Sorry, ich kann es nicht lassen

- es geht um diesen Beitrag:
http://tirol.orf.at/news/stories/2780261/
Genauer, um diesen Satz:
„Die Züge sind mehr oder weniger frei von Illegalen“, fügte (Landespolizeikommandant, Anm.) Tomac hinzu.
Als jemand, der Deutsch nicht als Muttersprache erlernt hat, die Sprache aber fast jeden Tag benutzt, muss ich mich immer wieder wundern wie schnell sich die deutsche Sprache verändert. Klar, jede lebende Sprache ist Veränderungen unterworfen, aber das passiert meistens im Laufe der Jahrzehnte oder wenigstens Jahre. Bei der aktuellen, sagen wir mal
Migranten - Thematik passieren die Veränderungen hingegen fast von Monat zu Monat. Erinnert ihr euch noch? Im vergangenen Sommer / Frühherbst waren es in den Mainstream - Medien (inkl. ORF) fast ausnahmslos
Flüchtlinge (die damals noch von heldenhaften NGOs aus dem bösen Ungarn wo ihr Leben bedroht war

nach Österreich geholt wurden). Ein paar Monate später waren es dann
Migranten. Irgendwo dazwischen auch noch
Schutzsuchende. Und nun heissen sie schon offiziell
Illegale. Vor einem Jahr wäre man mit diesem Ausdruck noch in die rechte Ecke gestellt, nun ist es schon Mainstream? Und da soll sich ein nicht - Mutterspracher noch auskennen

...
(erinnert mich irgendwie an die 'nigger - black - colored - african american' Debatte in den USA, jedes der Wörter war zu irgendeinem Zeitpunkt im offiziellen Gebrauch und später als beleidigend enpfunden und duch ein neues ersetzt, welches wiederum eine Generation später wieder als beleidigend empfunden wurde, aber dort dauerte es immerhin Jahrzehnte bis ein Ausdruck im (halb)offiziellen Gebrauch vom anderen ersetzt wurde, beim vorherigen Beispiel passiert alles innerhalb von Monaten)