule auf dem Berg war. Wie seht ihr das? Was ist besser?


Viele Grüße
Matthias

Kann man Pauschal nicht sagen. Im Tal ist für Euch oft die Logistik einfacher (z.B. Stichwort Zuschauen) und es ist natürlich auch weniger wetteranfällig (Wind, Sicht), dafür hat man oft nicht so guten Schnee, vielleicht weniger Sonne etc. Aus Erfahrung: den Kindern ist es egal solange die Skilehrer*innen gut mit den Kindern können.

Falls ihr Zürich doch noch in Betracht zieht, bietet sich rein aus Verkehrssicht m.E. fast nur Flumserberg an (da fährt praktisch die S-Bahn an die untere Talstation) und ich halte das Skigebiet auch für eine gute Wahl mit Eurer Zielrichtung. Andere Gebiete mit direktem Bahnanschluss wie Arosa, Andermatt, Engelberg, Davos sind dann aber vermutlich nur mit Umsteigen erreichbar und auch nicht wirklich gut für Euch geeignet.

Aber ehrlich - mit der Skiwelt macht ihr nichts falsch.
 
Puh, Respekt für dieses Vorhaben.
Zu den möglichen Zielen kann ich nichts sagen, aber ich will nochmal auf die Kinder eingehen.
Ich habe meine Tochter mit 3 das erste mal auf Ski gestellt. Die ersten 2 Winter haben viel Schweiß und Nerven gekostet, ich wollte ihr aber alles selber beibringen. Mit 5 waren wir in Sölden und sind am letzten Tag ( nachdem sie das erste mal für 3 Tage in der skischule war ) rauf auf den Gaislachkogel. Es hat ca 2 Std. gedauert bis ins Tal....
Ich würde auch dringend raten mit den Kids zuvor in eine Skihalle zu fahren. Ihr tut euch sonst keinen gefallen damit...
 
Hallo zusammen,

ich finde es super, dass ihr mir so viele Hinweise gebt, wie wir zu einem entspannten Skiurlaub kommen. Eins kann ich euch ganz sicher sagen, wir werden unsere Kinder sicher nirgendwo reinzwingen. Wir wollen einen entspannten Urlaub und die Familie hat da Priorität.

Trotzdem wollen wir natürlich unsere Kinder für das Skifahren begeistern und sie sollen es eben auch lernen können. Meine Frau und ich haben es erst in der Jugend gelernt. Eigentlich viel zu spät. Auch wir überlegen die ganze Zeit, welche Alternative für uns alle am besten wäre. Am Anfang stand für uns fest, dass wir die Kinder am besten mehrere Tage für 4h in die Skischule geben. Und uns mittags treffen zum Essen. Mittlerweile haben wir da aber Zweifel, wie sinnvoll das wirklich ist. Vor allem glaube ich, dass sie nach 4h Skischule einfach nur erschöpft sind und das sicher nicht mehrere Tage am Stück durchhalten. Auch ist es für uns sicher stressig immer wieder mittags dort hinzukommen.

Wir überlegen nun, ob wir den Skikurs entweder nur halbtags anbieten und uns dann nachmittags selber bemühen den beiden etwas beizubringen. Oder ob wir nur einen „Schnuppertag“ machen und dann erstmal selber mit den beiden losziehen. Die Skihalle war für mich auch vorher schon vollkommen klar. Leider ist es dort so, dass die Kurse erst ab 4 Jahren angeboten werden. Für unsere Kleine passt das also noch nicht. Aber zumindest können wir Sie dort mal auf Skier stellen, sobald sie im Sommer 3 wird. Vorher geht das dort scheinbar auch noch nicht.

Ich hatte auch schon überlegt, ob wir uns zu viert einen Privat-Lehrer gemeinsam buchen. Mir ist schon bewusst, dass unsere Bedürfnisse und die der Kinder völlig andere sind. Aber es könnte definitiv zur Entspannung beitragen und uns allen dennoch den (Wieder-)Einstieg ein wenig erleichtern.

Bin mal gespannt, wie ihr das so seht.


Gruß
Matthias
 
Mir ist schon bewusst, dass unsere Bedürfnisse und die der Kinder völlig andere sind.
Hallo Matthias,
ganz ehrlich? So ganz sicher bin ich mir nicht, dass die das so richtig bewusst ist. Wie habt ihr euch das mit den Kindern in der Skischule vorgestellt? In den allermeisten Fällen wird erstmal eine Schnupperstunde im Kinderland der Skischule Sinn machen. Kinder haben mich ihren eigenen Kopf und es kann genauso gut sein, dass das Kind nach 20 Minuten die Ski in die Ecke schmeißt und partout keine Lust hat, Ski zu fahren. Und wie und wohin wollt ihr mit zwei kleinen Kindern "losziehen"? Durchs Skigebiet mit zwei Kleinen, die noch nie Ski gefahren sind?
In dieser Konstellation wäre es jedenfalls meine geringste Sorge, dass das Skigebiet zu klein sein könnte.
Was habt ihr denn vor in den 2h, in der ihr die Kinder in die Skischule geben wollt? Mal eben die über 250km der Skiwelt Wilder Kaiser abfahren? Und wenn ihr die Kinder nach der Skischule übernehmt, wollt ihr mit denen dann eine Safari quer durchs Skigebiet machen?
Wenn ich mit zwei so kleinen Kindern eine Winterurlaub plane, würde ich persönlich jedenfalls eher schauen, ob das Kellerjoch was für mich ist als eines der Massenskigebiete im Zillertal.
 
Hallo Jan,

danke, dass du das so offen ansprichst. Ich bin da dennoch eher pragmatisch. Was nicht geht, geht nicht. Und wir werden da unsere Bedürfnisse auch hinten anstellen und nichts erzwingen. Im schlimmsten Fall habe ich vielleicht ein paar Euros in den Sand gesetzt. Da gibt es wahrlich schlimmeres aus meiner Sicht, wenn es um Urlaub und Familie geht.

Klar kann man dann auch die Skiwelt in Frage stellen. Wenn du die Kommentare vorher liest, scheint diese aber bei unseren Wünschen nicht ungeeignet zu sein. Ich bin da aber nach wie vor sehr offen, welches Skigebiet den besten Kompromiss bieten könnte. Das Kellerjoch scheint mir von der Lage wieder etwas schlechter zu erreichen, wenn ich mich nicht täusche. Was meinst du?


Gruß
Matthias
 
Jan Tenner schrieb:
... Und wie und wohin wollt ihr mit zwei kleinen Kindern "losziehen"? Durchs Skigebiet mit zwei Kleinen, die noch nie Ski gefahren sind?
In dieser Konstellation wäre es jedenfalls meine geringste Sorge, dass das Skigebiet zu klein sein könnte.
Was habt ihr denn vor in den 2h, in der ihr die Kinder in die Skischule geben wollt? Mal eben die über 250km der Skiwelt Wilder Kaiser abfahren? Und wenn ihr die Kinder nach der Skischule übernehmt, wollt ihr mit denen dann eine Safari quer durchs Skigebiet machen?
Wenn ich mit zwei so kleinen Kindern eine Winterurlaub plane, würde ich persönlich jedenfalls eher schauen, ob das Kellerjoch was für mich ist als eines der Massenskigebiete im Zillertal.

Hallo Matthias,
Jan Tenner trifft mit seinen Aussagen den "Nagel auf den Kopf". Beim Familienskiurlaub mit kleineren Kindern sollten die Interessen bzw. die Beschäftigung der Kinder einen klaren Schwerpunkt bei der Planung und Auswahl des Skigebiets bilden. Ein großes Skigebiet wird für Euch kaum von Vorteil sein, wenn Ihr die Kinder nach 2 Stunden wieder abholen und danach selbst beschäftigen müsst.
Wir standen vor der gleichen Herausforderung, als unsere beiden Jungs im Alter Eurer Kinder waren.
Es gibt Skigebiete, die sich auf Familien spezialisiert haben. Allen voran Serfaus (mit dem Murmiland), welches über eine hervorragende Kinderskischule mit Kinderland verfügt.
Nachteil: Die Zielgruppe hat sich ganz klar auf "betuchte" Familien ausgerichtet.
Es geht aber auch erheblich günstiger:
Bspw. im Bregenzerwald. Das Skigebiet Diedamskopf bietet mit seiner Aktion "Kinderschnee"
https://www.bregenzerwald.at/package/kinderschnee-bregenzerwald/
bei 7 Tage Aufenthalt für jedes Kind von 3-6 Jahren einen kostenlosen Skikurs + Skipass. Preiswerter und familiengerechter geht es m.E. im gesamten Alpenraum nicht.
Zudem gibt es an der Bergstation Didi's Kinder Erlebnisland mit kostenfreier Kinderbetreuung während des Skibetriebs.
https://www.au-schoppernau.at/de/sommer/familienurlaub/didi-kinder-erlebnisland
Wir haben hier sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch die Anreise mit der Bahn über Bregenz bzw. Dornbirn mit Busanschluss ins Skigebiet sollte kein Problem darstellen.

Eine weitere Alternative könnte ein Familienhotel mit Kinderbetreuung für die Zeiten außerhalb bzw. nach dem Skikurs sein.
Meines Wissens verfügt das Skigebiet Hochzeiger im Pitztal über solche Hotelangebote (Wohnort: Jerzens).
 
Das war genau der Grund warum ich die kleinen, aber feinen familienfreundlichen Skigebiete in Unterbäch und der Moosalpregion vorgeschlagen habe.
Da ist es nicht überlaufen; Kinder bis 9 Jahre fahren gratis und wenn es mit dem Skifahren nicht klappen sollte, gibt es noch andere Möglichkeiten - wie z.B. Rodeln.

https://www.unterbaech.ch/winter/family-fun/

Für die Anfahrt wäre der Autoreisezug bis Lörrach ein Kompromiß; ab da weiter mit dem Auto.

Aber die Schweiz hattet Ihr ja leider schon ausgeschlossen.
 
Hallo zusammen,

ich verstehe zwar alle Einwände, nur für mich liegt erstmal die Priorität auf der Anreise. Je einfacher und entspannter die abläuft mit unseren beiden, umso besser ist der Urlaub am Ende. Daher möchte ich gerne ein Gebiet suchen, dass sich ideal und ohne großes Umsteigen mit dem Nachtzug erreichen lässt. Damit wäre etwas in der Nähe von Jenbach, Kufstein oder Wörgl die beste Lösung. Von dort dann noch eine kurze Strecke mit dem Taxi oder Bus ist kein Thema, aber mehr sollte es dann auch nicht sein.

Wenn sich da kleine Skigebiete anbieten, die es mir vor Ort erleichtern, dann wäre das ideal. Bisher war die Skiwelt der beste Kompromiss dazu. Habe mir eben auch noch mal Wildschönau angeschaut, weil es vorher genannt wurde. Aber da erkenne ich keinen wirklichen Vorteil zu Skiwelt (zumindest was im Internet zu finden ist).


Gruß
Matthias
 
Matthias182 schrieb:
Daher möchte ich gerne ein Gebiet suchen, dass sich ideal und ohne großes Umsteigen mit dem Nachtzug erreichen lässt.

was verstehst du denn unter Nachtzug - einen, der ueber Nacht fährt oder muss es Schlafwagen sein?

Ab Hamburg fährt täglich 19:46 der ICE 209, der 6:22 in Basel ist, den nehme ich regelmäßig 5:30 ab Freiburg.... ab Basel stehen dir dann eigentlich alle Schweizer Gebiete offen, 9:30 waerst du in Grindelwald oder Airolo, 10:00 in Zermatt oder Verbier...
 
Hallo? Wer will hier um 6:22 Uhr umsteigen und spätestens 8:30 Uhr auf der Piste stehen? Am ersten Skitag nach der Nachtzugfahrt werden die vier doch ohnehin erstmal die Ferienwohnung beziehen, die Ski ausleihen, sich in Sachen Skischule orientieren und dann vielleicht gegen Nachmittag ein bisschen Kontakt zum Medium Schnee aufnehmen, oder?

Jan Tenner schrieb:
In dieser Konstellation wäre es jedenfalls meine geringste Sorge, dass das Skigebiet zu klein sein könnte.

Genau so ist es. Eigentlich braucht es für einen entspannten Familienurlaub nur einen einzelnen Schlepplift (für die Großen, an dem irgendwann dann auch die Kids mitfahren), an dessen Talstationsbereich ein Förderband läuft (für die ersten Versuche) und vielleicht noch einen Seillift (wenn die ersten Fortschritte gemacht sind). Dann kann man sich alle fünf Minuten zuwinken und sämtliche Betreuungsfragen ganz ohne Handy und Planung je nach Situation und Lust der Kinder absprechen. Wenn die Kinder dann 6 und 8 sind, können sie wahrscheinlich schon miteinander fahren, auf eigene Faust die Schanzen am Pistenrand ausprobieren, und die Eltern haben sie trotzdem fast ständig im Blick. An meiner Signatur sieht man, dass ich in den vergangenen Wintern ganz überwiegend in solchen Kleinstgebieten und an Mittelgebirgsliften unterwegs war - das hat eben diesen Grund. Dazu kommt, dass ich den Massenrummel in den großen Skigebieten nicht mag.

Es gibt da aber in Matthias Situation ein paar Problemchen:
a) Skischulangebote für unter Fünfjährige sind in den ganz kleinen Gebieten rar.
b) Selbst Skiverleih am Lift gibt es nicht überall.
b) Die Anreiseentfernung aus Hamburg samt Nachtzugfahrt verlangt Planung, also Schneesicherheit.
Für die gewünschte Zielregion kann ich deshalb keine konkreten Tips zu Gebieten geben (fürs Allgäu oder die Rhön oder das Erzgebirge könnte ich das schon).

An einem Skihallentag, wenn es Kinderskikurse erst ab 4 gibt, würde ich eine Privatskilehrerstunde für die beiden Kinder nehmen. Während der Stunde schaue ich mir die Übungen genau an, die die Kinder dort fahren, und frage, welche Übung was bringt und worauf ich beim Üben achten muss. Mit den Skilehrern dort kann man gut reden, gerade wenn sie sich nicht gleichzeitig noch um andere Kinder kümmern müssen. Direkt nach dem Unterricht kann ich noch eine Stunde selbst die gleichen Übungen am gleichen Förderband machen. Nach einer Pause vielleicht noch eine Stunde. Später geht dann ein Elternteil mit den Kindern auf den Spielplatz und der andere kann auf der großen Piste eine Stunde richtig Gas geben, danach wechseln sich die Eltern nochmal ab. So ähnlich kann man es auch an anderen Skiliften angehen - dann können bloß die Eltern natürlich nicht auf eigene Faust durchs 250-Kilometer-Pistenlabyrinth flitzen.

Die Skikurse für Dreijährige gibt es vermutlich doch auch deshalb nur in großen Skischulen, weil sie die Eltern zwar nachfragen, aber in der Praxis ein Skilehrer dann fünf Kinder hat und Kind A fällt hin und es braucht zwei Minuten, bis es sich beruhigt hat, weil Schnee im Gesicht und am Helm ist echt unangenehm; dann muss Kind B aufs WC, kommt aber alleine nicht mit der Skihose zurecht, das dauert mindestens 5 Minuten; derweil weint Kind C bereits nach Mama; Kind D ist vom langen Warten kalt geworden; Kind E geht es nun wie Kind A; schlimmstenfalls fällt ihm ein, dass es ihm eigentlich auch wie Kind B gegangen wäre, aber nun ... Daraufhin hat Kind C endgültig keine Lust mehr. Das ist sicher übertrieben, aber von der Skikurszeit geht bei den ganz Kleinen einfach oft ziemlich viel Zeit für solche Dinge verloren.

Trotzdem, ich will das nicht schlechtreden: Eine ganze Urlaubswoche mit einer konstanten Lerngruppe - da kann ein Skikurs den Kleinen auch ziemlich viel vermitteln, und wenn erstmal klar ist "Schnee = Spaß", dann ist das Wichtigste schon begriffen.
 
Hallo zusammen,

Für uns bedeutet der Skiurlaub mindestens 10-12h Fahrt, egal ob mit der Bahn oder dem Auto. Zwei kleine Kinder so eine lange Zeit anzubinden (nichts anderes ist ein Kindersitz) möchte ich nicht. Zumal das jegliche Form der Erholung zunichtemacht. Das spricht schon erheblich für die Bahn. Aber auch dort muss man diese Zeit mit den Kindern sinnvoll gestalten und sie bei Laune halten. Sonst gilt das gleiche – Erholung dahin. Im Nachtzug hingegen kann ich etwa 80% der Reisezeit durch den Schlaf abdecken (Das machen wir bei langen Flügen ebenso). Der Rest, ankommen am Bahnhof, Einrichten im Abteil, Waschen, Frühstück, etc. ist dann für die beiden schon ein richtiges Erlebnis und sie sind mit Freude dabei. Besser kann es gar nicht laufen. Und das hat nichts mit um 8:00 auf der Piste stehen zu tun. Ich glaube auch nicht, dass wir für den Anreisetag einen Skipass kaufen werden.

pereval schrieb:
Es gibt da aber in Matthias Situation ein paar Problemchen:
a) Skischulangebote für unter Fünfjährige sind in den ganz kleinen Gebieten rar.
b) Selbst Skiverleih am Lift gibt es nicht überall.
b) Die Anreiseentfernung aus Hamburg samt Nachtzugfahrt verlangt Planung, also Schneesicherheit.
Für die gewünschte Zielregion kann ich deshalb keine konkreten Tips zu Gebieten geben (fürs Allgäu oder die Rhön oder das Erzgebirge könnte ich das schon).

[…]

Die Skikurse für Dreijährige gibt es vermutlich doch auch deshalb nur in großen Skischulen, weil sie die Eltern zwar nachfragen, aber in der Praxis ein Skilehrer dann fünf Kinder hat und Kind A fällt hin und es braucht zwei Minuten, bis es sich beruhigt hat, weil Schnee im Gesicht und am Helm ist echt unangenehm; dann muss Kind B aufs WC, kommt aber alleine nicht mit der Skihose zurecht, das dauert mindestens 5 Minuten; derweil weint Kind C bereits nach Mama; Kind D ist vom langen Warten kalt geworden; Kind E geht es nun wie Kind A; schlimmstenfalls fällt ihm ein, dass es ihm eigentlich auch wie Kind B gegangen wäre, aber nun ... Daraufhin hat Kind C endgültig keine Lust mehr. Das ist sicher übertrieben, aber von der Skikurszeit geht bei den ganz Kleinen einfach oft ziemlich viel Zeit für solche Dinge verloren.

Damit triffst du eine Menge Punkte, die ich genauso sehe. Ich zweifele sogar mittlerweile ein wenig am Skikurs für die beiden. Das werde ich aber erst entscheiden, wenn ich in der Skihalle gewesen bin.

Vielleicht formuliere ich die Frage noch mal anders. Welche lohnenswerten Skigebiete gäbe es denn noch in dieser Region, wenn wir mal den Skikurs für die Kinder und auch die Größe außen vor lassen. Also einfach zu erreichen von Jenbach, Kufstein oder Wörgl.


Danke und Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,

ich würde mal vermuten, dass die einheimischen Kinder in Deiner Zielregion das Skifahren hier

https://www.schneeberglifte.at/

oder hier

https://www.kufstein.com/de/schwoich/info/hochfeldlift.html

lernen.

Das in Schwoich beschriebene Karussell war übrigens eine Lernhilfe, die meinem Kind so viel Spaß machte, dass es ab diesem Tag echt voran ging. (Das war am Hochsträßlift Oberreute, der leider nun schon die zweite Saison nicht mehr in Betrieb ist.)

Aber: Ich war an keinem dieser Lifte und kann Dir auch keinerlei Auskünfte zu Unterkunft in Liftnähe etc. geben. Allerdings kann man bei so kleinen Liften bestimmt mal anrufen, die wissen dann schon, wer in der Nähe vermietet. Weitere Lifte findest Du leicht auf opensnowmap.org - da sind aber auch welche eingezeichnet, die faktisch längst außer Betrieb sind.

Viele Grüße
pereval
 
Matthias182 schrieb:
Für uns bedeutet der Skiurlaub mindestens 10-12h Fahrt, egal ob mit der Bahn oder dem Auto.

deshalb kann ich deine Entscheidung fuer den Zug voll und ganz verstehen. Nur fahre ich viel lieber tagsüber - beispielhaft bist du, wenn Du morgens in Hamburg losfährst um ~16:00 in Zermatt, noch genügend Zeit ein Hotel oder eine Ferienwohnung zu beziehen. Ich habe schlechte Erfahrungen mit Kindern und Nachtzügen, zuletzt bin ich mit meinen von Belgrad nach Budapest gefahren und mein "grosser" hat vermutlich keine ganze Stunde geschlafen in der Nacht - ich demnach auch nicht - dementsprechend war seine Verfassung am nächsten Tag.... aber das ist eine andere Geschichte.

edit: ach ja, mit Skischulen habe ich keine grosse Erfahrung, aber ich und meine Kinder waren im Alter von 3 und 5 sehr zufrieden mit der am Stubaier Gletscher, die Kinder waren dort sowohl Vor- als auch Nachmittags (10:00-12:00 und 13:00-15:00) im Kurs und wurden ueber Mittag betreut.
 
Zurück
Oben