Auch wenn die SPD oder Mama Merkel sich auf den Kopf stellt - aber das "Australische Modell" liefert viele Lösungen, jedenfalls mehr wie alle EU Länder derzeit parat hätten:
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/australiens-fluechtlingspolitik-der-hohe-preis-der-totalen-abschottung-13885398.html
Er forderte die EU auf, ihre Außengrenzen zu schließen. Sie sei im Begriff, einen „katastrophalen Fehler“ zu begehen. „Kein Land oder Kontinent kann alle seine Grenzen in alle Richtungen öffnen, ohne sich grundlegend selbst zu schwächen“, sagte Abbott.
Ihr Kern bestand darin, dass die Asylsuchenden, die mit dem Boot in Australien eintrafen, nicht auf das australische Festland gelassen, sondern in Internierungslagern auf der australischen Weihnachtsinsel, dem Territorium des pazifischen Inselstaats Nauru und auf Manus in Papua-Neuguinea festzuhalten. „Wir entscheiden, wer in unser Land kommt und unter welchen Umständen“
Zudem wurde Bootsflüchtlingen die Hoffnung genommen, jemals in Australien angesiedelt zu werden. Die Asylanträge der Migranten, die sich schon in den wiederbelebten Lagern auf Nauru und Manus befanden oder nicht direkt zurückgeschickt werden konnten, sollten dort geprüft, und anerkannte Flüchtlinge freiwillig in Drittländer umgesiedelt werden, mit denen Australien entsprechende Abkommen getroffen hat.
Diese Strategie hat mir schon letztes Jahr gefallen. Leider traut sich in Deutschland (noch) keiner laut darüber zu sprechen, am ehesten noch mein fränkischer Heimatminister in München :lol: denn
„Die australische Erfahrung lehrt, dass die Menschen sich nur davon abhalten lassen, aus der Ferne hierher zu kommen, wenn man sie nicht hineinlässt“
Freilich ist das nicht 1:1 umsetzbar, aber im Kern bietet Australiens Modell viele Lösungen die auch Nachhaltigkeit bieten um auf 5-10% der derzeitigen absoluten Zahlen zurück zu kommen, und zwar schon 2016. Kann man ja danach ggf. wieder lockern. Das meinte ich auch mit "keine Denkverbote" - man sollte jede Option mal offen diskutieren, und ist damit dennoch kein schlechter Mensch. Auf solche Signale warte ich seit Monaten vergebens
Und zum Thema Angst: Angst vor den Migranten habe ich natürlich keine. Aber es ist dieses Unwohlsein, dieses Unbehagen je weiter man in die Stadt kommt. Wollen wir das? Ich wohne gemütlich am Land, dort sind wenige Migranten (0.1-1%) sehr gut integriert und gute Freunde. Fahre ich in die Stadt (Nürnberg), hauts mir jedes mal den Vogel raus was da rumläuft. Deutsch spricht da gefühlt keiner mehr. Frau Merkel, ist das noch unser Land? Genau das fragen sich doch viele jetzt schon, und statt weniger werden es jetzt mehr. Demografische Geisterfahrt?
Ich wünsche mir einfach in Deutschland nicht diese Zustände, die Mitte muss stark bleiben, der soziale Rand klein. Aber letzterer wächst am größten... es sei denn, wir suchen uns unsere Zuwanderer aus. Was widerum eine Lösung wäre - siehe oben. Warum diskutiert das keiner? In der Politik ist die Moral meist immer ein Ballon voll Heuchelei, aber jetzt plötzlich das Maß der Dinge. Zumindestens vorne rum... hierzu passt auch von heute:
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/kommentar-von-reinhard-mueller-zur-fluechtlingspolitik-13884964.html
Neu ist, dass nicht mehr nur die üblichen Verdächtigen über die politische Führung den Kopf schütteln oder sich gar von ihr abwenden. Auch Abgeordnete, Landräte und die Spitzen von Sicherheitsbehörden tun das jetzt. Es sind keine enttäuschten Pensionäre, keine Wutbürger, sondern Fachleute mit Ortskenntnis und Weitblick und aus der Mitte von Politik und Exekutive. Sie beurteilen die Berliner „Flüchtlingspolitik“ allenfalls noch mit medizinischen Begriffen.
Und auch hier im Forum sitzen sicher in der Mehrheit keine pöpelnden Rechtsradikalten mit schlechter Bildung, sondern (Lob an euch und die Mods!) eine gesunde Mischung genau dieser Mitte aus verschiedenen Ländern (D, AT, SLO, CH, usw.). Und selbst in dieser gehobenen Mitte macht sich Politikverdrossenheit breit - eine gefährliche Entwicklung.