Fab schrieb:
Es ist ja nicht so dass ich die Bedenken u. Sorgen einiger Vorposter (Stäntn, Miki, Hildener, Starli) nicht grundsätzlich teile.
Ich kapier nicht ganz, warum du mich in einer Reihe mit den anderen 3 nennst, die haben doch anscheinend einen recht konträren und anscheinend emotionaleren Standpunkt zur Sache ... Anscheinend haben Stäntn und andere hier bereits persönliche Nachteile, viele sind sensibilisiert und beachten dann - wie so häufig - hauptsächlich die negativen Schlagzeilen (die dann wiederum umso häufiger auftreteten und ein verzerrtes Bild der Realität geben - siehe auch Lawinentote, Unwetter, etc. etc.) - die übliche Negativspirale halt.
Mich dagegen betrifft das Thema persönlich (noch?) nicht und außer hier im Alpinforum beschäftige ich mich auch nicht mit diesem Thema, ab und zu überflieg ich mal einen Artikel auf orf.at - das ist die einzige News- und Nachrichtenseite, die ich täglich zumindest von den Schlagzeilen her lese, das reicht mir, um im Groben informiert zu sein und wirklich wichtige Dinge mitzubekommen. Ich hab's glaub ich schon mal gesagt: Schaut keine Nachrichten, lest keine Zeitung. Man lebt wesentlich gesünder, wenn man nicht laufend von Mord und Totschlag, von Not und Elend mitkriegt.
Zudem mag ich mir nicht anmaßen, anhand von Zeitungs- oder Fernsehberichten eine vernünftige Meinung zu bilden. Zu schnell wird man von den Berichterstattern zu einer Denkweise getrimmt, die man ungeprüft übernimmt. Seid kritischer. Hinterfragt alles. Lasst euch nicht von den Medien manipulieren. Glaubt nichts, dass ihr nicht selbst gehört / gesehen / erlebt habt. Nicht alles, was in einer Zeitung oder im Internet steht, ist die Wahrheit. Die Wahrheit liegt immer irgendwo dazwischen. Wenn es überhaupt die eine Wahrheit gibt ..
Fab schrieb:
Du hast aber schon von Staatsbürgerschaft gehört - und dass nach dt. Grundgesetz niemand staatenlos gemacht werden darf?
Mit einer Staatsbürgerschaft hat man Rechte und Pflichten - und wenn man sich nur die Rosinen und Rechte herauspicken will, hat man eine Staatsbürgerschaft nicht verdient. Wobei wir gerne auch weiter über den Sinn und Zweck einer Staatsbürgerschaft diskutieren können und ob so etwas heutzutage nicht genauso anachronistisch überflüssig ist wie Nationalstaaten innerhalb der EU.
Da haben wir - gemäß Einheimischenpreisdiskussion - zudem wieder einmal die Frage nach der Diskriminierung, und zwar nicht der Diskriminierung anhand des Wohnorts, sondern die Diskriminierung anhand der Staatsbürgerschaft. Sorry, aber ich bin der Meinung, jeder Erdenbürger sollte die Wahl seines Wohnortes, egal welchen Landes, frei raussuchen dürfen, damit einhergehend die gleichen Rechte und Pflichten haben wie die dort geborenen Einwohner, aber mit dem Unterschied zu jetzt, dass weder der eine noch der andere "auf Staatskosten" leben darf.
Dass das momentan nicht funktionieren kann, ist anhand der ideologisch verschieden geführten Staaten und insbesondere aufgrund der im Hinblick auf Religionen großteils unemanzipierten Menschheit schade und tragisch, und m.E. kann man es der Menschheit nur wünschen, dass sie lang genug überleben wird, um das irgendwann einmal zu erleben. Momentan scheint es aber überall eher einen Schritt zurück zu gehen, jedes Land, jeder Landesteil will egoistischer sein eigenes Territorium schützen und verbarikadieren, selbst die Reisefreiheit gerät mehr und mehr in Gefahr. Klar können wir in so gut wie jedes Land reisen. Dauert aber halt einen Monat und kostet entsprechend Geld, bis man Visa, Einladungen usw. zusammen hat. Für ein Arbeits- oder Studium-Visa braucht man in Russland schon einen negativen HIV-Test. Was kommt als nächstes? Quarantäne-Stationen an der Grenze, an denen man 2 Tage von einem Arzt durchgecheckt wird, bis man seinen Urlaub in seinem Wunschland verbringen darf? Das ist doch alles Scheisse. Aber genau dazu kommts, wenn sich jedes Land mehr und mehr einkesselt. Festung Europa? Nein, Danke.