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Flims Laax Falera

Es geht ja nicht nur um die sogennante Gletschersaison sondern um den allgemeinen Saisonstart. 3.Dezember für das STOLZE LAAX ist einfach ungewöhnlich spät.
Nun ich denke es ist auch an der Zeit, dass sich die Betreiber etwas einfallen lassen, bzw. in Anlagen investieren. In letzter Zeit kam Flims-Laax-Falera nicht immer gut weg bei den Gästen.
Wenn man selbst im Sommer stolze 1.60 für ein altes enges Parkhaus neben der Bergbahn bezahlen muss... kann ich all die Leute durchaus verstehen.
 
paddington schrieb:
Hab ja auch nichts von Skibetrieb geschrieben.
Aber unter "Aktuelle Schneesituation" gepostet ... und außerdem von einem Betrieb "auf dem Vorab" geschrieben, womit ich gedacht hätte, dass es irgendeine Art Betrieb auf dem Gletscher gibt, und da es dort nur SL gibt ..
 
Zum Thema Saisoneröffnung: Ich habe in Laax viele Freunde und kenne auch viele Deutsche, die im Winter dort skifahren/boarden. Keiner von denen käme auf die Idee, vor Weihnachten dort die Skier auszupacken. Die meisten Bündner sind sowieso keine Herbstskifahrer und wenn, gibt es genug Gebiete in akzeptabler Nähe, die vernünftigen Gletscherski bieten. Laax hat sich noch nie groß um die Frühwintersaison gekümmert und hat m.E. gute Gründe dafür gehabt. Hinzu kommt, dass es für diejenigen, die meinen, dort am Saisonstart schon aufkreuzen zu müssen, inzwischen so viel Zusatzangebote gibt, dass ein paar Pisten ausreichen.

Der Laden läuft in FLF und das liegt nun ganz sicher nicht daran, dass man in der Vergangenheit schon im November geöffnet und den paar Verirrten eine Seilbahn-Orgie auf den Vorab geboten hat. Wenn Frau Holle es gut meint mit den Laaxern, ist am Nikolauswochenende die Hälfte der Pisten geöffnet. Und wenn der Gurtner dann in 1-2 Jahren seine "Revolution am Berg" abgeschlossen haben wird, kann man vielleicht nochmal drüber nachdenken, die Nagenser Seite für den Frühwinterskilauf zu optimieren.
 
Das Angebot ist eben in den letzten Jahren so geschmolzen wie die dazugehörige Unterlage. Eine Entwicklung, wie sie öfters zu sehen ist: von normalen Sommerskibetrieb in den 80ern, hin zum "Event/Camp -Betrieb" wenige Wochen im Juli -August ab Mitte der 90er. Schon dort war klar dass der Patient Gletscherpiste künstlich am Leben gehalten wird, ich hab die Bilder noch vor Augen - der zusammengeschobene Schnee auf den ersten paar hundert Metern der Liftttrasse wirkte schon damals hilflos. Tragisch aber nur konsequent dass dieses Geschäft nun eingestellt wurde.

Zum frühen Saisonbeginn in Laax kann ich nur sagen, dass ich in den letzten Jahren ca. 10x im Frühwinter dort war, und es NIE wirklich viel Schnee hatte - auch später in der Saison gilt nach meiner Erfahrung :
FLF ist ein Föhnloch und kein Schneeloch. Im Hochwinter reicht aber dann der in Summe gefallene Schnee schon aus und das Gebiet kann seine Stärke, die Weitläufigkeit und den großen Höhenunterschied ausspielen.
Auch die Lage ist ja ein Traum. Für einen frühen Saisonbeginn gibt es aber meteorologisch begünstigtere Gebiete. Jaja ich weiß Kunstschnee und so weiter, aber warum sollte FLF auch noch eine Schwäche (= früher Saisonbeginn in einer Gegend, in der ich im Novemberföhn noch einige schöne MTB -Touren bis zum Crap Sogn Gion gemacht habe) betonen? Da riskieren sie wegen den paar Nasen im Vorwinter noch schlechte Publicity.
 
Als "Vorsaison-Junkie" und FeWo-bedingt häufiger Gast in FLF ist mir die Vorsaisonproblematik (leider) nur allzu gut bekannt. Fakt ist: Frühe Eröffnung mit nur Angebot Vorab kann tatsächlich höchstens einen Seilbahnfanatiker begeistern. Hätte Verständnis, wenn Eröffnung erst erfolgen würde, wenn mehr angeboten werden kann. Aber genau hier beginnt m.E. das Problem respektive die Unanständigkeit der Bergbahnbetreiber: Ab anfangs Dezember, wenn mit viel Wille der erste natürliche & künstliche Schnee verarbeitet werden könnte, wird das nur halbherzig gemacht, so dass bis kurz vor Weihnachten das Pistenangebot qualitativ und quantitativ idR unterirdisch ist. Als Saisonkartenbenutzer finde ich, dass wenigstens ab anfangs Dezember jeweils ein Angebot bereitgestellt wird, das bescheidenen Ansprüchen genügt.

Zumindest in der CH habe ich gute Quervergleichskenntnisse. Ich stelle fest, dass andere Gebiete mit vergleichbaren meterologischen Voraussetzungen deutlich früher deutlich kundenorientiertere Angebote bereithalten. Als gutes Beispiel kann Davos erwähnt werden, mit folgenden Vorteilen ggü. FLF:

> Frühere Saisoneröffnung (Jakobshorn, später auch Parsenn) dank frühestmöglicher Erzeugung von technischem Schnee und Verarbeitung des natürlich gefallenen Schnees;
> Von Beginn an gute Pistenqualität, im Vergleich zu den Dezember-Eispisten zB. auf Nagens;
> Von Beginn an breite Pisten, und nicht wie bei Plaun in der unteren Hälfte stets nur die halbe Pistenbreite;
> Von Beginn an brauchbares Gastro-Angebot;
> Ganz wichtig: Erweitertes Weekendangebot jeweils ab Freitag und nicht erst am Samstag -> v.a. auch für unser stets am Freitag beginnendes Geschäftsskiweekend ein Faktor;
> Massiv bessere Kommunikation -> in Davos wird auf der Website meist bereits anfangs Woche kommuniziert, ab wann am Weekend resp. eben bereits am Freitag welche Pisten und Anlagen geöffnet sind. FLF hingegen kann vielfach nicht mal auf Vorabend meine telefonischen Anfragen nach den am Folgetag geöffneten Pisten/Anlagen beantworten.

Fazit: Ich habe seit letztem Jahr und vielen fast durchaus negativen Erlebnissen meine Konsequenzen gezogen und starte meine FLF-Saison neu erst kurz vor Weihnachten (ab dann meist top Pisten und -angebot), während ich in der Vorsaion primär Davos und alternativ Engadin/Zermatt/selten Lenzerheide (ähnlich schwach wie FLF) besuche, inkl. dortigen verlängertem Geschäftsskiweekend im Dezember. Werde dieses Verhalten erst anpassen, wenn FLF sich in der Vorsaion ernsthaft um Verbesserungen bemüht und sich dem Davos Level wenigstens annähert.
 
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