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Funiforabenteuer

starli2 schrieb:
Weiß eigentlich zufällig einer die Inhaberstruktur am Stilfserjoch? Gehören alle Lifte einer Gesellschaft, oder der Gemeinde, oder den Hotels, oder... ?

Die Lifte (Hotels weiß ich nciht, aber ich schätze auch) gehören einer italienischen Gesellschaft aus Bormio (oder zumindest aus der Valtellina, also der "hinteren" Seite vom Stilfserjoch.

Die Zubringerbahn von Trafoi aus wird u.a. nicht genehmigt, weil sich das Gelände im Nationalpark Stilfserjoch befindet.
 
naja, aber in Trafoi haben sie ja die Alternative das Winterskigebiet auszubauen (wird ja jetzt auch gemacht).

Die Bahn aufs Stilfser Joch wird unserer (Helmut+Ich) Meinung nach auch über kurz oder lang genehmigt werden müssen!
 
Alpin-Forum|LSAP schrieb:
Die Bahn aufs Stilfser Joch wird unserer (Helmut+Ich) Meinung nach auch über kurz oder lang genehmigt werden müssen!

Ja, die touristische Logik sagt das, aber es gibt da auch die Lobby der Naturschützer, die das Tal (Naturpark!!!) unangetastet lassen wollen. Es gibt da aber noch ein Argument bzw. einen Aspekt gegen den Ausbau: wenn man das Stilfserjoch für den Winterbetrieb erschließt, dann gibts im oberen Vinschgau noch mehr Pisten und Lifte, aber die Zahl der Schifahrer bleibt vorerst gleich => geringere Auslastung aller Vinschger Schigebiete => mögliche Velruste aller bzw. der kleineren Schigebiete
 
@malagutista: Stimme dir zu, wir waren ja grad erst vier Tage dort und Wartezeiten hatten wir an keinem einzigen Lift, auch Sa+So nicht.

Dennoch dürfte wohl in den nächsten Jahren die Entscheidung fallen: entweder das Stilfser Joch wird wintertauglich, oder es muß schließen. So wie es jetzt ist, rentiert es sich so gut wie nicht mehr.
 
übrigens: die aussicht vom vinschgau (abz. prad am stilfser joch/reschenstraße) auf das joch und den gletscher ist traumhaft :)
 
Naturschützer: Es sollte doch möglich sein, als Zubringerbahn eine mehr oder weniger Stützenlose PB hinzustellen - und dann hätte sich das mit den Naturschützern doch so ziemlich erledigt, oder? :-)
 
Stützenlos glaub ich jetzt nicht... also wenn die Trasse vom Ort/Talstation Skigebiet Furkelhütte weggeht (alles andere wär ja auch Quatsch), müsste man mindestens einen Bergrücken überwinden, soweit wir das gesehen haben. Die Trasse würde fast komplett durch den Wald gehen, also würde ne EUB IMHO optisch auch gehen.
Eine eventuelle Talabfahrt wär natürlich nochmal ein ganz anderes Thema.
 
Für den NP ist IMHO eher das ganze Gerümpel und Ruinenzeugs oben am Gletscher ein Skandal. Durch die Seilbahn könnte die Straße im Sommer immerhin um die Skifahrer aus Richtung Norden entlastet werden.
 
Naja, ich könnte mir auch eine Talstation weiter "oben", ohne ANbindung an Trafoi, vorstellen, und ohne der Notwendigkeit, den Bergrücken überbrücken zu müssen ...

.. sprich, von diesem Gasthaus, das da einmal an der Straße abzweigt.

Weiß allerdings nicht, inwieweit die Straße bis dorthin Lawinengefährdet ist bzw. wieviel höher das als Trafoi liegt ...

(Sicher, es ist nicht die optimalste Lösung ...)
 
800_stilfserjoch20010825_talblick.jpg


Super wär ja mal ne Aufnahme vom Gegenhang aus ... jemand am Ortler gewesen? ;)
 
^^ das bild beantwortet schon mal die frage nach der lawinengefährdung... vgl. sölden/rettenbachtal zb
 
^^ Stimmt. Auf den ersten Blick dachte ich das wär die Gletscher Straße in Sölden. Straßenverlauf ist nämlich ähnlich.
 
@lawinen: das Problem kriegst Du fast immer in den Griff, das ist nur eine Frage des Aufwandes. Das halbe Söldnere und beinahe des gesamt Obergurgler Schigebiet ist extrem Lawinengefährdet, aber die haben eben genug Zeug hingebaut, dass da nix mehr kommt. Oder schau die mal die Paradisoscharte am PT an. Da haben sie halt vor alle Stützen riesige Betonkeile gebaut und eine Lawinensprengbahn und damit ist das Thema gegessen. Die Straße zu sichern wär vielleicht etwas aufwendig, aber eine Bahn plus Piste dürfte nicht das Problem sein.

Also meines Erachtens ist der NP mit der Straße eh nicht zu vereinen, also könntens wegen mir ruhig eine kleine Exklave schaffen (wie damals im Vallon de l'Iséran). Ich glaube touristisch ist das sehr schwer nötig und ich glaube ich nicht, dass man damit argumentieren sollte, dass die kleineren Gebieten schadet. Zum einen ist unlogisch, zu sagen ich schaffe keine hochwertigeres Gebiet, damit ich die minderwertigen nicht wirtschaftlich schädige. Zum anderen stellt sich eben genau die Frage, ob die Besucherströme gleich bleiben. M.E. könnte man genausogut argumentieren, dass dieses neue Wintergebiet neue Touristen in die Region zieht, die vielleicht sogar bei schlechtem Wetter oder WInd auf dem Gletscher stattdessen in eines der kleinen Vinschgauergebiete fahren, was sie ansonsten sicher nie angesteuert hätten.

Wenns nicht genehmigt wurde, o.k., aber ich sag, das war ein Fehler. Und ein Tal mit einer fetten Motoradgeplagten Passsrtaße drin Naturschützen zu wollen find ich reichlich albern. Da gibts mal wirklich wichtigere Bereiche, die Aufmerksamkeit verdienen. Meine Meinung.

P.S. @marius: wies da gerade aussieht ist sicher kaum mit dem NP zu vereinen, aber ich hoffe das merkt keiner, sonst ändern die noch die geile Optik! :)

Wie habens eigentlich den Payer oder Cristallo genehmigt gekriegt, die liegne jawohl auch voll im NP (Chavière lässt grüßen! :) ).
 
Jetzt sind wir aber etwas vom ursprünglichen Topic abgekommen.
 
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