Die ersten Standseilbahnen wurden durch Wasserballast angetrieben. Die Regulierung der Geschwindigkeit erfolgte über eine durch den Wagenführer bediente Handbremse über ein Bremszahnrad und eine Zahnstange. Diese Anlagen wurden dreischienig ausgeführt.
Mit der Umstellung auf einen elektrischen Antrieb in der Bergstation konnten die Standseilbahnen auf eingleisigen Betrieb umgestellt werden. Herr Abt erfand eine Ausweiche ohne bewegliche Weichenzungen. Die Fahrzeuge bekamen auf ihrer jeweiligen Außenseite einen Doppelspurkranz, innen eine "Walze" als Rad. Für den Fall eines Zugseilriss wurde eine Zangenbremse eingeführt, die in die äußere Schiene greift. Die Schließkraft der Zangenbremse wurde zunächst durch Spindeln erbracht (Schraubenbremse). Die Drehbewegung zum Schließen der Bremse erzeugte ein Laufrad des Seilbahnwagens.
Höhere Betriebsgeschwindigkeiten und größere Fahrzeuge verlangten schließlich Zangenbremsen mit Federspeicher. Meist handelt es sich um sog. Tellerfederpakete, d. h. Stahlteller, die abwechselnd gegeneinander aufgereiht werden, und die Bremskraft speichern.
Das Auslösen der Bremse erfolgt mechanisch über einen Klinkenverschluss. Dazu spannt das Zugseil an der Fahrzeugbefestigung eine Feder. Durch ein Schlaffseil löst die Zugseilbefestigung das einen Hebel aus, der über einen Drahtzug die Klinke der Bremse auslöst. Der Notbremsgriff betätigt ebenfalls über einen Drahtzug die Bremse. Darüber hinaus gibt es Zentrifugalschalter, die bei Übergeschwindigkeit auslösen. Eine Masse schwingt nach außen, und löst einen Schalter aus.
Das Öffnen/Lüften der Fangbremse erfolgte zunächst mit einer Spindel, d. h. die Bremse wird aufgeschraubt. Später wurden hydraulische Systeme eingeführt. Der Öffnungsdruck wird durch eine Handpumpe erzeugt.
Der letzte Stand der Technik sind vollhydraulische Systeme, bei denen die Bremse nicht mechanisch verriegelt wird, sondern durch ständigen Druck des Öffnungszylinders offengehalten wird. Ausgelöst wird die Bremse durch Öffnen von Ventilen im Ölkreislauf. Durch den Druckverlust schließt die Bremse. Auch der Notbremshebel ist in diesem Fall ein Hydraulikventil. Das Lüften der Bremse erfolgt mit einer Motorpumpe. Wegen Ölverlusten im System muß der Öldruck regelmäßig wieder aufgebaut werden.
Bei Pendelbahnen (Luftseilbahnen) war die Entwicklung im wesentlichen ähnlich. Allerdings sind die Verhältnisse hier komplizierter, da in der Regel außer dem Zugseil ein Gegenseil vorhanden ist, welches im Falle einen Seilrisses durch Restspannkraft enorme Beschleunigungen des Fahrzeuges verursachen kann.
Bei Standseilbahnen kann man die Fangbremse bei fahrenden Fahrzeug auslösen und ihre Funktion testen. Die Schienen halten das aus. Bei Pendelbahnen wird in der Regel nur die Abschleppkraft getestet, d. h. die Fangbremse wird im Stand ausgelöst, und das Fahrzeug über einen Seil- oder Kettenzug solange gezogen, bis es rutscht. Eine Auslösung während der Fahrt kann das Tragseil beschädigen, und wird daher vermieden.